AT393915B - Schaltung zur ueberwachung der isolationswiderst|nde einer schar von baugruppen einer elektrischen anlage mit gemeinsamer erdfreier stromversorgung, insbesondere einer fernmeldeoder signaltechnischen einrichtung - Google Patents
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Description
AT 393 915 B
Die Erfindung bezieht sich auf eine Überwachungsschaltung der im Oberbegriff des Anspruches 1 angegebenen Art. Beim Betrieb von Signalanlagen kommt es zu Überspannungen, die eine gewisse Zeit wirksam sind. Um diesen Beanspruchungen standhalten zu können, besteht die Vorschrift, daß die Bauteile in der Signalanlage entsprechend hochspannungsfest ausgebildet sein müssen, um z. B. einer Spannung von 2 kV für eine Minute standhalten zu können. Das erfordert eine entsprechende Dimensionierung der dieser Hochspannung unterliegenden Widerstände, Schalter und dgl., den Einsatz qualitativ besseren Materials und Vorkehrungen guter Hitzeabführung infolge möglicher Erwärmung der Bauteile. Die Erstellung solcher Bauteile ist kostspielig und der Einsatz der Bauteile in einer Schaltung platzaufwendig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine platzsparende Uberwachungsschaltung der im Oberbegriff des Anspruches 1 genannten Art zu entwickeln, die preiswerter ausgebildet ist und sich durch einen optimalen Überspannungsschutz auszeichnet Dies wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Anspruches 1 angeführten Maßnahmen erreicht denen folgende besondere Bedeutung zukommt
Am Eingang der Meßeinrichtung fühlt der Detektor, ob den eingehenden Meßsignalen eine unzulässig hohe Überspannung überlagert ist. Der Detektor ist auf eine bestimmte Überspannungsschwelle eingestellt Stellt nun der Detektor eine diese Überspannungsschwelle übersteigende Spannung fest, so öffnet er einen Schalter, der sich ebenfalls noch vor dem Eingang der Meßeinrichtung befindet. Damit läßt sich nach kürzestes- Zeit, die in der Größenordnung von zwei Millisekunden liegt, die Meßeinrichtung galvanisch von der zu überwachenden Baugruppe der Signalanlage trennen. Die Isolationswiderstände der Signalanlage werden dadurch nicht beeinträchtigt. Die Bauteile in der Meßeinrichtung brauchen nicht hochspannungsfest ausgelegt zu sein, sondern können einfache preiswerte Glieder sein. Der erfindungsgemäß erzielte Schutz vor Überspannungen ist selbst gegenüber extrem hohen Spannungen voll wirksam; eine besondere Dimensionierung der Bauteile in der Meßeinrichtung ist dadurch überflüssig.
Hat sich die Überspannung wieder abgebaut, so ist es vorteilhaft, wie Anspruch 2 vorschlägt, daß der Detektor auch hierauf anspricht und den Eingangsschalter, welcher die Meßeinrichtung von der Signalanlage getrennt hat, wieder schließt. Eine andere Möglichkeit ist im Anspruch 3 angegeben, wo zunächst eine Anzeige in der Auswerteeinrichtung ausgelöst wird und eine Bedienungsperson die Möglichkeit hat, sich vorher von dem Sachverhalt zu überzeugen, bevor sie manuell den Eingangsschalter wieder schließt.
Schon unter Berücksichtigung der Betriebsspannung, die von der erdfreien Stromversorgung der elektrischen Signalanlage stammt, ist es zweckdienlich, wie Anspruch 4 vorschlägt, im Detektor zueinander unterschiedliche Überspannungsschwellen vorzusehen, von denen eine auf positive und die andere auf negative Überspannungen anspricht. Dabei empfiehlt es sich, gemäß Anspruch 5, diese beiden Überspannungsschwellen jeweils für sich einstellbar zu machen.
Bewährt haben sich elektromagnetische Schaltglieder als Eingangsschalter für die Detektoren, wie Reedreiais. Für die Meß- und Auswerteeinrichtung der erfindungsgemäßen Schaltung und für den Detektor wird als Bezugspotential zweckmäßigerweise der eine Pol der Stromversorgung benutzt, z. B. der Minuspol, weil dadurch für den Betrieb sämtlicher Bauteile in allen, den verschiedenen Baugruppen der Signalanlage zugeordneten Zweigen die gleiche Stromquelle benutzt werden kann.
