AT396794B - Stickmaschine - Google Patents

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AT396794B
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Description

AT396794B
Stickmaschine
Die Erfindung betrifft eine Stickmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine bekannte Stickmaschine dieser Art (DE 32 00 290 Al) kann an bis über 1000 Stickstellen je nach Art der zu stickenden Muster, Bilder oder Figuren mit verschiedenen Rapporten und Farben sticken. Der dabei 5 «forderliche häufige Rapport- und Farbwechsel erfordert es, die Stickweikzeuge wie Nadel oder Bohr« an den jeweiligen Stickstellen wirksam oder unwirksam zu machen. Für diesen Rapport- und Farbwechsel verwendet die bekannte Stickmaschine elektromagnetische Betätigungsvorrichtungen. Daneben kann selbstverständlich der Rapport- und Farbwechsel auch vom Hand erfolgen.
Bei der bekannten Stickmaschine wird überdies neben dem Rapport· und Farbwechselprogramm auf 10 herkömmliche Weise eine Muster- und Maschinenfunktionssteuerung durch Jacquardkarten vorgenommen (vergl. DE-OS 3138 364 bei welcher zur Steuerung ein« Stickmaschine eine Bildvorlage abgetastet wird). Dies ist zwar bei der dem Oberbegriff zugrundeliegenden Schrift nicht ausdrücklich gezeigt, für den Fachmann aber selbstverständlich. Die Jacquard-Karten sind zu einem Lochstreifen verbunden, der vorab als Punchkarton hergestellt wird und bei derartigen Stickmaschinen zur Steuerung des Rahmenantriexbs bei der 15 Mustererstellung dient.
Um auch die Rapport- und Farbwechselprogramme entsprechend vielseitig ausgestalten zu können, liegt es bei der bekannten Stickmaschine - die bereits elektromagnetische Betätigungsmittel für das An- oder Abkuppeln der Stickwerkzeuge aufweist - nahe, die verschiedenen Rapport- und Farbwechselprogramme mit Mitteln der modernen Datenverarbeitung auf die Stickmaschine einwirken zu lassen. Dies ist aber entsprechend 20 teuer und verlangt vom in der Regel nur als Mechaniker ausgebildeten Sticker den Umgang mit da für ihn völlig ungewohnten Computertechnik. Überdies ist bei vorhandenen Stickmaschinen bei entsprechender Ausstattung ein erheblicher Nachrüstaufwand notwendig.
Die DE-OS 31 39 327 hat ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung eines Informationsträgers zum Steuern einer Stickmaschine zum Inhalt Dabei wird eine Zeichnung mit einem Abtaststift eingelesen und 25 daraus die Koordinaten abgeleitet Ein Bedeutungsinhaltwechsel der auf dem Informationsträg« gespeicherten Informationen ist nicht vorgesehen. Dasselbe trifft auch für die DE-OS 28 25 969 zu, bei der Bitmustergleichheit zur Abgabe von Ausgangssignalen zur Auslösung einer Sonderfunktion führt Die DE-OS 26 29 896 schließlich befaßt sich mit einer automatischen Nähmaschine. Anstelle von Lochstreifen werden dort Halbleiter-Festwertspeicher verwendet 30 Demgegenüber löst die vorliegende Erfindung die Aufgabe, eine Stickmaschine der im Oberbegriff des Anspruchs 1. angegebenen Gattung so weiter auszubilden, daß eine automatische Rapport- und Farbwechselprogrammsteuerung mit den dem Sticker vertrauten, in der Stickmaschine bereits vorhandenen Arbeitsmiudn.ermöglicht wird.
