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Die Erfindung betrifft einen Ballschläger, insbesondere Tennisschläger gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Bei bekannten Ballschlägern kreuzt die längste Längssaite die langste Quersaite im Wesentlichen im Mittelpunkt der Schlagfläche, welcher der Punkt des grössten Energieinhalt für den Schlag des Balles ist und als Sweetpoint bezeichnet wird. Trifft man den Ball ausserhalb dieses Punktes, so nimmt die Beschleunigungsfähigkeit entsprechend ab. Den Bereich in dem der Energieinhalt noch mindestens 70% der maximalen Energie beträgt, nennt man Sweetspot. Die einschlägigen Fachkreise haben sich daher zur Aufgabe die Schaffung von Massnahmen gestellt, durch welche eine Erhöhung des Spielkomforts sowie der Ballbeschleunigung erzielt wird.
Durch die AT-E 55 698-B ist ein Tennisschläger bekannt geworden, bei welchem die Brücke und die Spitze des Schlägerkopfes dieselbe Krümmung sowohl aussenseitig als auch innenseitig aufweisen, damit die der mittigen Längssaite benachbarten Saiten dieselbe Länge haben wie die mittige Längssaite. Ebenso weisen die mittleren Quersaiten jeweils dieselbe Länge auf, da im mittleren seitlichen Rahmenabschnitt die Böden der Vertiefung geradlinig und parallel zur Längsachse sind, so dass In diesem Bereich die Quersaiten die gleiche Länge von dem einen Boden der Vertiefung zu dem gegenüberliegenden Boden der Vertiefung aufweisen.
Obwohl diese Massnahme zur Erhöhung des Spielkomforts beigetragen hat, ist es Aufgabe der Erfindung, den Spielkomfort noch weiter zu verbessern
Diese Aufgabe wird durch den kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 gelöst.
Durch die kongruente Form der Aussenfläche des Rahmenteiles bzw. Steges ist die Länge aller in diesem Bereich eingespannten bzw. umgelenkten Längs- und Quersaiten gleich, wodurch sich eine Erweiterung des Sweetspots ergibt.
Wohl ist bei rechteckigen, quadratischen oder trapezoiden Rahmen des Tennisschlägers die Länge aller oder bestimmter Längs-bzw. Quersaiten zwangsläufig gleich, doch vermitteln diese Schläger keine ausreichende Zielsicherheit und Ballbeschteunigung.
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beim erfindungsgemässen BallschlÅager behoben.
Durch die Massnahme nach Anspruch 3 werden darüber hinaus die Dämpfungseigenschaften verbessert.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand der Zeichnungen näher erläutert, in weicher Ausführungsformen des erfindungsgemässen Ballschlägers als Tennisschläger dargestellt sind. Es zeigen Fig. 1 eine Ausführungsform des erfindungsgemässen Tennisschlägers, und Fig. 2 den Brückenteil des Tennisschlägers nach Fig. 1 in grösserem Massstab mit einem eingebauten Dämpfungsteil.
Beim Tennisschläger nach Fig. 1 ist mit 1 ein ovaler Rahmen bezeichnet, welcher in einen Griffteil 2 übergeht und eine Brücke 3 aufweist, welche die seitlichen Rahmenteile 4, 5 im Bereich des griffseitigen zusammenlaufenden Endes überbrückt. Die Schlagfläche 6 wird von einem Saitengeflecht gebildet, das aus sich kreuzenden Längs-und Quersaiten 7, 8 besteht.
Um den Sweetspot, welcher strichliert eingekreist und mit 11 bezeichnet ist, zu vergrössern, müssen die Längssaiten beiderseits der mittigen, bei den bekannten Schlägern üblicherweise längsten Saite 7', im vorliegenden Fall beispielsweise die Saiten 7", die gleiche Länge wie die Saite 7'haben. Zu diesem Zweck ist erfindungsgemäss bei der Ausführungsform des Tennisschlägers nach Fig. 1 ein Brückenstecker 12 vorgesehen, dessen Aussenseite 13 den gleichen Krümmungsradius bzw. eine kongruente Form wie die Aussenseite 14 des Kopfteiles 9 des Rahmens 1 aufweist, und wobei die nunmehr gleichlangen Längssaiten 7'und 7"die Brücke 3 durchsetzend im Brückenstecker 12 eingespannt bzw. an diesem umgelenkt sind.