Gemäß Anspruch 7 erhält auch die Auswerteeinrichtung ein Signal und vermeidet dadurch Fehlmessung an den zu überwachenden Isolationswiderständen.
In den Zeichnungen ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigen;
Fig. 1 in schematischer Darstellung eine Signalanlage mit angeschlossener Meßeinrichtung zur Überwachung der Isolationswiderstände, an welcher die vorliegende Erfindung anwendbar ist und
Fig. 2 in einer Detailansicht der Schaltung von Fig. 1 die Zuschaltung der die vorliegende Erfindung kennzeichnenden Maßnahmen.
Die Fig. 1 zeigt schematisch eine elektrische Anlage (10), die hier als signaltechnische Einrichtung, beispielsweise für den Eisenbahnverkehr, ausgebildet ist. Die Anlage (10) besteht aus einer Schar von zueinander getrennt zu überwachenden Baugruppen, von denen hier lediglich zwei, mit (11,11') bezeichnet, dargestellt sind. Wie durch die gestrichelten Verlängerungen der elektrischen Leitungen in Fig. 1 veranschaulicht ist, können n Exemplare solcher Baugruppen vorliegen. Alle Baugruppen (11,11') sind an eine gemeinsame erdfreie Stromversorgung (12) angeschlossen, die aus einer elektrischen Batterie (13) besteht und die Versorgungsspannung (Ub) liefert. Der Pluspol der Batterie (13) ist über Leitungen mit der mit (p) bezeichnten Polleitung der Anlage (10) verbunden, während der Minuspol mit der Leitung (m) von Fig. 1 jeweils in Verbindung steht.
In den einzelnen Baugruppen (11,11') sollen die Isolationswiderstände zwischen den beiden Polleitungen (p), (m) einerseits und der Erde (14) in der Baugruppe (11) bzw. gegenüber einem ersten Gestell (14') im Falle der Baugruppe (11') andererseits überwacht werden. Das Gestell (14') dient zur Aufnahme verschiedener Glieder der Signalanlage. Außer diesem ersten Gestell (14') können noch n weitere Gestelle vorhanden sein, die sowohl gegenüber dieser Erde als auch dem Gestell (14') isoliert sind und ebenfalls hinsichtlich ihrer eigenen Isolationswiderstände überwacht werden sollen. Dies liefert die bereits erwähnte Erweiterung der vorliegenden Anlage (10) auf n weitere, in Fig. 1 nicht gezeigte Baugruppen. Natürlich könnten in der Praxis auch mehrere Gestelle (14') untereinander elektrisch verbunden sein und daher als gemeinsame Baugruppe (11') fungieren. Andererseits wäre es auch denkbar, aufgrund gegenseitiger Isolationen einzelne Schaltkreise innerhalb eines -2- <*
AT 393 915 B gegebenen Gestells voneinander elektrisch zu trennen, die dann getrennt voneinander überwacht werden sollten und daher eigenständige Baugruppen (11,11') liefern. Die Beschreibung gilt dann sinngemäß.