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebene Erfindung gelöst 35 Zweckmäßige Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
Die Erfindung geht vom Grundgedanken aus, den für die Steuerung der Rahmenbewegung sowieso vorhandenen Lochstreifen auch für die Steuerung des Rapport- und Farbwechselprogrammes einzusetzen. Dies ist aber natürlich gar nicht möglich, weil der vorhandene Lochstreifen bereits durch die Lochkombinationen für die Muster- und Maschinenfunktionssteuerung bis an die Grenzen seiner Speicherkapazität belegt ist Es kann 40 also auf dem Lochstreifen an sich gar keine zusätzliche Funktion in Form eines Steuerbefehls untergebracht werden. Die erfindungsgemäße Verwendung des schon vorhandenen Datenträgers für die Muster- und Maschinenfunktionssteuerung nun auch für die Steuerung des Rapport- und Farbwechselprogrammes löst das Problem deshalb mit einem Trick: Auf dem Datenträger wird eine der möglichen Lochkombinationen ausgewählt der keine Maschinenfunktion zugeordnet ist bzw. der eine nur äußerst selten benötigte 45 Maschinenfunktion zugeordnet war. Diese ausgewählte Lochkombination wird nun aus dem Betätigungsprogramm für die Muster- und Maschinenfunktionssteuerung herausgenommen und als Betätigungssignal eines zusätzlich in die Lese- und Auswerteinrichtung des Lochstreifens integrierten Umschalters benützt der also zwischen ein« ersten und ein« zweiten Schalterstellung durch die ausgewählte Lochkombination gesteuert hin- und hergeschaltet wird. In der ersten Schalterstellung des Umschalters ist 50 dies« gegenüber der bisherigen Ausgestaltung der Stickmaschinen-Steuerung wirkungslos: Die auf dem Datenträg« aufgezeichneten Lochkombinationen dienen in dieser Schalterstellung weit« d« Muster- und Maschinenfunktionssteuerung. In der zweiten Schalterstellung des Umschalters hingegen werden nunmehr die Lochkombinationen zur Steuerung des Rapport- und Farbwechselprogrammes eingesetzt. Dabei stehen für die Abspeicherung der entsprechenden Befehle nunmehr wiederum sämtliche Lochkombinationen zur Verfügung. 55 Es wird also nach dem Überführen des Umschalters durch die ausgewählte Betätigungs-Lochkombination nunmehr das Färb- und Rapportwechselprogramm betätigt, bis neuerlich die ausgewählte Betätigungs-Lochkombination einläuft und den Umschalter in seine erste Schalterstellung zurücküberführt, in der nunmehr die Lochkombinationen wieder die Muster- und Maschinenfunktionssteuerung übernehmen.
Vorteilhaft ist dabei, daß der Sticker unter Verwendung der ihm bekannten Lochstreifen- bzw. 60 Punchkartons Weiterarbeiten, dabei aber nun ausgehend von diesem einen Steu«mittel gleichzeitig sowohl die Must«· und Maschinensteuerung wie das Färb- und Rapportwechselprogramm steuern lassen kann. An der Stickmaschine selbst sind keine wesentlichen Eingriffe notwendig. Sie kann deshalb auch leicht entsprechend -2-
AT 396 794 B nachgerüstet werden. Weiter verwendet werden können auch die vorhandenen Einrichtungen zur Herstellung der Lochstreifen, was einen zusätzlichen erheblichen Vorteil darstellt. Auch beim Lesen der Daten auf dem Datenträger bzw. dem Archivieren der Datenträger bleibt alles beim Alten. Der Sticker kann sich die Lochkombination, die der Betätigung des Umschalters dient, leicht einprägen und damit auch die Lochbilder des S Lochstreifens weiterhin mühelos ablesen bzw. die Lochungen des Lochstreifens mit Hilfe vorerstellter, deckungsgleicher Entwurfformulare leicht kontrollieren.
Beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes sind nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert Es zeigt Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Stickstelle mit einer Nadel und einem Bohrer als Stickweikzeuge einer bekannten Stickmaschine; Fig. 2 ein Funktionsschema einer erfindungsgemäßen 10 Stickmaschine mit einem Datenträger, der Muster· und Maschinenfunktionssteuereinrichtung und der Stickstellensteuereinrichtung; Fig. 3 ein Funktionsschema der Leseeinrichtung für den Datenträger der Anordnung gemäß Fig. 2; Fig. 4 den Datenträger in Farn eines Lochstreifens; Fig. 5 den Datenträger gemäß Fig. 4 mit einer vorgegebenen Lochung; und Fig. 6 ein Entwurfformular im Ausschnitt zum Aufbringen der Information auf den Datenträger gemäß Fig. S. IS Fig. 1 zeigt eine Stickstelle einer Stickmaschine, die über tausend solcher Stickstellen besitzen kann. Jede Stickstelle hat zwei übereinander angeordnete Stickwerkzeugstangen (22), welche unterschiedliche Stickwerkzeuge, beispielsweise eine Nadel (20) bzw. einen Bohrer (21) tragen. Die Stickwerkzeugstangen (22) sind dabei in einem ortsfesten Maschinenteil (23) in ihrer Längsachse hin- und herverschiebbar gelagert und über einen gemeinsamen Schalthebel (24) gleichzeitig an die zugeordnete Antriebsschiene (32) bzw. (33) an-20 und abkuppelbar. Der Schalthebel (24) ist über Handstellmittel (29) von Hand oder durch eine elektromagnetische Betätigungsvorrichtung (13) automatisch betätigbar. Die elektromagnetische Vorrichtung (13) bildet hier einen Teil einer Stelleinrichtung (40) für den Schalthebel (24) wobei deren Klinkenhebel (43) an seinem einen freien Ende einen Permanentmagneten (45) trägt, welch« vom unerregten Elektromagneten der Vorrichtung (13) ständig angezogen ist. 25 Weiter ist die Ausgestaltung dieser Stickstelle so, daß an jede Stickwerkzeugstange (22) eine Klinke (25) angelenkt ist, welche an ihrem freien Ende eine nach unten offene Nut (27) zum Obergreifen einer Kupplungsnase (28) an der betreffenden Antriebsschiene (32) bzw. (33) aufweist.
