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Die gegenständliche Erfindung betnfft eine Anlage zur Beförderung von Personen und bzw. oder von Gütern mittels längs Schienen verfahrbarer Fahrzeuge, mit auf beiden Seiten der Schienen angeordneten, um zumindest angenähert vertikale Achsen verdrehbaren Antriebsrädern, welche an in den Bereichen der Seitenwände der Fahrzeuge befindliche Kontaktflächen zur Anlage bringbar sind.
Aus der GB 1 052 624 A, der GB 1 114 618 A und der DE 1 580 902 A sind Anlagen zur Beförderung von Personen mittels längs Schienen verfahrbarer Fahrzeuge bekannt, bei welchen beiderseits der Schienen um angenähert vertikale Achsen verdrehbare Antnebsräder vorgesehen sind. Diese Anlagen sind jedoch deshalb nachteilig, da Im Bereich von Kurven besondere Massnahmen getroffen werden müssen, um eine Vorbeifahrt der Fahrzeuge an den Antriebsrädern zu ermöglichen bzw. um eine Anlage der Antriebsräder an den Fahrzeugen zu ermöglichen. Diese Massnahmen bestehen darin, dass den Antnebsrädern Stelleinrichtungen zugeordnet sind, mittels welcher die Antriebsräder quer zur Bewegungsrichtung der Fahrzeuge entsprechend den Dimensionen der Fahrzeuge und entsprechend den Kurvenradien quer zur Fahrtrichtung verstellbar sind.
Der gegenständlichen Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, eine derartige Anlage zu schaffen, bei welcher die Antnebsräder In Ihrer Lage quer zur Bewegungsrichtung der Fahrzeuge starr angeordnet sein können, ohne dass hierdurch beim Antrieb im Bereich von Kurven Schwierigkeiten bedingt werden.
Dies wird erfindungsgemäss dadurch erzielt, dass die vorderen und die hinteren Enden der Kontaktflächen an den Fahrzeugen gelenkig gelagert sind und dass die Kontaktflächen über ihre Länge In mehrere Abschnitte unterteilt sind, welche miteinander mittels um zumindest angenähert vertikale Achsen bewegliche Gelenke verbunden sind, wobei die auf den belden Selten der Fahrzeuge einander gegenüberliegenden Abschnitte der Kontaktflächen miteinander auf gleiche seitliche Bewegung gegenüber der Längsachse der Fahrzeuge gekuppelt sind.
Vorzugsweise sind die einander entsprechenden, zwischen den einzelnen Abschnitten befindlichen Gelenke der auf beiden Seiten der Fahrzeuge angeordneten Kontakflächen miteinander auf gleiche seitliche Bewegung gegenüber der Längsachse der Fahrzeuge gekuppelt. Die Kupplung der einander entsprechenden Abschnitte kann entweder dadurch bewirkt sein, dass die einander entsprechenden Abschnitte bzw.
Gelenke auf beiden Seiten der Fahrzeuge miteinander mittels quer zur Längsachse der Fahrzeuge ausgerichteter Streben mechanisch verbunden sind oder dass die einander entsprechenden Abschnitte bzw.
Gelenke auf beiden Seiten der Fahrzeuge miteinander hydraulisch verbunden sind.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform sind die Kontaktflächen durch miteinander gelenkig verbundene steife Platten gebildet, auf welche eine sich über die gesamte Länge der Kontaktflächen erstreckende Leiste aus steifelastischem Material aufgebracht ist. Vorzugsweise sind die Kontaktflächen an ihren vorderen und hinteren Enden mit Abschrägungen ausgebildet.
Die gegenständliche Erfindung ist nachstehend anhand von drei in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen :
Fig. 1 ein Fahrzeug für eine erfindungsgemässe Anlage in Seitenansicht, die Fig. 2a und 2b eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemässen Fahrzeuges, in schemati- scher Darstellung und in Draufsicht, die Fig. 3a und 3b eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemässen Fahrzeuges, in schemati- scher Darstellung und in Draufsicht, und die Fig. 4a und 4b eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemässen Fahrzeuges, in schemati- scher Darstellung und in Draufsicht.