Im Ausführungsbeispiel von Fig. 1 sind, ausgehend von der Erde (14), gegenüber dem Pluspol (p) der Isolationswiderstand (RpE) und gegenüber dem Minuspol (m) der Isolationswiderstand (RmE) zu überwachen. 5 Dementsprechend sollen bei der Baugruppe (11') die beiden Isolationswiderstände (Rp^ und Rmj) gegenüber dem Gestell (14') beobachtet werden. Wegen der analogen Verhältnisse genügt es, eine repräsentative Baugruppe zu betrachten, beispielsweise die Baugruppe (11') von Fig. 1, weswegen zur Verallgemeinerung die Indizierung vereinfacht werden soll auf die zu überwachenden Isolationswiderstände (Rp und Rm). Die Überwachung geschieht aber nicht unmittelbar, sondern mittelbar über ein Spannungsverhältnis (Vu), das sich, gemäß der 10 Formel Vu = Up/Um, aus dem Quotienten der Spannungsabfälle (Up) über dem einen Isolationswiderstand (Rp) und dem Spannungsabfall (Um) über dem anderen Isolationswiderstand (Rm) ergibt. Dazu wird die in Fig. 1 gezeigte besondere Überwachungsschaltung verwendet die Gegenstand der parallelen Patentanmeldung Kennwort: "(1) Isolationsmesser" der gleichen Anmelderin ist und deren Inhalt zum Gegenstand der vorliegenden Patentanmeldung gemacht wird. Es wird eine Meßeinrichtung (15) verwendet, die zwar für jede Baueinheit (11, IS 11') eigene Eingangsmeßkreise (26, 26') aufweist, jedoch jenseits eines Wählschalters (23), der jeweils auf einen dieser Eingangsmeßkreise (26,26') usw. einstellbar ist, eine allen Baugruppen zugeordneten gemeinsame Folgeschaltung (27) besitzt. Der Aufbau der Eingangsmeßkreise ist zueinander gleich, weshalb es hier genügt, den einen Eingangskreis (26') näher zu beschreiben, der für die Baugruppe (11') des ersten Gestells (14') verwendet wird. 20 Beachtenswert ist, daß als Bezugspotential für einen Eingangsverstärker (19) der eine Pol der gemeinsamen Stromversorgung (12) herangezogen wird, nämlich in Fig. 1 ausweislich der an die Leitung (m) angeschlossenen Bezugsleitung (28) der Minuspol. Dies gilt auch für alle übrigen Eingangsmeßkieise, wie bei (26) zu entnehmen ist. Das Gestell (14') ist ausweislich der Anschlußleitung (29*) über einen hochohmigen Eingangswiderstand (Rtj) an den Verstärker (19) angeschlossen, was beim Eingangsmeßkreis (26) sinngemäß 25 für die Leitung (29) hinsichtlich der Erde (14) und ihren Eingangswiderstand (Rtg) gilt Am Eingang des Verstärkers (19) wirkt ein Innenwiderstand (Zij). In Fig. 1 bezeichnet die gestrichelte Linie (16) die Schnittstelle zwischen den Baugruppen (11,11') der Anlage (10) und den Meßeinrichtungen (15).
Der Wählschalter (23) schließt die gemeinsame Folgeschaltung (27) über sein bewegliches Kontaktglied (24) nacheinander an jeweils einen Kontakt (25) aus einer Schar von festen Kontakten (25) an, die jeweils mit 30 dem Ausgang der einzelnen Eingangsverstärker (19) in Verbindung stehen. Zur Folgeschaltung (27) gehört zunächst ein Filter (20), das unerwünschte Frequenzen ausschaltet. Dem schließt sich ein nur schematisch angedeuteter Spannungsteiler (32) an, dessen besondere Bedeutung in einer parallelen Anmeldung Kennwat "(4) Automatischer Abgleicher" näher beschrieben ist und deren Texte und Zeichnungen auch zum Inhalt der vorliegenden Anmeldung gemacht werden. Dann schließt sich ein Analog-Digital-Wandler (33) an, der die als 35 analoges Signal anfallenden Spannungen in eine digitale Ausgangsgröße umwandelt, nämlich in Frequenzen, die über eine Ausgangsleitung (34) zu einer Auswerteeinrichtung (30) gelangen.