Um hi« nun einen beliebigen neuen Rapport einzustellen, werden zunächst durch ein Verschweißten ein« an einer Maschinenwelle (44) aufsilzenden Schaltstange (42) der Stelleinrichtung (40) nach oben alle 30 betreffenden Klinkenhebel (43) aus ihrer Arbeitslage in eine Zwischenstellung gebracht, worauf die Klinkenhebel (43) ihren Restweg in die Ruhelage unter der Wirkung des Magnetfeldes zwischen Dauermagnet (45) und elektromagnetischer Vorrichtung (13) selbsttätig zurücklegen. Damit befinden sich dann alle Stickwerkzeuge in ihrer stickenden, d. h. wirksamen Arbeitslage. Für einen neuen Rapport werden nun alle jene Elektromagneten der Betätigungsvonichtungen (13) «regt, 35 welche sich an den für den Rapport nicht stickend«! Stickstellen befinden, welche betreffenden Stickwerkzeuge dann üb« den Schalthebel (24) gleichzeitig in ihre wirkungslose Lage gestellt werden.
Wie vorerwähnt, ist eine Stickmaschine mit solchen Stickstellen bekannt, wobei derart ausgebildete Stickstellen ermöglichen, daß immer alle Stickweikzeuge, beispielsweise Nadel und Bohrer einer Stickstelle gemeinsam durch eine elektromagnetische Vorrichtung geschaltet werden, was zunächst eine erhebliche 40 Verminderung der Arbeits- und Steuermittel darstellt.
Um nunmehr eine Stickmaschine der vorgenannten Art so auszugestalten, daß eine Rapport- und Farbwechselprogrammsteuerung im wesentlichen mit den dem Sticker vertrauten Arbeitsmitteln an der Stickmaschine möglich wird, ist die eifindungsgemäße Ausgestaltung gemäß Fig. 2 zunächst so, daß auf einem bereits schon bestehenden Datenträger (10) für die hier nur angedeutete Muster- und 45 Maschinenfunktionssteuereinrichtung (9), welche als bekannt vorausgesetzt werden kann und daher nicht näher erläutert werden muß, auch die Daten für das Rapport- und Farbwechselprogramm aufgebracht sind, wobei eine entsprechende Information auf dem Datenträger (10) einen d« Lese- und Auswerteeinrichtung (11) zugeordneten Umschalter (12) zur Weiterleitung des Rapport- und Farbwechselprogramms an eine mit den elektromagnetischen Betätigungsvorrichtungen (13) der Stickwerkzeuge verbundene Stickstellensteu«-50 einrichtung (14) betätigt, wie das nachfolgend noch näher erläutert ist.
Wie sich weiter aus Hg. 2 ergibt, sind dabei alle Stickstellen bzw. d«en elektromagnetische Vorrichtungen (13) üb« entsprechende Zuleitungen (5) und (6) mit der Stickstellensteuereinrichtung (14) verbunden.
