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Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Femspeisung eines Teilnehmeranschlusses in einem Kommunikationssystem, insbesondere einem Pair-Gain-System, mit über Teilnehmerleitungen mit einer zentralen Stelle, z B. einem Ortsteil, verbindbaren Teilnehmern, wobei die Speisespannungs-bzw.-stromzufuhr zum Teilnehmer über jeweils zumindest ein mit dem Teilnehmer und der zugehörigen Teilnehmerleitung in Serie geschaltetes
Speisungstrennelement erfolgt, welches zumindest eine Speisungstrennelement mit einem Anschluss mit einer dem Teilnehmer zugeordneten Versorgungsspannungsquelle und mit dem anderen Anschluss mit einer Ader der Teilnehmerleitung verbunden ist
Bei bekannten Schaltungsanordnungen dieser Art erfolgt die Gleichstrom-Femspeisung der Teilnehmer mittels beispielsweise in einem Ortsteil einer Vorfeldeinrichtung,
eines Vermittlungsamtes o ä vorgesehenen Speisungstrennelementen, welche typisch in Form von Widerständen, Induktivitäten oder Stromquellen gebildet sein können, um eine unabhängig von der Entfernung des Teilnehmers gleich grosse Versorgungsleistung zur Verfugung zu stellen, dabei aber eine Trennung von Signal- und Speisekreis zu sichern
Der Spannungsabfall an den Speisungstrennelementen wird in herkömmlichen Schaltungsanordnungen nach dem höchsten gesendeten und zu empfangenden Sprachpegel und dem höchsten Gebührenimpulspegel dimensioniert Da die Gebührenimpulse in bestimmten Abstanden nur für eine kurze Zeit gesendet werden,
muss die in den verbleibenden Zeitspannen überschüssige Leistung im Speisungstrennelement über Verlustwärme abgeführt werden Weiters herrschen hinsichtlich der Sprachpegel in den verschiedenen Ländern unterschiedliche Vorschriften, daher wird die Speisespannung nach dem höchsten dieser Pegel ausgelegt, wodurch in Ländern mit geringem relativen Pegel in den Schaltungsanordnungen zusätzliche Verlustleistung auftritt.
Dies verringert die Fernspeisereichweite besonders bei femgespeisten Vorfeldeinrichtungen
Ein weiterer Nachteil der bekannten Schaltungsanordnungen liegt darin, dass für jeden Teilnehmer diejenige Energie zur Verfügung gestellt wird, die für die weitestmögliche Entfernung eines Teilnehmers vom Ortsteil noch eine reguläre Versorgung desselben erlaubt Die für einen näher gelegenen Teilnehmer verbleibende Oberschussenergie muss somit ebenfalls im Ortsteil in Form von Wärme vernichtet werden. Dadurch müssen teilweise sehr hohe Wärmemengen abgeführt werden, was etwa bei grosser Teilnehmeranzahl in zentralen Ämtem das Errichten einer eigens diesem Zweck dienenden Kühlvomchtung zur Folge hat.
Dabei wird nicht nur Energie verschwendet, sondern auch durch die Notwendigkeit der ständigen Aufrechterhaltung der Kühlung ein beträchtlicher Aufwand verursacht.
Aus der US-PS-4 262 172 ist eine Schaltungsanordnung für ein Pair-Gain-System mit einer Gabelschaltung und einer Spannungsquelle zur Femspeisung des Teilnehmers bekanntgeworden, in welcher bei Vorliegen eines Rufsteuersignals für den betreffenden Teilnehmer mittels RelaisSchaltkontakten ein Rufspannungsgenerator aktiviert wird.
Sobald der Teilnehmer nach Auftreten der Rufwechselspannung bzw. des Ruftons abhebt, wird der Rufspannungskreis durch Detektion eines relativ kleinen Gleichstromes, der bei Abheben des Hörers zu fliessen beginnt, wieder unterbrochen Der Einfluss der unterschiedlichen Länge der einzelnen Teilnehmerleitungen bzw. der Hohe des Gebührenimpulspegels auf die z. B in Ortsteilen auftretende Verlustleistung wird In dieser Schaltungsanordnung aber nicht berücksichtigt
Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, diese Nachteile zu vermeiden und eine Schaltungsanordnung der eingangs genannten Art anzugeben, welche eine Reduktion der Verlustwärme ermöglicht, wodurch keine Kühlvorrichtung erforderlich ist.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, einen hohen Nutzungsgrad der für die Teilnehmerspeisungen zur Verfügung stehenden Energie zu erreichen
Weiters soll sich eine Erhöhung der Anzahl der zu versorgenden Teilnehmer ergeben.
