AT392693B - Ausfuetterung fuer einen lichtbogenofen - Google Patents
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Description
AT 392 693 B
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Ausfütterung für einen Lichtbogenofen, z. B. einen Gleichstrom-Lichtbogenofen, mit mindestens einem Bodenkontakt, zwischen dem und der Charge die Ausfütterung angeordnet ist, die zumindest teilweise aus blechverkleideten Ziegeln besteht
Ein auf diese Weise ausgefütterter Gleichstrom-Lichtbogenofen ist bereits durch die DE-OS 30 22 566 5 bekannt Dieser Gleichstrom-Lichtbogenofen ist mit mindestens einer kathodisch angeschlossenen Elektrode und mindestens einem Bodenkontakt versehen, und der Bodenkontakt enthält elektrisch leitende Ziegel und/oder metallische Elemente, die als Außenfutter oder Kontaktteil dienen und an eine positive Spannungsquelle oder an « die Erde angeschlossen sind. Zwischen dem Außenfutter und der Charge, in direktem Kontakt mit derselben, sind Ziegel angeordnet, die mit mindestens einem metallischen Leiter oder mit mindestens einem Grafit enthaltenden 10 Leiter versehen sind, welche Leiter zwischen der Charge und dem Außenfutter/Kontaktteil verlaufen. Die Ziegel können beispielsweise mit Blech verkleidet sein, wobei das Futter ganz oder teilweise als Stromleiter dient.
Solche Ziegel werden kommerziell für bestimmte Ofenarten, wie z. B. als Wand- oder Gewölbefutter verwendet.
Fernerhin ist durch die DE-OS 30 22 566 ein Gleichstrom-Lichtbogenofen bekannt geworden, der in nachteiliger Weise zur Gänze mit Blech umkleidete Ziegel offenbart, allerdings ist auch hier ein durchgehender 15 Pfad aus Stromleitern geoffenbart. Die US-PS 2,230.142 betrifft eine feuerfeste Auskleidung für Drehrohröfen, wobei ebenfalls zur Gänze mit Blech verkleidete Ziegel Verwendung finden. Die Bleche sind stellenweise von einer Seite des Ziegels zur anderen Seite herumgezogen. Auch diese Öfen können den heutigen hohen Anforderungen an Ausfutterungen für Lichtbogenöfen nicht genügen.
Ein Problem bei derartigen verkleideten Ziegeln im Boden eines Lichtbogenofens, beispielsweise eines 20 Gleichstrom-Lichtbogenofens ist, daß sich die Ziegel gegenseitig nicht genügend stützen, falls die Blechverkleidung schmilzt oder weich wird, und deshalb die Gefahr besteht, daß sich die Ziegel lösen, verrutschen und an die Oberfläche des Lichtbogenofens gelangen. Auf die Ziegel wird ein zum Inneren des Ofens gerichteter Druck ausgeübt, und wenn man nur Blech in den Verbindungssteilen zwischen den Ziegelschichten verwenden wurde, so könnte dasselbe bei der Erwärmung schmelzen oder weich werden und würde herausgepreßt werden, 25 wonach die Ziegel zusammengepießt werden würden. Dabei würde die elektrische Leitfähigkeit verschwinden, und außerdem könnten sich die Ziegel lösen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung der oben genannten Nachteile, diese und andere hiermit zusammenhängende Probleme zu lösen. Die Ausfütterung nach der Erfindung wird dadurch gekennzeichnet, daß zumindest an einigen Seiten der Ziegel Blechstreifen angeordnet sind, die nur einen 30 Teil der betreffenden Ziegelseite bedecken, wobei die Ziegel mit Ausnehmungen für eine versenkte Anordnung der
Blechstreifen versehen sind und an ihren Kurzseiten aneinander angeordnete Ziegel an diesen Seiten abgestützt sind, und daß die Ziegel in an sich bekannter Weise mit ihren Blechstreifen zur Erzielung eines guten elektrischen Kontaktes zwischen den Blechstreifen der Ziegel und dem Bodenkontakt in verschiedenen Lagen einander berührend angeordnet sind. Nach einem weiteren Kennzeichen der Erfindung sind die Blechstreifen von einer 35 Kurzseite des Ziegels um eine Langseite zur gegenüberliegenden Kurzseite in an sich bekannter Weise herumgezogen und die Streifen bedecken einen Teil der Kurzseiten, wodurch die Blechverkleidung am Ziegel unverrückbar festgehalten ist. Endlich sind die Blechstreifen an den Kurzseiten in an sich bekannter Weise durch Spannstreifen oder durch Leimen an den Ziegeln befestigt, wodurch in erhöhtem Maß ein Festhalten der Blechverkleidung am Ziegel gewährleistet ist 40 Die Erfindung ist in den beiliegenden Zeichnungsfiguren näher veranschaulicht. Fig. la zeigt einen blechverkleideten Ziegel von der einen Langseite her gesehen, und Fig. lb zeigt den entsprechenden Ziegel in der Draufsicht von der Kuizseite her gesehen. Fig. lc ist ein Schnitt längs der Linie (A-A) in Fig. lb. Fig. 2 zeigt zwei Schichten von blechverkleideten Ziegeln nach der Erfindung.
