AT393453B - Verfahren zum schutz eines tieres gegen coccidiose - Google Patents
Verfahren zum schutz eines tieres gegen coccidiose Download PDFInfo
- Publication number
- AT393453B AT393453B AT2160/87A AT216087A AT393453B AT 393453 B AT393453 B AT 393453B AT 2160/87 A AT2160/87 A AT 2160/87A AT 216087 A AT216087 A AT 216087A AT 393453 B AT393453 B AT 393453B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- ionophore
- bird
- eimeria
- monensin
- immunized
- Prior art date
Links
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61K—PREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
- A61K39/00—Medicinal preparations containing antigens or antibodies
- A61K39/12—Viral antigens
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61D—VETERINARY INSTRUMENTS, IMPLEMENTS, TOOLS, OR METHODS
- A61D1/00—Surgical instruments for veterinary use
- A61D1/02—Trocars or cannulas for teats; Vaccination appliances
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61K—PREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
- A61K35/00—Medicinal preparations containing materials or reaction products thereof with undetermined constitution
- A61K35/12—Materials from mammals; Compositions comprising non-specified tissues or cells; Compositions comprising non-embryonic stem cells; Genetically modified cells
- A61K35/14—Blood; Artificial blood
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61K—PREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
- A61K39/00—Medicinal preparations containing antigens or antibodies
- A61K39/002—Protozoa antigens
- A61K39/012—Coccidia antigens
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61P—SPECIFIC THERAPEUTIC ACTIVITY OF CHEMICAL COMPOUNDS OR MEDICINAL PREPARATIONS
- A61P31/00—Antiinfectives, i.e. antibiotics, antiseptics, chemotherapeutics
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61P—SPECIFIC THERAPEUTIC ACTIVITY OF CHEMICAL COMPOUNDS OR MEDICINAL PREPARATIONS
- A61P31/00—Antiinfectives, i.e. antibiotics, antiseptics, chemotherapeutics
- A61P31/04—Antibacterial agents
Landscapes
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Veterinary Medicine (AREA)
- Animal Behavior & Ethology (AREA)
- Public Health (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Pharmacology & Pharmacy (AREA)
- Epidemiology (AREA)
- Immunology (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Nuclear Medicine, Radiotherapy & Molecular Imaging (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Virology (AREA)
- Oncology (AREA)
- Microbiology (AREA)
- Mycology (AREA)
- Communicable Diseases (AREA)
- Zoology (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Wood Science & Technology (AREA)
- Surgery (AREA)
- Hematology (AREA)
- Biomedical Technology (AREA)
- Biotechnology (AREA)
- Cell Biology (AREA)
- Developmental Biology & Embryology (AREA)
- Tropical Medicine & Parasitology (AREA)
- Fodder In General (AREA)
- Feed For Specific Animals (AREA)
- Medicines Containing Material From Animals Or Micro-Organisms (AREA)
- Medicines Containing Antibodies Or Antigens For Use As Internal Diagnostic Agents (AREA)
- Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
Description
AT 393 453 B
Die vorliegende Eifindung ist auf ein verbessertes Verfahren zur Bekämpfung von Coccidiose gerichtet.
In der US-PS Nr. 4,544.548 ist ein Verfahren zur Verhinderung von Coccidiose durch die kontinuierliche Verabreichung von Oocysten an Geflügel beschrieben.
Es ist nunmehr gefunden worden, daß ein verbesserter Schutz durch Initialverabreichung von Oocysten, 5 gefolgt von Chemotherapie, erzielt werden kann. Somit beruht die Erfindung auf der Entdeckung einer Technik, bei welcher Immunisierung zusammen mit Ionophorchemotherapie angewendet werden kann.
Die vorliegende Erfindung ist auf ein Verfahren zum Schutz eines Coccidiose-empfänglichen Tieres gegen Coccidiose gerichtet, welches darin besteht, daß man 10 (1) dem Tier im neugeborenen Zustand infektiöse Coccidienorganismen in einer Zahl oral verabreicht, welche zum Hervorrufen einer Immunantwort durch das Tier wirksam ist, während (2) das Tier während eines Zeitraumes, der mit der Geburt oder dem Ausschlüpfen beginnt und nach Stufe (1) fortdauert, bis Spoiozoiten in Wirtszellen eingedrungen sind, frei von jeglicher Anticoccidiose-Chemotherapie hält, und 15 (3) danach eine anticoccidiell wirksame Dosis eines Ionophors im wesentlichen fortlaufend während der
Lebenszeit des Tieres verabreicht.
Die für Coccidiose am meisten empfänglichen Tiere sind die verschiedenen Vogelarten. Demgemäß besteht eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in der Anwendung des obigen Verfahrens bei 20 Vogelarten.
Die Verwendung der Ionophor-Coccidien-Bekämpfungsmittel bei Vogelarten war ungewöhnlich erfolgreich, weil nur eine kleine Zahl von Eimeria-Stämmen (Eimeria ist das Protozoenpathogen, welches Coccidiose hervorruft) gegen die Ionophoren reduzierte Empfindlichkeit oder Resistenz zeigt. Jedoch stellt selbst dieses begrenzte Auftreten von Resistenz ein Problem für die Geflügelindustrie dar. Zusätzlich zu dem Verlust durch 25 verringerte Gewichtszunahme, geringere Futterverwertung u. dgl. kann Coccidiose selbst in ein»' milden Form das Auftreten von Pigmentierung stören. Das Ergebnis ist ein Geflügel, das den Erwartungen des Konsumenten, die dieser an das Aussehen stellt, nicht entspricht Es ist daher ein and»» Vorteil, daß die vorliegende Erfindung zur Bekämpfung von Coccidiose, die resistenten Stämmen von Eimeria zuzuschreiben ist, angewendet werden kann. 30 Weiterhin ist entdeckt worden, daß diese Bekämpfung resistent» Stämme durch Verabreichung von Eimeria-
Stämmen erzielt werden kann, welche Ionophor-empfindlich sind, wobei das Risiko von weit»er Resistenzausbreitung auf ein Minimum herabgesetzt wird. Somit ist gemäß ein» besonders bevorzugten Ausführungsform die vorliegende Erfindung auf ein spezielles Verfahren zum Schutz von Vogelarten gegen Coccidiose, die einem Ionophor-resistenten Stamm von Eimeria zuzuschreiben ist, gerichtet, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß 35 man (1) der Vogelart innerhalb von 24 Stunden nach dem Ausschlüpfen eine wirksame Zahl infektiöser Organismen eines Ionophor-empfindlichen Stammes von Eimeria, der geeignet ist, Immunität gegen den Ionophor-resistenten Stamm von Einreria zu verleih»!, oral verabreicht, wobei 40 (2) die Vogelart während eines Zeitraumes, der mit dem Ausschlüpfen beginnt und nach Stufe (1) fortdauert, bis Spoiozoiten in Wirtszellen eingedrungen sind, von jedwedem chemotherapeutischen Coccidien-bekämpfungsmittel freihält, und (3) anschließend eine anticoccidiell wirksame Dosis eines Ionophors im wesentlichen fortlaufend während d» Lebenszeit d» Vogelart verabreicht 45
Die Ionophore sind eine Klasse von Antibiotika mit komplexer Struktur, da sie mehrere Sau»stoffatome enthalten, sind sie auch als Polyeth» bekannt. Viele Glied» dieser Klasse sind b»eits bekannt, und andere w»den von Zeit zu Zeit entdeckt Alle Ionophoren zeigen anticocddielle Wirksamkeit obgleich das relative Ausmaß solch» Wirksamkeit von Ionophor zu Ionophor variiert, und gelegentlich die Toxizität eines besonderen 50 Ionophors dessen Verwendung als Coccidienbekämpfungsmittel unpraktisch machen kann. Zu den Ionophoren, die Bedeutung für die kommerzielle Bekämpfung von Coccidiose erlangt haben, gehören Monensin, Narasin, Lasalocid und Salinomycin. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung können beliebige dies» Ionophoren angewendet werden. Zu anderen repräsentativen Ionophor»!, die im Rahmen der vorliegenden Erfindung angewendet werden können, gehören Laidlomycin, Nigericin, Grisorixin, Dianemycin, Lenoremycin, 55 Lonomycin, Antibiotikum X206, Alborixin, Septamycin, Antibiotikum A204, Etheromycin, Isolasalocid, Lysocellin, Antibiotikum A23187, Maduramicin, A80190 und A 80438.
