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Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Abdichten des Arbeitsraumes einer Strek- kenvortriebs-oder Gewinnungsmaschine, mit einem um eine horizontale und gegebenenfalls eine vertikale Achse schwenkbaren Auslegerarm, einer zwischen Firste und Sohle der Strecke verspannbaren Abstützung und einer staubdichten Trennwand.
Beim Schrämen bzw. beim Streckenvortrieb herrscht im Abbaubereich eine überaus staubbeladene Atmosphäre, welche das Bedienungspersonal von Streckenvortriebsmaschinen bzw. Gewinnungsmaschinen in erheblichem Masse schädigt und beeinträchtigt. Um Staub in der Nähe der Ortsbrust niederzuschlagen, ist es beispielsweise aus der DE 3443 289 C1 bekannt, Bedüsungen an Schrämköpfen und insbesondere an Meisselhaltern anzuordnen, welche gleichzeitig dazu dienen, die Funkenbildung und damit die Explosionsgefahr herabzusetzen.
Der Einsatz von Wasser und von Luft/Wassergemischen führt allerdings bei derartigen Maschinen insbesondere bei grosser Breite der abzubauenden Ortsbrust zu einem erheblichen Wasserverbrauch und zum Entstehen eines Sumpfes, wodurch die Sohle erweichen und die weitere Verfahrbarkeit und Positionierbarkeit der Schräm-bzw. Gewinnungsmaschine beeinträchtigt werden kann. Für spezielle Streckenvortriebs-oder Gewinnungsmaschinen wurden daher schon unterschiedliche Massnahmen vorgeschlagen, um die Staubbelastung in Abstand von der Ortsbrust herabzusetzen.
Im einzelnen ist aus der FR-A 2 235 265 eine spezielle Ausbildung eines Luftvorhanges bekanntgeworden, bei welcher mit hohen Luftmengen und hohen Austrittsgeschwindigkeiten unter Verwendung bestimmter Düsengeometne eine intensive Zirkulation von Luft in Abstand hinter der Ortsbrust sichergestellt werden soll. Bedingt durch die hohen Strömungsgeschwindigkeiten und die hohe Absaugleistung sind derartige Einrichtungen mit hohem Geräuschpegel verbunden, wobei zu allem Überfluss derartige Einrichtungen immer nur einen vor bestimmten Bereich in unmittelbarer Nähe der Schrämmaschine erfassen können. Bei unregelmässiger Querschnittsform werden derartige Einrichtungen leicht ineffizient, wenn der Aufwand für die Absaugung und das Einstossen von Pressluft nicht übermässig erhöht werden soll.
Für spezielle Maschinentypen, bei weichen die freie Bewegbarkeit der Abbauinstrumente beschränkt bleibt, sind bereits Abdichtungen bekanntgeworden, welche aus Wandelementen zusammengesetzt sind. Der schwenkbare Schrämarm war bei diesen Einrichtungen, wie sie beispielsweise in der AT-B 381 986 oder in der AT-B 386 457 beschrieben wurden, allerdings auf eine Verschwenkung in vertikaler Richtung beschränkt, sodass der Einsatzbereich derartiger Maschinen und Abdichtungen auf relativ enge Stollen bzw. Tunnel beschränkt bleibt. Aus der WO 88/03985 A 1 ist eine Schrämmaschine bekannt geworden, bei welcher eine mit einer staubdichten Trennwand ausgestattete Abstützung vorgesehen ist. Auch der Schrämarm dieser Maschine ist nur in vertikaler Richtung verschwenkbar.
Für eine wirkungsvolle Arbeitsweise, bei welcher ein hohes Mass an Manövrierbarkeit und insbesondere auch eine vanable Breite des Tunnels oder Stollens geschramt werden soll, sind derartige Einrichtungen aufgrund der beschränkten Verschwenkbarkeit der Schrämwerkzeuge lediglich in vertikaler Richtung nur bedingt geeignet, wobei die Schrämleistung derartiger Geräte nicht die Schrämleistung von Streckenvortriebsmaschinen mit allseits schwenkbaren Auslegerarmen erreicht. Wenn eine hinreichende Schrämleistung gewährleistet werden soll, ist eine entsprechend breite Walze erforderlich, und die Staubbelastung wird wesentlich grösser, sodass eine Trennwand ohne weitere Massnahmen die Arbeitsbedingungen übermässig erschwert.
Die Erfindung geht nun von einer Streckenvortriebs- oder Gewinnungsmaschine mit einem in vertikaler Richtung oder allseits schwenkbaren Auslegerarm aus, bei welchem der Auslegerarm um eine horizontale und gegebenenfalls eine vertikale Achse schwenkbar ist, sodass die Ortsbrust in Höhenrichtung und gegebenenfalls in horizontaler Richtung bestrichen werden kann.