Wie bereits einleitend beschrieben wurde, besteht ein wesentliches Problem bei ein« solchen Stickmaschine mit elektromagnetisch« Betätigung von vielhundert, zum Teil bis weit über tausend Stickstellen darin, daß 55 eine gleichzeitige Ansteuerung aller Elektromagnete praktisch nicht möglich ist, würde dies doch wegen der hohen Stromaufnahme im elektrischen Kreis zu einem untragbaren Schaltungsaufwand führen. Anderseits kann auch eine sequentielle Durchschaltung der Stickstellen nacheinander nicht als praktikabel angesehen werden, weil eine solche einen erheblichen Zeitaufwand erfordern würde, der einem rationellen Betrieb der Stickmaschine entgegensteht. 60 Erfindungsgemäß wird deshalb, wie Fig. 2 deutlich zeigt, eine sogenannte Gruppen-Durchschaltung der Stickstellen bzw. deren elektromagnetischen Vorrichtungen (13) vorgenommen, nämlich derart, daß jeweils einige Stickstellen bzw. deren elektromagnetischen Betätigungsvonichtnngen (13) Schaltgruppen (7, V) -3-
AT396794B bilden, wobei die elektromagnetischen Betätigungsvorrichtungen (13) jeder Schaltgruppe (7) bzw. (7') eingangsseitig parallel geschaltet und über eine gruppeneigene Zuleitung (6) bzw. (6') mit der Stickstellensteuereinrichtung (14) verbunden und die einzelnen elektromagnetischen Betätigungs-vomchtungen (13) aller Schaltgruppen (7, 7') ausgangsseitig über eine der Anzahl elektromagnetischer Vorrichtungen (13) pro Schaltgruppe (7) bzw. (7') entsprechende Anzahl Zuleitungen (5) mit der Stickstellensteuereinrichtung (14) seriegeschaltet sind.
Durch diese Maßnahmen und bei optimaler Wahl der Anzahl Stickstellen, hier beispielsweise vier pro Schaltgruppe wird so ein Minimum an elektrischen Zuleitungen und ein sehr rasches Durchschalten aller Schaltgruppen bei einem Minimum an Leistungsaufnahme erreicht
Wie schon vorstehend erwähnt ist bedeutet die erfindungsgemäße Verwendung des bisherigen Datenträgers für die Muster- und Maschinenfunktionssteuerung nunmehr auch für die Rapport- und Farbwechselprogramme den großen Vorteil, daß alle Einrichtungen zum Aufbringen bzw. Korrigieren der Daten auf dem Datenträger, zum Lesen der Daten und zum Archivieren der Datenträger beibehalten werden können und der Aufwand für die Umsteuermittel und die Stickstellensteuereinrichtung relativ gering ist
Insbesondere vorteilhaft ist es dabei, wenn der Datenträg» (10) ein in den Fig. 2 bis 5 dargestellter Lochstreifen, ein sogenannter Punchkarton ist, der in bekannter Weise u. a. eine Lochspalte (1) etwa mittig des Streifens mit mehreren, hier vier Lochkolonnen (2) aufweist welche die hier sechzehn Lochkombinationen (3/1) bis (3/16) für die Ansteuerung der Maschinenfuidctionssteuereinrichtung (9) bilden, wie das insbesondere in Fig. 4 erkennbar ist
Es sei dabei angenommen, daß die dargestellten Lochkombinationen in der Reihenfolge (3/1) bis (3/5) und (3/7) bis (3/16), welche natürlich auch in einer anderen Reihenfolge geordnet sein können, irgendwelche Maschinenfunktionen, wie Nadelrolle, Kupplung, Bohrtiefe und dgl. bedeuten, wogegen z. B. die Lochkombination (3/6) eine nicht für Maschinenfunktionen benützte Informationsstelle (Leerinformation) bedeutet
Erfindungsgemäß wird nun diese Leerinformation (3/6) zum Betätigen des Umschalters (12) herangezogen.
Wie der Fig. 4 weiter entnommen werden kann, bilden dann die für die Ansteuenmg der Maschinenfunktionen bestehenden Lochkombinationen (3/7) bis (3/16) und (3/1) bis (3IS) nach dem Umschalten des Schalters (12) auf die Stickstellensteuereinrichtung (14) z. B. durch die Lochkombination (3/6) Informationen eines Rapport- und Farbwechselpiogrammes, bis eine Rückstellung des Umschalters (12) zurück auf die Maschinenfunktionssteuereinrichtung (9) mittels der erneut auf dem Datenträger (10) aufgebrachten Lochkombination (3/6), welche in der Darstellung gemäß Fig. 4 bereits nach der Lochkombination (3/16) erscheint, erfolgt, wonach die LochkombinatioRen (3/1) bis (3/5) und (3/7) bis (3/16) wieder die Maschinenfunktion steuern.