Das vorliegende verbesserte Verfahren zur Bekämpfung von Coccidiose kann bei beliebig»!, für Coccidiose empfänglichen Tieren angewendet w»den. Obgleich warmblütige Ti»e aller Art für Coccidiose empfänglich sind, leiden Vogelarten an Coccidiose am meisten; daher ist die chemoth»apeutische Behandlung durch einen der 60 Ionophoren nahezu universell. Hühnchen und Truthühner sind die Spezies, die Schutz gegen Coccidiose am häufigsten benötigen, und wegen ihr» wirtschaftlichen Bedeutung ist die vorliegende Erfindung für diese Spezies am nützlichsten. Die vorliegende Erfindung kann jedoch auch bei and»en Spezies von Vogelarten, wie Enten, -2-
AT 393 453 B Gänsen, Wachteln, Fasanen u. dgl., ausgeführt werden. Warmblütige Tiere, die von Vogelarien verschieden sind, werden manchmal durch Verwendung der gleichen Ionophoren, die bei Geflügelarten benützt werden, gegen Coccidiose geschützt. Das vorliegende verbesserte Verfahren kann daher bei solchen anderen Spezies, wie Rindern, Schafen, Schweinen u. dgl., benützt werden. 5 Die vorliegende Erfindung wird ausgeführt, indem infektiöse Coccidienarganismen an ein für Coccidiose empfängliches Tier verabreicht werden. Die Verabreichung wird im Neonatenstadium ausgeführt, kurz nach der Geburt oder dem Ausschlüpfen. Im allgemeinen wird die Verabreichung innerhalb der ersten 24 Stunden von der Geburt oder dem Ausschlüpfen an vorgenommen werden. Bei typischen Praktiken mit Geflügel wird jeder Vogel kurz nach dem Ausschlüpfen, im allgemeinen innerhalb der ersten 6 bis 12 Stunden nach dem Ausschlüpfen, 10 hündisch aufgenommen. Bei diesem händischen Aufnehmen wird der Vogel typischerweise entschnäbelt und gegen verschiedene Krankheiten, insbesondere Marek'sche Krankheit, infektiöse Bronchitis, Newcastle Krankheit u. dgl., vakziniert Bei anderen Geflügelspezies werden die Vögel nicht einzeln händisch aufgenommen oder entschnäbelt, aber nichtsdestoweniger in diesem Neonatenstadium einer Behandlung mit einem Aerosol ausgesetzt welches die erforderlichen Vakzine gegen die gleiche Krankheit ffeisetzt IS Es ist gefunden worden, daß die vorliegende Erfindung zweckmäßigerweise als Teil dieser Standardverfahrensweisen praktisch ausgeführt werden kann, daß aber bestimmte Zeitverhältnisse beobachtet werden müssen, um die Vorteile der vorliegenden Erfindung zu erzielen. Verschiedene Autoren geben an, daß ein eben ausgeschlüpfter Vogel unfähig ist eine volle Immunantwort zu geben. Es ist jedoch gefunden worden, daß die Vakzinierung im Neonatenstadium tatsächlich wirksam ist und bei Anwendung in Verbindung mit dem 20 frühestmöglichen Gebrauch von Ionophoren, der mit dem Immunisierungsverfahren vereinbar ist eine überlegene
Bekämpfung von Coccidiose ergibt
Gemäß der vorliegenden Erfindung werden infektiöse Coccidienorganismen dem gegen Coccidiose zu schützenden Ti» verabreicht Die genaue Form der Organismen ist nicht kritisch, solang die Form eine solche ist die eine Immunantwort durch das Tier hervorrufen wird. Geeignete Formen von infektiösen Coccidien-25 Organismen umfassen sporenbildende Oocysten, Sporozoiten und Sporocysten. Die beiden letztgenannten Formen machen ein zusätzliches Aufarbeiten notwendig, und Sporozoiten sind relativ instabil Im allgemeinen wird die bevorzugte Form sporenbildende Oocysten sein. Die Zubereitung von Suspensionen von verschiedenen Formen infektiöser Coccidienorganismen ist dem Fachmann wohlbekannt Eine repräsentative Zubereitung von sporenbildenden Oocysten ist in Beispiel 1 unten angegeben. 30 Es ist wichtig, daß die infektiösen Coccidienorganismen oral verabreicht werden. Wieder ist das Ziel eine Immunantwort durch das Tier, und eine Verabreichung über andere Wege ist zum Hervorrufen der notwendigen Immunantwort weniger sich». Eine orale Verabreichung ist auch deshalb wünschenswert, weil die genaue Zahl der infektiösen Organismen kontrolli»t werden kann. Aus diesen verschiedenen Gründen wird die vorliegende Erfindung im allgemeinen durch direktes Versprühen ein» die »forderlichen Coccidienorganismen enthaltenden 35 Suspension in das Maul des Tieres praktisch ausgeführt. Gemäß anderen oben beschriebenen Praktiken kann jedoch eine orale Verabreichung auch mittels Aerosolfreisetzung erzielt werden. Es ist bekannt, daß eine Freisetzung durch Aerosol eine indirekte Freisetzungsweise in die Mundhöhle darstellt. Material, welches der Vogel aus einem Aerosol über das Auge oder über die Nase absorbiert, wird zum Teil in die Mundhöhle gelangen; auch aus einem Aerosol auf den Federn des Vogels abgeschiedenes Material wird als Folge des 40 Federputzens auch in die Mundhöhle des Vogels gelangen. Dah» umfaßt, obgleich die vorliegende Erfindung auf orale Verabreichung gerichtet ist, dies» Ausdruck auch Aerosolfreisetzung, welche unvermeidlich zu ein» oralen Verabreichung wird.
Obgleich es möglich ist, daß die infektiösen Organismen in mehr als einer Dosis verabreicht werden können, liegt kein Vorteil in Mehrfachdosierungen, und Mehrfachdosierungen haben die Wirkung einer Verzögerung der 45 Ionophortherapie. In der Praxis ist eine Einzeldosis höchst bevorzugt
Die genaue Zahl von zu verabreichenden infektiösen Coccidienorganismen ist nicht kritisch, abgesehen davon, daß die Zahl wirksam sein muß, um eine Immunantwort durch das Tier hervorzurufen. Im allgemeinen kann eine Immunantwort erhalten werden, wenn 1 bis 100.000 Oocysten verwendet w»den. Die genaue Zahl kann vom Durchschnittsfachmann durch Anwendung einfacher B»eichs»mittlungsversuche bestimmt werden. 50 Die genaue Zahl wird in Abhängigkeit von der Spezies und der Größe des speziellen Tieres, der relativen Immunogenizität des besond»en, zu bekämpfenden Stammes, in Abhängigkeit davon, ob der Stamm ein wilder Stamm oder ein abgeschwächter Stamm ist, und anderen Faktoren, die dem Fachmann bekannt sind, variieren. In vielen Fällen werden gute Ergebnisse bei Vögeln mit ein» einzigen Dosis von etwa 10 bis etwa 5000 Oocysten von Eimeria maxima oder Eimeria tenella, und mit einer einzigen Dosis von etwa 50 bis etwa 20.000 Oocysten 55 von Eimeria acervulina erhalten. In einigen Situationen werden Dosen von 1000 bis 5000 Oocysten von Eimeria maxima und Eimeria tenella, und von 5000 bis 10.000 Oocysten von Eimeria acervulina, genügen.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform wird die vorliegende Erfindung zur Bekämpfung von Coccidiose angewendet, die Eimeria-Stämmen zuzuschreiben ist, welche nicht durch die Ionophoren bekämpft werden. Bei dies» Ausführungsform liefert die vorliegende Erfindung einen besseren Schutz gegen Coccidien als dies durch 60 die Verwendung der Ionophoren allein möglich ist. Es ist eine Anzahl von Eimeria-Stämmen bekannt, die verringerte Empfindlichkeit oder sogar völlige Resistenz gegen die Ionophoren zeigen. Bei der Anwendung der vorliegenden Erfindung zur Bekämpfung solcher Stämme kann die Immunisierungsdosis an infektiösen -3-
AT 393 453 B
Coccidienarganismen gerade jene des zu bekämpfenden Stammes sein, d. h. der Stamm zeigt verringerte Empfindlichkeit oder Resistenz. Die Vermehrung der Ionophor-resistenten Organismen birgt in sich jedoch das Risiko des erhöhten Auftretens solcher Organismen in der allgemeinen Eimeria-Population. Es wird daher bevorzugt, einen Ionophor-empfindlichen Stamm zu verwenden, der Immunität gegen den Ionophor-resistenten S Stamm verleihen wird. Im allgemein«) werden verschiedene Stämme der gleichen Spezies Immunität gegen andere Stämme der gleichen Spezies verleihen. Dies ist jedoch nicht universell richtig, sodaß es in der Praxis richtig sein wird, zu bestimmen, ob ein besonderer, Ionophor-empfindlicher Stamm tatsächlich geeignet ist, Immunität gegen den zu bekämpfenden Ionophor-resistenten Stamm zu verleihen.