In Fig. la wird ein Ziegel (1) mit einer Blechverkleidung (2) gezeigt, die sich längs der Langseite des 45 Ziegels und ein Stück zu den gegenüberliegenden Kurzseiten (3), (4) hin erstreckt (siehe die Fig. la und lc).
Wie aus Fig. la hervorgeht, bedeckt die Blechverkleidung (2) nur einen Teil der Längsseite und läßt auf beiden Seiten der Blechverkleidung die äußeren Begrenzungsflächen (5), (6) des Ziegels frei, die an entsprechenden Kanten eines benachbarten Ziegels anliegen. Die Blechverkleidung (2) ist in den zugehörigen Ziegel (1) in Ausnehmungen versenkt, und die obere Kante der Blechverkleidung liegt auf demselben Niveau wie die äußere 50 Begrenzungsfläche (5) und (6) oder unter dem Niveau derselben. Die Blechverkleidung ist an den Außenkanten der Langseite um die beiden gegenüberliegenden Kurzseiten (3), (4) herumgebogen und wird entweder durch nach innen gebogene Spannstreifen (7), (8) oder durch Leimen am Ziegel befestigt.
Die Ausnehmung zum Versenken der Blechverkleidung (2) wird zweckmäßig bei der Herstellung z. B. beim Formpressen der Ziegel hergestellt. Die Blechverkleidung (2) wird nach dem Brennen oder Sintern der Ziegel am 55 Ziegel (1) angebracht und durch die genannten Spannstreifen (7), (8) oder durch Leimen an ihrem Platz gehalten.
Ein leitender Boden eines Lichtbogenofens mit solchen Ziegeln kann aus einer mit Blech verkleideten Ziegelschicht oder mehreren solchen Schichten aufgebaut sein (siehe Fig. 2). Mehrere Schichten vergrößern die Sicherheit gegen Unzukömmlichkeiten am Boden des Lichtbogenofens, die durch das Eindringen von 60 Stahlschmelze oder Eisen oder einem anderen Metall oder einer anderen Metallegierung verursacht werden können.
Um einen guten elektrischen Kontakt zwischen den mit Blech verkleideten Ziegelschichten sicherzustellen, können die Ziegel in einander benachbarten Schichten in verschiedene Richtungen gewendet werden, so wie es in -2-
Claims (3)
- AT 392 693 B Fig. 2 gezeigt ist. Hier sind die Ziegel in der oberen Schicht (10) mit der Blechverkleidung nach links in der Figur gerichtet, während die Ziegel in der unteren Schicht (11) mit ihr«' Blechverkleidung nach rechts in der Figur gerichtet sind. Die Blechschichten ergeben einen guten elektrischen Kontakt miteinander und gleichzeitig sieht man, daß die Ziegel an ihren nicht mit Blech verkleideten äußeren Begrenzungsflächen an den Kuizseiten der S Ziegel aneinanderstoßen. Die Langseiten der Ziegel stoßen mittels der äußeren Begrenzungsflächen (5), (6) aneinander (siehe Fig. la). Die Anzahl der mit Blech verkleideten Ziegelschichten kann natürlich mehr als zwei betragen, doch ist es wichtig, daß nicht mit Blech verkleidete Flächen der Lang- und Kurzseiten gegen nicht mit Blech verkleidete Flächen in benachbarten Ziegeln stoßen, damit das erwähnte Herauspressen von Blech beim Schmelzen oder Weichmachen dieser Verkleidungen verhindert wird. Hierdurch erhält man einen guten 10 elektrischen Kontakt in den Bodenziegeln, und die genannte Ausfütterung eignet sich besonders gut für Öfen mit Bodenkontakt, wie beispielsweise Gleichstrom-Lichtbogenöfen. Die vorstehend beschriebene Ausführungsform kann im Rahmen des geoffenbarten allgemeinen Erfindungsgedankens in vielfacher Weise variiert weiden. 15 PATENTANSPRÜCHE 20 1. Ausfütterung für einen Lichtbogenofen, z. B. einen Gleichstrom-Lichtbogenofen, mit mindestens einem Bodenkontakt, zwischen dem und der Charge die Ausfütterung angeordnet ist, die zumindest teilweise aus 25 blechverkleideten Ziegeln besteht, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest an einigen Seiten der Ziegel Blechstreifen (2) angeordnet sind, die nur einen Teil der betreffenden Ziegelseite bedecken, wobei die Ziegel mit Ausnehmungen für eine versenkte Anordnung der Blechstreifen versehen sind und an ihren Kurzseiten (3,4) aneinander angeordnete Ziegel an diesen Seiten abgestützt sind, und daß die Ziegel in an sich bekannter Weise mit ihren Blechstreifen zur Erzielung eines guten elektrischen Kontaktes zwischen den Blechstreifen der Ziegel und 30 dem Bodenkontakt in verschiedenen Lagen einander berührend angeordnet sind.
- 2. Ausfütterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Blechstreifen (2) von einer Kuizseite (3) des Ziegels um eine Langseite zur gegenüberliegenden Kurzseite (4) in an sich bekannter Weise herumgezogen sind, und daß die Streifen (2) einen Teil der Kurzseiten (3,4) bedecken. 35
- 3. Ausfütterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Blechstreifen an den Kuizseiten (3,4) in an sich bekannter Weise durch Spannstreifen (7,8) oder durch Leimen an den Ziegeln befestigt sind. Hiezu 1 Blatt Zeichnung 40
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