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Mit Flüssigkeit gefülltes Fernthermometer.
Die Spannung gesättigter Flüssigkeitsdämpfe ist eine Funktion voo dere. u Tem- peratur, gleichgiltig welches Volumen von den Dämpfen eingenommen wird. Dieses pbysikalische Gesetz hat schon früher zur Konstruktion von Thermometern Benutzung gefunden, indem dio Spannung manometrisch gemessen und das Manometer nach Temperaturen geeicht wurde.
Bei diesen mit nur einer Flüssigkeit gefüllten Thermometern standen die Manometorvorrichtung und die Fernleitung unmittelbar mit dem Dampfraum des Tauchers in Verbindung. Fernleitung und Manometer befinden sich zumeist ausserhalb der zu messenden Temperatur, sind also kühler wie der Taucher und daraus ergibt sich der Übelstand, dass der in die Fernleitung aufsteigende Dampf fortwährend kondensiert und das Kondensat in den Taucher zurückfliesst. Das Manometer zeigt infolgedessen nicht eine der zu messenden Temperatur entsprechende Spannung, sondern eine bedeutend niedrigere und je nach der Aussentemperatur sind die Fehler von ganz unkontrollierbarer und verschiedener Grösse.
Es ist nun bereits ein Mittel vorgeschlagen, um dem Übelstande abzuhelfen. Es sollte das Thermometer mit zweierlei Flüssigkeiten gefüllt werden, indem der Taucher zum Teil die Verdampfungsflüssigkeit enthielt, während or zum anderen Teil eine Übertragungsflüssigkeit, die sich mit der ersteren nicht oder schwer mischt, enthielt, welcho im übrigen die Fernleitung und das Manometer füllte. Durch besondere Anordnung der
Mündung der Fernleitung in dem Taucher musste dafür Sorge getragen werden, dass nur
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das frühere Kondensieren auftretenden Fehler vermieden.
Die Füllung des Tauchers mit zwei verschiedenen Flüssigkeiten ist naturgemäss ebenso wie die Einrichtung umständlich, welche es verhindern soll, dass Dampf oder die Verdampfflüssigkeit in die Fernleitung gelangt. Lässt sich diese letztere Wirkung nun auch für den Gebrauch wohl erzielen, so ist es doch beim Transport solcher Instrumente unmöglich, den Eintritt der Verdampfflüssigkeit in die Fernleitung zu verhindern. Befanden sich die beiden Flüssigkeiten gemischt in der engen Fernleitung, so war es sehr schwierig, dieselben wieder zu trennen und das Thermometer zum richtigen Anzeigen zu bringen.
Gemäss der Erfindung sollen wenigstens für bestimmte Temperaturgrenzen zuverlässige Anzeigen erhalten werden durch Anwendung nur einer Verdampfflüssigkoit. Dabei sollen die oben erwähnten Ühelstainde solcher Thermometer vermieden werden durch eine besondere Einrichtung des Thermometers, welche bewirkt, dass beim Betrieb desselben kein Dampf, sondern nur Flüssigkeit in die Fernleitung und das Manometer gelangt. Zu dem Zweck wird die Fornleitung so an den Taucher angeschlossen, dass die Einmündungsstelle während des Betriebes unter allen Umständen sich im Flüssigkeitsraum befindet.
Ein Ausführungsbeispiel der neuen Einrichtung ist auf der Zeichnung schematisch
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anzeigt. Die Fernleitung d mündet an der tiefsten Stelle des Tauchers e bei el ein, wobei angenommen ist, dass der Taucher, wie gezeichnet, aufrecht steht. Der Dampfraum fist dann von der Mündungsstelle el durch die Flüssigkeitssäule f getrennt und es kann
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solange kein Dampf in die Fernleitung gelangen, wie sich überhaupt noch Flüssigkeit im Taucher befindet. Es ist so in absolut sicherer Weise das Eintreten von Dampf in die Leitung d vermieden.
Auf die Form des Tauchers kommt es naturgemäss nicht an, ebenso ist es gleichgiltig, ob, wie gezeichnet, die Fernleitung einfach an die Wandung des Tauchers herangeleitet, oder ob dieselbe in den Hohlraum des Tauchers hineingeführt ist.