<Desc/Clms Page number 1>
Vorrichtung zur Destillation von schweren Ö ! en, Petroteum u. dergt.
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
unteren Teilen des Destillationskessels und heben sie empor, während die an den kürzeren Diagonalstäben angeordneten Becher 12 Flüssigkeit einem höher liegenden Niveau entnehmen und an die Oberfläche der im Kessel befindlichen Flüssigkeitsmasse bringen. Infolge der Wirkung dieses Schöpfwerkes wird die Flüssigkeit im Kessel nicht nur in intensive Bewegung versetzt, sondern auch die Lage der einzelnen Teile der Flüssigkeit in Bezug auf deren Entfernung von der Feuerung fortwährend geändert, wodurch eine gleichmässige Erhitzung der Flüssigkeitsmasse erzielt wird.
Die die Schöpfbecher tragenden Rahmen sitzen nebeneinander auf der Welle 10 in gegeneinander versetzter Lage, um eine gleichmässige Verteilung der Becher und dadurch eine gleichmässige Beanspruchung und einen gleichbleibenden Kraftaufwand zu ermöglichen.
Die Lager der Welle 10 werden von U-Eisen getragen, die im Innern des Kessels an dessen Wandung befestigt sind. (Jn der Zeichnung nicht dargestellt). Die Welle 10 wird von einer
EMI2.1
zweiten Vorgelegswelle 17, die mittels Riemenscheibe , Riemen 18 von einer auf der Antriebswelle 191 sitzenden Riemenscheibe 19 angetrieben wird. Die Antriebswelle wird mittels Seil und Seilscheibe 20 oder mit Hilfe einer anderen geeigneten Transmission angetrieben. Die Welle 14 tritt in den Kessel 1 durch Stopfbüchsen 21 und 22 ein. Oberhalb der unteren Stopfbüchse ist ein von dem verlängerten Flansch der oberen Stopfbüchse abgeschlossener Behälter 2P gebildet, der zur Aufnahme der durch die Stopfbüchse 21 aus dem Kessel 1 nach aussen gelangenden Dämpfe dient.
Aus diesem Behälter 2P werden die Dämpfe durch eine Rohrleitung (in der Zeichnung nicht dargestellt) abgeleitet. Die obere Stopfbüchse 22 trägt einen ringförmigen Anguss,
EMI2.2
Mittels der beschriebenen Schöpfvorrichtung wird die Flüssigkeit von den unteren Teilen des Kessels nach den oberen befördert und dadurch die Temperatur der Flüssigkeitsschichten ausgeglichen. Überdies tritt der grösste Teil der in den Bechern befindlichen Flüssigkeit durch die Ausschnitte 13 aus und gelangt demgemäss zum grossen Teil in den Bereich der Becher des folgenden Rahmens und so allmählich bis an das der Feuerung unmittelbar ausgesetzte Ende.
Auf diese Weise erfolgt nicht nur eine Beförderung von Flüssigkeitsmassen aus den unteren Teilen des Kessels nach den höher liegenden, sondern auch fortwährend von dem einen Ende nach dem anderen, der Feuerung unmittelbar ausgesetzten Ende des Kessels, wodurch ein vollkommener Temperaturausgleich in der ganzen Flüssigkeitsmasse erzielt wird.
Da die Flüssigkeit aus den Schöpfbechern sich in Form von Strahlen auf die Oberfläche der im Kessel befindlichen Flüssigkeitsmasse ergiesst, ist ein rascheres Verdampfen der bereits auf dem Siedepunkt befindlichen leichteren Flüssigkeitateilp ermöglicht, da diese sich leichter
EMI2.3
gänge sind nur ermöglicht, wenn etwa die Hälfte jedes der Schöpfrahmen in Flüssigkeit taucht. Beim Beginn der Destillation, wenn der Kessel nahezu gefüllt ist, wirkt die Schöpfvorrichtung als Rührwerk ; die von demselben hervorgerufene Bewegung der Flüssigkeit genügt, um einen Ausgleich der Temperatur der Flüssigkeitsmasse zu erzielen.