Weiteres Ziel der Erfindung ist es, eine Erhöhung der Speisereichweite einzelner Teilnehmer zu erreichen.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass die Ausgangsspannung der Versorgungsspannungsquelle über zumindest einen ersten Steuereingang steuerbar ist, und dass der erste Steuereingang der Versorgungsspannungsquelle mit dem Ausgang einer Steuereinheit verbunden ist, welche in Abhängigkeit vom zeitlichen Verlauf und der Höhe des Gebührenimpulspegels und/oder des Sprachsignalpegels bzw. des auf der Teilnehmerleitung
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maximal auftretenden Sprachsignalpegels analoge oder digitale Steuersignale erzeugt
Dadurch kann der Spannungsabfall am Speisungstrennelement auf das notwendige Mass reduziert werden.
Vor der Aktivierung eines Gebührenimpulses wird über den ersten Steuereingang die Ausgangsspannung der Versorgungsspannungsquelle und damit der Spannungsabfall am Speisungstrennelement erhöht und nach dem Gebührenimpuls wieder auf den Ausgangswert abgesenkt Hinsichtlich des auf der Teilnehmerleitung maximal auftretenden Sprachsignalpegels kann die Versorgungsspannung über die Steuereinheit auf den für ein Land oder eine Region vereinbarten Wert angepasst werden oder es kann eine Steuerung in Abhängigkeit des zeitlichen Verlaufes des Sprachsignalpegels vorgenommen werden.
In weiterer Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass eine Erhöhung oder Absenkung der Ausgangsspannung der Versorgungsspannungsquelle infolge der Steuersignale an einem ihrer Steuereingänge, vorzugsweise entsprechend einer mathematischen Funktion, ansteigend bzw abfallend erfolgt, sodass der durch den Übergang bewirkte Anteil an Harmonischen unterhalb der untersten auf der Teilnehmerleitung auftretenden Sprachfrequenz, vorzugsweise unterhalb 300 Hz, liegt.
Auf diese Weise wird verhindert, dass durch einen sprungartigen Übergang von einem Spannungszustand In den anderen es zu einer Ausbildung von Störfrequenzen kommt, die dem Sprachsignal überlagert beim Teilnehmer hörbar und für den Gespr chsverlauf storend wären
Gemäss einer anderen Variante der Erfindung kann vorgesehen sein, dass ein zweiter Steuereingang der Versorgungsspannungsquelle mit dem Ausgang einer weiteren Steuereinheit verbunden ist, welche weitere Steuereinheit an ihren Eingängen den Spannungsabfall an dem zumindest einen Speisungstrennelement abgreift,
sodass die Ausgangsspannung der Versorgungsspannungsquelle in Abhangigkeit von dem am Speisungstrennelement auftretenden Spannungsabfall steuerbar ist
Auf diese Weise wird eine Minimierung der Veriustleistung durch Anpassung der Versorgungsspannung an den tatsächlich vorhandenen Teilnehmerschleifenwiderstand ermöglicht, sodass sowohl eine Optimierung der Speisereichweite für die Anzahl der Teilnehmer als auch eine Verringerung der abzuführenden Verlustwärme in den Speisungstrennelementen die Folge ist. Es können somit grössere Einzelteilnehmerreichweiten bei gleicher Summenreichweite erzielt werden
Ein weiteres Merkmal der Erfindung kann darin bestehen, dass zusätzlich zu dem zumindest einen Spetsungstrennetement ein weiteres Speisungstrennelement vorgesehen ist, weiches zwischen der anderen Teilnehmerleitungsader und Masse geschaltet ist.
Eine solche symmetrische Speisung dient der Erfüllung von nationalen und internationalen Vorschriften und Standards. Weiters können nicht näher beschriebene zusätzliche Symmetrierungsschaltungen vorgesehen sein.
Gemäss einer weiteren Ausbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Speisungstrennelement durch eine Konstantstromquelle, eine Induktivität, eine elektronische Drossel oder einen ohmschen Widerstand gebildet ist.