Dies kann durch einfache Vorversuche vom Durchschnittsfachmann leicht bestimmt werden. Im allgemeinen 10 wird der Versuch ausgeführt, indem der in Betracht gezogene, Ionophor-empfindliche Stamm unter Weglassung jeglicher anticoccidieller Chemotherapie verabreicht wird, und kurz danach, wie nach 5 bis 20 Tagen, die Vögel mit dem zu bekämpfenden, Ionophor-resistenten Stamm kontaminiert werden. Die Vögel werden dann geschlachtet, und die üblichen Parameter der Coccidioseerkrankung werden bewertet. Es ist jedoch auch möglich, die Immunantwort der Vögel zu verfolgen, indem die Antikörperspiegel festgestellt werden. Nach dieser Methode IS kann man in einem in kleinem Maßstab durchgeführten Versuch bestimmen, ob ein besonderer Ionophorempfindlicher Stamm von Eimeria Immunität gegen den zu bekämpfenden Ionophor-resistenten Stamm verleihen wild.
Nach der Stufe der Verabreichung der infektiösen Coccidienarganismen ist es notwendig, daß ein Aufschub erfolgt, bis mit der Ionophorchemotherapie begonnen wird. Die Funktion des Aufschubes besteht darin, es zu 20 ermöglichen, daß der immunologische Prozeß ununterbrochen fortschreitet. Der Aufschub muß deshalb lang genug sein, um es den infektiösen Coccidienorganismen zu ermöglichen, zum relevanten Abschnitt des Intestinaltraktes zu wandern und Wirtszellen zu befallen, worauf der immunologische Prozeß fortschreiten wird, weil die intrazellulären Organismen vor einer Ionophortherapie geschützt sind. Die genaue Anzahl der Stunden des Aufschubes wird von der Art des jeweiligen Wirtes und der Durchgangsgeschwindigkeit durch den 25 Gastrointestinaltrakt sowie von der speziellen Coccidiumspezies und der Stelle des Gastrointestinaltraktes, welche sie infiziert, abhängen. Der Fachmann verfügt über beträchtliches Fachwissen betreffend normale Durchgangszeiten durch den Gastrointestinaltrakt, die Stelle der Infektion durch die verschiedenen Coccidienspezies u. dgl. Bei Hühnchen sollte dieser Aufschub im allgemeinen Bereich von 1 bis 4 Stunden liegen. Bei Rindern ist zu erwarten, daß der Aufschub im Bereich von 4 bis 8 Stunden liegen wird. Es ist 30 möglich, die chemotherapeutische Behandlung über einen noch längeren Zeitraum, wie bis zu 24 Stunden, hinauszuschieben. Ein weiterer Aufschub läßt jedoch das Tier, es sei denn, es ist ein Schutz durch den immunologischen Prozeß geschaffen worden, gegen Coccidiosis ungeschützt, und ein solcher Aufschub ist daher unerwünscht. Die bevorzugte Praxis besteht daher darin, die Ionophortherapie nur solange aufzuschieben, als Zeit für Sporozoiten erforderlich ist, in Wirtszellen einzudringen. 35 Nach diesem Aufschubzeitranm wird mit der Ionophortherapie begonnen, und diese wird im wesentlichen fortlaufend während der Lebenszeit des Tieres angewendet. Wie oben ausgeführt, werden viele der Ionophoren kommerziell für die Bekämpfung von Coccidiosis verwendet Der Durchschnittsfachmann ist daher mit der Methode ihrer Anwendung, den Mengen derselben, die zur Bekämpfung von Coccidiosis wirksam sind u. dgl., vertrant, sodaß eine ausführliche Erörterung nicht nötig ist Wirksame anticoccidielle Mengen für einige der 40 Ionophoren, ausgedrückt als Konzentration im Futter, sind bei Moneosin 80 bis 125 ppm beiNarasin 50 bis 80 ppm beiLasalodd 75 bis 125 ppm 45 bei Salinomycin 40 bis 70 ppm bei Maduramicin 4 bis 8 ppm beiA80190 10 bis 40 ppm.
Obgleich der Ionophor im wesentlichen dauernd während der Lebenszeit des Tieres zu verabreichen ist, ändern 50 gelegentliche Unterbrechungen und Entzug vor dem Schlachten die Vorteile der vorliegend«) Erfindung nicht
Typischerweise wird die im Rahmen der vorliegenden Erfindung erforderliche Ionophortherapie durch Verwendung eines einzelnen Ionophors als das einzige Anticoccidienmittel «reicht Es ist jedoch ohne weiteres möglich, ein Gemisch von 2 Ionophoren zu verwenden, in welchem Falle die Mengen jedes einzelnen verringert sein werden.
Alle vorstehenden Angaben beruhen auf den derzeitigen üblichen Praktik«) der Züchtung von Tieren, 55 insbesondere j«ien Praktiken zur Züchtung von Geflügel, das am meisten an Coccidiosis leidet Die vorliegende
Erfindung ist jedoch auch zur Anwendung im Zusammenhang mit der jüngst aufgekommen«) Technologie zur embryonalen Immunisierung von Geflügel angepaßt Es wird auf die US-PS 4,458.630 und auf Avian Diseases 26 (1): 134-149,1982, verwiesen. Bei der embryonalen Immunisierung wird eine immunisierende Substanz in Vogeleier injiziert Die vorliegende Erfindung kann zur Anwendung in Verbindung mit embryonaler 60 Immunisierung angepaßt werden. Bei dieser Anpassung wird die für die vorliegende Erfindung notwendige Immunisierung gemäß der US-PS 4,458.630 ausgeführt abgesehen davon, daß es für die vorliegende Erfindung nicht als notwendig angesehen wird, Oocysten in das Amnion oder den Eidottersack zu injizieren. Vielmehr wird -4-
AT 393 453 B angenommen, daß eine embryonale Immunisierung gegen Coccidiose auch durch Injektion in die Chorio-allantoishöhle erzielt werden kann.
Nach dem Ausschlüpfen ist die Praxis der vorliegenden Erfindung die gleiche, d. h. es wird eine anticoccidiell wirksame Dosis eines Ionophors im wesentlichen fortlaufend während der Lebenszeit des Vogels verabreicht. Da genaue Zeitablauf der Immunantwort bei embryonaler Immunisierung ist jedoch nicht mit Sicherheit bekannt; die Antwort kann tatsächlich bis zum Ausschlüpfen aufgeschoben sein, wenn der Eidottersack absorbiert wird und ein Teil des Intestinaltraktes des Vogels wird. Weiterhin kann die Immunantwort von Ei zu Ei in Abhängigkeit von da genauen Injektionsstelle etwas variieren. Zur Sicherstellung maximaler Antwort auf embryonale Immunisierung wird die Ionophortherapie vorzugsweise wie bei da Hauptausführungsform da vorliegenden Erfindung aufgeschoben. Bei embryonaler Immunisierung sollte der Aufschubzeitraum durch die gleichen Faktoren, wie sie oben erörtert sind, bestimmt sein, aber so berechnet werden, wie wenn das Ausschlüpfen der Zeitpunkt da Exponierung gegenüber infektiösen Coccidienorganismen wäre.
