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Die Erfindung bezieht sich auf eine wiederbefüllbare Druckgaskapsel, Insbesondere für Helmsyphone, druckgasbetnebene Handgeräte u. dgl., gemäss dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Durch die FR 1 368 185 A wurde eine Druckgasflasche mit einem in deren Öffnung einschraubbaren Ventil bekannt, bel dem der durch eine Kugel gebildete Ventilkörper in einer aus zwei miteinander verschraubten Teilen zusammengesetzten Aufnahme gehalten ist, die in eine Gewindebohrung der Druckgasflasche eingeschraubt ist. Dabei ist einer der beiden Teile der Aufnahme mit einer durchbohrten Zwischenwand versehen, an der ein Ventilsitz abgestützt ist. Dieser Ventilsitz ist aus Kunststoff hergestellt und stützt sich an der Zwischenwand des einen Teiles der Aufnahme ab.
Der Nachteil dieser bekannten Lösung liegt im erforderlichen sehr erheblichen Herstellungsaufwand, der allein schon durch die vielen Gewinde gegeben ist. Ausserdem ergeben sich bel dieser bekannten Lösung auch sicherheitstechnische Probleme im Falle eines Brandes. In einem solchen Fall erhöht sich der Druck Im Inneren der Druckgasflasche aufgrund der entsprechend hohen Temperatur auf ein gefährliches Mass, auch wenn es zu einer Zerstörung des aus Kunststoff hergestellten Ventilsitzes kommt. So wird in einem solchen Fall die als Ventilkörper dienende Kugel gegen den Rand der Bohrung der Zwischenwand gedruckt und schiesst diese ab. Auch wenn die Kugel mit dem Rand der Bohrung nicht vollkommen dicht abschliesst. so kann das Gas nur langsam entweichen, so dass es trotz einer kleinen Undichtheit zu einem gefährlichen Ansteigen des Druckes kommen kann.
Durch die EP 258 057 A1 wurde eine wiederbefüllbare Kapsel bekannt, bei der auf dem Hals der Kapsel ein kappenartig ausgebildeter Körper, der einen an seiner Innenseite angeordneten, als Ventilsitz dienenden O-Ring hält, befestigt ist, und der mit einem kegelförmigen Ventilkörper zusammenwirkt, der frei ! m inneren des kappenartigen Körpers gehalten ist.
Dabei ergibt sich Jedoch das Problem einer relativ aufwendigen Herstellung und einer sehr mangelhaften Führung des Ventilkörpers, was zu Undichtheiten führen kann.
Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und eine Kapsel der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, die sich einfach und rasch herstellen lässt.
Erfindungsgemäss wird dies bei einer wlederbefüllbaren Druckgaskapsel der eingangs erwähnten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 erreicht.
Durch diese Massnahmen lässt sich das durch den Ventilsitz und den Ventilkörper gebildete Ventil sehr einfach in eine Kapsel einbauen, wobei dies auch bei kleinen Kapseln, wie sie für Heimsyphone, mit Druckgas betriebene Waffen oder Handgeräte, wie z. B. Klammermaschinen u. dgl. verwendet werden, möglich ist. Ausserdem wird durch die Vermeidung von Gewinden auch die Ausbildung von Kerbnssen vermieden, wie sie bel Gewinden, insbesondere Gewinden mit keinem Durchmesser, leicht auftreten können vermieden.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemässen Lösung liegt auch darin, dass sich Im wesentlichen glatte Flächen ergeben, wodurch die Gefahr des Ansetzens von Schmutzpartikel wesentlich verringert wird.
Durch die EP 412 773 A 1 wurde zwar bereits eine Druckgaskapsel bekannt, bei der ein Verschluss von einem Bördelrand der Kapsel übergriffen ist, doch handelt es sich dabei um einen durchstossbaren Membran-Verschluss, sodass eine solche Kapsel nicht wiederbefüllbar 1St.
Durch die Merkmale des Anspruches 2 kann das Eindringen von Schmutzpartikel beim Wiederbefüllen einer erfindungsgemässen Kapsel sicher verhindert werden.
