AT404988B - Artilleriegranate und verfahren zu ihrer herstellung - Google Patents

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   Die Erfindung betrifft eine Artilleriegranate mit einem Kaliber zwischen 122 und 155 mm. 



   Für derartige Artilleriegranaten wurden bisher die Granatkörper, ausgehend von geschmiedeten   Rohlin-   gen hergestellt, um die für den Abschuss erforderliche Festigkeit zu erreichen. 



   So ist es aus der US 4 040 875 A bekannt, wie man-ausgehend von einem Rohr aus   Sphäroguss-   einen Granatkörper durch Kaltverformung herstellen kann. Es wird aufgezeigt, wie sich die Form der Kohlenstoffteilchen ändert. Ausgehend von ihrer sphärischen Form werden sie durch die Kaltverformung stark flachgedrückt, sodass im Ergebnis das Produkt nicht mehr ein Sphäroguss ist. 



   Bei Mörsergranaten wird der Granatkörper aus Sphäroguss gefertigt, was einerseits kostengünstiger ist und andererseits eine bessere Splitterverteilung des Granatkörpers bei der Detonation der Granate mit sich bringt. So ist es auch aus der US 4 246 844 A bekannt, eine Granate aus Sphäroguss herzustellen, wobei auch dieser Sphäroguss bei der Herstellung der Granate kaltverformt wird. Eine Übertragung dieser Technologie auf Artilleriegranaten wurde wegen der Befürchtung, der Sphäroguss hielte die Beanspruchung beim Abschuss der Grantae nicht aus, nie in Erwägung gezogen. 



   Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Artilleriegranate der eingangs genannten Art zu schaffen, die den Beanspruchungen beim Abschuss der Granate sicher widersteht und deren Splitterbild kleinere, aber dafür eine grössere Anzahl von Splittern zeigt, sodass sie insbesonders auch gegen sogenannte weiche oder halbharte Ziele vorteilhaft einsetzbar ist. 



   Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Granatkörper aus Sphäroguss besteht und einstückig gegossen ist. Bevorzugt wird für den Sphäroguss eine   Qualität   GGG 70 und höher verwendet. 



   Es ist in Anbetracht des einhelligen Vorurteiles der Fachwelt völlig überraschend, dass erfindungsgemäBe Artilleriegranaten beim Abschuss keine Probleme mit sich bringen. 



   Zur Herstellung der erfindungsgemässen Granaten stehen bevorzugt zwei erfindungsgemässe Verfahren zu Verfügung : Es kann die Granate, ausgehend von einem beidseitig offenen Rohling unter Verwendung eines eigenen Bodenpfropfens hergestellt werden, wobei insbesonders die Stabilität des Kernes beim Giessen des hohlzylindrischen Rohlings leicht erreicht wird, da der Kern an den beiden offenen Enden des Rohlings mit genügender Genauigkeit und mechanisch stabil gelagert werden kann. 



   Der getrennt hergestellte Bodenpfropfen wird mit einem Aussengewinde versehen und in ein korrespondierendes Innengewinde des Granatenmantels eingeschraubt. Eine Kupferdichtung liegt zwischen der Stirnseite des Mantelteiles und einem Radialflansch des Pfropfens. 



   Als nachteilig bei diesem Verfahren hat sich herausgestellt, dass der notwendige, extra hergestellte Bodenpfropfen dazu neigt, bei der Detonation der Granate in nur relativ wenige, dafür aber relativ grosse Splitter zu brechen. Diese Tendenz ist nicht so gross, dass die Granate insgesamt aus dem Toleranzbereich der Splitterverteilung gelangt, aber immerhin ausreichend, um an den Rand des Toleranzfeldes zu kommen. 



   Bei einem besonders bevorzugten Herstellungsverfahren wird daher zur Vermeidung dieses Nachteiles der Granatenkörper samt geschlossenem Boden einstückig gegossen, wobei die giessfertige Form mit der Spitze der Granate nach unten und dem Boden nach oben, somit mit vertikaler Granatenachse angeordnet ist und wobei der Hohlraumkern sich mit einer verlängerung, die als Kernmarke dient, durch die spitzenseitige Öffnung des Granatenkörpers in der Maskenform formschlüssig abstützt und wobei im Bereich des Bodens des Granatenkörpers Kernstützelemente aus leicht brennbarem oder schmelzbarem Material vorgesehen sind, die das bodenseitige Ende des Kernes positionieren und erst im Zuge des Giessvorganges abbrennen oder abschmelzen und in der Form nach oben in einen oberhalb des Bodens des Granatenkörpers vorgesehenen Speiser entweichen. 



   Die spitzenseitige Öffnung im Granatenkörper ist zur späteren Aufnahme des Zünders notwendig und wird beim erfindungsgemässen Verfahren auch zur Positionierung des Kernes verwendet. 



   In einer anderen vorteilhaften Variante des Giessverfahrens wird der Hohlraumkern mit der spitzenseitigen Hohlraumkernmarke in der Maskenform festgeklebt, wobei bis zum Aushärten des Klebstoffes am bodenseitigen Ende des   Hohlraumkernes   eine Distanzschablone in die Form eingebracht ist, die sicherstellt, dass das Verkleben des Hohlraumkernes mit der Maskenform in der richtigen Lage des Kernes erfolgt, wobei nach dem Aushärten des Klebers die   Distanzschablone   entfernt und ein Deckkern aufgesetzt wird, bevor der Granatenkörper gegossen wird. 