Im Zusammenhang mit dieser Anpassung ist dann die vorliegende Erfindung auf ein Verfahren zum Schutz eines Vogels gegen Coccidiose gerichtet, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß (1) während des letzten Viertels eines Bebrütungszeitraumes eines einen Embryo enthaltenden Vogeleis dem Ei eine solche Zahl infektiöser Coccidienorganismen injiziot wird, die zur Erzeugung einer Immunantwort wirksam ist, und (2) im Anschluß an das Ausschlüpfen eine anticoccidiell wirksame Dosis eines Ionophors im wesentlichen fortlaufend während der Lebenszeit des Vogels verabreicht wird.
Bei dieser Anpassung der vorliegenden Erfindung ist, wie bei der allgemeinen Praxis da Erfindung, eine andere bevorzugte Ausführungsform die Verwendung eines Ionophor-empfindlichen Stammes von Eimeria, um einen Schutz gegen einen Ionophor-resistenten Stamm von Eimeria zu erzielen.
Die vorliegende Erfindung wird durch die folgenden, nicht einschränkenden Beispiele veranschaulicht.
Beispiel 1:
Herstellung eina Suspension sporenbildenda Oocvsten
Quelle
Eine Suspension sporenbildender Oocysten, die zur Ausführung da vorliegaiden Erfindung geeignet sind, wurde wie nachstehend beschrieben hergestellt.
Der angewendete Coccidienstamm war Eimeria maxima FS-177, welcher ursprünglich im Jahre 1974 von der Firma Perdue Farms, Inc., Salisbury, MD, isoliert worden ist Seit seiner Isolierung ist er aufrechterhalten worden, indem er durch Hülmehen passagiert worden ist Da Stamm ist Ionophor-empfindlich. Diesa Stamm ist ohne Beschränkung bei der American Type Culture Collection, 12301 Parklawn Drive, Rockville, MD 20852, USA, unta der ATCC-Bezeichnungsnumma 40357 (hintalegt am 7. August 1987) zugänglich.
Erzeugung von Oocvsten
Ein infektiöses Inokulat wurde hergestellt indem eine Vorratssuspension sporenbildender Oocysten auf die entsprechende Konzentration (15.000-50.000 Oocysten/ml) mit Leitungswassa vadünnt wurde.
Mit der Kultur wurden Vögel mittels Kropfmtubation unter Verwendung einer Spritze beimpft An jeden Vogel wurden zwischen 15.000 und 50.000 Eimeria maxima-Oocysten in nicht mehr als 1 ml Lösung verabreicht
Die Vögel wurden in dampfsterilisierten Batteriekäfigen 8 Tage lang nach da Infektion gehalten. Andere spezielle Vorkehrungen wurden angewendet Die Vögel wurden während der achttägigen Latenzzeit überwacht Fäzesmaterial wurde mikroskopisch auf das Vorliegen von Oocysten, die von Eimeria maxima verschieden sind, geprüft Außerdem wurden die Intestinaltrakte aller Vögel später auf das Vorliegen von Läsionen geprüft, die durch andere Coccidienspezies hervorgerufen werden (Johnson and Reid, 1970).
An den Tagen 7 und 8 nach der Infektion wurden die Fäzes von diesen Vögeln gesammelt und mit Leitungswasser vermischt um eine homogene Suspension von Oocysten zu erhalten.
Aufarbeitung
Diese Suspension wurde durch ein feinmaschiges Sieb gesiehen, so daß alle teilchenförmigen Materialien entfernt wurden. Die entstandene Suspension wurde dann einem gleichen Volumen an gesättigter NaCl-Lösung zugesetzt um die Oocysten von den übrigen Fäkalbruchstücken zu trennen (obwohl NaCl bei dieser Aufarbeitung verwendet wurde, kann anstelle von NaCl irgendein anderer Zusatz, der eine hoch viskose Lösung schafft, verwendet werden; andere üblicherweise verwendete Zusätze sind Saccharose und ZnSO^). Die Oocysten schwammen zur Oberfläche der NaCl-Lösung auf und wurden durch Absaugen gesammelt Die Oocysten wurden dann von der gesättigten Salzlösung durch wiederholtes Zentrifugieren mit niedriger Geschwindigkeit fireigewaschen. (Große Morgen von gereinigten Oocysten können durch kontinuierliche Fließzentrifugioung -5-
AT 393 453 B erzeugt weiden, siehe Vetteriing, J. M., J. Parasitol. 55:412417,1969.)
Eine konzentrierte Anhäufung von Oocysten, die wie oben beschrieben hergestellt worden sind, wurde in 2 %iges (Kaliumdichromat) eingemischt, um die Oocysten zur Sporenbildung zu bringen. Die Zahl von sporenbildenden Oocysten in einer Lösung wurde mikroskopisch bestimmt, indem die Anzahl von infektiösen Organismen, die auf dem Gitta: eines Hämazytometers aufschienen, gezählt wurde. Nachdem die Zahl der sporenbildenden Oocysten/ml bestimmt worden war, wurden Verdünnungen mit 2 %iger ^Ο^Ογ hergestellt, um die gewünschte Konzentration von sporenbildenden Oocysten/ml zu erhalten. Durch mikroskopische Prüfung der Oocystenmoiphologie wurden Bestimmungen von Reinheit und Stärke ausgeführt. Die Anzahl von sporenbildenden Oocysten/ml in jedem Posten wurde verifiziert.
Beispiel 2:
Die Wirkung von Tage alter Immunisierung mit Eimeria maxima auf die Antwort gegenüber
Kontaminierungsinfektion am 10. Lebenstag
Mit Hubbard-Hühnchen wurde ein Batterieversuch ausgeführt, um die Wirkungen von Tage alter Immunisierung mit Eimeria maxima (Stamm FS-177) auf die Antwort gegenüber Kontaminierung durch die gleiche Spezies und den gleichen Stamm am 10. Lebenstag zu bewerten. Bei diesem Versuch wurde kein Ionophor angewendet.
Bei diesem Versuch wurden Hubbard-White Mountain-Hähnchen verwendet. Sofort nach Abgabe aus der Brutanstalt wurden die Hühner gewogen und Behandlungsgruppen zugeteilt. Jede Behandlung wurde fünfmal wiederholt, und bei jeder Wiederholung wurden 4 Kücken eingesetzt. Die Kücken wurden während der Dauer des Versuchs mit einem Standardbrathühnchenstarterfutter gefüttert. Die bei der Untersuchung angewendeten Behandlungen waren: 1. Nicht immunisiert, nicht kontaminiert. 2. Nicht immunisiert, am Tag 10 kontaminiert. 3. Immunisiert am Tag 0, kontaminiert am Tag 10.
Immunisierte Vögel wurden oral am Tag 0 mit 2000 Eimeria maxima-Oocysten beimpft. Die Beimpfung erfolgte mit einer Suspension von sporenbildenden Oocysten, die wie in Beispiel 1 beschrieben hergestellt worden ist Jenen Gruppen, die kontaminiert wurden, wurden oral am Tag 10 50.000 Eimeria maxima (Stamm FS-177) Oocysten/Vogel verabreicht
Sieben Tage nach der Verabreichung des Kontaminierungsinokulats wurden alle Vögel gewogen, durch Heizpunktur ausbluten gelassen, und die Läsionen wurden bewertet (J. Johnson und W. M. Reid, Exp. Parasitol 28:30-36,1970). Aus jeder Blutprobe wurde Serum hergestellt und auf ß-Carotinoidäquivalente analysiert (Ruff und Mitarbeiter, Poultry Sei. 53:1801-1809,1974). Außerdem wurden von allen Gruppen an den Tagen 6 und 7 nach der Kontaminierung Fäzes gesammelt Aus diesem Material wurde die mittlere Oocystenproduktion je Huhn ermittelt
Die Ergebnisse dieses Versuches sind in Tabelle 1 angegeben. Eine Kontaminierungsinfektion, die am Tag 10 verabreicht wurde, ergab signifikante Verringerungen bei Leistung und ß-Carotmoidäquivalenten von Vögeln, die nicht durch Immunisierung am Tag 0 geschützt worden waren. Dieses Ergebnis wurde von einer schlechten Bewertung betreffend mittlere Intestinalläsionen und einem Oocystenausstoß von mehr als 40 Millionen/Huhn begleitet Vögel, die am Tag 0 mit 2000 Eimeria maxima-Oocysten immunisiert worden sind, ergäben jedoch eine signifikante Verbesserung bei der Futterverwertung und zahlenmäßige Gewichtszunahmen, verglichen mit nicht immunisierten/kontaminierten Vögeln. In ähnlicher Weise waren die Läsionenbewertungen und der Oocystenausstoß durch die Immunisierungsbehandlung drastisch verringert und, als Ergebnis davon, war die Serumpigmentierung statistisch jener bei den nicht immunisierten, nicht kontaminierten Kontrolltieren äquivalent
Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, daß das einen Tag alte Kücken befähigt ist, eine Schutzimmunantwort nach einer Anfangsimmunisierungsdosis von 2000 sporenbildenden Eimeria maxima-Oocysten aufzubauen. Diese Schutzwirkung wurde bei der Leistung, den Läsionenbewertungen, dem Oocystenausstoß und den Serum-ß-carotinoidäquivalenten 7 Tage nach einer schweren Kontaminierungsbe-impfung beobachtet (Es folgt Tabelle 1) -6- io
I
I o c o c o
AT 393 453 B
ä|.1 §3 B ti ii § g o ^ £ s II
g S clilSie 5es ^ 0 N ’S 8* 'S e e~ 2 io
»O CS CO cs cd cn -¾ X Γ ιο cd 8.
