AT403879B - Verpackung für schlauchförmige güter - Google Patents
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- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
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Description
AT 403 879 B
Die Erfindung betrifft eine Verpackung für schlauchförmige Güter, welche nicht geknickt werden sollen, insbesondere für medizinische Gerätschaften, wie beispielsweise Ballonkatheter, aus einer Schale mit einem Kanalsystem, in welches das schlauchförmige Gut eingelegt ist.
Zum Transport von schlauchförmigen Gütern sind vielfach tiefgezogene Schalen vorgesehen, in denen sich diese schlauchförmigen Güter befinden. Im vorliegenden Fall soll es vor allem um die Einlagerung von solchen schlauchförmigen Gütern gehen, welche nicht geknickt werden dürfen und hygienisch aufbewahrt werden sollen. Hierzu zählt eine Vielzahl von Gütern. Verwiesen wird vor allem auf medizinische Gerätschaften, die zudem hygienisch und steril gehalten werden müssen. Nur beispielsweise wird hier auf den Ballonkatheter verwiesen. Ein derartiger Ballonkatheter besteht aus einem Anschlusselement, einer darauf folgenden flexiblen schlauchartigen Leitung und einem Auslassstück. Dieses Auslassstück wird durch eine Vene bis ins Herz gebracht und dort zur Unterstützung der Herzwände aufgeblasen.
Es versteht sich von selbst, dass ein derartiger Ballonkatheter nach seiner Herstellung weder berührt werden darf noch geknickt oder geklemmt werden soll. Ferner muss er unter hygienisch einwandfreien Bedingungen in eine Verpackung eingelegt werden, die danach versiegelt wird.
Probleme treten vor allem beim Handling der Schale auf, da in vielen Fällen das schlauchförmige Gut nicht in dem entsprechenden Kanalsystem verbleibt. Deshalb wird es in der Regel durch Schaumstoffstreifen festgeklemmt. Dies ist aber weder hygienisch noch wirtschaftlich sinnvoll, da die Verpackung dann zusätzliche Zeit in Anspruch nimmt.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein schlauchförmiges Gut der o.g. Art in einer Schale ohne zusätzliche Hilfsmittel einwandfrei festzulegen, so dass auch keine weitere Berührung mit Händen notwendig ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe führt, dass das Kanalsystem zumindest eine Fixierstelle aufweist, in deren Bereich der entsprechende Kanal mit einem vorbestimmten Aussenradius von einem Kanalstück mit einem anderen Aussenradius unterbrochen ist.
Dieses Kanalstück mit einem anderen Aussenradius bewirkt, dass eine reibschlüssige Festlegung des schlauchförmigen Gutes erfolgt.
In der Regel bietet es sich an, dass der Aussenradius des Kanalstückes kleiner ist als der Aussenradius des Kanals. D.h., dass in dem Kanalsystem Ausbuchtungen erzeugt werden, in denen das schlauchförmige Gut reibschlüssig gehalten wird.
Eine wesentliche Verbesserung der Erfindung liegt noch darin, wenn innerhalb des Kanalstücks in bekannter Weise ein Überhang angeordnet ist, welcher die lichte Weite des Kanalstückes vermindert. Hierdurch wird ein Herausgleiten des schlauchförmigen Gutes aus dem Kanalstück vermieden.
Bevorzugt ist der Überhang in eine Innenwand des Kanalstückes eingeformt und weist einen Abstand von der Aussenwand auf, welcher kleiner ist als eine Breite eines Kanalgrundes. Hierdurch wird, wie oben erwähnt, die lichte Weite des Kanalstücks in einem oberen Bereich vermindert, während gegen den Kanalgrund hin dieses Kanalstück die gleiche Breite aufweist wie der übrige Kanal im Kanalsystem.
Bevorzugt soll die Innenwand des Kanalstückes in dessen Scheitelpunkt von einer gedachten Fortführung des Aussenradius des Kanals einen Abstand aufweisen, welcher zumindest dem Durchmesser des schlauchförmigen Gutes entspricht. Hierdurch erfolgt ein Einlegen des schlauchförmigen Gutes, ohne dass dieses in irgend einer Weise geknickt oder geklemmt wird. Nach dem Überschreiten des Überhanges gleitet dieses schlauchförmige Gut von sich aus tiefer zum Kanalgrund hin. Hier wird es dann auch gehalten, selbst wenn die Schale umgedreht wird.