Ausweislich der in Fig. 1 gestrichelten Linie (31) könnte der Wählschalter (23) auch an dieser Stelle der Meßeinrichtungen (15) vorgesehen sein und die vorgenannten Bauteile der Folgeschaltung (27) in entsprechender Stückzahl jeweils für sich in Fortsetzung der beschriebenen Eingangskreise (26, 26') jeder 40 Baugruppe (11,11') zugeordnet sein. Sowohl in diesem Fall als auch im dargestellten Ausführungsbeispiel von Fig. 1 kann aber für den Betrieb aller individuellen Bauteile der ganzen Meßeinrichtung (15) und der Auswerteeinrichtung (30) die gleiche Betriebsspannung (Ubj) verwendet werden. Dies ergibt sich als außerordentlich wichtiger Vorteil durch Verwendung des diesen Einrichtungen (15, 30) gemeinsamen Bezugspotentials (m). 45 Normalerweise erfolgt durch die Schaltung von Fig. 1 eine "passive Isolationsüberwachung", indem das bereits erwähnte Spannungsverhältnis (Vu) beobachtet wird. Man mißt den Spannungsabfall (Um) über dem Widerstand (Rm) in der jeweiligen Baugruppe und ermittelt auf nicht näher gezeigte Weise, z. B. durch einen zusätzlichen Schalter, über die gleiche Meßeinrichtung (15) auch die Batteriespannung (Ub). Aus der Differenz von (Ub und Um) wird mittelbar auch der Spannungsabfall (Up) über dem Widerstand (Rp) errechnet. Diese 50 Berechnungen erfolgen durch einen in der Auswerteeinrichtung (30) integrierten Rechner.
Die Auswerteeinrichtung vergleicht fortlaufend das jeweilige Spannungsverhältnis (Vu) mit definierten Fehlerspannungsverhältnissen. Wird ein Fehlerfall festgestellt, so gibt die Überwachungseinrichtung (30) einen Steuerimpuls ab, der über eine nicht näher gezeigte Steuerleitung auf einen Schalter (35) in der Meßeinrichtung (15) einwirkt. Der Schalter (35) wird dabei stets so geschaltet, daß ein zugehöriger Referenzwiderstand (Rrj 55 bzw. Rrjg) parallel zu jenem Isolationswiderstand geschaltet wird, der jeweils größer ist, also nicht den
Fehlerfall ausgelöst hat. Nach Ablauf einer durch Kapazitäten der Signalanlage (10) bedingten Einschwingzeit wird der Spannungsabfall (Umr) ermittelt, der unter Einbeziehung des Referenzwiderstands (Rr) entsteht und aus diesen Daten von einem Rechner der Auswerteeinrichtung (30) die aktuellen Isolationswiderstände (Rp und Rm) ermittelt. Aus diesem Ergebnis zieht die Auswerteeinrichtung (30) schließlich auch die weiteren -3-
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Konsequenzen, wie in der parallelen Patentanmeldung Kennwort: "(2) Kombinierte Überwachung" näher beschrieben ist, deren Inhalt auch zum Gegenstand der vorliegenden Anmeldung gemacht wird. Mit der Überwachungsschaltung von Fig. 1 ergibt sich eine optimale aktive Überwachung der verschiedenen Isolationswiderstände in der Signalanlage (10), wobei scheinbare Fehler von dieser Überwachungseinrichtung auch schon erkannt und hinsichtlich ihrer Konsequenzen angemessen behandelt werden.
Es kommt nun häufig vor, daß durch Induktionen in der Signalanlage (10) sehr hohe Spannungen entstehen. Diese machen es normalerweise erforderlich, kostspielige hochspannungsfeste Bauteile in der Meßeinrichtung (15) und in der Auswerteeinrichtung (30) zu verwenden, denn ein Kurzschließen des Meßeingangs kommt nicht inffage, weil eine eingangsseitige Niederohmigkeit bei dieser Überwachungsschaltung nicht zulässig ist Die Erfindung schlägt stattdessen die aus Fig. 2 ersichtlichen Maßnahmen vor, die hinsichtlich des Schaltungsteils der Meßeinrichtung (15) näher erläutert sind, der sich hinsichtlich der mit der Erde (14) verbundenen Baugruppe (11) aus Fig. 1 ergibt Die aus Fig. 2 ersichtlichen Bauteile sind sinngemäß auch bei jenen Schaltungsteilen zu denken, die zur Überwachung der Isolationswiderstände aller übrigen Baugruppen (11') usw. von Fig. 1 dienlich sind.
