AT397050B - Siebmaschine - Google Patents
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Description
AT 397 050 B
Siebmaschine
Die Erfindung betrifft eine Siebmaschine, bestehend aus einem Siebkasten mit mindestens einer direkt und zonenweise erregbaren Siebgewebefläche, wozu letztere insbesondere vom Siebguteinlauf zum Siebgutauslauf geneigt angeordnet ist.
Eine Siebmaschine dieser Art ist aus der DEOS 3134 116bekannL
Bei derartigen Siebmaschinen, die unter anderem großflächige Siebgewebe und demzufolge auch hohe Durchsatzleistungen ermöglichen, sowie infolge der direkten Erregung der Siebgewebefläche auch einen relativ hohen Wirkungsgrad aufweisen, besteht aber der Nachteil, daß sich Maschen der Siebgewebefläche beim Absieben zum Beispiel von feuchtem Siebgut nach und nach immer mehr zusetzen und dann die ursprüngliche relativ hohe Durchsatzleistung absinkt.
Zur Reinigung der Siebgewebefläche ist in der obigen DE-OS vorgeschlagen worden, die Siebgewebefläche intermittierend mit gegenüber der Siebfrequenz erhöhter Frequenz zu erregen.
Hiermit wird zwar die angestrebte Wirkung erreicht, aber auch diese Maßnahmen führen erfahrungsgemäß zu keinem befriedigenden Ergebnis bei besonders feinkörnigem und zum Kleben neigendem Siebgut
Aufgabe der Erfindung ist es nun, eine Siebmaschine gattungsgemäßer Art derart zu verbessern, daß zumindest unter Beibehaltung des bisherigen hohen Reinigungseffektes sowie des relativ hohen Wirkungsgrades eine Absiebung von Siebgut quasi beliebiger Konsistenz bislang unerreicht kleiner Körnung erreichbar ist.
Die Lösung dieser Aufgabe ist dadurch gekennzeichnet, daß unter der Siebgewebefläche mehrere, auf letztere gerichtete Druckluftdüsen so verteilt angeordnet sind, daß das Siebgut während des Siebprozesses mindestens einmal von einem Druckluftstrom erreichbar ist, ferner die Siebgewebefläche in einem vorzugsweise mindestens etwa luftdichten Gehäuse angeordnet ist und daß im Gehäuse unterhalb der Siebgewebefläche eine den die Siebgewebefläche passierten Druckluftstrom durch die Siebgewebefläche zurück in den unterhalb letzterer befindlichen Gehäuseraum umlenkende Absaugeinrichtung angeordnet ist.
Dies hat den Vorteil, daß einerseits die Maschen des Siebgewebes mittels der Druckluftstrahlen ständig freigehalten werden können. Andererseits wird das auf der Siebgewebefläche befindliche Siebgut aufgelockert. Zugleich werden auch eventuelle aneinander haftende Siebgutpartikel voneinander getrennt, wonach letztere nicht wie bisher als grobes Gut abgeschieden, sondern als Feingut die Maschen der Siebgewebefläche passieren können.
Darüber hinaus werden die aufgewirbelten, feinstkömigen Siebgutstäube durch die Umlenkung des Druckluftstromes quasi gezwungen, die Siebgewebefläche zu passieren und können danach außerdem von dem feinkörnigen Siebgut getrennt ausgeschieden werden.
Eine Weiterbildung besteht darin, daß unterhalb der Siebgewebefläche über deren Fläche verteilt angeordnete und insbesondere als zur Förderrichtung des Siebgutes quergerichtete Schlagleisten ausgebildete Anstoßer vorgesehen sind, die an Schlaghebeln gehaltert sind, welche von gestellfest gelagerten, zur Förderrichtung des Siebgutes quergerichteten, motorisch hin und her schwingbaren Wellen abstieben.
Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die Druckluftdüsen neben und nahe der Anstoßer, also in den von letzteren unmittelbar erregten Zonen der Siebgewebefläche angeordnet sind.
Eine weitere, die Förderung des Siebgutes begünstigende Ausgestaltung besteht darin, daß die Druckluftdüsen mindestens annähernd in Wurfrichtung des Siebgutes zielend angeordnet sind.
