AT 404 602 B Anhand der Zeichnung wird das erfindungsgemäße Verfahren näher erläutert, und zwar wird eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Nadeln einer Vliesbahn in einer vereinfachten Seitenansicht gezeigt. Die Vorrichtung gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist ein in einem Nadelbalken 1 gehaltenes Nadelbrett 2 auf, das über einen nicht näher dargestellten Schubkurbeltrieb angetrieben wird, dessen Stoßstangen 3 am Nadeibalken 1 angreifen. Die Nadeln 4 des Nadelbrettes 2 stechen in die strichpunktiert angedeutete Vliesbahn 5 im Bereich einer Vliesführung ein, die aus einer dem Nadelbrett 2 gegenüberliegenden Stichunterlage 6 und einem Abstreifer 7 zwischen der Stichunterlage 6 und dem Nadeibrett 2 besteht und zwischen kontinuierlich angetriebenen Zulaufwalzen 8 und einem Walzenabzug 9 angeordnet ist. Zur Einstellung der Einstichtiefe und zur Anpassung an die jeweilige Vliesdicke sind sowohl die Stichunterlage 6 als auch der Abstreifer 7 über Stelltriebe der Höhe nach einstellbar. Die Stichunterlage 6 und der Abstreifer 7 weisen eine stetige Krümmung auf, so daß sich in Vliesdurchlaufrichtung unterschiedlich geneigte Abschnitte für die Vliesführung bilden. Da sich die Vliesbahn 5 flächig an die Stichunterlage 6 anlegt, ergeben sich für die Nadeln 4 gegenüber der Vliesoberfläche in Abhängigkeit von der jeweiligen Neigung der Stichunterlage 6 unterschiedlich geneigte Einstichkanäle. Die Durchschnittsneigung der Stichunterlage 6 verläuft zur Bewegungsrichtung des Nadelbrettes 2 geneigt, so daß eine entsprechende Vorzugsneigung der Nadeleinstiche in die Vliesbahn 5 auftrittt, und zwar im Sinne von Einstichen mit einer Komponente in Vliesdurchlaufrichtung. Diese überwiegende Einstichrichtung bringt eine Steigerung der Längsfestigkeit der Vliesbahn 5 mit sich. Anstelle der gekrümmten Vliesführung könnte selbstverständlich auch eine herkömmliche, gerade Vliesführung eingesetzt werden. Die Stichunterlage 6 ist ablaufseitig zu einer die Vliesbahn 5 aufnehmenden Führungsfläche 10 verlängert, zwischen der und dem Walzenabzug 9 eine Tänzerrolle 11 vorgesehen ist. Diese Tänzerrolle 11 wird zwischen den Walzenabzug 9 außen umgreifenden, frei drehbar gelagerten Armen 12 gehalten, deren Drehachse mit 13 bezeichnet ist. Die Arme 12 sind über die Drehachse 13 hinaus verlängert, um Ausgleichsgewichte 14 zur Einstellung des wirksamen Gewichtes der Tänzerrolle 11 anbringen zu können. Während der Freigabe der Vliesbahn 5 durch die Nadeln 4 wird die Vliesbahn 5 zufolge der Gewichtsbelastung über die Tänzerrolle 11 durch den Führungsspalt zwischen der Stichunterlage 6 und dem Abstreifer 7 gefördert, wobei sich ein Durchhang 15 der Vliesbahn 5 zwischen der Führungsfläche 10 und dem Walzenabzug 9 bildet, während die Tänzerrolle 11 aus der strichpunktiert angedeuteten Schwenklage in die mit vollen Linen gezeichnete Schwenklage wandert. Diese dem kontinuierlich angetriebenen Waizenabzug 9 voreilende Bildung einer Vorratsschlaufe wird durch das Einstechen der Nadeln 4 beendet, weil mit dem Nadeleinstich die Vliesbahn 5 gegenüber dem Walzenabzug 9 zurückgehalten wird, der während des Nadeleinstiches unter einer Anhebung der Tänzerrolle 11 die Vorratsschlaufe ausfördert, bis die Vliesbahn 5 wieder durch die Nadeln 4 freigegeben wird und sich ein neuer Durchhang 15 aufbauen kann, der von der sich während des Nadeleingriffes zulaufseitig gebildeten Vorratsschlaufe gespeist wird. Da die Zulaufwalzen 8 kontinuierlich angetrieben werden, wird ja während des Nadeleingriffes die über die Zulaufwalzen 8 angeförderte Vliesbahn 5 zu