Somit sind die bekannten und bisher als Datenträger verwendeten Lochstreifen bzw. Punchkartons ohne jede Änderung der Lochanordnung verwendbar und sowohl die bisherigen Lochkombinationen für die Muster- und Maschinenfunktionssteuerung als auch nun zusätzlich die Lochkombinationen für die Färb- und Rapportwechselprogramme mit den üblichen Lochungseinrichtungen auf die Lochstreifen aufbringbar und somit auch von der bestehenden Leseeinrichtung (1Γ) lesbar, wie das Fig. 3 mehr im einzelnen zeigt
Ein weiterer Vorteil durch die Verwendung der Lochstreifen bzw. Punchkartons als Datenträger zusätzlich der Färb- und Rapportwechselprogramme besteht darin, daß die Kombination der arbeitenden und nichtarbeitenden Stickstellen auf dem Datenträger (10) aus den Lochbildem leicht abgelesen werde» kann, wie das in Fig. 5 angedeutet ist und zudem die Lochung mit Hilfe vorerstellter, deckungsgleicher Entwurfformulare (18) gemäß Fig. 6 leicht vorgenommen und kontrolliert werden kann.
Hierbei kann eine wesentliche Vereinfachung der Programmierung und Kontrollmöglichkeit darin gesehen werden, daß alle Stickstellen an der Maschine von der ersten bis zur letzten Nadel gut sichtbar mit fortlaufenden Zahlen nummeriert werden, welche Nummerierung dann mit jener auf dem Entwurfformular (18) (Fig. 6) übereinstimmt.
Vorzugsweise weist die Einteilung auf dem Entwurfformular (18) den gleichen Abstand auf wie der Zeilenabstand auf dem Datenträger (10), was einen direkten Sichtvergleich zur Nachkontrolle erlaubt. Bei unregelmäßigen Nadelkombinationen können dabei lediglich die beispielsweise beiden inneren Lochkolonnen für die Schaltfunktionen "Stickstelle wirksam" und "Stickstelle unwirksam" herangezogen werden, wie das Fig. 5 sowie das betreffende Entwurfformular (18) in Fig. 6 zeigen. Dieses Vorgehen erlaubt eine einfache und übersichtliche Vorprogrammierung der Rapport- und Farbwechselsteuerung, wobei die entsprechenden Lochkombinationen in einem Bereich der Lochkarte aufzubringen sind, in dem keine Maschinenfunktionen angesteuert werden. Für Stickmuster, bei denen sich über die ganze Maschinenbreite bzw. über vielhundert Stickstellen hinweg Gruppen von nur wenigen stickenden und nicht stickenden Stickstellen ständig wiederholen, ist es zweckmäßig, wenn die Lochkombinationen (3/1) bis (3/5) und (3/7) bis (3/16) für die Informationen des Rapport- und Farbwechselprogrammes (gemäß Fig. 4) bei einfachen* und sich regelmäßig über die ganze Maschine erstreckenden Kombinationen einem einfachen und sehr kurzen Zahlencode entsprechen, wobei die entsprechenden Signale der Lese- und Auswerteeinrichtung (11) dann über den Prozess» (15) und den nachgeschalteten Multiplexer (16) der Stickstellensteuereinrichtung (14) allen entsprechenden Stickstellen· -4-
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Betätigungsvorrichtungen (13) zugeführt werden.
Verlangt der Mustenrapport z. B. einen Abstand von 12 Nadeln, wobei 4 Farben abwechselnd zu sticken sind, so kann mit der einfachen und kurzen Zahlenfolge 12 03 festgelegt werden, daß über die ganze Maschine im Abstand von 12 Nadeln jeweils die 3. Nadel bzw. 3. Farbe gestickt wird. Ist im Prozessor (15) ein 5 entsprechendes Rechenprogramm eingebaut, so können solche einfache und sich regelmäßig wiederholende Nadelrapporte mit einem einfachen Code auf dem Datenträger (10) mit minimalem Platz (4 Zeilen) gespeichert werden, obwohl durch diesen einfachen Code die Kombination von stickenden und nichtstickenden Werkzeugen für über 1000 Stickstellen definiert ist Dadurch können solche regelmäßigen Rapporte während des Stickprozesses ab Datenträger (10) eingelesen und über die Stickstellensteuerung (14) ohne Stillstand an die 10 Betätigungsvorrichtungen (13) ausgegeben werden, ohne daß deswegen Speicherplatz in den Speichermitteln (17) beansprucht wird.