Um mit relativ geringem Aufwand an Druckluftdüsen dennoch eine Reinigung der gesamten Siebgewebefläche zu erreichen, können die Druckluffdüsen relativ zur Siebgewebefläche zumindest in Richtung deren Längserstreckung verstellbar ausgebildet sein.
Weiterhin ist vorteilhaft, wenn die Druckluftdüsen an mindestens einem zur Siebgewebefläche parallel angeordneten Träger gehaltert sind und daß der Träger am Gestell in Längserstreckung der Siebgewebefläche hin und her verstellbar gelagert sowie motorisch antreibbar ausgebildet ist.
Bevorzugt ist dabei, daß der Träger am Gestell mittels mindestens zweier, relativ zum Träger mit Abstand hintereinander angeordneter Lenker gehaltert ist.
Auch kann vorgesehen sein, daß ein motorischer, lineare Verstellbewegungen ausführender Stelltrieb vorgesehen ist, der insbesondere über eine an allen Lenkern angreifende Schubstange auf den Träger wirksam werdend angeordnet ist
Eine mögliche Variante wird darin gesehen, daß der unterhalb der Siebgewebefläche befindliche Gehäuseraum von mindestens einem in Längserstreckung der Siebgewebefläche verlaufenden, Ansaugöffnungen aufweisenden Ansaugrohr durchsetzt ist, an welchem Rohrleitungsanschlüsse zur Verbindung mit einem Vakuumerzeuger vorgesehen sind.
Dabei kann vorteilhaft sein, wenn das Ansaugrohr lediglich in dessen der Siebgewebefläche abgewandten Seite und über den gesamten Bereich des innerhalb des Gehäuses befindlichen Ansaugrohrabschnittes verteilt angeordnete Ansaugöffnungen aufweist.
Zusätzlich kann vorgesehen sein, daß zwischen dem Ansaugrohr und dem Vakuumeizeuger ein Staubfilter angeordnet ist
Bei der mit den zusätzlichen Luftdüsen unter dem Siebgewebe ausgerüsteten Siebmaschine ist eine veränderliche Höhe des Siebraumes oberhalb des Gewebes unter Umständen von besonderer Bedeutung. -2-
Claims (18)
- AT397050B Bei konstanter Absaugung und konstantem Vordruck der Dispergierdüsen stellt sich eine bestimmte Geschwindigkeit innerhalb dieses Volumens ein. Diese Luftgeschwindigkeit, die je nach Anordnung der Fremdluftzuführung (am Einlauf oder Überlauf) eine mehr oder weniger starke Transportunterstützung des Siebgutes in Siebrichtung bewirkt, kann nun durch Vergrößerung des Siebraumes vermindert bzw. durch 5 Verminderung des Siebraumes erhöht werden. Diese Veränderung kann in Abhängigkeit vom Siebgut (spez. leichte oder schwere Produkte) eine nicht unerhebliche Beeinflussung des Siebresultates ermöglichen. Eine weitere Möglichkeit zur Beeinflussung des Siebresultates ergibt sich unter Umständen durch eine Begrenzung der von den Luftdüsen ausgelösten Wurfbewegung des Siebgutes. 10 Je nach Höhe des Siebraumes oberhalb des Gewebes wird diese Wurfbewegung an der Begrenzung beendet (Aufprall), und es tritt ein zusätzlicher Desagglomerationseffekt ein. Speziell bei leichten Produkten (z. B. Kieselgut) kann eine Verminderung der Siebraumhöhe einen unerwünschten "Materialschwebezustand" verhindern und erst so ein gutes Siebresultat ermöglichen. Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und im folgenden näher beschrieben. 15 Es zeigt: Fig. 1 eine Siebmaschine im Längsschnitt; Fig. 2 einzelheiten derselben im vergrößertem Maßstab; Fig. 3 eine Variante in der Ansicht gemäß Fig. 1; Fig. 4 die Variante gemäß Hg. 2 gesehen. 20 Diese Siebmaschine umfaßt im wesentlichen einen Siebkasten (1) mit einem Ablauf (2) für das feine Siebgut, eine rechteckige, am Siebkasten (1) gehalterte und längs in Förderrichtung des Siebgutes geneigte Siebgewebefläche (3), eine den Siebkasten (1) zu einem geschlossenen Gehäuse ergänzende Haube (4) mit einem Siebguteinlauf (5) sowie einem Auslauf (6) für das grobe Siebgut und eine Mehrzahl unterhalb der Siebgewebefläche (3) angeordnete und an letzterer angreifende Anstoßer (7). 