AT393556B - Sicherheitseinrichtung fuer die brennstoffversorgungsanlage eines oelbrenners - Google Patents
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Description
AT 393 556 B
Die Erfindung betrifft eine Sicherheitseinrichtung für die Brennstoffversorgungsanlage eines Ölbrenners, bei der von feinem Tank zur Saugseite einer Ölpumpe eine Saugleitung sowie weiterhin von deren Druckseite über ein Abschaltventil, vorzugsweise Magnetventil, eine Druckleitung zum Ölbrenner geführt ist, wobei von der Druckleitung eine Rücklaufleitung abzweigt, die wahlweise an die Saugseite der Ölpumpe oder an den Tank an-5 schließbar ist und in die ein Druckregelventü gelegt ist
Die Ölpumpe einer solchen Brennstoffversorgungsanlage fördert zumeist mehr Öl, als für den Brenner erforderlich ist Eine Rücklaufleitung mit eingebautem Druckregelventü, welches den Förderdruck in der Druckleitung zum Brenner auf einen eingestellten Betriebsdruck hält ist daher obligat Die Rückführung überschüssigen Öls erfolgt hierbei im sogenannten Zweistrang-Betrieb direkt zum Tank oder bei einem Einstrang-Betrieb zur Saug-10 Seite der Ölpumpe, d. h. im vorliegenden Fall zum gleichen oder einem zweiten Sauganschluß der Ölpumpe.
Da Brenner, Ventile, Pumpe und Gebläse üblicherweise zu einer Baueinheit zusammengebaut sind, ist die Rücklaufleitung bei Einstrang-Anlagen sehr kurz und der Druckabfall dementsprechend gering, zumal eine zweite Leitung zum Tank entfällt Allerdings ist das Leitungssystem stets mit Öl gefüllt, was bei längerem Stillstand der Anlage zu Ablagerungen in den Leitungen führen kann bzw. müssen diese umständlich entleert werden. Die 15 Leitungen einer Zweistrang-Anlage können jedoch problemlos vollständig direkt in den Tank entleert werden, was beispielsweise auch bei regelmäßiger Wartung oder bei Reparaturen erforderlich sein kann.
Bekannte Anlagen weisen daher in der Ölpumpe z. B. ein Abzweigstück auf, von dem eine Leitung zum Tank und eine weitere Leitung zur Pumpensaugseite führen. Eine einfache Umschalteinrichtung besteht darin, daß eine Sperrschraube je nach Betriebsart die Rücklaufleitung sperrt 20 Ziel der Erfindung ist es, bei einer bekannten Brennstoffversorgungsanlage, in deren Rücklaufleitung eine sol che einfache Umschalteinrichtung angeordnet ist, diese derart zu ergänzen, daß etwaige Bedienungsfehler beim Umbau bzw. Umschalten einer Einstrang-Anlage auf eine Zweistrang-Anlage bzw. umgekehrt, nicht die Zerstörung des Brennstoffversorgungssystems, insbesondere der Dichtungen bewirken.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß in der Rücklaufleitung zwischen dem Druckregelventü und 25 dem Tank ein Sicherheits-Umschaltventil angeordnet ist, dessen Gehäuse die äußere Begrenzung einer Ringkammer um einen Teü der Rücklaufleitung bildet, der zumindest eine Öffnung aufweist, die von einem auf den Teü der Rücklauf leitung aufgezogenen, elastischen Schlauchstück abgedeckt ist, wobei die Länge des Schlauchstückes kleiner als jene der Ringkammer ist, sodaß bei entsprechendem Überdruck in der Rücklaufleitung zwischen dieser sowie dem Schlauchstück ein Spalt gebildet wird, durch welchen Öl in die Ringkammer austritt, die an die Saug-30 leitung der Ölpumpe angeschlossen ist.
Die die Verbindung Rücklaufleitung-Saugleitung sperrende Schraube kann also in einfacher Weise entfallen. Erfolgt nun z. B. beim Umschalten auf Einstrang-Betrieb die Entfernung der Schraube für die Freigabe der zum Tank abgehenden Leitung irrtümlich nicht, kann bei Inbetriebnahme der Pumpe für beispielsweise eine vollstän-dige Entleerung des Leitungssystems kein unzulässiger Überdruck entstehen, da das Sicherheits-Umschaltventil 35 die weitere Leitung zur Pumpensaugseite freigibt. Die Anlage ist also hinsichtlich des Umschaltens von Einstrang-Betrieb auf Zweistrang-Betrieb bzw. umgekehrt eigensicher. Für den nachträglichen Einbau des erfindungsgemäßen Sicherheits-Umschaltventils in eine bestehende Brenn-stoffvereorgungsanlage der eingangs genannten Art wird in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, daß die Rücklaufleitung in zwei Teile mit voneinander beabstandeten Enden geteüt wird und in den hierdurch ge-40 büdeten Zwischenraum das Sicherheits-Umschaltventil als vorgefertigte Baueinheit eingepaßt sowie dicht mit den Teilen der Rücklaufleitung verbunden wird, wobei der zumindest eine Öffnung aufweisende Teil der Rücklaufleitung durch den inneren Mantel der außen vom Gehäuse begrenzten Ringkammer ersetzt ist.