cd ON •fi »o v© θ'
cd .O •o t~^ ON *n r~ ^d* 00 00 1-H CO cs CO % % s tf ti g .sä ω •S ra *35 c 3 'S •rH ‘w 'S 3 1 ti ε ε o .s ε •μ 1 ε Η Μ ,3 "S 'S s •12 2 'Μ n s JS 2 H E E H-1 g> £
vn <N
o CO
m CO -7
AT 393 453 B
Beispiel 3;
Die Wirkung von Tage alter Immunisierung mit Eimeria maxima auf die Antwort gegenüber Kontaminierung am 21. Lebenstag in Verbindung mit Monensin
Eine Studie in mit Boden ausgestattetem Stall wurde mit Hubbard straight-run-Kücken durchgeführt, um die Wirkungen von Tage alter Immunisierung mit Eimeria maxima-Stamm FS-177 auf die Antwort auf Kontaminierung durch Eimeria maxima FS-410 (einem Ionophor-resistenten Stamm) am 21. Lebenstag zu ermitteln. Zusätzlich wurden die Wirkungen von Monensin (100 TpM) auf diese Immunisierungsschemata in einem vollständigen 2 x 2-Faktorenmuster bestimmt.
Die Ergebnisse dieses Versuches zeigen, daß orale Immunisierung (2000 Oocysten von Eimeria maxima Stamm FS-177) Vögel gegen Kontaminierung mit Eimeria maxima Stamm FS-410 am 21. Lebenstag schützte, wobei Läsionenbewertungen und Serumpigmentierung ausgewertet wurden. Dieses Phänomen trat sowohl in Gegenwart als auch in Abwesenheit von 100 TpM Monensin auf.
Bei diesem Test wurden Hubbard-White Mountain straight-run-Kücken verwendet. Sogleich nach der Abgabe aus der Brutanstalt wurden die Vögel willkürlich Behandlungsgruppen zugeordnet. Jede Behandlung wurde viermal wiederholt und umfaßte 50 Vögel je Wiederholung. Die Kücken wurden mit einer Standardbrathühnchenstarterration gefüttert, welche entweder 0 oder 100 TpM Monensin während der Dauer des Versuchs enthielt. Die bei dieser Untersuchung angewendeten Behandlungen waren folgende: 1. Arzneimittelfrei, nicht immunisiert. 2. Arzneimittelfrei, immunisiert (2000 Oocysten von Eimeria maxima Stamm FS-177). 3. -4. Wie 1.-2. mit 100 TpM Monensin, die dem Brathühnchenfutter einverleibt waren.
Immunisierte Vögel wurden oral mit 2000 Eimeria maxima (FS-177)-Oocysten etwa 4 Stunden, bevor sie entweder mit dem arzneimittelfreien oder dem arzneimittelhältigen Futter gefüttert wurden, beimpft. Die Beimpfung erfolgte mit einer Suspension von sporenbildenden Oocysten, die wie in Beispiel 1 beschrieben hergestellt worden ist. Alle Vögel wurden am 21. Tag durch Ausbreiten von infektiöser, Oocysten von Eimeria maxima (FS-410) enthaltender Streu über der in dem mit Boden ausgestatteten Stall vorliegenden Streu kontaminiert. 7 Tage nach der Kontaminierung wurden alle Vögel gewogen und geschlachtet, und 15 Vögel je Wiederholung wurden willkürlich zur Bewertung von Läsionen und zur Serumpigmentierungsanalyse ausgewähli Zur Auswertung der Läsionsbewertungen wurden die Methoden von Johnson und Reid (Exp. Parasitol. 28: 30-36, 1970) angewendet, während bei Pigmentationsanalysen die Methoden von Ruff und Mitarbeitern (Poultry Sei, 53:1801-1809,1974) zur Anwendung gelangten.
Die Daten wurden unter Anwendung von Variantenanalysen (ANOVA)-Methoden analysiert; in einigen Fällen wurden Differenzen zwischen Behandlungsmittelwarten unter Anwendung des Student-Newman-Keul-Tests (P < 0,05) bestimmL
Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind in Tabelle 2 dargestellt. Vögel, die mit 2000 Eimeria maxima-Oocysten immunisiert waren, waren gegen Kontaminierungsinfektion (FS-410) nach 21 Lebenstagen geschützt, wenn Läsionenbewertungen und Serumpigmentierung ausgewertet wurden. Ähnliche Trends wurden bei immunisierten Vögeln beobachtet, denen Monensin zugeführt wurde.
Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, daß immunisierte Kücken, die in Ställen mit Boden aufwuchsen, eine Immunantwort aufbauen, die geeignet ist, sie gegen nachteilige Wirkungen einer Ionophor-resistenten Kontaminierung nach 21 Lebenstagen zu schützen. Signifikante Verbesserungen bei der Bewertung von Läsionen und bei der Serumpigmentierung veranschaulichen die Schutzwirkungen von am 1. Lebenstag durchgeführter oraler Immunisierung. (Es folgt Tabelle 2) -8- in
Die Wirkung von Tage alter Immunisierung mit Eimeria maxima FS-177 auf die Antwort auf Kontaminierung durch Eimeria maxima FS-410 nach 21 Lebenstagen in mit Boden ausgestatteten Ställen. c o a - S o c t/a o) •SS N £ § W cS§ % K o in
AT 393 453 B
£ Irs S ä c 8 § ο « o * * t-i S t- a :
1 Ο N
Sϊ s!«g>a §| >•3
Säg S ä E * .y *S bo o s 0 N
aS W> c i 'S sεε x> rt Λ CO 00 •*fr ©\
CO
CO cs CO o, cs cd cn a
Tt <N
CS
I a CO ON #· o cd o in o\ cd vo Cs cn 00 ©
Mittelwerte innerhalb der Spalten, denen kein Kleinbuchstabe beigesetzt ist, unterscheiden sich signifikant P < 0,05.
O CS in cs o cn in cn 9-
AT 393 453 B ANOVA-EinWee
Quelle SS DF MS F-Vahältnis Behandlung 10,2744 5 2,0548 5,376 Fehla 6,8794 18 0,3821 Summe 17,1539 23 (Die vereinigten Standardfehler des Mittelwales für Gewichtszunahme, Läsionenbewertungen und ß-Carotin-äquivalente waren 12,6,0,26 bzw. 0,31.)
Beispiel 4:
Die Wirkung von Tage alter Immunisierung mit Eimeria maxima auf die Antwort auf kontinuierliche
Kontaminierung im Zusammenhang mit Monensin
Mit Hubbard straight-run-Kücken wurde ein Versuch im Stall mit Boden ausgeführt, um die Wirkungen von Tage alter Immunisierung mit Eimeria maxima FS-177 auf die Antwort auf Kontaminierung mit Eimeria maxima FS-410, beginnend kurz nach der Immunisierung, zu ermitteln. Die Kontaminierung wurde bewirkt, indem dieselben Ställe mit Boden und dieselbe Streu aus dem in Beispiel 3 angegebenen Versuch wiederverwendet wurden. Außerdem wurden die Wirkungen von Levamisol-Verabreichung im Trinkwasser (5 mg/kg Körpergewicht) und Monensin (100 TpM) im Futter auch in einem 3 x 2-Faktorenversuchsmuster ausgewertet.