Die Merkmale des Anspruches 3 gewährleisten eine sichere Halterung des Haltekörpers und damit auch der den Ventilsitz aufweisenden Dichtung. Ausserdem kann durch Zwischenlage einer weiteren Dichtung, der den Haltekörper umgebende und von der Innenwand der Druckgaskapsel begrenzte Rlngraum sehr einfach abgedichtet werden.
Durch die Merkmale des Anspruches 4 ergibt sich ein einfacher und leicht zu montierender Aufbau des Ventiles, das auch sehr leicht in der Druckgaskapsel verankert werden kann. Dazu genügt es, den Filter, die Feder und den Ventilkörper in die Aufnahme zu stecken und diese in die Druckgaskapsel einzusetzen, wonach nach dem Aufsetzen des Halteteiles samt Dichtungen, der obere Rand der Druckgaskapsel nach Innen umgebördelt werden kann.
Die Merkmale des Anspruches 5 ermöglichen es, lediglich den konischen Abschnitt feiner zu bearbeiten, da nur dieser mit dem Ventilsitz zusammenwirkt. Ausserdem ergibt sich durch den geringen Ringspalt zwischen dem Ventilkörper und der Aufnahme eine Drosselwirkung, die beim Füllen der Druckgaskapsel die pro Zeiteinheit einströmende Gasmenge begrenzt.
Dies ermöglicht es, die Füllung der Druckgaskapsei zeitgesteuert vorzunehmen und danach die eingefüllte Menge durch Wiegen der Kapsel vor und nach der Befüllung zu ermitteln. Dies ermöglicht gleichzeitig auch eine Kontrolle der Kapsel auf allfällig eingedrungene Schmutzpartikel, da diese die Durchlässigkeit des Filters herabsetzen und den Ringspalt zwischen dem Ventilkörper und der Aufnahme verlegen, wodurch sich der Strömungswiderstand für das einströmende Gas entsprechend erhöht. Letzteres
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hat einen geringeren Befüllungsgrad, verglichen mit sauberen Kapseln zur Folge, sodass diese leicht erkannt und ausgeschieden werden können.
Eine Verschmutzung von Druckgaskapseln kann insbesondere bei einem Einsatz der Kapseln In schadhaften mit Druckgas betriebenen Bereitern von cremig pastösen Massen, wie z. B. Sahne-Bereitern u. dgl. nicht ausgeschlossen werden.
Durch die Merkmale des Anspruches 6 ist sichergestellt, dass der Ventilkolben auch dann sicher In der Druckgaskapsel gehalten wird, wenn der Ventilsitz zerstört wurde.
Weiters kann vorgesehen sein, dass der Ventilkörper einen Führungsabschnitt aufweist, der mit Spiel In den den kleineren lichten Durchmesser aufweisenden rohrartigen Abschnitt des Halteteiles hineinragt.
Damit wird eine sehr sichere Führung des Ventilkörpers sichergestellt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann weiters vorgesehen sein, dass zumindest die den Ventilsitz aufweisende Dichtung aus einem nur wenig hitzebeständigen Matenal, wie z. B. Kunststoff hergestellt ist.
Durch diese Massnahme wird erreicht, dass Im Falle einer zu grossen H) tzeeinwirkung, wie sie z. B. bel einem Brand gegeben ist, die den Ventilsitz tragende Dichtung zerstört wird und damit auch die Abdichtung des Inneren der Druckgaskapsei gegen die Umgebung. Dadurch kann das unter Druck stehende Gas abströmen, wobei aber aufgrund des Umstandes, dass der lichte Durchmesser des einen rohrartigen Abschnittes des Halteteiles kleiner als der grösste Durchmesser des Ventilkörpers ist, dieser durch das ausströmende Gas nicht weggeschleudert werden kann.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Halteteil mit seinem einen rohrartigen Abschnitt über den Bördelrand der Kapsel hinaus vorragt.