Zur Erzielung einer wirkungsvollen Abdichtung und zur Herabsetzung der Staubbelastung im Bereich der Bedienungsmannschaft besteht nun die erfindungsgemässe Ausbildung im wesentlichen darin, dass in der Seitenansicht an der der Ortsbrust abgewandten Seite der horizontalen Schwenkachse des Auslegerarmes eine in Höhenrichtung absenkbare Dichtwand angeordnet ist, dass am Maschinenrahmen eine Absaugvorrichtung festgelegt ist, welche in den Raum vor der Dichtwand mündet und dass Einrichtungen zur Bewetterung insbesondere zum Eindüsen von Wasser und/oder Luft/Wasserge- mischen im Raum vor der Dichtwand münden. In der Draufsicht ist hierbei die Dichtwand bevorzugt zwischen der vertikalen und der horizontalen Schwenkachse des Auslegerarmes angeordnet.
Dadurch, dass eine in Höhenrichtung absenkbare Dichtwand zwischen der vertikalen und der horizontalen Schwenkachse und bevorzugt etwa in einer die vertikale Schwenkachse enthaltenden Ebene
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angeordnet ist, wird eine wirkungsvolle Abdichtung bei gleichzeitiger Einhaltung der Bedingungen für eine allseitige Verschwenkbarkeit des Auslegerarmes geboten. Die in Höhenrichtung absenkbare Dichtwand erlaubt darüber hinaus beim Einbruchschrämen, d. h. in der Phase des Schrämvorganges, in welcher die Maschine in Richtung zur Ortsbrust verfahren wird, bevor der Schrämvorgang in vertikaler und gegebenenfalls in horizontaler Richtung an der Ortsbrust fortgesetzt wird, einen Sichtkontakt zur Ortsbrust und auf die Art und Weise die Möglichkeit die Einbruchsttefe zu überprüfen.
Die Absenkbarkeit erlaubt darüber hinaus die freie Verfahrbarkeit und Manövrierbarkeit der Maschine, wobei das Ausmass der geforderten Dichtwirkung nur in Kombination mit einer entsprechenden Bewetterung und einer am Maschinenrahmen angeordneten und festgelegten Absaugvorrichtung gewährleistet werden kann. Die Bewetterung und insbesondere ein Eindüsen von Wasser und/oder LuftNVassergemischen erfolgt hiebei in den Raum vor der Dichtwand, wobei an die Dichtwand auch eine Absaugvorrichtung angeschlossen ist, sodass die für die freie Verschwenkbarkeit des Auslegerarmes erforderlichen Undichtigkeiten zwischen Dichtwand und Arbeitsraum durch eine effiziente gezielte Bewetterung und Absaugung kompensiert werden kann.
In Kombination ergeben die konstruktiven Massnahmen der absenkbaren Dichtwand, der am Maschinenrahmen festgelegten Absaugvorrichtung und der Einrichtungen zur Bewetterung des Raumes vor der Dichtwand eine besonders kompakte und in hohem Masse manövrierbare Streckenvortriebs- oder Gewinnungsmaschine mit hoher Abbauleistung, sodass ein einfaches Verfahren der Maschine und ein hohes Mass an Staubfreiheit im Bereich des Bedienungspersonales gewährleistet werden kann.
Mit Vorteil ist die erfindungsgemässe Ausbildung so getroffen, dass die Dichtwand, Wie an sich bekannt, mit den ausfahrbaren Stempeln der Abstützung gekoppelt ist. Beim Einfahren der Stempel der Abstützung kann somit gleichzeitig die Dichtwand abgesenkt werden, sodass in dieser Position der eingefahrenen Stempel die Verfahrbarkeit der Maschine gleichzeitig gewährleistet ist.
Eine wirkungsvolle und effiziente Bewetterungseinrichtung kann dadurch gewährleistet werden, dass die Bewetterungseinrichtung, wie an sich bekannt, von Düsen und/oder Venturirohren gebildet ist, welche am Maschinenrahmen oder an der Ladeeinrichtung und/oder am Auslegerarm festgelegt sind, wobei der Wasserverbrauch und damit die Gefahr eines Aufweichens der Sohle dadurch verringert werden kann, dass wenigstens ein Sensor zur Ermittlung der Staubbelastung an der der Ortsbrust abgewandten Seite der Dichtwand vorgesehen ist und mit einer Schaltungsanordnung zur Regelung der Wasserzufuhr zu den Bewetterungsdüsen verbunden ist.
Eine derartige Regelung des Wasserbedarfes und Anpassung an die jeweils bestehenden Bedürfnisse führt zu einer wesentlichen Herabsenkung des Wasserverbrauches und gewährleistet daher eine hinreichende Stabilität der Sohle, um auch den nötigen Halt für den nächsten Einbruchsschrämvorgang an der Sohle sicherzustellen.