Die Ergebnisse der Untersuchung zeigten, daß Tage alte Immunisierung mit Eimeria maxima Vögel gegen Kontaminierung am 1. Lebenstag schützte, wenn die Gewichtszunahme analysiert wurde. Nicht übereinstimmende Ergebnisse bezüglich der Läsionenbewertung und Serumpigmentierung zeigten an, daß die Kontaminierung in der Streu nicht ausreichend gewesen sein mag, um die Wirkungen da Immunisierung auf Läsionenbewertungen und Serumpigmentierung vollständig auszuwerten.
Bei dieser Untersuchung wurden Hubbard-White Mountain straight-run-Brathuhnkücken verwendet Sofort nach der Abgabe aus der Brutanstalt wurden die Vögel willkürlich Behandlungsgruppen zugeordnet; jede Behandlung wurde viermal wiederholt und umfaßte 50 Vögel je Wiederholung. Die Kücken wurden mit einer Standardbrathuhnstarterration während der Dauer des Tests gefüttert Die bei dieser Untersuchung angewendeten Behandlungen waren: 1. Arzneimittelfrei, nicht immunisiert 2. Arzneimittelfrei, immunisiert (2000 Oocysten von Eimeria maxima FS-177). 3. Arzneimittelfrei, immunisiert (2000 Oocysten von Eimeria maxima FS 177) + Levamisol (5 mg/kg Körpergewicht) an den Tagen 4,5 und 6 im Trinkwasser. 4. -6. Wie 1.-3., wobei dem Futter 100 TpM Nonensin einverleibt waren.
Immunisierte Vögel wurden oral mit 2000 Eimeria maxima (FS-177)-Oocysten annähernd 4 Stunden, bevor ihnen die entweder arzneimittelhältige oder arzneimittelfreie Nahrung gegeben wurde, beimpft Die Beimpfung erfolgte mit einer Suspension von sporenbildenden Oocysten, die wie in Beispiel 1 beschrieben hergestellt worden war. Levamisol, eine Substanz,von der berichtet wird, daß sie die Immunantwort verstärkt, wurde während der Tage 4,5 und 6 in einer Konzentration von 5 mg/kg Körpergewicht in das Trinkwasser eingemischt Die Streu, auf welche alle Vögel am Tag 1 gebracht wurden, enthielt Oocysten von Eimeria maxima FS410.
Am Tag 21 wurden 15 Vögel aus jedem Stall willkürlich ausgewählt, durch Cardialpunktur ausbluten gelassen, und die Läsionen wurden nach den Methoden von Johnson und Reid (Exp. ParasitoL 28:30-36,1970) bewertet Es wurde Serum hergestellt und auf ß-Carodnoidäquivalente (Ruff und Mitarbeiter, Poultry Sei. 53: 1801-1809,1974) analysiert Am Tag 28 wurde da Vasuch beendet und die Leistungskriterien wurden ermittelt
Die Daten wurden unter Anwendung von Variantenanalyse (ANOVA) analysiert; Unterschiede zwischen Behandlungsmittelwerten wurden unta Anwendung des Student-Newman-Keul-Tests OP < 0,05) ausgewertet
Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 dargestellt und zeigen, daß die Immunisierung eine signifikante Verbesserung der Leistung im Vergleich zu nicht immunisierten, nicht mit Arzneimittel versorgten Kontroll-tieren erbrachte. Im allgemeinen waren die Läsionenbewertungen am Tag 21 nicht erheblich; die Werte der Serumpigmentierung waren nicht übereinstimmend und zeigten keine Troids von Behandlungseffekten, was auf ungenügende coccidielle Kontaminierung zurückzuführen ist (Es folgt Tabelle 3) -10- m
Die Wirkung von Tagen alter Immunisierung mit Eimeria maxima auf die Antwort auf kontinuierliche Kontaminierung in Ställen, die mit Boden ausgestattet sind
§1 δ B
t/l δ C O I o cs8
& £ ja S sie Ü N CS8 CQ.
fii h-J bQIi
AT 393 453 B 8 in CQ VC *n
CQ »n cs cT es rts s 00 00 $ o Ö\ cn cn *L % CQ VO 00 CQ in es o 's t- i, in cn
03 CS
B i Xi CQ CQ /—N 00 VO .y ’S bo cn 00 * g r- r- 00 δ O N bo § 3 s s in
o •S
o <N in cs CO o m 1 a δ 1
1 •a § V ca CS
Oral + Levamisol-behandelte Vögel wurden mit 2000 Eimeria maxima-Oocysten am Tag 0 immunisiert und mit Levamisol (5 mg/kg Körpergewicht) im Trinkwasser an den Tagen 4,5 und 6 des Versuches versorgt cn o cn in cn -11-
AT 393 453 B ANOVA-EinWeg
Quelle SS DF MS F-Verhältnis Behandlung 10,6672 5 2,1334 7,199 Fehler 5,3336 18 0,2963 Summe 16,0009 23 (Die vereinigten Standardfehler des Mittelwertes für Gewichtszunahme, Läsionenbewertungen und ß-Carotin-äquivalente waren 27,7,0,24 bzw. 0,27.)
Beispiel 5
In-grüßerem Maßstab durchgeführte Untersuchung im Stall mit Boden
Es wurde eine größere Untersuchung im Stall mit Boden ausgeführt, wobei jede Behandlung acht Ställe mit 130 Vögeln je Stall umfaßte. Es waren vier Behandlungen vorgesehen:
Nicht immunisiert, nicht mit Arzneimittel versetzt immunisiert, nicht mit Arzneimittel versetzt
nicht immunisiert, mit Monensin als Arzneimittel versetzt, 120 TpM
immunisiert, mit Monensin als Arzneimittel versetzt, 120 TpM
Aufgrund eines Mischfehlers waren jedoch während der ersten 21 Tage des Versuches alle Vögel mit Medikament versorgt worden (Monensin, 120 TpM). Anschließend wurden die Vögel genau wie oben angegeben behandelt. Der Versuch wurde während eines vollständigen Heranwachszeitraumes (47 Tage) ausgeführt. Diese Untersuchung wurde an einem Ort vorgenommen, der im allgemeinen mit gegen Monensin resistenten Stämmen von Eimeria maxima kontaminiert war.
Die immunisierenden Oocysten waren solche von Eimeria maxima FS-177, die wie oben in Beispiel 1 beschrieben hergestellt worden waren. Die Oocysten wurden oral mittels einer Beak-O-Vac-Maschine (bezogen von der Firma Beak-O-Vac, Inc., P. O. Box 715, Gainesville, GA 30501) etwa 2 Stunden, bevor die Vögel zum Futter gebracht wurden, verabreicht.
Es wurden verschiedene Parameter anticoccidieller Wirksamkeit bewertet: (1) Am Tag 16 wurden 10 Vögel je Stall entnommen und mit 50.000 Oocysten von Eimeria maxima FS-410 kontaminiert; sieben Tage später (am Tag 23) wurden die Vögel ausbluten gelassen und geschlachtet Es wurden Läsionenbewertungen und Serum-ß-carotinoidäquivalentbestimmungen durchgeführt (2) Am Tag 21 wurden bei den verbleibenden Vögeln Körpergewicht und Futterverwertung bestimmt (3) An jedem der Tage 27,34,41 und 47 wurden fünf Vögel je Stall ausbluten gelassen, und es wurden Serum-ß-carotinoidäquivalente bestimmt (4) Am Ende des 47-tägigen Zeitraumes wurden bei sämtlichen verbleibenden Vögeln Körpergewicht, Endfutterverwertung und Verarbeitungs- sowie Skelettkennmerkmale bestimmt.
Die Ergebnisse und statistischen Analysen sind in den folgenden vier Tabellen angegeben. Die Läsionenbewertungen wurden an Hand eines von 0 bis 4 reichenden Maßstabes vorgenommen, wobei 0 = keine Läsionen und 4 = eine maximale Zahl von Läsionen bedeuten. In den Tabellen ist der Ausdruck "Serum-ß-carotinoidäquivalente" abgekürzt mit "Serum-ß-CE"; die statistische Analyse "Variantenanalyse" abgekürzt mit "ANOVA"; und der vereinigte Standardfehler des Mittelwertes abgekürzt mit PSEM. -12-
AT 393 453 B
Tateltei.
