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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Antrieb eines Kettenförderers In einer Spannstation bel kuppelbaren Seilbahnen nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Zweck der Erfindung ist, einen Kettenförderer von der Spannscheibe synchron mit dem Förderseil anzutreiben, um den Abstand zwischen den Fahrbetnebsmltteln am Förderseil gleich zu halten.
Bel kuppelbaren Ein- Zweiseilbahnen werden die Fahrbetriebsmittel beim Einfahren in die Station vom Förderseil abgekuppelt, mittels Reibrädern auf eine gennge Geschwindigkeit verzögert und von der Ausstiegsstelle mittels einer Förderkette zur E) nstiegstette transportiert, anschliessend mittels Reibrädern auf die Geschwindigkeit des Förderseiles beschleunigt und an das Förderseil angekuppelt. Das Förderseil läuft während der Kuppelvorgänge mit gleicher Nenngeschwindigkeit weiter
Um den Abstand der Fahrbetriebsmittel am Förderseil konstant zu halten, müssen diese auf das Förderseil Im gleichen Takt geschickt werden, In dem sie ankommen.
Um dies zu gewährleisten, ist es erforderlich, die Kettenförderer In den Stationen von den Seilscheiben mittels Kardanwelle und Winkelgetriebe anzutreiben. Da das Förderseil in einer der Stationen mittels einer Spannscheibe durch Gewicht- oder Hydraulikvornchtung gespannt werden muss und der Spannweg mehrere Meter, z. B. 3. 5 m beträgt. ist es schwierig, von der Spannscheibe den Kettenförderer anzutreiben.
Aus diesem Grund es es bekannt geworden, dass man drei Umführungsscheiben vorsieht, von welchen zwei feststehend sind und die dritte die Aufgabe einer Spannscheibe übernimmt, die die vorher erwähnte Bewegung durchführt. Bei dieser Scheibenanordnung wird der Ketterförderer von einer der feststehenden Scheiben mittels einer Kardanwelle angetrieben. Diese Konstruktion Ist infolge der drei verwendeten Scheiben herstellungsmässig sehr teuer.
Weiters wurden auch Systeme entwickelt, bei denen Messfühler, beispielsweise optische oder elektromagnetische Sensoren, die Geschwindigkeit des Antnebsseiles bzw. der Spannscheibe feststellen und ein dieser Geschwindigkeit entsprechendes Signal zur Steuerung einer vom Antrieb des Antriebsseiles unabhängigen Antnebseinnchtung für den Kettenförderer verwenden. Durch die Verwendung von zwei Antriebseinheiten und der zwischengeschalteten Steuerelektronik ist diese Vanante jedoch wesentlich aufwendiger, damit teurer und auch anfälliger gegenüber Störungen oder Fehlern, die den sicheren Betrieb der Seilbahn gefährden könnten.
Durch die AT-390 769 B ist eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art bekannt geworden.. Diese Vorrichtung beschränkt sich ebenso wie die Vorrichtungen nach der US 4. 843. 968 A und US 4. 843. 970 A auf den Antrieb eines Kettenförderers mittels Gelenkwelle von einer ortsfesten Scheibe. Auch durch diese Vornchtungen konnten die erwähnten Nachteile der bekannten Systeme nicht beseitigt werden.
Aufgabe der Erfindung ist, die Nachteile der bekannten Konstruktionen zu vermeiden und den Antneb des Kettenförderers von der Spannscheibe mechanisch, In zu jedem Zeitpunkt genau definiertem Verhältnis zum Antrieb des Antnebsseiles und gegen ungewollte Beeinflussung gesichert In einfacher Welse ableiten zu können
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die Massnahmen nach dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 gelöst.
Durch Anordnung des Kegelradgetriebes ausserhalb der Achse der Spannscheibe wird der Radius des Kreisbogens, den die Gelenkwelle beschreibt, vergrössert. Durch diese Vergrösserung des Radius wird der Längenunterschied von der Sehne bis zum Kreisbogen, den die Gelenkwelle ausgleichen muss, minimiert.
Durch die Massnahme nach Anspruch 2 wird der maximale Längenausgleich ermöglicht, da dieser nach belden Seiten Im gleichen Ausmass genutzt werden kann.
Durch die Massnahme nach Anspruch 3 erfolgt eine Umlenkung um 90', wobei die Gelenkwelle einen Beugungswinkel zulässt.
