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Die Erfindung betrifft ein Kraftstoff-Einspritzaggregat für je einen Zylinder eines Dieselmotors, bel dem In einem gemeinsamen Gehäuse eine Kolbenpumpe sowie eine Einspritzdüse mit federbelasteter Düsenna- del zum Absperren von Düsenbohrungen vorgesehen sind und ein den Hubraum der Kolbenpumpe mit den Düsenbohrungen verbindender Kanal über ein Rückschlagventil führt, welches Rückschlagventil eine als Drossel dienende Rückströmöffnung aufweist, durch die die Düsennadel während der Schliesszeit Kraftstoff aus dem den Düsenbohrungen vorgeordneten Düsenraum in den Hubraum der Kolbenpumpe in Abhängigkeit von der Druckdifferenz zwischen Brennraum bzw. Düsenraum einerseits und Hubraum anderseits zurückdrängt.
Ein solches Aggregat arbeitet In der Weise, dass der Kolben der Pumpe beim Arbeitshub mit einer Steuerkante eine Kraftstoffzuleitung überstreicht. Sobald dann diese Zuleitung durch den Kolben verschlossen ist, steigt der Druck im Hubraum der Pumpe steil an, was in weiterer Folge ein Abheben der Düsennadel von Ihrem Sitz, also ein Öffnen der Düsenbohrungen und das Ausspritzen des Kraftstoffes in den Zylinderbrennraum mit sich bnngt. Nach einem bestimmten Kolbenhub wird die Verbindung mit der Kraftstoffzuleitung wieder hergestellt, so dass der Druck im Hubraum bzw. im Kanal zu den Düsenbohrungen absinkt.
Dabei kann es nun vorkommen, dass der Druck im Zylinderbrennraum den augenblicklichen Druck im Kanal übersteigt und Gase aus dem Brennraum in den Kanal der Einspritzdüse eintreten, bevor noch die Düsennadel aufgrund des Druckabfalles unter Federwirkung die Düsenbohrungen sperrt. Dieses sogenannte Rückblasen der Verbrennungsgase in die Einspritzdüse ist nachteilig, weil dann beim nächsten Pumpenarbeitshub das eingedrungene Gas zunächst komprimiert wird-und es bei gleichem Kolbenhub zum Einspritzen unterschiedlicher Kraftstoffmengen in den Zylinderbrennraum kommt, wobei auch Änderungen hinsichtlich des Einspritzbeginns auftreten können.
Um diesen Nachteil zu beseitigen, ist es bereits bekannt, den Kanal zwischen dem Hubraum der Kolbenpumpe und den Düsenbohrungen über ein gegebenenfalls durch eine koaxiale Feder belastetes Plattenventil zu führen (EP 0 017 241 A1), das als Rückschlagventil dient und bei sinkendem Druck Im Pumpenhubraum diesen absperrt. Zwar wird damit das Rückblasen von Verbrennungsgasen in das Einspritzaggregat verhindert, es ergibt sich aber ein anderer Mangel. Hat nämlich das Rückschlagventil geschlossen, und dieses Schliessen soll bei Druckabfall im Pumpenhubraum möglichst rasch erfolgen, so nimmt die trägere Düsennadel noch nicht gleich ihre Schliessstellung ein, sie muss vielmehr noch den vor ihrer Schliessfläche vorhandenen Kraftstoff durch die Düsenbohrungen gegen den im Brennraum herrschenden Druck ausschieben.
Es kommt also zu sogenannten Nachspritzern von Kraftstoff in den Zylinderbrennraum, welcher Kraftstoff wegen der bereits abgesunkenen Brennraumtemperatur nicht oder nicht mehr vollständig verbrannt wird und die schädlichen Abgasemissionen erhöht.
Es ist zwar auch schon bekannt, bei als Rückschlagventil dienendem Plattenventil die Rückströmöffnung als Durchgangsbohrung in der Ventilplatte auszubilden und bei durch eine koaxiale Feder belasteter Platte des Plattenventils den die Feder aufnehmenden Raum bei von ihrem Sitz abgehobener Platte mit dem Plattenumfangsraum bzw. dem Kanal zum Düsenraum zu verbinden (CH 268 643 A und DE 807 869 C), doch ist über eine geeignete Grösse der Rückströmöffnung nirgendwo etwas ausgesagt. Es wird aber nur dann mit Sicherheit verhindert, dass nach bereits erfolgtem Schliessen des Rückschlagventils kein Kraftstoff mehr in den Brennraum des Zylinders nachgespritzt wird, wenn die Rückströmöffnung einen ganz bestimmten Drosselquerschnitt aufweist.