25 Die vorzugsweise als über nahezu die gesamte Breite der Siebgewebefläche (3) sich erstreckende Schlagleisten ausgebildeten Anstoßer (7) sind jeweils an Schlaghebeln (8) gehaltert, die von in Förderrichtung des Siebgutes mit Abstand hintereinander angeordneten und zur Längserstreckung der Siebgewebefläche (3) rechtwinklig verlaufenden, am Siebkasten (1) gelagerten Wellen (9) abstreben. Allen Wellen (9) ist jeweils ein außerhalb des Siebkastens (1) gehalterter, elektromagnetischer 30 Schwingantrieb (10) zugeordnet. Neben jedem leistenartigen Anstoßer (7) sind unterhalb der Siebgewebefläche zu den Anstoßem (7) parallel verlaufende Druckluftleitungen (11) angeordnet, die sich wie die leistenartigen Abstoßer (7) nahezu über die gesamte Breite der Siebgewebefläche (3) erstrecken. Jede dieser Druckluftleitungen (11) hat eine Mehrzahl in Längserstreckung letzterer hintereinander angeordnete Druckluftdüsen (12), welche auf die 35 Unterseite der Siebgewebefläche (3) hin gerichtet sind. Alle mit Druckluft beaufschlagbaren Leitungen (11) sind gemeinsam an einem zur Längserstreckung der Siebgewebefläche (3) parallel verlaufenen Träger (13) gehaltert, der an mehreren zueinander gleich ausgebildeten und angeordneten, gehäusefest gelagerten Lenkern (14) angelenkt ist. Alle Lenker (14) sind mittels einer gemeinsamen Schubstange (15) verbunden, welche aus dem Siebkasten (1) herausragende 40 Anschlußeinrichtungen für einen nicht dargestellten, lineare Verstellbewegungen ausführenden, motorischen Stelltrieb aufweist. Außerdem ist der Siebkasten (1) von einem unterhalb der Siebgewebefläche (3) und mit Abstand zu dieser angeordneten Absaugrohr (16) durchsetzt, dem ein nicht-dargestellter Vakuumerzeuger zugeordnet ist. Im Absaugrohr (16), und zwar lediglich in dessen Unterseite sind eine Vielzahl verteilt angeordnete 45 Ansaugöffnungen (17) vorgesehen. Die Stirnseiten des Ansaugrohres (16) sind vorzugsweise lösbar verschlossen und können von Ansaugleitungen durchsetzt sein. Eine derartige Siebmaschine eignet sich zur Trennung von Stäuben mit einer Körnung bis minimal 20 μ. Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 und 4 ist zusätzlich noch eine mittels einer Verstelleinrichtung (19) höheneinstellbare Zwischenwand (18) angeordnet mittels der der Stauraum für die aus den Düsen (12) 50 strömende Luft verändert sowie die Wurfweite der Partikel eingeengt werden kann. PATENTANSPRÜCHE 55 1. Siebmaschine, bestehend aus einem Siebkasten mit mindestens einer direkt und zonenweise erregbaren Siebgewebefläche, wobei letztere insbesondere vom Siebguteinlauf zum Siebgutauslauf geneigt angeordnet ist, 60 dadurch gekennzeichnet, daß unter der Siebgewebefläche (3) mehrere, auf letztere gerichtete Druckluftdüsen (12) so verteilt angeordnet sind, daß das Siebgut während des Siebprozesses mindestens einmal von einem -3- AT 397 050 B Druckluftstrom erreichbar ist, ferner die Siebgewebefläche (3) in einem Gehäuse angeordnet ist und daß im Gehäuse unterhalb der Siebgewebefläche (3) eine den die Siebgewebefläche passierten Druckluftstrom durch die Siebgewebefläche (3) zurück in den unterhalb letzterer befindlichen Gehäuseraum umlenkende Absaugeinrichtung (16) angeordnet ist. 5
- 2. Siebmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Siebgewebefläche (3) über deren Fläche verteilt angeordnete und insbesondere als zur Förderrichtung des Siebgutes quergerichtete Schlagleisten ausgebildete Anstoßer (7) vorgesehen sind, die an Schlaghebeln (8) gehaltert sind, welche von gestellfest gelagerten, zur Förderrichtung des Siebgutes quergerichteten, motorisch hin und her schwingbaren Wellen (9) 10 abstreben.