Durch die Massnahme nach Anspruch 4 wird der Wirkungsgrad des Systems verbessert, da das Verhältnis Spannweg zum Längenausgleich zum notwendigen Längenausgleich der Gelenkwelle zugunsten des Spannweges vergrössert wird.
Weitere Merkmale der Erfindung werden anhand der Zeichnung erläutert, in welcher die erfindungsge- mässe Vorrichtung schematisch dargestellt ist.
Mit 1 ist die Spannscheibe bezeichnet, welche einen Spannweg a ausführen kann, sodass sie aus der vollgezeichneten Lage In die strichpunktierte Lage gelangen kann. Die angetnebene Welle 5 der Spannscheibe 1 ist über einen Kettentrieb 6, eine Riemenscheibe od. dgl mit einem ausserhalb der Achse der Welle 5 gelegenen Kegelradgetriebe 2 antnebswelse verbunden, welches über eine mit Längenausgleich versehene Gelenkwelle 12 mit einem ausserhalb der Spannscheibe gelegenen Kegelradgetnebe 3 verbunden ist, das seinerseits über eine Gelenkwelle 7 mit einem einen Kettenförderer 8 antreibenden Kegelradgetne- be 4 antriebswelse verbunden ist.
Die Antriebseinrichtung der Welle 5 kann dabei direkt mit dieser In Verbindung stehen, kann aber auch am Kegelradgetriebe 2 angreifen und mittels dieses Getnebes 2 sowohl über den Kettentrieb 6 od. dgl. die
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Welle 5 der Spannscheibe 1 als auch über die Gelenkwelle 12 das Kegelradgetriebe 3 und die weitere Gelenkwelle 7, das Kegelradgetriebe 4 antreiben, welches seinerseits den Kettenförderer 8 antreibt.
Weiters sind auch Varianten denkbar, bel denen die Antriebseinheit für die Spannscheibe 1 als auch den Kettenförderer 8 am ortsfesten Kegelradgetriebe 3 oder auch am Kegelradgetnebe 4 für den Kettenförderer 8 angreift.
Die in einer der Stationen, vorzugswesie der Talstation, ankommenden Fahrbetriebsmittel, z. B. ein Sessel, eine Gondel od. dgl., werden vom Förderseil 9, das sich in Richtung des Pfeiles A bewegt, abgekoppelt und dem Kettenförderer 8 übergeben, welcher sich In der Richtung des Pfeiles B bewegt und das Fahrbetriebsmittei langsam bewegt, sodass die Passagiere gefahrlos aus-und einsteigen können, worauf das Fahrbetriebsmittel wieder an das Förderseil angekoppelt wird.
Die Übergabe der Fahrbetriebsmittel erfolgt dabei über an sich bekannte Verzögerungs- bzw. Beschleu- nigungseinrichtungen. Vorzugsweise wird dazu das Förderseil 9 auf ein niedrigeres Niveau geführt und die Fahrbetnebsmittel auf eine Schiene übergeben, auf der sie, vorzugsweise durch Pneus mit unterschiedlicher Übersetzung und daher von Anfang bis Ende der Schiene zunehmender Bremswirkung von der Geschwindigkeit des Förderseiles 9 auf die Geschwindigkeit des Kettenförderers 8 heruntergebremst werden. Am Ende der Verzögerungseinrichtung werden die Fahrbetnebsmlttel denn an den Kettenförderer 8 angekoppelt, welcher sie mit langsamer Geschwindigkeit durch die Station bewegt, bis sie an Ende des E ! nst ! egsbereiches die Beschleunigungseinrichtung erreichen.
Hier werden die Fahrbetriebsmittel vorzugsweise auf eine Schiene übergeben, auf der sie durch Pneus mit unterschiedlich übersetztem Antrieb wieder auf die Geschwindigkeit des Förderseiles 9 beschleunigt und durch Rückführen des abgesenkten Förderseiles 9 auf das ursprünglichere höhere Niveau wieder an dieses angekoppelt werden.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung zum Antrieb eines Kettenförderers wird vorzugsweise In der Talstation vorgesehen sein, kann natürlich aber auch in der Bergstation, In Zwischenstationen, oder In jeder Station einer Seilbahn vorgesehen sein.