Sowohl die Konstantstromquelle, die Induktivität, die elektronische Drossel als auch der ohmsche Widerstand ermöglichen die Zufuhr der Speisung zum Teilnehmer, verhindern dabei aber einen Kurzschluss der auf der Teilnehmerleitung übermittelten Signalspannungen.
In weiterer Ausbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Versorgungsspannungsquelle zur Teilnehmerspeisung durch einen steuerbaren Schaltregler gebildet ist.
Dadurch kann eine Veränderung der Höhe der Versorgungsspannung auf einfache Weise gesteuert werden
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann der Schaltregler durch einen im Ortsteil vorhandenen Rufspannungsgenerator gebildet sein.
In vielen Realisierungen von Ortsteilen ist jedem Teilnehmer ein eigener Rufspannungsgenerator zugeordnet, welcher einen Schaltregler beinhaltet, der für die Erzeugung der Versorgungsspannung herangezogen werden kann, sodass keine eigene Schaltung dafür vorgesehen werden muss.
In weiterer Ausbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die weitere Steuereinheit aus einem Regelverstärker gebildet ist, und dass der Ausgang des Regelverstärkers mit dem zweiten Steuereingang des Schaltregler verbunden ist, sodass der Spannungsabfall an den beiden
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Anschlüssen des Speisungstrennelements durch Steuern der Versorgungsspannungsquelle konstant gehalten wird.
Durch einen solcherart gebildeten Regelkreis gelingt es, einen konstanten Spannungsabfall an dem zumindest einen Speisungstrennelement zu erreichen und damit eine besonders geringe Verlustleistung In diesem zu ermöglichen, unabhängig davon, ob gerade eine sehr kurze oder eine sehr lange Teilnehmerleitung vorliegt
In weiterer Ausbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Rufspannungskreis und der Femspeisungskreis durch einen steuerbaren Schalter, z. B ein Relais, Insbesondere ein Line Card Access Switch, umschaltbar sind.
Die Einspeisung des Rufstroms an den Teilnehmer kann zwar auch über das zumindest eine Speisungstrennelement erfolgen, zur Erzielung eines hohen Rufstromes Ist jedoch eine Trennung von Rufspannungs- und Speisungskreis durch z B ein Relais von Vorteil.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der In den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele eingehend erläutert. Es zeigt dabei
Fig 1 ein Ersatzschaltbild einer Schaltungsanordnung zur Femspelsung ;
Fig 2 ein Spannungs-Zeitdiagramm der Versorgungsspannung und der Gebührenimpulse ;
Fig 3 eine Ausführungsform der erfindungsgemässen Schaltungsanordnung und
Fig 4 eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemässen Schaltungsanordnung
In Fig 3 ist eine Schaltungsanordnung zur Femspeisung eines Teilnehmeranschlusses In einem Ortsteil eines Pairgain-Systems dargestellt Die Erfindung ist aber nicht nur auf solche Systeme beschränkt sondern kann für alle Kommunikationssysteme eingesetzt werden, in denen eine Femspeisung eines Teilnehmers vorgenommen wird Über eine Teilnehmerleitung 9 mit Adern a, b ist der nicht dargestellte Teilnehmer, der in verschiedener Entfernung vom Ortsteil angebracht sein kann, mit diesem verbindbar Gemäss dem in Fig 3 gezeigten Ausführungsbeispiel ist ein Rufspannungskreis mit einem Rufstrom IR und ein Femspeisungskreis mit einem Speisestrom IL zu erkennen, die über einen Line Card Access Switch bzw.
Relais 6 getrennt bzw umschaltbar sind.
In Fig 3 erfolgt eine bei Telephonsystemen übliche symmetrische Speisung durch zwei als Konstantstromquellen 1,2 ausgebildete Speisungstrennelemente, welche einen konstanten Strom IL von einer dem Teilnehmer zugeordneten Versorgungsspannungsquelle 5 kommend über die Teilnehmerleitung a, b zur Masse einprägen, wenn der Schalter 6 die entsprechende Verbindung herstellt, die in Fig. 3 gerade unterbrochen ist.
