AT404488B - Dämmende gebäudeverkleidung - Google Patents

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AT404488B AT214991A AT214991A AT404488B AT 404488 B AT404488 B AT 404488B AT 214991 A AT214991 A AT 214991A AT 214991 A AT214991 A AT 214991A AT 404488 B AT404488 B AT 404488B
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  1. AT 404 488 B Die Erfindung betrifft ein Wärmedämmsystem zur Energieeinsparung, mit einer Putz- oder Plattenverkleidung, sowie Haltern für Gebäude. Als Befestigungstechnik für Dämm-Maßnahmen an Gebäuden werden, nach dem Stand der Technik Klebesysteme, Dübelsysteme oder BefestigungsleistenSysteme angewandt. Beispielsweise im Ausbau von Dachräumen mit Holzdachstühlen, was besonders hohe Dämmschichtstärken erfordert, wird praktisch ausschließlich mit Holzleisten-Befestigungen gearbeitet. Die Holzleisten liegen in Dämmplatten-Stoßfugen und bilden sowohl Wärmebrücken, als auch Diffusionslecks hinsichtlich Wasserdampfs, was letztlich zu Fäulnisschäden des Holzes führen kann. Ziel vorliegender Erfindung ist ein wärmebrückenfreies, einfach herstellbares Befestigungssystem für Wand- oder Deckenverkleidungen aus Dämmschichten und vorzugsweise Putz, insbesondere für soclhe, die hängend angeordnet sind. Dies wird erfindungsgemäß so gelöst, daß die Halter eine gebäudeseitige Befestigungsleiste und eine verkleidungsseitige Befestigungsleiste aufweisen, welche durch ein- oder mehrlagige Gewebe-, Vlies-, Folienbahnen etc. verbunden sind. Solche Befestigungshalter weisen eine Reihe von Vorteilen auf: Die Anordnung in Dämmplatten-Stoßfugen kann ein Abdichten derselben bewirken, sowie ein Verhindern von Kältebrücken. Weiters eine hohe Tragfähigkeit, sodaß selbst bei abgehängten Deckenverkleidungen hohe Putzschichtstärken oder schwerere Verkleidungsplatten als sie herkömmliche Befestigungssysteme zulassen, Verwendung finden können. Außerdem kann auf einfache Weise die Tragfähigkeit erhöht werden, indem eine der Fadenrichtungen des Gewebes parallel zur Richtung in welcher das Gewicht der Verkleidung wirkt, verläuft - wie das bei abgehängten Deckenverkleidungen sehr der Fall ist. Bei vertikalen Verkleidungen wiederum bietet die Befestigung mit erfindungsgemäßen Haltern den Vorteil, durch Fadeneinrichtungen in einem Winkel von weniger als 45* zur Gebäudewand, Hängeankereffekte (selbsttätiges Andrücken der Verkleidung an die Dämmschicht) zu erzielen. Ein großer Vorteil ist weiters, die Verkleidung schwimmend gegenüber dem tragenden Gebäudeteil befestigt ist. Dehnungen desselben etwa, oder Dehnungen der Verkleidung haben somit weniger Wirkung auf den jeweils anderen Bauteil, als die vergleichsweise bei anderen Befestigungssystemen der Fall ist. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes wiedergegeben, wobei die Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch eine Deckenverkleidung oder die Verkleidung vom Dachsparren darstellt. Ausführungsbeispiele: Fig. 1 zeigt einen Vertikaischnitt, durch Dämmschicht 2, Wandverkleidung 3 sowie einen tragenden Gebäudeteil 1, etwa eine Dachstuhlkonstruktion. An dieser, also gebäudeseitig, sind Befestigungsleisten 4 montiert. Der Halter, aufgebaut aus einem zweilagigen Gewebe 6, umwickelt die Befestigungsleiste 4. im Bereich der verkleidungsseitigen Befestigungsleiste 5 wird diese ebenfalls von Gewebe umschlossen. Die Befestigungsleiste 5 kann sowohl als Vollprofil oder als Hohlprofil ausgebildet sein. Das Putzträgergitter 7 wird mit dieser Befestigungsleiste unter Zuhilfenahme zusätzlicher Leisten 9 und mechanischer Befestigungsmittel verbunden. Diese Verbindung kann aber auch durch Verkleben, Vernähen, wechselseitiges Durchspießen eines Drahtes, einer Drahtspirale usw. hergestellt werden. Bei derartigen Verbindungen könnte aber auch die verkleidungsseitige Befestigungsleiste als solche konstruktiv entfallen. Die Nahtstelle zwischen Putzträgergitter und Gewebe, einschließlich des Befestigungsmittels, erfüllt die Funktion der Befestigungsleiste. Auf das Putzträgergitter 7 wird die Putzschicht 3 aufgebracht, die zusätzlich noch ein Putzarmierungsgitter 8 aufweist. Das Gewebe 6 (bzw. die Folie, das Vlies oder dgl.) der Halter liegt in den Stoßfugen der Dämmplatten, aus welchen die Dämmschicht aufgebaut ist. Zwecks Dichtung, Montagevereinfachung oder aus anderen Gründen, kann das Gewebe ein- oder beidseitig sein. Etwa mit weichelastischen Auflagen, mit Brandschutzmitteln, mit Selbstklebe-Film(en) oder mit plüschartiger Oberfläche ausgerüstet sein. Auch ist es möglich, am Gewebe 6 Leisten, Spitzen, Distanzstücke etc., etwa zur Erleichterung der Dämmplatten-Montage, zur Dichtung, als Insektenschutz, zur Herstellung von Luftschichten, Neben- oder Zwischendämmplatten, zum Fixieren von Installationen etc. vorzusehen. Patentansprüche 1. Wand- oder Deckenverkleidung mit einer Dämmschicht und einer Putzschicht oder Verkleidungsplatten sowie mit am tragenden Gebäudeteil befestigten Haltem, dadurch gekennzeichnet daß die Halter eine gebäudeseitige Befestigungsleiste (4) und eine verkleidungsseitige Befestigungsleiste (5) aufweisen, welche durch ein- oder mehrlagige Gewebe-, Vlies-, Folienbahnen (6) verbunden sind.
  2. 2 AT 404 488 B Z Wand- oder Deckenverkleidung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die verkleidungsseitige Befestigungsleiste (5) mit dem Putzträgergitter (7) verbunden ist.
  3. 3. Wand- oder Deckenverkleidung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Gewebebahnen (6) im Falle einer Deckenverkleidung (Unterdecke) eine Gewebefadenrichtung parallel, im Falle einer Wandverkleidung in einem Winkel kleiner als 45* zur Vertikalen aufweist.
  4. 4. Wand- oder Deckenverkleidung nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewebe-, Vlies- oder Folienbahnen (6) Armierungen aufweisen.
  5. 5. Wand- oder Deckenverkleidung nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewebe-, Vlies-, Folienbahnen (6) ein- oder beidseitig Beschichtungen aufweisen.
  6. 6. Wand- oder Deckenverkleidung nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewebe-, Vlies-, Folienbahnen (6) aus deren Oberfläche herausragende Fortsätze aufweisen. Hiezu 1 Blatt Zeichnungen 3
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