- 3. Siebmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse mindestens annähernd luftdicht ausgebildet ist
- 4. Siebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftdüsen (12) neben und nahe der Anstoßer (7), also in den von letzteren unmittelbar erregten Zonen der Siebgewebefläche (3) angeordnet sind.
- 5. Siebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftdüsen (12) mit 20 minimal möglichem Abstand von der Siebgewebefläche (3) ausmündend angeordnet sind.
- 6. Siebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftdüsen (12) in Förderrichtung des Siebgutes in mehreren, mit Abstand hintereinander angeordneten und zur Förderrichtung querverlaufenden Reihen vorgesehen sind. 25
- 7. Siebmaschine nach einem der-Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß Druckluftdüsen (12) mit schlitzförmigen und mindestens annähernd über die gesamte Breite der Siebgewebefläche sich erstreckenden Düsenmündungen angeordnet sind.
- 8. Siebmaschine nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß neben jeder Schlagleiste bzw. jeder Reihe Anstoßer (7) eine Reihe Druckluftdüsen (12) bzw. eine Drucklufidüse (12) mit einer schlitzförmigen, über nahezu die gesamte Breite der Siebgewebefläche (3) sich erstreckenden Düsenmündung angeordnet sind.
- 9. Siebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftdüsen (12) in ihrer Wirkrichtung relativ zur Siebgewebefläche einstellbar gehaltert sind.
- 10. Siebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftdüsen (12) mindestens annähernd in Wurfrichtung des Siebgutes zielend angeordnet sind. 40
- 11. Siebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftdüsen (12) relativ zur Siebgewebefläche (3) zumindest in Richtung deren Längserstreckung verstellbar ausgebildet sind.
- 12. Siebmaschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftdüsen (12) an mindestens 45 einem zur Siebgewebefläche (3) parallel angeordneten Träger (13) gehaltert sind und daß der Träger (13) am Gestell in Längserstreckung der Siebgewebefläche (3) hin und her verstellbar gelagert sowie motorisch antreibbar ausgebildet ist
- 13. Siebmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (13) am Gestell mittels 50 mindestens zweier, relativ zum Träger (13) mit Abstand hintereinander angeordneter Lenker (14) gehaltert ist.
- 14. Siebmaschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß ein motorischer, lineare Verstellbewegungen ausführender Stelltrieb vorgesehen ist, der insbesondere über eine an allen Lenkern (14) angreifende Schubstange (15) auf den Träger (13) wirksam werdend angeordnet ist. 55
- 15. Siebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der unterhalb der Siebgewebefläche (3) befindliche Gehäuseraum von mindestens einem in Längserstreckung der Siebgewebefläche (3) verlaufenden, Ansaugöffnungen (17) aufweisenden Ansaugrohr (16) durchsetzt ist, an welchem Rohrleitungsanschlüsse zur Verbindung mit einem Vakuumerzeuger vorgesehen sind. 60
- 16. Siebmaschine nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Ansaugrohr (16) lediglich in dessen der Siebgewebefläche (3) abgewandten Seite und über den gesamten Bereich des innerhalb des Gehäuses befindlichen -4- AT 397 050 B Ansaugrohrabschnittes verteilt angeordnete Ansaugöffnung (17) aufweist.
- 17. Siebmaschine nach einem der Ansprüche 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Ansaugrohr und dem Vakuumerzeuger ein Staubfilter angeordnet ist. 5
- 18. Siebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Siebgewebeflüche (3) eine in ihrem Abstand zu letzterer einstellbar gehalterte Zwischenwand (18) angeordnet ist. 10 Hiezu 4 Blatt Zeichnungen -5-
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