Die Stromversorgung mit Konstantstrom kann aber genauso nur über eines der beiden Speisungstrennelemente 1,2 erfolgen
Die Konstantstromquelle 1,2 ist deshalb ein Speisungstrennelement, weil einerseits die Zufuhr der Speisung des Teilnehmers vorgenommen und andererseits verhindert wird, dass die auf der Teilnehmerleitung 9 übertragenen Signale nicht über die Versorgungsspannungsanschlüsse kurzgeschlossen werden Speisungstrennelemente können auch durch einen ohmschen Widerstand und/oder eine Induktivität, eine elektronische Drossel oder äquivalente Elemente realisiert werden
Bei herkömmlichen Systemen wird der Strom IL in der Teilnehmerleitung a, b durch Konstantstromquellen konstant gehalten bzw es erfolgt eine Widerstandsspeisung, wie aus der Darstellung gemäss Fig.
1 zu entnehmen, von einer Versorgungsspannung Vs über eine Speiseimpedanz 2" zur Teilnehmerleitung 9 und von dieser über eine zweite Speiseimpedanz 1" zur Erde, unabhängig davon wie lange die Teilnehmerleitung (a, b) 9 gerade ist, wobei die in der Spannungsquelle 5 (Fig 3) generierte Versorgungsspannung Vs ebenso konstant ist, mit welcher sich über den aus dem Leitungswiderstand und dem Teilnehmerendgerät gebildeten Schleifenwiderstand Rsche ein Speisestrom IL ergibt
Die erforderliche Speisespannung Vs setzt sich aus den Spannungsabfällen an den Speisungstrennelementen 1"und 2"und dem Spannungsabfall am Schleifenwiderstand Rscmafe zusammen.
EMI3.1
EMI3.2
durch eine Wechselspannungsquelle 30 erzeugt werden, muss ein aussteuerfähiges Potential der Gleichstromspeisespannung mitberücksichtigt werden
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Daher ergibt sich als minimal erforderliche Speisespannung
EMI4.1
wobei
EMI4.2
empfangene SprachsignalspitzenspannungVorfeldeinrichtungen zwischen 0, 7 und 1, 4 V (0, 5 bis 1, 0 Veff)
Fur den CCITT-standardisierten Sprachpegel gilt die Definition
Sprachpegel [dBm] = Sprachspitzenpegel [dBm] + relativer Pegel [dBr]
Wahrend der Sprachspitzenpegel mit 3, 14 dBm festgelegt ist, variiert der relative Pegel von Land zu Land,
z. B-7dBr.
EMI4.3
Damit liegt der Sprachpegel deutlich unter dem Gebührenimpulspegel Aufgrund der Berücksichtigung des Sprach- und des Gebührenimpulspegels wird gemäss dem Stand der Technik die Versorgungsspannung Vs auf der Teilnehmerleitung bei der Dimensionierung der Schaltungsanordnung entsprechend höher gewählt und konstant auf diesem Wert belassen, damit für alle möglichen BetriebsfÅalle ausreichende Versorgungssicherheit gegeben ist In den Pausen zwischen den Gebührenimpulsen oder in Ländern mit niedrigem, maximalen Sprachpegel erhoht sich dadurch der Spannungsabfall am Speisungstrennelement, wodurch sich eine erhöhte Verlustleistung an diesem ergibt.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch vermieden, dass die Ausgangsspannung Vs der Versorgungsspannungsquelle 5 über einen ersten Steuereingang 8 steuerbar ist, welcher mit dem Ausgang einer Steuereinheit 11 verbunden ist Die Steuereinheit 11 erzeugt in Abhängigkeit vom zeitlichen Verlauf und der Hohe des Gebührenimpulspegels und/oder des Sprachsignalpegels bzw. von der Höhe des auf der Teilnehmerleitung maximal auftretenden Sprachsignalpegels Steuersignale, welche der Beeinflussung der Ausgangsspannung Vs dienen.
Die Informationen über den Gebuhrenimpulspegel und den Sprachsignalpegel liegen im Ortstell für die Steuereinheit 11 direkt vor, dies ist in Fig 3 durch die Funktionsblöcke 12 und 13 angedeutet, die diese Informationen an die Steuereinheit 11 weitergeben. Der Steuereingang 8 kann dabei über eine analoge Steuerspannung oder einen digitalen Wert angesteuert werden, es kann also beispielsweise eine serielle oder parallele Busschnittstelle oder etwa ein pulsweitengesteuertes Steuersignal vorgesehen sein, diesbezüglich besteht keine Einschränkung. Grundsätzlich wirkt sich die Steuereinheit 11 so aus, dass sie über den Steuereingang 8 eine Erhöhung der Versorgungsspannung Vs vor dem Aussenden von Gebührenimpulsen und ein Herabsenken der Versorgungsspannung nach dem Aussenden der Gebührenimpulse bewirkt wird.