Somit liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, diesen Mangel zu beseitigen und das eingangs geschilderte Kraftstoff-Einspritzaggregat mit einfachen Mitteln so zu verbessern, dass weder ein Rückblasen von Verbrennungsgas in das Aggregat noch ein Nachspritzen von Kraftstoff in den Zylinder-Verbrennungs- raum zu befürchten ist.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass der Drosselquerschnitt der Rückströmöffnung zur Verhinderung des Ausspritzens von Kraftstoff nach erfolgtem Schliessen des Rückschlagventiles auf das wirksame Hubvolumen der Düsennadel unter Berücksichtigung der Schliesszeiten und Druckdifferenzen abgestimmt ist. Nur auf diese Weise ist es möglich, den gewünschten Erfolg zu erreichen.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigen Fig. 1 die erfindungswesentlichen Teile eines Kraftstoff-Einspritzaggregates im Axialschnitt und Fig.
2 im Querschnitt nach der Linie 11-11 der Fig. 1.
In einem gemeinsamen Gehäuse 1 sind eine Kolbenpumpe und eine Einspritzdüse untergebracht. Von der Kolbenpumpe sind nur der mit zwei Steuerkanten versehene Kolben 2 und sein Hubraum 3 dargestellt, wobei der Kraftstoff dem Hubraum über Zwei Bohrungen 4 aus einem Ringraum 5 zugeleitet wird. Die Einspritzdüse weist eine durch eine starke Feder 6 belastete Düsennadel 7 auf, wobei vom Hubraum 3 der Kolbenpumpe ein Kanal 8 bis zu den Düsenbohrungen 9 führt. Der Hubraum 3 ist gegen den Kanal 8 zu durch ein als Rückschlagventil dienendes Plattenventil abgeschlossen, das aus einer durch eine koaxiale Feder 10 belasteten Platte 11 besteht. In der Platte 11 ist als drosselnde Rückströmöffnung eine kleine
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Durchgangsbohrung 12 vorgesehen.
Der die Feder 10 aufnehmende Raum 13 Ist bel von Ihrem Sitz abgehobener Platte 11 mit dem Plattenumfangsraum 14 bzw. mit dem Kanal 8 verbunden, d. h. die die abgesenkte Platte 11 stützende Anschlagfläche 15 weist radiale Vertiefungen 16 auf. An Stelle dieser radialen Vertiefungen 16 könnte auch eine Verbindungsbohrung zwischen dem Kanal 8 und dem Raum 13 vorgesehen sein. Die Durchgangsbohrung 12 in der Platte 11 des Rückschlagventils soll einen solchen Drosselquerschnitt aufweisen, dass er während der Schliesszeit der Düsennadel 7 den von dieser aus dem den Düsenbohrungen 9 vorgeordneten Düsenraum verdrängten Kraftstoff in den Hubraum 3 durchlässt.
Patentansprüche 1. Kraftstoff-Einspritzaggregat für je einen Zylinder eines Dieselmotors, bei dem in einem gemeinsamen
Gehäuse eine Kolbenpumpe sowie eine Einspritzdüse mit federbelasteter Düsennadel zum Absperren von Düsenbohrungen vorgesehen sind und ein den Hubraum der Kolbenpumpe mit den Düsenbohrun- gen verbindender Kanal über ein Rückschlagventil führt, weiches Rückschlagventil eine als Drossel dienende Rückströmöffnung aufweist, durch die die Düsennadel während der Schliesszeit Kraftstoff aus dem den Düsenbohrungen vorgeordneten Düsenraum in den Hubraum der Kolbenpumpe In Abhängig- keit von der Druckdifferenz zwischen Brennraum bzw.
Düsenraum einerseits und Hubraum anderseits zurückdrängt, dadurch gekennzeichnet, dass der Drosselquerschnitt der Rückströmöffnung (12) zur
Verhinderung des Ausspritzen von Kraftstoff nach erfolgtem Schliessen des Rückschlagventiles (10, 11) auf das wirksame Hubvolumen der Düsennadel (7) unter Berücksichtigung der Schliesszeiten und
Druckdifferenzen abgestimmt ist.
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