Daten von Vögeln, die am Tag 16 kontaminiert und am Tag 23 geschlachtet wurden Läsionen bewertung
Serum-ß-CE
Otg/ml)
Behandlung*
Immunisiert + Monensin Immunisiert + Monensin Monensin Monensin 2,25 2,17 3,44 3,46 2,39 2,37 1,94 1,73 * Ein Mittelwert wurde für jede der vier Gruppen vor der Feststellung des Mischfehlers bercch ANOVA tLäsionenbewertungen'l SOV df SS MS F P Summe 31 26,200300 Trt (behandelt) 3 12,327325 4,1091083 8,3 <0,001 Immunisiert (I) 1 12,3008000 24,8269 <0,001 Monensin (M) 1 0,0055125 < 1 NS (IxM) 1 0,0210125 < 1 NS Fehler 28 13,872975 0,4954634 PSEM = 0,25 ANOVA (Serum-ß-CE) SOV df SS MS F P Summe 31 7,6563969 Trt 3 2,5643344 0,8547781 4,7 <0,01 Immunisiert (I) 1 2,3925781 13,16 <0,005 Monensin (M) 1 0,1023781 <1 NS IxM 1 0,0693781 <1 NS Fehler 28 5,0920625 0,1818594 PSEM = 0,15 Tabelle 5 Leistungsdaten bei verbliebenen (nicht kontaminierten) Vögeln am Tag 21 Behandlung Körpergewicht Futterverwertung kg (Pfund) Immunisiert + Monensin 0,577 (1,273) 1,458 Monensin 0,579 (1,277) 1,465 -13-
AT 393 453 B
SOV df SS MS F P ANOVA (Körpergewicht. 21 Tagei
Summe 31 0,0111962 Trt 1 0,0001575 < 1 NS Fehler 30 0,0110387 0,000368 PSEM = 0,005 ANOVA (Futterverwertung, 21 Tagei SOV df SS MS F P Summe 31 0,0087122 Trt 1 0,0003445 1,235 NS Fehler 30 0,0083677 0,0002789 PSEM = 0,004 Tabelle 6 Wöchentliche ß-Carotinoidäquivalente ölg/ml) Behandlung Tag 27 Tag 34 Tag 41 Tag 47 Immunisiert + Monensin 17,32 19,26 25,44 27,96 Immunisiert 16,09 17,65 22,71 26,94 Monensin 15,73 18,19 24,63 28,42 Kontrolle 14,54 15,43 24,03 22,36 ANOVA (Tag 271 SOV df SS MS F P Summe 31 427,35745 Trt 3 31,575434 Immunisiert (I) 1 19,797778 1,401 NS Monensin (M) 1 11,773378 0,833 NS IxM 1 0,004278 < 1 NS Fehler 28 395,78202 14,135072 PSEM = = 1,32 ANOVA (Tag 341 SOV df SS MS F P Summe 31 262,029670 Trt 3 62,433109 20,811036 2,919 0,05 Immunisiert (I) 1 21,598878 3,03 0,075 Monensin (M) 1 38,171953 535 0,025 IxM 1 2,6622781 <1 NS Fehl«· 28 199,59656 7,1284486 PSEM = 0,9 -14-
AT 393 453 B ANOYA(Tag41) sov df SS MS F P Summe 31 254,01399 Trt 3 31,679838 10,559946 1,329 NS Immunisiert (1) 1 0,5253125 <1 NS Monensin (M) 1 22,144513 2,7888 NS IxM 1 9,0100125 1,1346901 NS Fehler 28 222,33415 7,9405054 PSEM = 0,996 ANOVA(Tag47) SOV df SS MS F P Summe 31 498,2835 Trt 3 184,70868 5,50 <0,005 Immunisiert (I) 1 33,763653 3,01 <0,10 Monensin (M) 1 100,2174 8,95 <0,01 IxM 1 50,727628 4,53 <0,05 Fehler 28 313,57482 11,199101 PSEM = 2,5
Tabelle 7
End-Leistungsdaten (47 Tage)*
Verarbeitungs- und Skelettkennmerkmale 1
Behandlung Körpergewicht kg (Pfund) Endfutter verwertung Farbe % 1-2 Äußeres % 1-2 Immunisiert + Monensin 2,101 (4,632)b 1,953 92,05 100 Immunisiert 2,157 (4,755)3 1,956 94,45 100 Monensin 2,100 (4,651)ab 1,956 95,00 100 Kontrolle 2,130 (4,696)ab 1,977 87,00 98,9 * Mittelwerte innerhalb der Spalten, denen kein Kleinbuchstabe beigesetzt ist, sind signifikant verschieden. -15- 1
Jeder verarbeitete Vogel erhielt eine Bewertung im Bereich von 1-5 für Farbe und Äußeres, wobei 1-2 = sehr gut bis ausgezeichnet und 3-4 = mäßig bis gut angibt.
Claims (10)
- AT 393 453 B ANOVA (End-Körpergewichtl SOV df SS MS F P Summe 31 0,237622 Trt 3 0,0682438 0,0227479 Immunisiert (I) 1 0,0018911 < 1 NS Monensin (M) 1 0,0510401 8,44 <0,01 IxM 1 0,0153125 2,53 NS Fehler 28 0,1693782 0,0060492 PSEM = 0,03 ANOVA (End-Futterverwertunp) SOV df SS MS F P Summe 31 0,0112202 Trt 3 0,0029266 0,0009755 3,29 <0,05 Immunisiert (I) 1 0,0011400 3,85 < 0,075 Monensin (M) 1 0,0010928 3,69 < 0,075 IxM 1 0,0006938 2,34 NS Fehler 28 0,0082936 0,0002962 PSEM = 0,006 PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zum Schutz eines Coccidiose-empfänglichen Tieres gegen Coccidiose, dadurch gekennzeichnet, daß man (1) dem Tier im neugeborenen Zustand infektiöse Coccidienorganismen in einer Zahl oral verabreicht, welche zum Hervorrufen ein» Immunantwort durch das Ti» wirksam ist, während (2) das Tier während eines Zeitraumes, der mit der Geburt od» dem Ausschlüpfen beginnt und nach Stufe (1) fortdauert, bis Sporozoiten in Wirtszellen eingedrungen sind, frei von jeglich» Anticoccidiose-Chemo-therapie hält, und (3) danach eine anticoccidiell wirksame Dosis eines Ionophors im wesentlichen fortlaufend während d» Lebens· zeit des Ti»es verabreicht.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1 zum Schutz ein» Vogelart gegen Coccidiose, die einem Ionophor-resistenten Stamm von Eimeria zuzuschreiben ist, dadurch gekennzeichnet, daß man (1) d» Vogelart innerhalb von 24 Stunden nach dem Ausschlüpfen eine wirksame Zahl infektiöser Organismen eines Ionophor-empfindlichen Stammes von Eimeria, der geeignet ist, Immunität gegen den Ionophor-resistenten Stamm von Eim»ia zu verleihen, oral verabreicht, wobei (2) die Vogelart während eines Zeitraumes, der mit dem Ausschlüpfen beginnt und nach Stufe (1) fortdauert, bis Sporozoiten in Wirtszellen eingedrungen sind, von jedwedem chemotherapeutischen Coccidienbekämpfungs-mittel freihält, und (3) anschließend eine anticoccidiell wirksame Dosis eines Ionophors im wesentlichen fortlaufend während der Lebenszeit der Vogelart verabreicht.
- 3. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1 zum Schutz einer Vogelart gegen Coccidiose, dadurch gekennzeichnet, daß man (1) während des letzten Viertels eines Bebrütungszeitraumes eines einen Embryo enthaltenden Vogeleis in das Ei eine solche Zahl infektiöser Organismen injiziert, die zur Erzeugung ein» Immunantwort wirksam ist, und -16- AT 393 453 B (2) im Anschluß an das Ausschlüpfen eine anticoccidiell wirksame Dosis eines Ionophors im wesentlichen fortlaufend während der Lebenszeit des Vogels verabreicht.