Darüberhinaus können aber auch dann beliebig viele und komplizierte Rapport- und Farbwechselprogramme verarbeitet werden, wenn die vorgenannten Lochkombinationen für die Informationen des Rapport- und Farbwechselprogrammes numerischen Codierungen zum Anwählen von, unterschiedliche Stickstellenkombi-15 nationen enthaltende Speichermitteln (17) entsprechen, welche Speichennittel dem Prozessor (15) da Stickstellensteuereinrichtung (14) zugeordnet sind.
Die Speichermittel (17), der Prozessor (15) und da Multiplexer (16) können hierbei durchaus von herkömmlicher Bauart sein, wobei der Prozessor mit seiner Programmiertastatur ein direktes Programmieren der mit den Lochkombinationen für die Rapport- und Farbwechselsteuerung abrufbaren Speicher gestattet 20 Solche Baugruppen sind bekannt und müssen deshalb hier nicht näher erläutert werden. Vorzugsweise sollte der Bedienungsteil der vagenannten Programmiermittel jedenfalls Sichtanzeigen umfassen, die erlauben, die in die Speicher eingegebenen Stickstellenkombinationen zu überprüfen, gegebenenfalls zu krarigieren oder zu erneuern.
Auf diese Weise ist es beispielsweise möglich, eine bestimmte Stickstellenkombination sowohl durch den 25 Prozessor als auch durch eine entsprechende Lochkombination auf dem Datenträger in einen Speicha miteiner definierten Adresse einzugeben. Beispielsweise kann mit einer Befehlsfolge (3/6) (Umschalten auf Rapport-und Farbwechselsteuerung); numerischer Code mit den Lochkombinationen (3/7) bis (3/16) und Rückstell-Lochkombination (3/6) gemäß Fig; 4 eine folgende Kombination in den Speicher mit der dem eingegebenen numerischen Code entsprechenden Adresse eingegeben werden. Mit einer weitaen Codierung kann dann die 30 gespeicherte Rapport· und Farbwechselinformation an die Stickstellensteuereinrichtung (14) abgegeben werden.
Diese erfindungsgemäße Ausgestaltung einer Stickmaschine erlaubt, wie leicht erkennbar ist, eine bisha nicht denkbare Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten dach praktisch unbeschränkt Speicher- und abrufbare Nadel- bzw. Stickstellenkombinationen, was einer solchen Stickmaschine neue Dimensionen valeihL 35 Das Einlesen der unregelmäßigen Nadelkombinationen ab Datenträga (10) kann zudem sowohl να dem Stickprozeß während der Einrichtzeit der Maschine, als auch während dem Stickprozeß in Partien des Datenträgers, die keine Maschinenfunktionen enthalten, erfolgen.
Werden insbesondere komplizierte, rasch wechselnde Rapport- und Farbwechselprogramme mit entsprechend umfassender Neueinstellung der vielhundert Stickstellen wirksamer und unwirksamer Lage 40 eingesetzt, ist es praktisch unmöglich, das richtige Schalten alter Stickstellen durch das Persraial zu überwachen.
Erfindungsgemäß besteht deshalb eine weitere Ausgestaltung da vabeschriebenen Stickmaschine darin, daß für die Überwachung der Ein- oder Ausschaltung der Stickstellen entsprechend den Steuersignalen der Stickstellensteuereinrichtung (14) an jeder Stickstelle oder für jede Schaltgruppe (7, 7') ein elektrische 45 Impulse erzeugender Schaltkreis vorgesehen ist, dessen Ausgangssignale als Ist-Werte auf eine Vagleicherstufe (36) arbeiten, die diese mit einem von der Stickstellensteuaeinrichtung (14) erzeugten Soll-Wert vagleicht und gegebenenfalls ein Abweichungssignal erzeugt das beispielsweise auf eine Signallampe (37) arbeitet, wie dies aus Fig. 2 entnommen werden kann.
Bei dieser Ausführungsform ist der Ist-Wertgeber ein Strom-Sensor (35) an der ausgangsseitigen Leitung 50 der elektromagnetischen Betätigungsvomchtungen (13) jeda Stickstelle.