Wie aus Fig. 2 erkennbar, liegt dem Eingang des Detektors (17) ein hochohmiger Spannungsteiler (R^, R) vorgeschaltet, der einerseits an die Anschlußleitung und andererseits an die Polleitung (m) angeschlossen ist welche auch für den Detektor (17) das für alle Bauelemente der Meßeinrichtung (15) maßgebliche Bezugspotential liefert, was sich aus der Eingangsleitung (18) zum Detektor (17) ergibt. Der Detektor (17) wird von der für die übrigen Bauteile der Meßeinrichtung (15) benutzten gleichen Betriebsspannung (Ubj) gespeisL Gegenüber dieser Betriebsspannung sind schließlich auch zwei Stell wider stände (Rgp und Rsm) wirksam, mit denen Überspannungsschwellen einstellbar sind, auf welche der Detektor (17) hinsichtlich der positiven Überspannungen einerseits und negativen Überspannungen andererseits anspricht.
Stellt der Detektor (17) an seinem durch die Leitungen (18, 21) bestimmten Eingang eine unzulässig hohe Spannung fest, welche die durch die Stellwiderstände (RSp> Rsm) vorgesehenen Spannungen übersteigt, so gibt er über die Leitung (22) ein Signal an eine Steuerung (36), die auch an die bereits erwähnte Betriebsspannung (Ubj) angeschlossen ist und auf ein elektromechanisches Schaltelement (S) einwirkt, das z. B. aus einem Reedreiais besteht und den aus Fig. 2 ersichtlichen Kontakt (37) öffnet, der nicht nur vor dem hochohmigen Eingang (M) des erwähnten Eingangsverstärkers (19), sondern auch vor dem dem Eingang (M) vorgeschalteten Referenzwiderstand (Rrjj) liegt und daher nachfolgend kurz Eingangsschalter (37) bezeichnet werden soll. Dadurch ist die Anschlußleitung (29) zum Eingang (M) des Verstärkers (19) unterbrochen. Die unzulässig hohe Überspannung wird daher nicht mehr für die verschiedenen Bauteile des Eingangsmeßkieises (26) und auch nicht die Bauteile der Folgeschaltung (27) und diejenigen der Auswerteeinrichtung wirksam.
Der Eingangsschalter (37), der, wie bereits erwähnt, von einem Reedreiais gebildet sein kann, ist hochspannungsfest, z. B. bis 5 kV, und außerordentlich schnell wirksam mit einer Abfallzeit von ca. 0,5 ms. Alle hochspannungsempfindlichen Bauteile sind gegenüber der Erde (14), die bei dieser Baugruppe (11) wirksam ist, getrennt Bei den anderen Baugruppen, z. B. der Baugruppe (11'), erfolgt diese Trennung gegenüber dem Gestell (14'). Die Gesamtzeit vom Überschreiten der Uberspannungsschwelle bis zum Öffnen des Eingangsschalters (37) ist außerordentlich kurz und liegt erfahrungsgemäß zwischen 2 bis 4 ms, was von der Beschaltung der nachfolgenden Bauteile und der abzuwehrenden Überspannung abhängt.
Die von der Polleitung (m) gelieferte Bezugsspannung ist, wie aus Fig. 2 hervorgeht, über mit der Bezugsleitung (28) zusammenhängende Verbindungsleitungen (38, 39, 40, 41, 42) sowohl bei der erwähnten Steuerung (36) als auch bei den Bauteilen (19, 20, 32, 33) und der Auswerteeinrichtung (30) wirksam. Über eine Signalleitung (43) wird im Ansprechfall von der Steuerung (36) ein entsprechender Impuls der Auswerteeinrichtung (30) zugeführt, der dort weiter verarbeitet werden kann. Ein solcher Impuls veranlaßt in der Auswerteeinrichtung (30), daß das vorstehend ausführlich beschriebene Arbeitsprogramm zur mittelbaren und unmittelbaren Überwachung der Isolationswiderstände (Rp und Rm) unwirksam gesetzt wird. Dadurch werden die durch den geöffneten Eingangsschalter (37) bedingten Fehlmessungen vermieden.