Durch die Festlegung des schlauchförmigen Gutes in der Schale wird die Produktionszeit erheblich verkürzt, da kein zusätzlicher Schaumstoff zur Halterung in das Kanalsystem eingesetzt werden muss. Der gesamte Verpackungsvorgang geschieht wesentlich hygienischer.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt in Fig. 1 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemässe Verpackung für einen Ballonkatheter;
Fig. 2 eine Draufsicht auf einen vergrössert dargestellten Ausschnitt der Verpackung gern. Fig. 1,
Fig. 3 einen Querschnitt durch den Ausschnitt der Verpackung gern. Fig. 2 entlang Linie III - III.
Eine erfindungsgemässe Verpackung für einen Ballonkatheter 1 weist gern. Fig. 1 eine tiefgezogene Schale 2 auf, in welche ein Kanalsystem 3 zum Führen und Festlegen des Ballonkatheters 1 eingeformt ist. Nach dem Einlegen des Ballonkatheters 1 in die Schale 2 wird diese durch eine nicht näher gezeigte Folie versiegelt.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist eine Mehrzahl von Kanälen 3a angedeutet, welche unterschiedlichen Formen und Längen von Kathetern Rechnung tragen sollen. Je nachdem werden nur einzelne oder einige oder alle Kanäle benutzt. 2
Claims (5)
- AT 403 879 B Anschlussnippel 4 eines Ballonkatheters werden in separate Blasen 5 der Schale 2 eingelegt, ebenso auch ein Auslassstück 6 in einem separaten Aufnahmeraum 7. Auf die Anschlussnippel 4 folgt ein starres Leitungsstück 8, welches jeweils an einer Drosselstelle 9 klemmend gehalten werden kann. Erst darauf folgt das Katheterteil, welches weder geknickt noch gedrückt werden soll. Zur Festlegung dieses Katheterteils an mehreren Stellen innerhalb des Kanalsystems 3 sind Fixierstellen 10 vorgesehen, welche eine besondere Ausgestaltung aufweisen. Im Bereich der Fixierstellen 10 wird ein Kanal 3a mit einem Aussenradius Rx von einem Kanalstück 11 mit einem Aussenradius Ra unterbrochen, wobei der Aussenradius Ra wesentlich kleiner ist, als der Aussenradius Rx des Kanals 3a. Ferner weist das Kanalstück 11 im Bereich der Fixierstelle 10 einen Überhang 12 auf. Dieser Überhang 12 bewirkt, dass ein Abstand a einer Innenwand 13 am Kanalrand 14 von einer Aussenwand 15 kleiner ist als eine Breite b eines Kanalgrundes 16. Allerdings ist der Abstand a immer noch grösser als der Durchmesser DK des Ballonkatheters 1. Die Lage eines Mittelpunktes M, um den das Kanalstück 11 mit seinem Aussenradius Ra und seinem Innenradius Ri dreht, errechnet sich nach der Formel: M = Rx - Ri - (DK + f) Dabei entspricht der Faktor DK + f dem Abstand der Innenwand 13 im Scheitelpunkt des Kanalstückes 11 von einer gedachten Fortführung des Aussenradius Rx des Kanals 3a innerhalb des Kanalstückes 11. Der Faktor f bewirkt lediglich, dass Ballonkatheter 1 mit einem im Bereich von um f dickeren Durchmesser DK ebenfalls aufgenommen werden können. Hierdurch ist die vorliegende Schale für alle Ballonkatheter mit einem Durchmesser innerhalb eines Bereiches DK + f anwendbar. Patentansprüche 1. Verpackung für schlauchförmige Güter, welche nicht geknickt werden sollen, insbesondere für medizinische Gerätschaften, wie beispielsweise Ballonkatheter (1), aus einer Schale (2) mit einem Kanalsystem (3), in welches das schlauchförmige Gut eingelegt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Kanalsystem (3) zumindest eine Fixierstelle (10) aufweist, in deren Bereich der entsprechende Kanal (3a) mit einem vorbestimmten Außenradius (Rx) von einem Kanalstück (11) mit einem anderen Außenradius (Ra) unterbrochen ist.
- 2. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Außenradius (Ra) des Kanalstückes (11) kleiner ist als der Außenradius (Rx) des Kanals (3a).
- 3. Verpackung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des Kanalstückes (11) in bekannter Weise ein Überhang (12) angeordnet ist.
- 4. Verpackung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Überhang (12) in eine Innenwand (13) des Kanalstückes (11) eingeformt ist und einen Abstand (a) von der Außenwand (15) aufweist, welcher kleiner ist als eine Breite (b) eines Kanalgrundes (16).
- 5. Verpackung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwand (13) im Scheitelpunkt des Kanalstückes (11) von einer gedachten Fortführung des Außenradius (Rx) des Kanals (3a) einen Abstand (a) aufweist, welcher zumindest dem Durchmesser (DK) des schlauchförmigen Gutes (1) entspricht. Hiezu 1 Blatt Zeichnungen 3
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