AT40473B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Glühfäden für Leucht- und Heizzwecke. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Glühfäden für Leucht- und Heizzwecke.

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AT40473B
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Austria
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luminous
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Georges Michaud
Eugene Delasson
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Georges Michaud
Eugene Delasson
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  • Vessels And Coating Films For Discharge Lamps (AREA)

Description


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 oder Kalziums, die alle miteinander oder einzeln mit Oxyden des Thoriums, Ceriums oder anderer seltener Erdmetalle vermischt werden. Die Stromseele der   Glühfäden   für elektrische Zwecke kann entweder aus Retortenkohie oder aus seltenen Erdmetallen wie Vanadin, Tantal oder schliesslich   aus Osmium   oder anderen Metallen dieser Gruppe hergestellt werden. 



   Zur Verarbeitung des Oxydgemisches auf eine plastische Masse kann jedes Bindemittel Verwendung finden, welches geeignet ist, die Masse pressbar zu machen und welches sich während des Erhitzungsprozesses ausscheiden lässt, ohne die wesentlichen Bestandteile des Fadens anzugreifen. 



   Eine zur Herstellung der Leuchtmasse geeignete Mischung wird beispielsweise dadurch erhalten, dass 99 Gewichtsteile Thorium-Oxyd mit einem Gewichtsteil Cerium-Oxyd und mit 
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 20 Gewichtsteilen von reinem Aluminium-Oxyd unter Zusatz von Schmierseife als Bindemittel zu einer teigigen Paste verarbeitet werden. 



   Als Material für die stromleitende   See ! e eines Glühfadens   der vorstehend gekennzeichneten Komposition empfiehlt sich Retortenkohle mit Schmierseife als Bindemittel. 



   Gut leuchtende und dauerhafte Glühkörper lassen sich jedoch vermittelst dieses Verfahrens auch dann erzielen, wenn die vorstehend genannten Stoffe durch einzelne der eingangs erwähnten Oxyde in beliebiger Auswahl ersetzt werden. 



   Behufs Ausführung des Verfahrens werden die mit dem Bindemittel innig vermengten Oxyde in einen Presszylinder eingebracht, dessen Mundstück für die Herstellung eines vollen oder   röhrenförmigen   Fadens entsprechend ausgestaltet ist. Der aus dem   Mundstücke   austretende Faden passiert sodann einen elektrischen Ofen, wobei er allmählich getrocknet und hierauf an die heisseste Stelle, zwischen zwei elektrische Lichtbögen gelangend, auf eine Temperatur gebracht wird, bei welcher die kleinsten Teile der Oxyde zu teigiger Konsistenz verschmelzen, ohne dass der Faden zerrissen oder sonstwie deformiert wird. Auf seinem weiteren Wege kühlt sich der Faden   -allmählich   ab, erhärtet und wird schliesslich durch eine beliebige Schneidevorrichtung auf die   gewünschte   Länge zugeschnitten. 



   Für die Gewinnung von Glühfäden mit Leuchthülle und   Stromaeele   für elektrische Zwecke, hat das Verfahren insoferne eine Abänderung zu erleiden, als aus der Strangpresse gleichzeitig mit der die Leuchtmasse bildenden Oxydmischung als Hülle, die zur Bildung der Stromseele dienende Paste als Kern verformt wird, dergestalt, dass aus dem   Mundstück   des Presszylinders ein Faden austritt, welcher innerhalb der nichtleitenden   Leuchthülle   in inniger Verbindung mit dieser eine Stromseele enthält. 



   In den Zeichnungen sind die zur Durchführung des beschriebenen Verfahrens dienenden
Vorrichtungen dargestellt
Fig. l veranschaulicht in einem partiellen Längsschnitte   eine Ausführungsform   der Vor- richtung ;
Fig. 2 zeigt den Durchgang des Fadens zwischen zwei elektrischen Lichtbogen ;
Fig. 3 einen Schnitt und Grundriss einer Ausführungsform der Zylinderpresse zur Her- stellung eines in Fig. 4 im stark vergrösserten Querschnitt dargestellten Hohlfadens ;
Fig. 5 veranschaulicht einen Presszylinder samt   Mundstück   zur Herstellung   eines Glüh-     fadens mit Stromseele;   
Die Fig. 6 und 7 stellen in stark vergrössertem Querschnitt vermittelst derartiger Pressen hergestellte, an der Oberfläche glatte   bezw. gerinelte Glühfäden   für elektrische Zwecke dar. 