Ein solches über die Signalleitung (43) empfangenes Signal kann die Auswerteeinrichtung (30) auch zu einer entsprechenden Anzeige veranlassen und einer Bedienungsperson kündbar machen, daß die Meßeinrichtung (15) zunächst unwirksam ist. Die Bedienungsperson kann daraufhin die Sachlage überprüfen und manuell den Eingangsschalter (37) wieder schließen, was natürlich durch Handhabung eines mit der Steuerung (36) verbundenen Betätigers erfolgt
Eine Alternative besteht darin, daß der Detektor (17) auch auf Unterschreiten der Überspannungsschwelle reagiert, einen Impuls an die Steuerung (36) abgibt und über die Signalleitung (43) die Auswerteeinrichtung (30) darüber informiert. Diese kann dann durch Auswertung eines im Computer eingespeicherten Arbeitsprogramms über eine Steuerleitung (44) auf die Steuerung (36) wieder zurückwirken und das Schaltelement (S) veranlassen, den Kontakt (37) wieder zu schließen. Auf diesem Wege ist die Meßeinrichtung (15) selbsttätig wieder für den weiteren Überwachungsvorgang der Isolationswiderstände (Rm, Rp) wirksam gesetzt worden. -4-
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Liste der Bezngszeichen und Benennungen: (10) elektrische Anlage, Signalanlage (11) gegenüber der Erde (14) wirksame Baugruppe (11') gegenüber einem Gestell (14') wirksame Baugruppe (12) Stromversorgung (13) Stromspeicher, Batterie (14) Eide (14') erstes Gestell (15) Meßeinrichtung (16) Linie der Schnittstelle zwischen (10,15) (17) Detektor (18) Eingangsleitung von (17) (19) Eingangsverstärker (20) Bauelement, Filter (21) Eingangsleitung von (17) (22) Leitung zwischen (17 und 36) (23) Wählschalter (24) bewegliches Kontaktglied von (23) (25) fest»: Kontakt von (23) (26) Eingangskreis zu (11) (26') Eingangskreis zu (11') (27) Folgeschaltung zu (26 und 26') (28) Leitung für Bezugspotential, Bezugsleitung (29) Anschlußleitung zu (14) (29’) Anschlußleitung zu (14') (30) Auswerteeinrichtung (31) Linie der Schnittstelle zwischen (15, 30) (32) Bauelement, Spannungsteiler (33) Bauelement, Analog-Digital-Wandler (34) Ausgangsleitung von (27) (35) Schalter (36) Steuerung (37) Kontakt von (S), Eingangsschalter (38) Verbindungsleitung zu (36) (39) Verbindungsleitung zu (19) (40) Verbindungsleitung zu (20) (41) Verbindungsleitung zu (33) (42) Verbindungsleitung zu (30) (43) Signalleitung zwischen (30, 36) (44) Steuerleitung zwischen (30, 36) (m) Polleitung zum Minuspol von (13) (M) Meßeingang (p) Polleitung zum Pluspol von (13) (RmE) Isolationswiderstand zwischen Minuspol und Erde (14) (Rm j) Isolationswiderstand zwischen Minuspol und Gestell (14') (Rm) Isolationswiderstand zwischen Minuspol und einem Gestell bzw. Erde (Rpj) Isolationswiderstand zwischen Pluspol und Gestell (14') (Rpg) Isolationswiderstand zwischen Pluspol und Erde (14) (Rp) Isolationswiderstand zwischen Pluspol und einem Gestell bzw. Erde (RrE) Referenzwiderstand in der gegenüber der Erde wirksamen Meßeinrichtung von (26) (Rrj) Referenzwiderstand in der gegenüber dem Gestell (14') wirksamen Meßeinrichtung (26') (Rr) Referenzwiderstand in der gegenüber der Erde oder einem Gestell wirksamen beliebigen
Meßeinrichtung (RtE) Eingangswiderstand bei der gegenüb»’ d» Erde wirksamen Baugruppe (11) (Rtj) Eingangswiderstand bei der gegenüb» dem Gestell (14) wirksamen Baugruppe (11') (R^) Eingangswiderstand für (17) (R) Eingangswiderstand von (17) -5-
Claims (8)