Dieser Vorgang ist unmittelbar anhand der Spannungszeitdiagramme von Fig. 2 nachvollziehbar. Der Einfachheit wegen sind die Gebührenimpulse vG In dieser Darstellung nur mit ihrer Hüllkurve wiedergegeben. Die Ausgangsspannung Vs der Versorgungsspannungsquelle 5 Wird entsprechend von einem Wert Vso, der während der Gebührenimpulspausen vorliegt, auf einen Wert VS1 erhöht, während dem Senden der Gebührenimpulse aufrecht erhalten und nach Beenden derselben wieder auf den Wert Vso abgesenkt
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Wenn es die Energiebilanz des Systems erfordert, können bei gleichzeitigem Eintreffen von Gebührenimpulsen bei verschiedenen Teilnehmern diese geschachtelt, z. B indem diese zeitlich versetzt oder verzögert werden, damit es zu keinen allzu grossen Lastsprüngen kommen kann.
Fur den bedeutend kleineren Sprachpegel geschieht die Anpassung der Ausgangsspannung Vs der Versorgungsspannungsquelle 5 vorzugsweise durch Vorgabe eines Einstellwerte in der Einheit 13, der dem nationalen, maximalen Sprachsignalpegel entspricht. Es kann aber auch eine Steuerung vorgesehen werden, die Gesprächspausen, in denen der Sprachpegel auf Null abfällt, entsprechend berücksichtigt Weiters besteht, wie vorstehend bereits angedeutet, die Moglichkeit, die Versorgungsspannung in Abhängigkeit vom tatsächlich vorliegenden Sprachsignalpegel, gegebenenfalls mit einem geringen Sicherheitszuschlag, auf der Teilnehmerleitung einzustellen.
Dies hat den Nachteil, dass bei schnellen Pegelsprüngen, die an sich bei der Sprachübertragung unüblich sind, während einer kurzen Zeitspanne im Milhsekundenbereich eine Sprachverzerrung eintritt, bis die richtige Versorgungsspannung eingeregelt ist Bei Erkennung einer Datenübertragung mittels Modem wird nach der Erkennung des Kenntons auf den maximalen Sprachpegel geschaltet.
Dadurch kann die Verlustleistung am Speisungstrennelement während der Gebührenimpulspausen sowie entsprechend den unterschiedlichen relativen Sprachpegeln gering gehalten werden
In Fig 3 ist die steuerbare Versorgungsspannungsquelle 5 durch einen Schaltregler gebildet Da ein Rufspannungsgenerator 5 einen solchen Schaltregler beinhalten kann, ist es von besonderem Vorteil, wenn dieser für den Zweck der Steuerbarkeit der Versorgungsspannung Vs mitverwendet wird
Dies bedeutet für das Ausführungsbeispiel gemäss Flg 3, dass in der gezeigten Schalterstellung des Line Card Access Switch 6 der Schaltregler 5 über einen Widerstand 10 die Rufspannung erzeugt, während er in der anderen Stellung des steuerbaren Schalters 6, der auch durch ein einfaches Relais realisiert werden kann,
gesteuert über einen Steuereingang 7 die Versorgungsspannung Vs für die Stromquellen 1,2 bildet
Um keine hörbaren Störgeräusche zu verursachen, erfolgt eine Erhöhung oder Absenkung der Ausgangsspannung Vs der Versorgungsspannungsquelle 5 infolge eines Steuerbefehls an einem ihrer Steuereingänge 7,8, vorzugsweise entsprechend einer mathematischen Funktion, ansteigend bzw.
abfallend, sodass der durch den Übergang bewirkte Anteil an Harmonischen unterhalb der untersten auf der Teilnehmerleitung auftretenden Sprachfrequenz, vorzugsweise unterhalb 300 Hz, liegt In Fig 2 ist ein linearer Übergang der Ausgangsspannung Vs vorgesehen, es kann der Übergang aber auch durch einen Teil einer sinusförmigen Funktion, vorzugsweise von einem zum darauffolgenden Scheitelwert vollzogen werden, womit der Anteil an Oberwellen gering gehalten werden kann
Ein weiteres Verlustleistungsproblem bei bekannten Schaltungsanordnungen zur Femspeisung ergibt sich aus der unterschiedlichen Länge der Teilnehmerleitungen 9 zu den Teilnehmern, da die Ausgangsspannung Vs der Versorgungsspannungsquelle 5 für die längsten Teilnehmerleitungslängen ausgelegt ist
Die Folge davon ist, dass die Stromquellen 1,
2 bei sehr kurzen Teilnehmerleitungen 9 einen erhöhten Spannungsabfall und damit eine höhere Verlustleitung zu bewältigen haben. Diese Verlustleistung kann sich bei Einrichtungen für viele Teilnehmer zusammen mit anderen Femspeiseschaltungsanordnungen so weit steigern, dass dafür eigene Kühlsysteme vonnöten sind.
