AT399939B - Elektrische kachelstrahlungsheizung - Google Patents
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Description
AT 399 939 B
Die Erfindung betrifft eine elektrische Kachelstrahlungsheizung mit einer Vielzahl einzelner, zu einem Kachelverband verbundenen Kacheln und einer gegen eine Fläche des zu beheizenden Raumes, wie z.B. Wand, Boden, Decke gerichtete Rückwand, wobei an jeder Kachel ein von einer gemeinsamen Energiequelle gespeister Heizleiter angeordnet ist.
Nach dem bisherigen Stand der Technik sind Kachelheizgeräte mit eingebautem Heizkörper bekannt. Diese besitzen in der Regel einen oder mehrere Heizkörper, welche das Gerät erhitzen. Die dabei entstehende punktuelle Wärme kann durch ihre hohe Temperatur eine Staubverschwelung erzeugen, welche durch die Konvektion in den zu beheizenden Raum gelangt.
Aus der CH-PS-5S3 557 ist dazu eine elektrische Flächenheizung in Elementbauweise in Form von vorgefertigten Paneelen geringer Bauhöhe geoffenbart, wobei die Heizpaneele aus einem schlagfesten, formstabilen, stark wärmedämmenden, selbstlöschenden und temperaturbeständigen Material bestehen, auf deren nach außen weisender Oberfläche ein elektrisch isolierter Heizleiter mit darüberliegender, geerdeter und korrosionsbeständiger Schutzschicht aufgebracht ist. Diese Schutzschicht hat jedoch den Nachteil, daß der Heizleiter aus ihr nicht mehr lösbar ist und ein Erdleiteranschluß Voraussetzung für ihre Verwendung ist.
Weiters sind Strahlungsheizkörper bekannt, welche durch ihre Konstruktion die erzeugte Wärmestrahlung an der Vorder- und Rückseite fast gleich stark abgeben. Dabei ist eine direkte Wandbefestigung ohne Zwischenraum zwischen Wand und Heizgerät nicht möglich, bzw. eine Befestigung mit Abstand und gegebenenfalls eine rückstahlende Wärmeisolierung erforderlich.
Die AT-PS-318 092 offenbart eine Flächenheizung für Sauteile, wobei die Bauteile zumindest eine Schicht aus einer formbaren, erhärtenden Masse aufweisen bzw. aus einer solchen Masse bestehen. Dabei werden relativ teure Heizfolien bzw. Heizmatten angewendet und es besteht eine wärmeleitende Verbindung zwischen Vorder- und Rückwand der Flächenheizung.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine elektrische Kachelstrahlungsheizung der eingangs genannten Art anzugeben, bei der eine gute Wärmeverteilung über die Kachelflächen erreicht und eine gute Wärmeisolierung der Heizungsrückwand erzielt wird, sodaß eine direkte Befestigung z.B. an einer Wand ermöglicht wird. Weiters soll eine Einbettung des Heizleiters in ein Einbettungsmaterial angegeben werden, die wieder lösbar ist und es sollen handelsübliche Ofenkacheln verwendet werden können. Dabei soll die Gestaltungsmöglichkeit der Heizung in allen möglichen Formen erlaubt und die Ofenkacheln in Vorfertigung herstellbar sein.
Weitere Aufgabe ist es, eine Kachelstrahlungsheizung anzugeben, die in dem zu beheizenden Raum ein Kachelofenklima zu schaffen imstande ist, die Annehmlichkeiten und die genaue Regelbarkeit einer Elektroheizung aufweist, und welche geringen Platzbedarf erfordert.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß der Heizleiter an der Innenseite der Kachel angeordnet ist, und daß zwischen Kachelinnenseite mit Heizleiter einerseits und der Heizungsrückwand andererseits ein durchgehender Hohlraum vorgesehen ist.
Dadurch ist die Heizungsrückwand sehr gut gegenüber dem Heizleiter wärmeisoliert, sodaß eine direkte Wandbefestigung der Kachelstrahlungsheizung möglich ist. Somit wird erreicht, daß der größte Anteil der Wärmeenergie als Strahlung in den zu beheizenden Raum gelangt und nicht über das Befestigungsmauerwerk, beispielsweise über Außenmauern, ins Freie entweicht.
In weiterer Ausbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß der Heizleiter an der Innenseite der Kachel mit einer lösbaren Vergußmasse befestigt ist.