- 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß man infektiöse Coccidienorganismen eines 5 solchen Stammes von Eimeiia verabreicht, der Ionophor-empfindlich ist, der aber gegen einen Ionophorresistenten Stamm von Eimeria Immunität verleiht
- 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ionophor Monensin ist.
- 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ionophor Lasalocid ist
- 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ionophor Narasin ist.
- 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ionophor Salinomycin ist
- 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß dar Ionophor Maduramicin ist
- 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß man als zu schützendes Tier ein Hühnchen oder einen Truthahn behandelt 20 -17-
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US90191286A | 1986-08-28 | 1986-08-28 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| ATA216087A ATA216087A (de) | 1991-04-15 |
| AT393453B true AT393453B (de) | 1991-10-25 |
Family
ID=25415039
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT2160/87A AT393453B (de) | 1986-08-28 | 1987-08-27 | Verfahren zum schutz eines tieres gegen coccidiose |
Country Status (13)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP0258045B1 (de) |
| JP (1) | JPH0832634B2 (de) |
| KR (1) | KR960003379B1 (de) |
| AT (1) | AT393453B (de) |
| CA (1) | CA1298555C (de) |
| DE (1) | DE3783409T2 (de) |
| ES (1) | ES2037088T3 (de) |
| GR (1) | GR3006758T3 (de) |
| IE (1) | IE61435B1 (de) |
| IL (1) | IL83643A (de) |
| NZ (1) | NZ221560A (de) |
| PH (1) | PH25546A (de) |
| ZA (1) | ZA876321B (de) |
Families Citing this family (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JP3534774B2 (ja) | 1995-06-07 | 2004-06-07 | ファイザー・インク | コクシジウム症に対する卵内予防接種 |
| PT831897E (pt) | 1995-06-07 | 2001-07-31 | Pfizer | Vacinacao in ovo contra a coccidiose |
| CA2213385A1 (en) * | 1997-08-20 | 1999-02-20 | Eng-Hong Lee | Method of protecting against coccidiosis infections in poultry |
| US6627205B2 (en) | 1997-12-01 | 2003-09-30 | Pfizer Incorporated | Ovo vaccination against coccidiosis |
| US6984378B1 (en) | 1999-02-26 | 2006-01-10 | Pfizer, Inc. | Method for the purification, recovery, and sporulation of cysts and oocysts |
| AU2002225894A1 (en) * | 2000-11-08 | 2002-05-21 | Novus International Inc | Methods and compositions for the control of coccidiosis |
| ES2351299T3 (es) | 2001-08-30 | 2011-02-02 | Embrex, Inc. | Procedimientos mejorados para la producción de ooquistes. |
| RU2525587C2 (ru) | 2008-05-29 | 2014-08-20 | Интервет Интернэшнл Б.В. | Вакцинная композиция для иммунизации животного против кокцидиоза и способ ее использования |
| AU2009314192A1 (en) | 2008-11-13 | 2010-05-20 | Intervet International B.V. | Eimeria vaccine for turkeys |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4544548A (en) * | 1977-11-14 | 1985-10-01 | Internationale Octrooi Maatschappij "Octropa" B.V. | Method for the control of coccidiosis in poultry |
-
1987
- 1987-08-25 CA CA000545234A patent/CA1298555C/en not_active Expired - Lifetime
- 1987-08-25 KR KR1019870009286A patent/KR960003379B1/ko not_active Expired - Fee Related
- 1987-08-25 IL IL83643A patent/IL83643A/xx not_active IP Right Cessation
- 1987-08-25 ZA ZA876321A patent/ZA876321B/xx unknown
- 1987-08-25 NZ NZ221560A patent/NZ221560A/xx unknown
- 1987-08-26 ES ES198787307537T patent/ES2037088T3/es not_active Expired - Lifetime
- 1987-08-26 EP EP87307537A patent/EP0258045B1/de not_active Expired - Lifetime
- 1987-08-26 DE DE8787307537T patent/DE3783409T2/de not_active Expired - Fee Related
- 1987-08-26 PH PH35737A patent/PH25546A/en unknown
- 1987-08-27 AT AT2160/87A patent/AT393453B/de not_active IP Right Cessation
- 1987-08-27 IE IE230187A patent/IE61435B1/en not_active IP Right Cessation
- 1987-08-27 JP JP62214121A patent/JPH0832634B2/ja not_active Expired - Fee Related
-
1993
- 1993-01-08 GR GR930400013T patent/GR3006758T3/el unknown
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4544548A (en) * | 1977-11-14 | 1985-10-01 | Internationale Octrooi Maatschappij "Octropa" B.V. | Method for the control of coccidiosis in poultry |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3783409T2 (de) | 1993-05-27 |
| GR3006758T3 (de) | 1993-06-30 |
| CA1298555C (en) | 1992-04-07 |
| KR960003379B1 (ko) | 1996-03-09 |
| IL83643A0 (en) | 1988-01-31 |
| JPS6363619A (ja) | 1988-03-22 |
| IL83643A (en) | 1991-01-31 |
| ZA876321B (en) | 1989-04-26 |
| DE3783409D1 (de) | 1993-02-18 |
| EP0258045B1 (de) | 1993-01-07 |
| EP0258045A2 (de) | 1988-03-02 |
| JPH0832634B2 (ja) | 1996-03-29 |
| AU7746387A (en) | 1988-03-03 |
| ES2037088T3 (es) | 1993-06-16 |
| NZ221560A (en) | 1989-10-27 |
| ATA216087A (de) | 1991-04-15 |
| IE61435B1 (en) | 1994-11-02 |
| KR880002538A (ko) | 1988-05-09 |
| AU591330B2 (en) | 1989-11-30 |
| PH25546A (en) | 1991-08-08 |
| EP0258045A3 (en) | 1988-05-18 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3785404T2 (de) | Impfstoffe. | |
| Borg et al. | Experimental secondary methyl mercury poisoning in the goshawk (Accipiter g. gentilis L.) | |
| DE69730152T2 (de) | Verfahren zur erzeugung aktiver immunität durch vakzinkonjugate | |
| DE69925371T2 (de) | Impfstoff für geflügel | |
| DE69032207T2 (de) | Einführung von bakterien in ovo | |
| AT393453B (de) | Verfahren zum schutz eines tieres gegen coccidiose | |
| Brunsdon | Seasonal changes in the level and composition of nematode worm burdens in young sheep | |
| Barger et al. | Trichostrongylosis and wool growth. 3. The wool growth response of resistant grazing sheep to larval challenge | |
| US4935007A (en) | Anticoccidial method | |
| DE3886999T2 (de) | Newcastle-krankheitsvirus-Impfstoff und Methode für seine Verwendung. | |
| DE60200374T2 (de) | Endoparasitizide Gelzusammensetzung | |
| McCall et al. | Further evidence of clinical prophylactic, retroactive (reach-back) and adulticidal activity of monthly administrations of ivermectin (Heartgard PlusTM) in dogs experimentally infected with heartworms. | |
| DE2711953C2 (de) | ||
| DE69629457T2 (de) | Impfstoff in gelform | |
| DE69022980T2 (de) | Gesteigerte erzeugung von proteinen in tieren. | |
| Trees et al. | Parasitic diseases | |
| Wehr | Studies on leucocytozoonosis of turkeys, with notes on schizogony, transmission, and control of Leucocytozoon smithi | |
| DE3878982T2 (de) | Abgeschwaechtes virus und impfstoffe davon zur verwendung gegen infektionen bei gefluegel, verursacht durch truthahn-rhinotracheitis-virus. | |
| DE3638445A1 (de) | Coccidiozide mittel | |
| Long et al. | Immunisation against coccidiosis in chickens: tests under simulated field conditions | |
| Edgar et al. | The efficacy of some piperazine compounds in the elimination of helminths from experimentally-and naturally-infected poultry | |
| DE60115237T2 (de) | Praziquantel zusammensetzungen zur behandlung von krankheiten verursacht durch kokzidien | |
| Vegors | Observations on inhibited development of cattle nematodes | |
| Lund | Acquired resistance to experimental Heterakis infections in chickens and turkeys: effect on the transmission of Histomonas meleagridis | |
| DE3027379C2 (de) |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| RER | Ceased as to paragraph 5 lit. 3 law introducing patent treaties | ||
| ELJ | Ceased due to non-payment of the annual fee |