Die in Fig 4 dargestellte Ausführungsform der erfindungsgemässen Schaltungsanordnung löst dieses Problem über einen zweiten Steuereingang 7 für die Versorgungsspannungsquelle 5, welcher mit dem Ausgang einer weiteren Steuereinheit 4 verbunden ist, die an ihren Eingängen den Spannungsabfall an dem als Konstantstromquelle 2 ausgebildeten Speisungstrennelement abgreift, sodass die Ausgangsspannung der Versorgungsspannungsquelle 5 in Abhängigkeit von dem am Speisungstrennelement 2 auftretenden Spannungsabfall steuerbar ist.
Es könnte dafür aber auch der Spannungsabfall an beiden Konstantstromquellen 1,2 oder an der Konstantstromquelle 1 herangezogen werden
Dadurch kann unabhängig von der Länge der aktuellen Teilnehmerleitung die Verlustleistung sehr niedrig gehalten werden.
Die weitere Steuereinheit ist im Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 4 durch einen Regelverstärker
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gebildet, der mit seinen Eingängen den Spannungsabfall an der Konstantstromquelle 2 abgreift und dessen Ausgang mit dem Steuereingang 7 des Schaltregler 5 verbunden ist, sodass durch diesen Regelkreis die Spannung an den beiden Anschlüssen der Konstantstromquelle 2 durch Steuern der Versorgungsspannungsquelle 5 immer konstant gehalten wird Wird also der Spannungsabfall an der Stromquelle 2 aufgrund einer kurzen Teilnehmerleitung 9 grösser, so wird der Steuereingang 7 mit einer Spannung Vo so beaufschlagt, dass die Versorgungsspannung Vs emiedrigt wird, wobei der Strom IL weiter konstant bleibt, aber der Spannungsabfall an der Stromquelle 2 herabgesetzt wird,
sodass die Verlustleistung sich nicht erhoht und keine überschüssige Energie verschwendet wird.
Diese Berücksichtigung der Länge der einzelnen Teilnehmerleitungen durch Anpassung der Versorgungsspannung über den zweiten Eingang 7 überlagert sich der Anpassung an die gerade vorherrschenden Gesprächssignal- und Gebuhrenimpulspegelwerte über den ersten Eingang 8 Anstelle der Konstantstromquellen 1 und 2 können, wie vorstehend bereits erwähnt, auch andere äquivalente Vorrichtungen zur Speisung, wie z. B. ohmsche Widerstände, Induktivitäten, elektronische Drosseln o. à. vorgesehen werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung zur Femspeisung eines Teilnehmeranschlusses in einem
Kommunikationssystem, insbesondere einem Pair-Gain-System, mit über
Teilnehmerleitungen mit einer zentralen Stelle, z B einem Ortsteil, verbindbaren
Teilnehmern, wobei die Speisespannungs-bzw-stromzufuhr zum Teilnehmer über jeweils zumindest ein mit dem Teilnehmer und der zugehörigen Teilnehmerleitung in Serie geschaltetes Speisungstrennelement erfolgt, weiches zumindest eine
Speisungstrennelement mit einem Anschluss mit einer dem Teilnehmer zugeordneten
EMI6.1
(Vs) der Versorgungsspannungsquelle (5) über zumindest einen ersten Steuereingang (7,
8) steuerbar ist, und dass der erste Steuereingang (8) der Versorgungsspannungsquelle (5) mit dem Ausgang einer Steuereinheit (11) verbunden ist,
welche in Abhängigkeit vom zeitlichen Verlauf und der Höhe des Gebührenimpulspegels und/oder des
Sprachsignalpegels bzw des auf der Teilnehmerleitung maximal auftretenden
Sprachsignalpegels analoge oder digitale Steuersignale erzeugt.