Ausführungsbeispiele und Einzelheiten sind in den Zeichnungen dargestellt.
Es zeigt Fig. 1 die Anordnung des erfmdungsgemäßen Sicherheits-Umschaltventils im Leitungssystem einer 45 Brennstoffversorgungsanlage, Fig. 2 den grundsätzlichen Aufbau des Sicherheits-Umschaltventils und Fig. 3 eine Ausbildung des Sicherheits-Umschaltventils als vorgefertigte Baueinheit.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Anlage ist ein Tank (1) über eine Saugleitung (2) an die Saugseite einer Ölpumpe (4) angeschlossen. Von der Druckseite der Ölpumpe (4) geht die Druckleitung (3) ab, welche zu einem Abschaltventil (5), vorzugsweise ein Magnetventil, und weiterhin zur Öldüse (6) führt Von der Druckleitung 50 (3) zweigt stromauf des Abschaltventils (5) eine Rücklaufleitung (7) ab, in die in Strömungsrichtung vor ei nem erfindungsgemäßen Sicherheits-Umschaltventil (9) ein Drucfaegelventil (8) gelegt ist. Ein Teil (7") der Rücklaufleitung (7) schließt vom Sicherheits-Umschaltventil (9) ausgehend den Rücklaufleitungsstrang zum Tank (1) beim sogenannten Zweistrang-Betrieb ab.
Vom Sicherheits-Umschaltventil (9) führt schließlich eine weitere Saugleitung (10) zu einem Saugan-55 Schluß der Ölpumpe (4). Im Zweistrang-Betrieb der Anlage ist damit der Kreislauf von rückfließendem, überschüssigen Öl über das Druckregelventü (8), dem Teil (7') der Rücklaufleitung (7) durch das Sicherheits-Umschaltventil (9) und die weitere Saugleitung (10) zur Saugseite der Ölpumpe (4) geschlossen.
Der Teil (7") der Rücklaufleitung (7) ist durch ein nicht dargestelltes Absperrorgan versperrt. Durch die Entfernung dieses Absperrorganes arbeitet die Anlage im Zweistrang-Betrieb, d. h. überschüssiges Öl fließt durch den 60 Teil (7") der Rücklaufleitung (7) in den Tank (1) zurück.
Beim grundsätzlichen Aufbau des Sicherheits-Umschaltventils (9) gemäß Fig. 2 umschließt ein Gehäuse (11) jenen Bereich der Rücklaufleitung (7), in dem sich zumindest eine Öffnung (13) in der Rücklaufleitung -2-
Claims (2)
- AT 393 556 B (7) befindet. Das Gehäuse (11) ist dosenförmig gestaltet und weist an den Stirnseiten je eine Öffnung für die Durchführung der Rücklaufleitung (7) auf. Es wird also durch das Gehäuse (11) und die Rücklaufleitung (7) eine Ringkammer (14) begrenzt. In dieser Ringkammer (14) befindet sich ein elastisches Schlauchstück (12), das alle Öffnungen (13) in dem Teil der Rücklaufleitung (7), der sich innerhalb des dosenförmigen Gehäuses (11) befindet, abdeckt. Das elastische Schlauchstück (12) wird vor der Montage des Gehäuses (11) auf die Rücklaufleitung (7) aufgezogen und verschließt alle Öffnungen (13) dicht, wenn der Leitungsdruck den Anpreß· druck des gedehnten Schlauchstückes (12) an die Rücklaufleitung (7) nicht überschreitet Im Mantel des dosenförmigen Gehäuses (11) ist eine Auslaßöffnung vorgesehen, durch die in die Ringkammer (14) austretendes Öl in eine Saugleitung (10) abgeführt wird. Das dosenförmige Gehäuse (11) ist an den Stellen (15), wo die Rücklaufleitung (7) das Gehäuse (11) durchdringt an dieser in geeigneter Weise z. B. durch Verschraubung, Verschweißung oder Klemmverbindung dicht zu befestigen. Analoges gilt für die Anschlußstelle (15) der weiteren Saugleitung (10) an das Gehäuse (11). Die Fig. 3 zeigt eine Ausführungsvariante des Sicherheits-Umschaltventils (9), die für die Nachrüstung bei bestehenden Anlagen besonders geeignet ist Aus der Rücklaufleitung (7) wird in diesem Fall ein Stück herausgenommen. In den derart gebildeten Zwischenraum wird das Sicherheits-Umschaltventil (9) als vorgefertigte Baueinheit eingepaßt und dicht mit den beabstandeten Enden der Teile (7', 7") der Rücklaufleitung (7) verbunden. Der grundsätzliche Aufbau des