Selbstverständlich liegt es im Rahmen der Erfindung, keine mittige Saite 7', wie im vorliegenden Fall, vorzusehen, sondern die Längssaiten, weiche im Brückenstecker 12 oder im entsprechend geformten Teil der Brücke 3 eingespannt bzw. an diesem umgelenkt sind, gleichmässig und allenfalls spiegelbildlich zu einer gedachten Mittelachse des Ball- bzw. Tennisschlägers zu verteilen, wobei beispielsweise acht zentrale Längssaiten mit gleicher Länge vorgesehen sein können.
Um die Vibration der Schlagfläche und damit die in den Arm des Spielers übergehenden Schwingungen herabzusetzen, kann, wie bei der Ausführungsform nach Fig. 2 dargestellt ist, zwischen Brücke 3 und Brückenstecker 12 eine Dämpfungsschicht 15 vorgesehen sein, die so beschaffen ist, dass sie sich beim Aufprall des Balles zusammendrückt und somit die Saitenelastizität
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verstärkt bzw. unterstützt. Diese Schicht kann beispielsweise konisch ausgeführt sein, d. h. wie aus Fig. 2 ersichtlich, im Mittelbereich am dünnsten sein und sich zu den beiden Enden hin verdicken.
Als Material kann beispielsweise Polyurethan verwendet werden.
Die gleiche Massnahme zur Erzielung gleich langer Saiten kann nicht nur in Bezug auf die Längssaiten, wie zuvor beschrieben, sondern an Stelle bei den Längssaiten oder zusätzlich auch bel den Quersaiten vorgesehen sein. Eine derartige Ausgestaltung des Ba ! tsch) ägers, im vorliegenden Fall des Tennisschlägers, ist in Fig. 1 beim linken Rahmenteil 4 dargestellt, wobei die mittige Quersaite mit 8'bezeichnet ist. Hiebei ist der Brückenstecker 12'aussenseitig gekrümmt, wobei die Krümmung kongruent zur aussenseitigen Krümmung des gegenüberliegenden Rahmenteiles 5 ausgebildet ist. Auch bei dieser Ausbildungsform kann zwischen Brückenstecker 12'und Rahmenteil 4 eine Dämpfungsschicht vorgesehen sein, die allenfalls auch von einem mittleren dünnen Teil in einen endseitigen dickeren Teil konisch übergeht.
Im Rahmen der Erfindung können verschiedene konstruktive Ausgestaltungen vorgesehen sein. So besteht die Möglichkeit, auch andere Ballschläger mit ovalem Rahmen und Saitenbespannung, z. B. Federballschläger, in gleicher Weise wie die zuvor beschriebenen Tennisschläger auszubilden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Ballschläger, insbesondere Tennisschläger mit einem im Wesentlichen ovalen Rahmen, dessen Schlagfläche aus einem Saitengeflecht mit sich kreuzenden und im Schlägerrah- men eingespannten bzw. auf diesem umgelenkten Längs- und Quersaiten besteht, wobei die mittleren Längssaiten und bzw. oder die mittleren Quersaiten gleiche Länge aufweisen bzw. bei Brücke und Spitze des Schlägerkopfes kongruente Rahmenabschnitte vorgese- hen sind, so dass die der mittigen Längssaite (7') bzw. dem mittigen Längssaitenpaar be- nachbarten Längssaiten (7") die gleiche Länge wie die mittige Längssaite (7') bzw. Längs- saiten und/oder die der mittigen Quersaite (8') bzw.
Quersaitenpaar benachbarten Quer- saiten die gleiche Länge haben, dadurch gekennzeichnet, dass dem bzw. der dem Kopfteil (9) und/oder einem der beiden mittleren seitlichen Rahmenabschnitten (4, 5) gegenüberlie- gende, als Einspann- oder Umlenkstelle für die Längs-bzw. Quersaiten dienende Rah- menabschnitt und/oder Brücke (3) aussenseitig ein Brückenstecker (12 bzw. 12') ange- schlossen ist, weicher aussenseitig im Wesentlichen kongruent zur Aussenseite des gegen- überliegenden Rahmenabschnittes geformt ist.