   Überraschenderweise erzielt man mit dem   erfindungsgemässen   Granatenkörper zusätzlich zur günstigen Splitterwirkung noch die folgenden Vorteile : - eine höhere Massgenauigkeit am Kern, was zur Verbesserung der   äusseren Baiistik beiträgt ;   - die erfindungsgemäss hergestellten Granatenkörper sind billiger als die gemäss dem Stand der Technik erhaltenen ; 

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 - der Granatenkörper ist makroskopisch isotrop,   d. h., dass   er im makroskopischen Bereich nach allen
Richtungen gleiche Eigenschaften aufweist, da er anders als die Granatenkörper gemäss dem Stand der Technik keinerlei plastischer Deformierung im Zuge der Herstellung ausgesetzt ist. Auch dies trägt zur Verbesserung des Splitterbildes bei. 



   In der Zeichnung ist die Anordnung des Granatenkörpers in der Form gemäss den beiden Varianten des Giessverfahrens   dargestellt :  
Die Fig. 1 zeigt die Verwendung von leicht brennbaren bzw. leicht schmelzbaren   Kernstützelementen ;   die Fig. 2 die Verwendung eines verklebten Kernes mit Distanzschablone während des Aushärtens des Klebstoffes und die Fig. 3 einen Schnitt entlang der Linie 111-111 der Fig. 2. 



   In Fig. 1 ist ein Hohlraumkern 1 im Inneren einer Form 2 gezeigt, der mit der spitzenseitigen Hohlraumkernmarke 3 in die Maskenform eingesetzt ist und in seinem bodenseitigen Bereich durch Kernstützelemente 4 aus leicht brennbarem Material bzw. aus leicht schmelzbarem Material 5 an der Maskenform 2 abgestützt ist. Der künftige Granatkörper befindet sich zwischen der Maskenform 2 und dem Kern 1. Oberhalb des Bodenbereiches ist ein Speiser 6 vorgesehen, in den die Verbrennungsgase bzw. die Schmelze der Stützelemente 4,5 während des Vergiessens des Mantelmaterials aufsteigen. 



   Fig. 2 und 3 zeigen die Situation bei Verwendung eines verklebten Kernes 1, wobei die Hohlraumkernarke 3 mit der entsprechenden Ausnehmung der Maskenform 2 passend verklebt wird, wobei während des Aushärtens des Klebstoffes eine Disanzschablone 7 durch eine im Bodenbereich des Granatenrohlings angeordnete Manipulationsöffnung eingeschoben und zwischen der Maskenform und dem Hohlraumkern positioniert wird. Nach dem Aushärten des Klebstoffes wird diese   Distanzschablone   axial entfernt und ein Deckkern 8 aufgesetzt, durch den der Bodenbereich geformt wird. 



   Die erfindungsgemässe Artilleriegranate bzw. das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung einer solchen Granate ist nicht auf die beschriebenen und gezeichneten Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern kann verschiedentlich verändert werden. So ist es für den Fachmann in Kenntnis der Erfindung durch die das Vorurteil gegen die Verwendung von Sphäroguss für Artilleriegranaten beseitigt wird, leicht möglich, alle auf dem Gebiete des Vergiessen von Sphäroguss bekannten Massnahmen und Vorkehrungen zu treffen, um die gewünschte Splitterwirkung zu erzielen. 



  

Claims (6)

  1. Patentansprüche 1. Artilleriegranate im Kaliber von 122 bis 155 mm, dadurch gekennzeichnet, dass der Granatenkörper aus Sphäroguss besteht und einstückig gegossen ist.
  2. 2. Artilleriegranate nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Sphäroguss der Qualität GGG 70 oder höher verwendet wird.
  3. 3. Artilleriegranate nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Granatenkörper mit einem extra hergestellten Bodenpfropfen verschlossen ist.
  4. 4. Artilleriegranate nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Granatenkörper samt Boden einstückig gegossen ist.
  5. 5. Verfahren zum Giessen eines Granatenkörpers nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die giessfertige Form mit der Spitze der Granate nach unten und dem Boden nach oben, somit mit vertikaler Granatenachse, angeordnet wird und dass der Hohlraumkern sich mit einer Verlängerung, die als Kernmarke dient, durch die spitzenseitige Öffnung des Granatenkörpers in der Maskenform formschlüs- sig abstützt und dass im Bereich des Bodens des Granatenkörpers Kernstützelemente aus leicht brennbarem oder schmelzbarem Material vorgesehen werden, die das bodenseitige Ende des Kernes positionieren und erst im Zuge des Giessvorganges abbrennen oder abschmeizen und in der Form nach oben in einen oberhalb des Bodens des Granatenkörpers vorgesehenen Speiser entweichen.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraumkern mit der spitzenseitigen Hohlraumkernmarke in der Maskenform festgeklebt wird, wobei bis zum Aushärten des Klebstoffes am bodenseitigen Ende des Hohlraumkernes eine das Verkleben des Hohlraumkemes mit der Maskenform in der richtigen Lage des Kernes sicherstellende Distanzschablone in die Form eingebracht wird, und dass nach dem Aushärten des Klebers die Distanzschablone entfernt und ein Deckkern aufgesetzt wird, bevor der Granatenkörper gegossen wird. <Desc/Clms Page number 3>
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