Dadurch kann bei Ausfall eines Heizleiters einer Kachel dieser erneuert werden kann, ohne daß die betreffende Kachel zerstört werden muß, sodaß keine Probleme mit der Wiederbeschaffung von Kacheln gleicher Qualität auftreten können.
Gemäß einer weiteren Variante der Erfindung kann bei einer elektrischen Kachelheizung unter Verwendung von Kacheln mit umlaufenden Steg, wobei der Füllraum zwischen den Kacheln zu deren Verbindung mit Vergußmasse versehen ist, vorgesehen sein, daß der Heizieiter an der Innenseite des Steges umlaufend mittels lösbarer Vergußmasse angeordnet ist.
Dadurch ist der Heizleiter auf einfache Weise in seiner Lage festlegbar, wodurch die Produktion der Kacheln vereinfacht wird.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung kann sein, daß der Innenraum einer jeden Kachel mit Keramikfaserisolierung gefüllt ist.
Dadurch wird eine noch bessere Wärmedämmung erzielt, sodaß ein noch größerer Anteil der erzeugten Wärme nur durch die Kachelaußenfläche in den zu beheizenden Raum abgegeben wird.
In weiterer Ausbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß der Kachelverband von einem Rahmen umfaßt ist, und daß parallel dazu an der dem Kachelverband gegenüberliegenden Seite des Rahmens die Heizungsrückwand angeordnet ist 2
AT 399 939 B
Auf diese Weise können die Kacheln in gewünschter Form vorgefertigt werden und dann am Aufstellungsort sehr schnell mit Hilfe des Rahmens zu einer erfindungsgemäßen Heizung zusammengebaut werden.
Weiters kann vorgesehen sein, daß die Rückwand vom Rahmen abnehmbar ist.
Auf diese Weise kann 'der Zustand der einzelnen Heizleiter immer überprüft werden, sodaß die Wartung der Heizung vereinfacht wird.
In diesem Zusammenhang kann weiters vorgesehen sein, daß der Rahmen ein Stahlrahmen ist.
Dadurch wird eine große Stabilität der Heizung bei relativ niedrigen Herstellungskosten erreicht.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung kann sein, daß an der Innenseite der Rückwand eine Keramikfaserisolierung, gegebenenfalls ein aufdieser angeordneter Alureflektor vorgesehen ist.
Diese Maßnahmen dienen der weiteren verbesserten Wärmeisolierung und -rückstrahlung, sodaß die erzeugte Warme zum größten Teil in den zu beheizenden Raum abgegeben wird.
Schließlich kann eine Ausführungsform der Erfindung darin bestehen, daß der Rahmen von einer Abdeckung umfaßt ist.
Dadurch wird ein Abschluß der Heizung nach oben hin erreicht, sodaß kein Staub oder Feuchtigkeit in das Innere der Heizung dringen kann.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles naher erläutert. Es zeigt dabei:
Fig.1 einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Kachelstrahlungsheizung;
Fig.2 eine Vorderansicht der erfindungsgemäßen Kachelstrahlungsheizung aus Fig.1.
Ein Heizleiter 1 ist direkt auf eine Kachel 2 so aufgebracht, daß dieser im inneren Hohlraum 3 zu der Außenseite zum umlaufenden Steg 2a liegt. Hiemit ist gewährleistet, daß die Wärme des Heizleiters in ihrer optimalen Möglichkeit durch die Kachelvorderfront und deren Oberfläche in den zu erwärmenden Raum gelangt. Die Oberflächentemperatur der Ofenkacheln hat den hiefür derzeitigen Normwert. Die Heizleistung der einzelnen Elemente ist daher so ausgelegt, daß diese bei normaler Nutzung die Normtemperatur nicht überschreiten. Die Zusammensetzung des Einbettungsmaterials 4 für den Heizleiter 1 ist so ausgeführt, daß eine spätere Entfernung für eventuelle Reparaturen des Heizleiters 1 ermöglicht wird.