Die in Höhenrichtung gewünschte Absenkbarkeit der Dichtwand kann in einfacher Weise dadurch erzielt werden, dass die Dichtwand von in Höhenrichtung teleskopisch ineinander schiebbaren Platten gebildet ist. Eine besonders stabile Konstruktion mit kompakten Abmessungen lässt sich dadurch erreichen, dass die die Dichtwand tragenden Abstützstempel über Gelenkstangen mit dem Hinterende des Maschinenrahmens verbunden sind
Um eine hohe Vortriebsleistung bei kontinuierlichem Ausbau der Strecke sicherzustellen, ist mit Vorteil die Ausbildung so getroffen, dass an der der Ortsbrust abgewandten Seite der Dichtwand Ankerbohr-und-setzeinrichtungen am Maschinenrahmen oder mit den die Dichtwand tragenden Abstützstempeln verbunden sind.
Mit Vorteil ist die Ausbildung so getroffen, dass die Dtchtwand an ihrem der Sohle zugewandten unteren Ende Raupenfahrwerke der Vortriebsmaschine umgreift, sodass sich neben einer optimalen Abstützung der Maschine auch ein hinreichender Freiraum vor der D) Chtwand ergibt, in welcher die Bewetterungseinrichtungen in Form von Düsen und/oder Venturirohren münden können. Die Bewetterungseinrichtungen können hiebei sowohl nahe der Sohle im Bereich des Raupenfahrwerkes am Maschinenrahmen festgelegt werden als auch zusätzlich am schwenkbaren Schrämarm angeordnet sein, wobei bei dieser Kombination der Anordnung der Wasserverbrauch besonders gering gehalten werden kann und ein effizientes Niederschlagen des Staubes im Bereich vor der Dichtwand gelingt.
Mit Vorteil besitzt die Dichtwand stossseitig seitlich ausfahrbare Wandelemente, wodurch sichergestellt wird, dass auch stossseitig eine Anpassung an die Profilkontur erfolgen kann und weiters die Manövrierbarkeit der Vortriebsmaschine nicht eingeschrankt wird. Während des Verfah-
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rens der Maschine in den Kurven werden die seitlichen Dichtwandelemente eingefahren und verbleiben innerhalb der erforderlichen Maschinenbreite für das Kurvenfahren der Vortriebsmaschine.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Aus- führungsbeispieles näher erläutert. In dieser zeigen Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsge- mässen Maschine in der Strecke und Fig. 2 eine Draufsicht in Richtung des Pfeiles 1I der Fig. 1 auf die Maschine nach Fig. 1.
In Fig. 1 ist eine Streckenvortriebsmaschine 1 dargestellt, welche auf einem Raupenfahrwerk 2 an der Sohle 3 einer Strecke verfahrbar ist. Die Ortsbrust ist mit 4 bezeichnet. Am Maschinenrahmen 5 der Streckenvortriebsmaschine 1 ist um eine im wesentlichen horizontale Achse 6 und eine im wesentlichen vertikale Achse 7 schwenkbaren Auslegerarm 8 angelenkt, welcher schematisch mit 9 angedeutete Schrämköpfe trägt. Der Auslegerarm 8 mit den um eine Achse 10 schwenkbar und rotierbar gelagerten Schrämköpfen 9 ist hiebei um die im wesentlichen horizontale Schwenkachse 6 In Höhennchtung in Richtung des Doppelpfeiles 11 und im wesentlichen parallel zur Sohle um die vertikale Schwenkachse 7 verschwenkbar.
Beim Einbruchsschrämen wird die Maschine 1 in Richtung des Pfeiles 12 zur Ortsbrust angestellt, wobei die Schrämkopfe 9, wie mit der strichlierten Kontur nahe der Firste 13 angedeutet, in die Ortsbrust hineinbewegt werden, worauf neuerlich die Ortsbrust über ihre gesamte Fläche abgebaut werden kann.
Im vorderen Bereich der Maschine sind Abstützstempel 14 vorgesehen, welche zwischen Sohle 3 und Firste 13 verspannbar sind. An diesen Abstützstempeln ist über Gelenke 15 ein Dichtwandelement 16 in Höhenrichtung teleskopisch verschiebbar angelenkt, wobei beim Absenken der Stempel 14 das D ! chtwandetement 16 teleskopisch in ein weiteres unteres Dichtelement 17 eingefahren werden kann. In dieser eingefahrenen Position kann ein Sichtkontakt zur Ortsbrust wahrend des Einbruchsschrämens gewährleistet werden.
Zur Erhöhung der Stabilität sind die Abstützstempel 14 über eine sich in Maschinenlängsrichtung erstreckende Stange 18 am Hinterende der Maschine an einem Lagerbock 19 abgestützt.
Die Abfördereinrichtung ist mit 20 bezeichnet.
Am Maschinenrahmen ist eine Absaugvorrichtung 21 festgelegt, welche über Lutten in den Raum 22 zwischen Ortsbrust 4 und Dichtwand 16,17 mündet. In diesen Raum 22 münden weiters Bewetterungseinrichtungen, welche von Düsen 23 nahe dem Raupenfahrwerk und Düsen 24 am Auslegerarm 8 gebildet ist. Ober diese Düsen bzw. Ventunrohre 23 und 24 können Wasser/Luftge- mische in Richtung zur Ortsbrust 4 ausgestossen werden, wobei die Absaugung durch die Absaugeinrichtung 21 erfolgt.
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