In Fig. 1 ist ein Fahrzeug 1 für eine erfindungsgemässe Anlage dargestellt, weiches ein Chassis 11 und Räder 12 aufweist und welches längs Schienen verfahrbar ist. An den beiden Seitenwänden des Chassis 11 ist in dessen unterem Bereich jeweils eine Kontaktfläche 2 vorgesehen, an welcher die Antriebsräder. welche im Verlauf der Strecke seitlich ausserhalb der Schienen vorgesehen sind und welche um angenähert vertikale Achsen verdrehbar sind, zur Anlage kommen.
Aus den Fig. 2a und 2b sind die Antriebsräder 3, weiche an die Kontaktflächen 2 zur Anlage gebracht werden, ersichtlich. Um dabei auch im Bereich von Kurven eine ordnungsgemässe Anlage der Antriebsräder 3 an den Kontaktflächen 2 zu gewährleisten, sind die Kontaktflächen 2 an ihren freien Enden am Chassis 11 mittels Gelenken 21 und mittels Lenker 21 a befestigt und sind weiters die Kontaktflächen 2 über ihre Länge in mehrere Abschnitte 2a unterteilt, welche miteinander mittels Gelenken 22 verbunden sind Zudem sind die auf unterschiedlichen Seiten des Chassis 11 befindlichen und einander zugeordneten Gelenke 22 miteinander jeweils über Streben 23 verbunden.
Die Funktionen der Gelenke 21 und der Verbindung von einander zugeordneten, auf beiden Seiten des Chassis 11 befindlichen Gelenken 22 sind aus Fig. 2b ersichtlich, in welcher die Bahn 10 gekrümmt ist. Durch diese konstruktive Gestaltung ist gewährleistet, dass die Kontaktflächen 2 gegenüber dem starren Chassis 11 beweglich sind, wodurch sie eine der Krümmung der Bahn 10 entsprechende Krümmung
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annehmen können.
Da hierdurch die einander entsprechenden Abschnitte 2a der Kontaktflächen 2 auf beiden Seiten des Chassis 11 voneinander immer Im gleichen Abstand gehalten sind, ist gewährleistet, dass die Antriebsräder 3 an den Kontaktflächen 2 Immer mit gleichem Druck zur Anlage kommen, wodurch der angestrebte Antrieb auch im Bereich von Kurven der Bahn 10 gewährleistet ist.
In den Fig. 3a und 3b ist eine gegenüber der Ausführungsform gemäss den Fig. 2a und 2b dahingehend geänderte Ausführungsform dargestellt, dass die Kupplung der zwischen den Abschnitten 2a der Kontaktfiä- chen 2 befindlichen Gelenke 22 nicht mittels Streben, sondern vielmehr mittels hydraulischer Zylinder 24, welche miteinander mittels Leitungen 25 verbunden sind, hergestellt ist. Soferne dabei durch Verstellung eines Gelenkes 22 gegenüber dem Chassis 11 auf einen der hydraulischen Zylinder 24 ein Druck ausgeübt wird, wird durch diesen über die Leitung 25 an den auf der anderen Seite des Chassis 11 angeordneten hydraulischen Zylinder 24 hydraulisches Medium abgegeben, wodurch mittels des gegenüber liegenden Zylinders 24 eine entsprechende Bewegung des gegenüberliegenden Gelenkes 22 bewirkt wird.
In den Fig. 4a und 4b ist eine gegenüber der Ausführungsform gemäss den Flg. 2a und 2b dahingehend geänderte Ausführungsform dargestellt, dass auf die einzelnen Abschnitte 2a der Kontaktflächen 2 durchgehende Leisten 20 aus elastischem Material aufgebracht sind, welche die Gelenke 22 überdecken. Diese Änderung ist In gleicher Weise auch auf die Ausführungsform gemäss den Fig. 3a und 3b anwendbar.
Weiters sind die Kontaktflächen 2 an ihren freien Enden mit Abschrägungen 30 ausgebildet, wodurch ein stossfreies Auflaufen der Antnebsräder 3 gewährleistet 1St.