Wenn die Menge der Flüssigkeit dagegen in dem Kessel abnimmt und diese sich verdickt, dann tritt die Wirkung des Schöpfwerkes ein. Infolge der Form der Becher reissen diese einen Teil des gebildeten Dampfes bei ihrer Rückkehr in die Flüssigkeit mit, wodurch die Verdampfung sehr befördert wird.
Die durch das Rohr 6 aus dem Destillationskessel 1 austretenden Dämpfe gelangen in einen Kondensator 23, in welchem die erste Kondensation erfolgt, die nicht kondensierten Dämpfe werden durch ein Rohr 25 in einen Kondensationsapparat 26 durch eine Rohrschlange 27 geleitet.
Der Kondensator 25 besteht aus einem Röhrenbündel 28, das von zwei einander gegenüber lickenden Wänden getragen und von einem Gehäuse 29 eingeschlossen ist, auf dem ein Dach 30 oberhalb von Ofnungen sitzt, durch welche die Kühlluft mittels eines Ventilators angesaugt wird. Auch können durch dieselben mittels Zerstäubungsapparate veränderliche Mengen von Wasser und Luft zugeleitet werden.
Der Ventilator wird mittels der Scheibe 32 von einer Vorgelegswelle 33 angetrieben (Fig. 3)
EMI2.4
<Desc/Clms Page number 3>
Die Enden der Rohre des Kondensators liegen in verschiedenen vertikalen Ebenen, um derart zu vermeiden, dass der aus einem unteren Rohre austretende Dampf mit der aus den oberen Rohren austretenden Flüssigkeit in Berührung komme. Die Kondensationsprodukte sammeln sich im Behälter, während die nicht kondensierten Dämpfe in einem Kondensationsapparat üblicher Ausführung durch das Rohr 25 gelangen. Die im Behälter 34 sich ansammelnden Kondcnsationsprodukte werden durch das Rohr 35 aus dem Behälter abgeleitet und können je nach Einstellung der Dreiweghähne 38 und 39 entweder durch das Rohr 7 wieder in den Destillationskessel oder durch das Rohr 36 und Rohr 40 in einen Behälter geleitet und Í11 diesem gesammelt werden. (Fig. 2).
Diese Einrichtung ermöglicht eine vollständige Absonderung der leichten von den schweren Dämpfen.
Der Ventilator bewirkt eine reichliche Zuführung von Kühlluft in den Kondensator und ist vorteilhaft mit einem Regulator verbunden, der durch Verdrehung des äusseren Zylinders 42 in Bezug auf den inneren, mit dem Ventilatorgehäuse fest verbundenen Zylinder 41 den Querschnitt der Lufteintrittsöffnungen und derart die Menge der vom Ventilator angesaugten Kühlluft verändert.
Die Wirkung dieser Regelung der Luftzuführung ist folgende : Wenn viel Luft dem Kondensator zugeleitet wird, kühlen sich die Dämpfe sehr ab, es gelangen weniger Dämpfe, nur die leichtesten in den zweiten Kondensator 26, da der grössere Teil der Dämpfe schon im ersten Kondensator 34 verflüssigt wird. Wenn dagegen weniger Luft angesaugt wird, wird der Kondensator weniger abgekühlt und es wird ein grösserer Teil der Dämpfe in den zweiten Kondensator gelangen und werden nur die schwersten Dämpfe schon in dem ersten Kondensator kondensieren. Durch diese Regelung der Menge der Kühlluft oder durch Änderung der Temperatur derselben-indem mehr oder weniger Wasser der Kühlluft fein zerstäubt zugeführt wird-ist es möglich die Kühlung in Übereinstimmung mit der von den Destillationspunkten gebundenen Wärmemenge zu bringen und die Kondensation nach Wunsch abzustufen.
, PATENT. ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Destillation von schweren Ölen, Petroleum und dgl., gekennzeichnet durch eine im Destillationskessel vorgesehene Schöpfvorrichtung, bei welcher immer mehrere Schöpfbehälter in einer Ebene aber in verschiedener radialer Entfernung von der Drehungsachse der Vorrichtung befestigt sind, die bei ihrer Drehung die Flüssigkeit durchmischt und
EMI3.1
Feuerung ändert.