- AT 393 915 B (R„n) Stellwiderstand für positive Überspannungsschwelle (Rs m) Stellwiderstand für negative Uberspannungsschwelle (S) Schaltelement, Reedreiais (Ub) Batteriespannung des Stromspeichers (13) (+U b i) positive Betriebsspannung aller Bauteile der Meßeinrichtung (15) und der Auswerteeinrichtung (30) (-Ubj) negative Betriebsspannung aller Bauteile der Meßeinrichtung (15) und der Auswerteeinrichtung (30) (Umr) Teilspannung an (Rin) mit eingeschaltetem (Rr) (Um) Teilspannung an (Rin) mit ausgeschaltetem (Rr) (Vu) Spannungsverhältnis der Spannungsabfälle über (Rp und Rm) (ZiE) Innenwiderstand des Eingangsverstärkers bei (26) (Zij) Innenwiderstand des Eingangsverstärkers bei (26') PATENTANSPRÜCHE 1. Schaltung zur Überwachung der Isolationswiderstände einer Schar von Baugruppen einer elektrischen Anlage mit einer gemeinsamen erdfreien Stromversorgung, insbesondere einer femmelde- oder signaltechnischen Einrichtung mit einzelne Baugruppen aufnehmenden Trägem (Gestell), wobei die Isolationswiderstände zwischen den beiden Polen der Stromversorgung und den einzelnen Baugruppen-Trägem bzw. der gemeinsamen Erde entstehen, mit einer Meßeinrichtung, umfassend einen hochohmigen Eingang (Meßeingang) für die aus den zu überwachenden Isolationswiderständen resultierenden Meßgrößen in der jeweiligen Baugruppe und einerseits dem Meßeingang vorgeschaltete elektrische Bauelemente, wie Widerstände, und andererseits dem Meßeingang nachgeschaltete Bauelemente zur Aufbereitung der Meßgröße wie Frequenzfilter, und mit einer daran angeschlossenen Auswerteeinrichtung für die aufbereiteten Meßgrößen, dadurch gekennzeichnet, daß vor den vorgeschalteten Bauelementen (Rr), parallel zum Meßeingang (M) bzw. parallel zu den Meßpunkten zwischen einem der Pole (m) bzw. (p) der Stromversorgung (12) und den einzelnen Baugruppen-Trägem (14') bzw. der gemeinsamen Erde (14), ein hochohmiger (R^, R) Detektor (17) geschaltet ist, der auf Überschreiten einer bestimmten Spannung (Überspannungs-Schwelle) anspricht, und im Ansprechfall einen vor den dem Meßeingang (M) vorgeschalteten Bauelement (Rr) angeordneten Schalter (S) (Eingangsschalter (37)) öffnet.
- 2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Detektor (17) auch auf Unterschreiten der Überspannungsschwelle reagiert und in diesem Fall den geöffneten Eingangsschalter (37) selbsttätig wieder schließt.
- 3. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die im Ansprechfall erzielte Offenstellung des Eingangsschalters (37) in der Auswerteeinrichtung (30) anzeigbar ist und der Eingangsschalter (37) durch manuelle Betätigung erst wieder einschaltbar ist.
- 4. Schaltung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Detektor (17) zwei getrennte Überspannungsschwellen (RSp* Rsm) für positive und negative Überspannungen aufweist.
- 5. Schaltung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Überspannungsschwellen in ihrem Schwellenwert (Rgp, Rsm) jeweils für sich einstellbar sind.
- 6. Schaltung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Eingangsschalter (37) ein Schaltglied (S), wie ein Reedreiais, ist
- 7. Schaltung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß im Ansprechfall des Detektors (17) die Auswerteeinrichtung (30) ein Signal (43) erhält, das die Auswerteeinrichtung (30) für die Überwachung der Isolationswiderstände (Rp, Rm) in der betreffenden Baugruppe (11,11') der Anlage unwirksam setzt. -6- AT 393 915 B
- 8. Schaltung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Bezugspotential für die Meßeinrichtung (15), die Auswerteeinrichtung (30), den Detektor (17) und dessen Steuerung (36) der eine Pol der Stromversorgung (12) ist, wie der Minuspol (Polleitung (m)). 5 Hiezu 2 Blatt Zeichnungen
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