Die besondere Wärmeisolierung nach hinten wird mittels Keramikfasermatten ausgeführt und zwar so wie beschrieben. Der verbleibende Hohlraum 3 an der Rückseite der Kachel 2 wird nach dem Einbetten des Heizleiters 1 in wiederlösbärer Vergußmasse 4 mit Keramikfaser 5 voll ausgefüllt. Nach dem Zusammenfügen der Kachel 2 in gewünschter Form des herzustellenden Gerätes wird der Füllraum 2b mit nicht mehr lösbarer Vergußmasse ausgefüllt und ebenfalls mit Keramikfaser 5 zum Zwischenraum 6 hin isoliert. Es ergibt sich nun ein vollkommen isolierter Zwischenraum 6, der zum Herstellen der Leitungsverbindungen, zum Anbringen der nötigen Schaltgeräte und zum Abführen der durch die Isolierung gelangenden Wärme über die natürliche Konvektion dient. Diese Konvektionswärme erreicht durch den hohen Isolierwert des verwendeten Isoliermaterials an keiner Stelle eine so hohe Temperatur, daß eine Staubverschwelung stattfinden kann. Den Abschluß der Befestigungsgrundlage (Mauer) 11 bildet eine Rückwand 7, welche mit einem Alureflektor 8 und einer Keramikfaserisolierung 5 ausgeführt ist, um eine Wärmeabgabe zur Mauer 11 nahezu auszuschließen.
Die Vorfertigung des Geräts wird dadurch erreicht, daß die heizbaren Kacheln in gewünschte Form gebracht werden und mittels Armierung und einem Geräterahmen 9 zusammengehalten werden.
Die Füllräume 2b zwischen den Kacheln werden mit nichtlösbarer Vergußmasse verfüllt, sodaß nach dem Aushärten der Vergußmasse ein kompaktes Gerät entsteht.
Legende für Fig.1 und Fig.2: 1 Heizleiter 1 a Heizleiteranschluß 2 Ofenkachel 2a Umlaufender Steg der Ofenkachel 2b Füllraum zwischen den Kacheln mit Vergußmasse 3 Innenraum der Kachel 4 Wiederentfernbare Vergußmasse um den Heizleiter 5 Keramikfaserisolierung im Hohiraum 3 6 Luftraum zwischen Kachel und Rückwand 7 Abnehmbare Rückwand 8 Alureflektor 9 Stahlrahmen 3
Claims (9)
- AT 399 939 B 10 Abdeckung 11 Mauer Patentansprüche 1. Elektrische Kachelstrahlungsheizung mit einer Vielzahl einzelner, zu einem Kachelverband verbundenen Kacheln (2) und einer gegen eine Hache des zu beheizenden Raumes, wie z.B. Wand, Boden, Decke gerichtete Rückwand (7), wobei an jeder Kachel (2) ein von einer gemeinsamen Energiequelle gespeister Heizleiter (1) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizleiter (1) an der Innenseite der Kachel (2) angeordnet ist, und daß zwischen Kachelinnenseite mit Heizleiter (1) einerseits und der Heizungsrückwand (7) andererseits ein durchgehender Hohlraum (6) vorgesehen ist.
- 2. Elektrische Kachelstrahlungsheizung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Heilleiter (1) an der Innenseite der Kachel (2) mit einer lösbaren Vergußmasse befestigt ist.
- 3. Elektrische Kachelstrahlungsheizung nach den Ansprüchen 1 und 2, unter Verwendung von Kacheln (2) mit umlaufenden Steg (2a), wobei der Füllraum (2b) zwischen den Kacheln (2) zu deren Verbindung mit Vergußmasse versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizleiter (1) an der Innenseite des Steges (2a) umlaufend mittels lösbarer Vergußmasse angeordnet ist.
- 4. Elektrische Kachelstrahlungsheizung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenraum (3) einer jeden Kachel (2) mit Keramikfaserisolierung (5) gefüllt ist.
- 5. Elektrische Kachelstrahlungsheizung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kachelverband von einem Rahmen (9) umfaßt ist, und daß parallel dazu an der dem Kachelverband gegenüberliegenden Seite des Rahmens (9) die Heizungsrückwand (7) angeordnet ist.
- 6. Elektrische Kachelstrahlungsheizung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückwand (7) vom Rahmen (9) abnehmbar ist.
- 7. Elektrische Kachelstrahlungsheizung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (9) ein Stahlrahmen ist.
- 8. Elektrische Kachelstrahlungsheizung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an der Innenseite der Rückwand eine Keramikfaserisolierung (5), gegebenenfalls ein auf dieser angeordneter Alureflektor (8) vorgesehen ist.
- 9. Elektrische Kachelstrahlungsheizung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (9) von einer Abdeckung (10) umfaßt ist. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen 4
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| CH563557A5 (de) * | 1973-06-15 | 1975-06-30 | Brown Boveri Werke Oesterreich | |
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1992
- 1992-03-23 AT AT0058892A patent/AT399939B/de not_active IP Right Cessation
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Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| GESUNDES BAUEN UND WOHNEN 14/1983 * |
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