   Die Presse besteht aus einem zur Aufnahme der teigigen Paste 1 dienenden Presszylinde 2 
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 aufgeschraubt ist. Vermittelst dieses Schneckenrades, das durch eine in geeigneter Weise in Umlauf versetzte Schnecke angetrieben   wird, erhält die Kolbenstange des Pressko ! bens   in an sich bekannter Weise eine auf-und niedergehende Bewegung. 



   Der aus dem Mundstücke der Presse ablaufende Fadenstrang 5 wird durch eine aus Karborundum, eisenhaltigem Magnesiumoxyd, Thoriumoxyd oder aus anderen feuerfesten Materialien   bestehende Röhre ss hindurchgeführt, wetche   den elektrischen Brennofen durchbricht und an ihrer unteren Mündung mit einer automatisch wirkenden, beispielsweise elektromagnetischen Schneidevorrichtung 8 für den Fadenstrang versehen ist. 



   Das   Führungsrohr   6 für den Glühfadenstrang wird zwischen zwei elektrischen Lichtbögen 
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 anachaulicht ist. 



   Die in Fig. 5 dargestellte Presse, welche aus zwei konzentrischen Zylindern 2, 12 und einem diesem Doppelzylinder entsprechend ausgebildeten, gemeinsamen Presskolben 13 besteht, dient zur Herstellung der   Glühfäden   mit Stromseele für elektrische Zwecke. Der äussere Zylinder 2 enthält die Paste 1 für die zu pressende Leuchthülle, der innere Zylinder die Paste 14 für die stromleitende Seele, so dass bei der Pressbewegung des Kolbens die Paste des äusseren Zylinders 
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  Bei dem Durchgange durch den elektrischen Ofen wird in der heissesten Zone nicht nur die innige Verschmelzung der einzelnen Teilchen der Leuchthülle bewirkt, sondern es verbindet sich auch die Glühfadenseele fest mit der Hülle. In dieser Weise können sowohl an ihrer Umfläche glatte Fäden (Fig. 6), als auch Fäden mit geriffelten Leuchthüllen hergestellt werden, wie ein solcher in Fig. 7 im   stark vergrössertem Querschnitte   gezeigt ist. 



   Es ist selbstverständlich, dass ohne Änderung des Erfindungsgedankens die Form der Presse wie auch die Ausgestaltung des Mundstückes in der verschiedensten Art variiert werden kann. 



   PATENTANSPRüCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von Gasglühlichtfäden aus Aluminium-Oxyd, Magnesium Oxyd,   Kalzium-Oxyd,   oder Silicium-Oxyd, weiche Oxyde einzeln oder alle mit den Oxyden des   Ceriums   oder Thoriums oder anderer seltener Erdmetalle unter Zuhilfenahme von Bindemitteln verformt und   dann vermittels   des elektrischen Lichtbogens erhitzt werden, dadurch   gekennzeichnet, dass   der ill der   Gebrauchsform   aus dem Mundstücke einer Presse austretende volle oder röhrenförmige Faden unmittelbar darauf einen elektrischen Ofen passiert, wobei er   allmählich   getrocknet und an die heisseste Stelle gelangend, bis zur teigigen Konsistenz ver- 
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Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, behufs Herstellung von Glühfäden für elektrische Zwecke, insbesondere für elektrische Freiluftlampen, dadurch gekennzeichnet, dass mit Hilfe einer Strang-oder Zylinderpresse gleichzeitig die die Leuchtmasse bildende Oxyd- mischung als röhrenförmige Hülle und eine unter Zusatz von Bindemitteln aus Retortenkohle, Vanadin, Tantal, Osmium oder anderen seltenen Erdmetallen bezw. Metallen dieser Gruppen bereitete Paste als Kern verformt wird, dergestalt, dass der beim Durchgang durch den Ofen zu verschmelzende Faden innerhalb der nichtleitende Leuchthülle eine leitende Seele enthält.
    3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, gekenn- EMI3.4 elektrischen Brennofen durchbrechenden, zwischen 2 Lichtbogen hindurchgeführtem Rohre aus Carborundum oder ähnlichem feuerfesten Material, an dessen unterer Mündung eine auto- matische Schneidevorrichtung vorgesehen ist. EMI3.5
AT40473D 1907-10-05 1907-10-05 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Glühfäden für Leucht- und Heizzwecke. AT40473B (de)

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