Auf diese Weise ist es möglich, Kapseln unverwechselbar von solchen zu unterscheiden, bel denen der ein rohrartiger Abschnitt des Halteteiles nicht vorsteht, da eine solche Kapsel aufgrund des vorragenden Abschnittes nur in einen bestimmten Aufnahmeteil passt, bzw. nur in einem solchen geöffnet werden kann Dabei können durch Festlegung unterschiedlicher Längen des vorragenden Abschnittes des Halteteiles auf einfache Weise z. B. mit verschiedenen Gasen gefüllte Kapseln oder mit unterschiedlichen Drücken gefüllte Kapseln ganz bestimmten Aufnahmeteilen zugeordnet werden, wobei eine Verwechslung sicher ausgeschlossen werden kann.
Ausserdem eignet sich der vorragende Abschnitt des Halteteiles auch für eine sichere Abdichtung gegenüber dem Aufnahmeteil bei Kapseln, die mit höheren Drücken, z. B. 100 Bar gefüllt sind. So kann der vorragende Abschnitt in einen im entsprechenden Aufnahmeteil gehaltenen O-Ring eingeführt werden, wodurch eine welt bessere Abdichtung erzielt werden kann, als mit einer rein stirnseitigen Abdichtung, wie dies bei den herkömmlichen Kapseln erfolgen muss.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen :
Fig. 1 einen Schnitt durch eine erfindungsgemässe Kapsel im geschlossenen Zustand des Ventiles,
Fig. 2 die Kapsel nach der Fig. 1 im geöffneten Zustand des Ventiles und
Fig. 3 einen Schnitt durch eine weitere Variante einer erfindungsgemässen Kapsel
Die Kapsel 1 weist eine stirnseitige Bohrung 2 auf, die mit einer Ringschulter 3 versehen ist, an der sich eine im wesentlichen topfförmige Aufnahme 4 mit einem Flansch 5 abstützt. Auf diesem Flansch 5 stützt sich eine Dichtung 6 ab, in die ein Ventilsitz 21 für einen Ventilkörper 7 eingearbeitet ist.
Diese Dichtung 6 ist weiters von einem Halteteil 8 gehalten, der zwei über eine Ringschulter 9 miteinander verbundene rohrartige Abschnitte 10 und 11 aufweist, von denen der letztere einen Führungsabschnitt 22 des Ventilkörpers 7 in seiner geschlossenen Stellung mit nur genngem Spiel umgibt. Der Abschnitt 10 des Halteteiles 8 ist rn den den grösseren Durchmesser aufweisenden Bereich der Bohrung 2 der Kapsel 1 eingesetzt.
Gehalten wird der Halteteil 8 von einer weiteren Dichtung 12, die an der Innenwand der Bohrung 2 anliegt und sich an der Ringschulter 9 des Halteteiles 8 und der Innenseite eines nach Innen gerichteten Bördelrandes 13 der Kapsel 1 abstützt.
Die Aufnahme 4 weist in ihrem Boden 24 eine Zuströmöffnung 14 auf. Diese ist von einem Filter 15 überdeckt, an dem sich über eine Zwischenplatte 16 eine Feder 17 abstützt, die In eine stirnseitige Bohrung 18 des Ventilkörpers 7 eingreift und diesen gegen den Ventilsitz 21 vorspannt. Weiters ist der zweite zylindrische Abschnitt 23 des Ventilkörpers 7 In der Aufnahme 4 mit geringem Spiel geführt.
Der Ventilkörper 7 liegt mit seinem konischen Abschnitt 19 an der Dichtung 6, bzw. an dem Ventilsitz 21 an. Diese Dichtung 6, in die der Ventilsitz 21 eingearbeitet ist, ist aus einem nur wenig hitzebeständigen
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B.eine entsprechende Drucksteigerung im Inneren der Druckgaskapsel bedingen Durch die mangelnde Formbeständigkeit der Dichtung 6 bel höheren Temperaturen, wie sie z. B. bel einem Feuer auftreten, Ist sichergestellt, dass Gas durch die entstehenden Undichtheiten gefahrlos abströmen kann, wobei durch den
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