Sicherheits-Umschaltventils (9), wie er in der Fig. 2 gezeigt ist ist auch bei der vorgefertigten Baueinheit gegeben. Der Teil der Rücklaufleitung (7), welcher die zumindest eine Öffnung (13) aufweist ist durch ein Rohrstück ersetzt, das nunmehr den inneren Mantel (16) der außen vom Gehäuse (11') begrenzten Ringkammer (14) bildet. Das Gehäuse (1Γ) und das als innerer Mantel (16) fungierende Rohrstück sind vorgefertigt dicht miteinander verbunden, z. B. verschraubt, wobei wie zur Fig. 2 beschrieben, das Aufziehen des elastischen Schlauchstückes (12) auf das Rohrstück vor dessen Zusammenfügen mit dem Gehäuse (11') erfolgt. Die dichte Verbindung der weiteren Saugleitung (10) sowie der Teile (7', 7") der Rücklaufleitung (7) mit den Anschlußstellen (15) des Sicherheits-Umschaltventils (9) kann z. B. durch Verschraubung, Verschweißung oder geeignete Klemmverbindungen erfolgen. Beispielsweise kann die Ausführung nach Fig. 2 vorteilhaft bei relativ kurzen Ölleitungen, die meist im Pumpengehäuse, Tank bzw. Ventilgehäuse eingeschraubt sind, nachgerüstet werden. Die kurze Rücklaufleitung wird in diesem Fall vom jeweiligen Gehäuse gelöst und zumindest eine Öffnung (13) in der Leitung gebohrt Danach wird das elastische Schlauchstück (12) aufgezogen und das Gehäuse (11) darübergeschoben. Die Befestigung sowie Dichtung gegenüber der Rücklaufleitung (7) und der Anschluß einer weiteren Saugleitung (10) erfolgt in bekannter Weise z. B. durch Verschweißen, Klemmung oder Verschraubung. Bei langen Leitungen empfiehlt sich die Herausnahme eines passenden Leitungsstückes und Einfügen eines vorgefertigten Sicherheits-Umschaltventils (9). Die Anwendung der Erfindung ist nicht auf Brennstoffversorgungsanlagen beschränkt, sondern kann auch bei allen übrigen Anlagen eingebaut werden, die ein Rücklaufsystem für fluide Stoffe aufweisen. PATENTANSPRÜCHE 1. Sicherheitseinrichtung für die Brennstoffversorgungsanlage eines Ölbrenners, bei der von einem Tank zur Saugseite einer Ölpumpe eine Saugleitung sowie weiterhin von deren Druckseite über ein Abschaltventil, vorzugsweise Magnetventil, eine Druckleitung zum Ölbrenner geführt ist wobei von der Druckleitung eine Rücklaufleitung abzweigt die wahlweise an die Saugseite der Ölpumpe oder an den Tank anschließbar ist und in die ein Druckregelventil gelegt ist, dadurch gekennzeichnet, daß in der Rücklaufleitung (7) zwischen dem Druckregelventil (8) und dem Tank (1) ein Sicherheits-Umschaltventil (9) angeordnet ist, dessen Gehäuse (11,11') die äußere Begrenzung einer Ringkammer (14) um einen Teil der Rücklaufleitung (7) bildet, der zumindest eine Öffnung (13) aufweist, die von einem auf den Teil der Rücklaufleitung (7) aufgezogenen, elastischen Schlauchstück (12) abgedeckt ist, wobei die Länge des Schlauchstückes (12) kleiner als jene der Ringkammer (14) ist, sodaß bei entsprechendem Überdruck in der Rücklaufleitung (7) zwischen dieser sowie dem Schlauchstück (12) ein Spalt gebildet wird, durch welchen Öl in die Ringkammer (14) austritt, die an eine weitere zur Ölpumpe (4) führende Saugleitung (10) angeschlossen ist.
- 2. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rücklaufleitung (7) in zwei Teile (7', 7") mit voneinander beabstandeten Enden geteilt ist und in den hierdurch gebildeten Zwischenraum das Sicherheits-Umschaltventil (9) als vorgefertigte Baueinheit eingepaßt sowie dicht mit den Teilen (7', 7") der Rücklaufleitung (7) verbunden ist, wobei der zumindest eine Öffnung (13) auf weisende Teil der Rücklaufleitung (7) durch den inneren Mantel (16) der außen vom Gehäuse (11) begrenzten Ringkammer (14) ersetzt ist. Hiezu 1 Blatt Zeichnung -3-
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