einer entsprechenden Vorratsschlaufe angestaut. Die Zugbeanspruchung der Vliesbahn 5 wird durch die Gewichtsbelastung über die Tänzerwalze 11 bestimmt und nicht durch den Walzenabzug 9, wie dies bei herkömmlichen Vorrichtungen zum Nadeln einer Vliesbahn der Fall ist. Daraus ergibt sich die vorteilhafte Möglichkeit, die Vliesbahn 5 mit einer vorgebbaren Zugbeanspruchung zu vernadeln bzw. eine vorgebbare Verstreckung einzuhalten. Um die Bildung des Durchhanges 15 während der Freigabe der Vliesbahn 5 durch die Nadeln 4 zu unterstützen, kann zusätzlich eine Blasdüse 16 vorgesehen werden, die der Führungsfläche 10 gegenüberliegend angeordnet ist und eine Strömungskomponente in Förderrichtung der Vliesbahn 5 aufweist. Der Luftstrom dieser Blasdüse kann für eine größere Beschleunigung der Vliesbahn 5 und damit für größere Förderschritte zwischen den Nadeleinstichen sorgen. Hinsichtlich der Zugbelastung der Vliesbahn 5 ändern sich jedoch die Verhältnisse nicht. Um die Größe des Durchhanges 15 zu überwachen, kann die Tänzerrolle 11 an einen induktiven Weggeber 17 angeschlossen sein, über den gegebenenfalls die Abzugsgeschwindigkeit des Walzenabzuges 9 gesteuert werden kann. Patentansprüche 1. Verfahren zum Nadeln einer Vliesbahn mit Hilfe von in die Vliesbahn wiederhohlt einstechenden Nadeln, wobei die den Nadeln kontinuierlich zugeförderte Vliesbahn während der Freigabe durch die Nadeln zwischen den Nadeleingriffen schrittweise gegenüber den Nadeln weitergefördert und dann abgezogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Vliesbahn durch eine dem Abzug vorgeschaltete Gewichtsbelastung aus dem Nadelbereich gefördert wird. 3 AT 404 602 B Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Nadeln einer Vliesbahn mit Hilfe von in die Vliesbahn wiederhohlt einstechenden Nadeln, wobei die den Nadeln kontinuierlich zugeförderte Vliesbahn während der Freigabe durch die Nadeln zwischen den Nadeleingriffen schrittweise gegenüber den Nadeln weitergefördert und dann abgezogen wird, sowie auf eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. Bei bekannten Nadefmaschinen erfolgt der Vorschub der bei der Vemadelung zwischen einer Stichunterlage und einem Abstreifer geführten Vliesbahn über einen kontinuierlichen Walzenabzug. Trotz dieses kontinuierlichen Walzenabzuges stellt sich eine schrittweise Förderung der Vliesbahn gegenüber dem Nadelbereich ein, weil die Vliesbahn durch die einstechenden Nadeln gegenüber dem Walzenabzug zurückgehalten und nur während ihrer Freigabe durch die Nadeln zwischen den aufeinanderfolgenden Nadeleingriffen weitergefördert wird. Der kontinuierliche Walzenabzug ist daher zwangsläufig mit einer Verstreckung der Vliesbahn verbunden, wobei die Abzugsgeschwindigkeit vom zulässigen Verstreckungsgrad der Vliesbahn, von der Einstichfrequenz der Nadeln und vom Nadelhub und damit von der Zeitspanne der Vliesfreigabe durch die Nadeln abhängt. Abgesehen davon, daß diese Einftußgrößen die Abzugsgeschwindigkeit begrenzen, wird wegen der mit der Abzugsgeschwindigkeit steigenden Zugbelastung der Vliesbahn während des Nadeleingriffes das Vemadelungsergebnis erheblich beeinträchtigt. In diesem Zusammenhang ist außerdem zu bedenken, daß mit zunehmender Verteilungsdichte der Nadeln die Zugbelastung der Vliesbahn größer wird, weil mit steigender Anzahl der in die Vliesbahn einstechenden Nadeln die Biegeelastizität der einzelnen Nadeln immer weniger für ein nachgiebiges Zurückhalten der Vliesbahn gegenüber dem Walzenabzug ausgenützt werden kann. Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Nadeln einer Vliesbahn der eingangs geschilderten Art anzugeben, mit dessen Hilfe eine besonders gute Vernadelung in einfacher Weise verwirklicht werden kann, ohne eine unerwünschte Zugbelastung bzw. Verstreckung der Vliesbahn befürchten zu müssen. Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß die Vliesbahn durch eine dem Abzug vorgeschaltete Gewichtsbelastung aus dem Nadelbereich gefördert wird. Durch die dem Walzenabzug vorgeschaltete Gewichtsbelastung der Vliesbahn wird in vorteilhafter Weise erreicht, daß die Vliesbahn während der Freigabe durch die Nadeln gegenüber dem Walzenabzug voreilend im Bereich des Nadelbrettes weitergefördert wird, so daß beim nachfolgenden Nadeleinstich und dem damit verbundenen Festhalten der Vliesbahn zunächst der durch das gewichtsbedingte Voreilen gebildete Durchhang zwischen dem Nadelbrett und dem Walzenabzug abgezogen wird. Die Vliesbahn wird folglich im Nadelbereich nicht nur während ihrer Freigabe durch die Nadeln, sondern auch während des Nadeleingriffes lediglich durch die vorgebbare Gewichtsbelastung auf Zug beansprucht, solange der zwischen den Nadeleinstichen gebildeten Durchhang entgegen der Gewichtsbelastung abgezogen wird. Da die Viiesbahn dem Nadelbereich kontinuierlich zugefördert wird, wird die während des Nadeieingriffes vor dem Nadelbereich gestaute Vorratslänge über die dem Hadelberech nachgeordnete Gewichtsbelastung der Vliesbahn abgezogen, wenn die Vliesbahn durch die Nadeln freigegeben wird. Über die Zulaufgeschwindigkeit der Vliesbahn kann somit die Länge der Förderschritte zwischen den einzelnen Nadeleingriffen unter der Voraussetzung eingestellt werden, daß die während des Nadeleingriffes angestaute Vorratslänge über die allenfalls durch einen Förderluftstrom unterstützte Gewichtsbelastung vollständig abgezogen werden kann. Aufgrund der über die Gewichtsbelastung weitgehend einstellbaren Zugbeanspruchung der Vliesbahn spielt das elastische Biegeverhalten der Nadeln für die Schrittförderung der Vliesbahn keine entscheidende Rolle so daß auch Vernadelungen mit einer vergleichsweise großen Verteilungsdichte der Nadeln ohne erhöhte Zugbeanspruchung der Vliesbahn möglich werden. Zur Durchführung dieses Verfahrens kann von einer Vorrichtung mit wenigstens einem in Einstichrichtung hin- und hergehend antreibbaren Nadelbrett, mit einer dem Nadelbrett gegenüberliegenden Stichunterlage und mit einem kontinuierlich antreibbaren Walzenabzug ausgegangen werden, wenn zwischen der Stichunterlage und dem Walzenabzug eine Tänzerrolle als Gewichtsbelastung für die Vliesbahn vorgesehen ist. Diese Tänzerrolle bedingt in konstruktiv einfacher Art eine über die Vliesbahnbreite gleichmäßige Gewichtsbelastung, die zu einer sich während der Freigabe der Vliesbahn durch die Nadeln bildenden Vorratsschlaufe in Form eines durch die Tänzerrolle belasteten Durchhanges der Vliesbahn führt. Mit dem Nadeleinstich wird diese Vorratsschlaufe unter einem Anheben der Tänzerrolle durch den Walzenabzug ausgefördert. Über das wirksame Gewicht der Tänzerrolie kann somit die Zugbelastung der Vliesbahn vorgewählt werden. Zu diesem Zweck kann das auf die Vliesbahn einwirkende Gewicht der auf frei drehbar gelagerten Armen gelagerten Tänzerrolle mit Hilfe von Ausgleichsgewichten eingestellt werden. Die durch die Höhe des Durchhanges bestimmte Länge der Vorratsschlaufe wird im allgemeinen an die Abzugslänge des Walzenabzuges während des Nadeleingriffes angepaßt. Um einen bestimmten Verstreckungsgrad für die Vliesbahn zu erreichen, kann unter Umständen die Länge der Vorratsschlaufe kürzer als die Abzugsiän-ge des Walzenabzuges gewählt werden. 2