Wesentlich aufwendiger, dafür aber umfassender ist hingegen eine solche Anadnung, bei der da Ist-Watgeber ein mit der Schaltklinke (25) an der entsprechenden Stickstelle gemäß Fig. 1 zusammenwirkender Sensa (nicht dargestellt), beispielsweise in Form einer Lichtschranke oda dgl. ist.
Aus dem Vabeschriebenen ergibt sich somit eine Stickmaschine moderasta Konzeption, welche allen 55 Anforderungen an eine universelle Rapport- und Farbwechselsteuerung unter bedienungsfireundlichen Aspekten zu genügen vermag, wobei selbstverständlich ein großer Spielraum bezüglich da ersetzbaren Arbeitsmittel insbesondere im Prozessor-Bereich besteht, ohne sich dabei vom wesentlichen Erfmdungsgedanken zu entfernen. -5- 60

Claims (6)

  1. 5 AT396794B PATENTANSPRÜCHE 1. Stickmaschine mit in einer größeren Anzahl in mindestens einer Reihe angeordneten Stickstellen mit verschiebbar geführten Stickwerkzeugen, die nach einem frei programmierbaren Rapport* und Farbwechselprogramm durch elektromagnetische Betätigungsmittel an die Antriebsmittel der Stickwerkzeuge an- oder abkuppelbar sind, wobei die Muster- und Maschinenfunküonssteuerung an der Stickmaschine über einen Datenträger in Gestalt eines Lochstreifens (Punchkarton) erfolgt, dessen in Loch-15 Spalten angeordnete Lochkombinationen (Steuercodes) über eine Lese- und Auswerteinrichtung die Muster-und Maschinenfunktionssteuereinrichtung steuert, dadurch gekennzeichnet, daß ein der Lese- und Auswerteinrichtung (11) zugeordneter Umschalter (12) vorgesehen ist, der in Abhängigkeit von einer da Lochkombinationen (316) des Datenträgers (10), der keine Maschinenfunktion zugeordnet ist, zwischen einer ersten Schalterstellung, in welcher der Datenträger (10) die Muster- und Maschinenfunktion steuert, und einer 20 zweiten Schalterstellung, in welcher der Datenträger (10) das Rapport- und Farbwechselprogramm steuert, um schaltbar ist
  2. 2. Stickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lochkombination (316) für die Betätigung des Umschalters (12) und die Lochkombinationen für das Rapport- und Farbwechselprogramm auf 25 den Datenträger (10) in einen von Lochkombinationen für das Ansteuem von Maschinenfunktionen freien Bereich des Datenträgers (10) aufgebracht sind.
  3. 3. Stickmaschinen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die den Lochkombinationen für das Rapport- und Farbwechselprogramm entsprechenden Signale der Lese- und Auswerteinrichtung (11) bei 30 einfachen und sich regelmäßig über die ganze Maschine erstreckenden Kombinationen über einen Prozessor (15) und einen nachgeschalteten Multiplexer (10) der Stickstellensteuereinrichtung (14) allen entsprechenden elektromagnetischen Betätigungsvorrichtungen (13) zuführbar sind.
  4. 4. Stickmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennnzeichnet, daß einem Prozessor (15) der 35 Stickstellensteuereinrichtung (14) zugeordnete Speichermittel (17) vor oder während des Stickprozesses vom Datenträger (10) mit den Lochkombinationen für das Rapport- und Farbwechselprogramm ladbar sind.
  5. 5. Stickmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an jeder Stickstelle oder für jede Schaltgruppe (7, 7') ein elektrische Impulse erzeugender Sensor (35) vorgesehen ist, dessen 40 Ausgangssignale als Ist-Werte einer Vergleichsstufe (36) zugeführt werden, die diese Signale mit einem von der Stickstellensteuereinrichtung (14) erzeugten Soll-Wert vergleicht und ggf. ein Abweichungssignal erzeugt
  6. 6. Stickmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Ist-Wertgeber ein Stromsensor (35) in 45 der ausgangsseitigen Leitung der elektromagnetischen Betätigungsvorrichtung (13) jeder Stickstelle ist 50 Hiezu 3 Blatt Zeichnungen
AT0292284A 1983-10-06 1984-09-13 Stickmaschine AT396794B (de)

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