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oder Kalziums, die alle miteinander oder einzeln mit Oxyden des Thoriums, Ceriums oder anderer seltener Erdmetalle vermischt werden. Die Stromseele der Glühfäden für elektrische Zwecke kann entweder aus Retortenkohie oder aus seltenen Erdmetallen wie Vanadin, Tantal oder schliesslich aus Osmium oder anderen Metallen dieser Gruppe hergestellt werden.
Zur Verarbeitung des Oxydgemisches auf eine plastische Masse kann jedes Bindemittel Verwendung finden, welches geeignet ist, die Masse pressbar zu machen und welches sich während des Erhitzungsprozesses ausscheiden lässt, ohne die wesentlichen Bestandteile des Fadens anzugreifen.
Eine zur Herstellung der Leuchtmasse geeignete Mischung wird beispielsweise dadurch erhalten, dass 99 Gewichtsteile Thorium-Oxyd mit einem Gewichtsteil Cerium-Oxyd und mit
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20 Gewichtsteilen von reinem Aluminium-Oxyd unter Zusatz von Schmierseife als Bindemittel zu einer teigigen Paste verarbeitet werden.
Als Material für die stromleitende See ! e eines Glühfadens der vorstehend gekennzeichneten Komposition empfiehlt sich Retortenkohle mit Schmierseife als Bindemittel.
Gut leuchtende und dauerhafte Glühkörper lassen sich jedoch vermittelst dieses Verfahrens auch dann erzielen, wenn die vorstehend genannten Stoffe durch einzelne der eingangs erwähnten Oxyde in beliebiger Auswahl ersetzt werden.
Behufs Ausführung des Verfahrens werden die mit dem Bindemittel innig vermengten Oxyde in einen Presszylinder eingebracht, dessen Mundstück für die Herstellung eines vollen oder röhrenförmigen Fadens entsprechend ausgestaltet ist. Der aus dem Mundstücke austretende Faden passiert sodann einen elektrischen Ofen, wobei er allmählich getrocknet und hierauf an die heisseste Stelle, zwischen zwei elektrische Lichtbögen gelangend, auf eine Temperatur gebracht wird, bei welcher die kleinsten Teile der Oxyde zu teigiger Konsistenz verschmelzen, ohne dass der Faden zerrissen oder sonstwie deformiert wird. Auf seinem weiteren Wege kühlt sich der Faden -allmählich ab, erhärtet und wird schliesslich durch eine beliebige Schneidevorrichtung auf die gewünschte Länge zugeschnitten.
Für die Gewinnung von Glühfäden mit Leuchthülle und Stromaeele für elektrische Zwecke, hat das Verfahren insoferne eine Abänderung zu erleiden, als aus der Strangpresse gleichzeitig mit der die Leuchtmasse bildenden Oxydmischung als Hülle, die zur Bildung der Stromseele dienende Paste als Kern verformt wird, dergestalt, dass aus dem Mundstück des Presszylinders ein Faden austritt, welcher innerhalb der nichtleitenden Leuchthülle in inniger Verbindung mit dieser eine Stromseele enthält.
In den Zeichnungen sind die zur Durchführung des beschriebenen Verfahrens dienenden
Vorrichtungen dargestellt
Fig. l veranschaulicht in einem partiellen Längsschnitte eine Ausführungsform der Vor- richtung ;
Fig. 2 zeigt den Durchgang des Fadens zwischen zwei elektrischen Lichtbogen ;
Fig. 3 einen Schnitt und Grundriss einer Ausführungsform der Zylinderpresse zur Her- stellung eines in Fig. 4 im stark vergrösserten Querschnitt dargestellten Hohlfadens ;
Fig. 5 veranschaulicht einen Presszylinder samt Mundstück zur Herstellung eines Glüh- fadens mit Stromseele;
Die Fig. 6 und 7 stellen in stark vergrössertem Querschnitt vermittelst derartiger Pressen hergestellte, an der Oberfläche glatte bezw. gerinelte Glühfäden für elektrische Zwecke dar.
Die Presse besteht aus einem zur Aufnahme der teigigen Paste 1 dienenden Presszylinde 2
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aufgeschraubt ist. Vermittelst dieses Schneckenrades, das durch eine in geeigneter Weise in Umlauf versetzte Schnecke angetrieben wird, erhält die Kolbenstange des Pressko ! bens in an sich bekannter Weise eine auf-und niedergehende Bewegung.
Der aus dem Mundstücke der Presse ablaufende Fadenstrang 5 wird durch eine aus Karborundum, eisenhaltigem Magnesiumoxyd, Thoriumoxyd oder aus anderen feuerfesten Materialien bestehende Röhre ss hindurchgeführt, wetche den elektrischen Brennofen durchbricht und an ihrer unteren Mündung mit einer automatisch wirkenden, beispielsweise elektromagnetischen Schneidevorrichtung 8 für den Fadenstrang versehen ist.
Das Führungsrohr 6 für den Glühfadenstrang wird zwischen zwei elektrischen Lichtbögen
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anachaulicht ist.
Die in Fig. 5 dargestellte Presse, welche aus zwei konzentrischen Zylindern 2, 12 und einem diesem Doppelzylinder entsprechend ausgebildeten, gemeinsamen Presskolben 13 besteht, dient zur Herstellung der Glühfäden mit Stromseele für elektrische Zwecke. Der äussere Zylinder 2 enthält die Paste 1 für die zu pressende Leuchthülle, der innere Zylinder die Paste 14 für die stromleitende Seele, so dass bei der Pressbewegung des Kolbens die Paste des äusseren Zylinders
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Bei dem Durchgange durch den elektrischen Ofen wird in der heissesten Zone nicht nur die innige Verschmelzung der einzelnen Teilchen der Leuchthülle bewirkt, sondern es verbindet sich auch die Glühfadenseele fest mit der Hülle. In dieser Weise können sowohl an ihrer Umfläche glatte Fäden (Fig. 6), als auch Fäden mit geriffelten Leuchthüllen hergestellt werden, wie ein solcher in Fig. 7 im stark vergrössertem Querschnitte gezeigt ist.
Es ist selbstverständlich, dass ohne Änderung des Erfindungsgedankens die Form der Presse wie auch die Ausgestaltung des Mundstückes in der verschiedensten Art variiert werden kann.
PATENTANSPRüCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Gasglühlichtfäden aus Aluminium-Oxyd, Magnesium Oxyd, Kalzium-Oxyd, oder Silicium-Oxyd, weiche Oxyde einzeln oder alle mit den Oxyden des Ceriums oder Thoriums oder anderer seltener Erdmetalle unter Zuhilfenahme von Bindemitteln verformt und dann vermittels des elektrischen Lichtbogens erhitzt werden, dadurch gekennzeichnet, dass der ill der Gebrauchsform aus dem Mundstücke einer Presse austretende volle oder röhrenförmige Faden unmittelbar darauf einen elektrischen Ofen passiert, wobei er allmählich getrocknet und an die heisseste Stelle gelangend, bis zur teigigen Konsistenz ver-
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