AT392548B - Elektronische zeitmesseinrichtung - Google Patents

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    • G04F13/02Apparatus for measuring unknown time intervals by means not provided for in groups G04F5/00 - G04F10/00 using optical means
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Description

AT 392 548 B
Die Erfindung bezieht sich auf eine elektronische Zeitmeßeinrichtung mit einer elektronischen Bildaufnahmekamera und einem elektronischen Bildschirm für eine elektronische Bildwiedergabevorrichtung.
Elektronische Zeitmeßeinrichtungen werden bei sportlichen Wettkampfveranstaltungen eingesetzt, aber auch andere, innerhalb der Zeit ablaufende Ereignisse, die mit der Erreichung eines Zieles verbunden sind, können auf diese Weise aufgezeichnet und beobachtet werden. Eine solche Einrichtung ist aus mehreren Baueinheiten zusammengesetzt, in der Regel einem Zeitgeber (Timer), einer digitalen Anzeigetafel, einem Aufzeichnungsgerat (Rekorder), einem Drucker (Printer), einer Kamera (Videokamera), einer Bildwiedergabevomchtung mit einem Bildschirm (Monitor) sowie da Ziellinie, die in der Regel durch eine oder mehrere Lichtschranken gebildet ist. Diese Lichtschranke, die die Ziellinie darstellt, ist nicht sichtbar, nur ihre Unterbrechung wird von einem elektronischen Baustein registriert (Stoppen der Zeitangabe).
Bei zahlreichen sportlichen Wettkämpfen ist es von Interesse, am Bildschirm der Bildwiedergabevomchtung diese Ziellinie zu sehen, um beispielsweise den Zieleinlauf beobachten und vielleicht analysieren zu können, unabhängig davon, ob das am Bildschirm wiedergegebene Ereignis gerade und gleichzeitig in der Wirklichkeit äbläuft, oder aber, ob es sich dabei um die Wiedergabe einer Aufzeichnung eines Ereignisses handelt. Die Erfindung schlägt zur Lösung dieser Aufgabe vor, daß zur Darstellung einer vertikalen Ziellinie auf dem Bildschirm das Bildsignal für den Bildschirm im Mittelbereich einer jeden Bildzeile unterdrückt und durch ein Fremdpotential (Schwarz- oder Weißpegel) ersetzt ist.
Es ist in diesem Zusammenhang zu erwähnen, daß aus der DE-OS 3 437 501 ein Fernsehempfänger bekannt ist mit Vorkehrungen zur Darstellung einer Hilfsinformation auf dem Schirm einer Bildwiedergaberöhre, und zwar zusätzlich zur normalen Videosignalinformation, wobei für eine Bildschirmaustastung in Verbindung mit der Wiedagabe der Hilfsinformation gesorgt ist Auch weitere bekannte Fernsehempfänger enthalten Einrichtungen zur Darstellung von Hilfszeichen zur Angabe da Zeit, des Datums oder der Kanalnummer, auf welche der Empfänger abgestimmt ist. Die Darstellung alphanumerischer Zeichen für die Kanalabstimmung beinhaltet typischerweise komplexe Abstimmsysteme und zugehörige Symbolgeneratoren, beispielsweise wird eine Abstimmanzeige in Form eines vertikalen Balkens erzeugt, wenn der Empfänger äbgestimmt wird. Die Position des Balkens bezüglich der die Kanäle angebenden Nummern, die auf einer Skala neben dem Bildschirm vorgesehen sind, gibt die Nummer des Kanals an, auf welchen der Empfänger jeweils abgestimmt ist. Das Abstimmsystem ist ein Signalsuchsystem, bei welchem sich der Abstimmanzeigebalken in Abhängigkeit von den im Kanalsuchbetrieb erzeugten Abstimmspannungen über den Schirm bewegt, wenn der Benutzer den Kanalwähla betätigt
Es ist auch bekannt, den Bildschirm auszutasten, wobei der Abstimmbalken auf dem dunkel getasteten Schirm erscheint, warn der Empfänga über einen unbenutzten Kanal abgestimmt wird, in dem keine Videoinformation vorliegt, oder wenn da Empfänger üba einen Kanal abgestimmt wird, dessen Videosignalinformation so schwach ist, daß sie vom Hintergrundrauschen nicht mehr unterschieden werden kann. Dadurch wird erreicht, daß der Betrachter die Kanäle, einschließlich unbenutzter Kanäle, auf die der Empfänger in einem bestimmten Zeitpunkt abgestimmt ist, klar identifizieren kann. Es müssen dabei Maßnahmen vorgesehen sein, damit das wiedergegebene Hintergrundrauschen nicht stört, weil bei einem solchen Abstimmsystem der Betrachter auf den Abstimmbalken schaut. Tastet man den Bildschirm um den Abstimmbalken herum nicht dunkel, wenn da Empfänger über unbrauchbar schwache oder nicht aktive Kanäle abgestimmt wird, dann erscheint der Abstimmbalken gestört oder vadunkelt durch wiedagegebenes Hintergrundrauschen, so daß es für den Betrachter schwierig ist, die Nummer des zugehörigen Kanals zu bestimmen. Durch geeignete Maßnahmen wird diesem Mangel begegnet.
Ferner ist es bekannt, bei Fernsehsystemen Einrichtungen und Mittel vorzusehen, mit welchen ein Markierungssignal in einen Übertragungskanal eingeschleust werden kann, das dann auf dem Bildschirm aufscheint und das in das übertragene und am Bildschirm aufscheinende Bild eingeblendet ist, wobei dieses Markierungssignal über den Bildschirm bewegt werden kann. Damit hat ein Fernsehkommentator die Möglichkeit, den Zuschaua auf einen besonderen Gegenstand in diesem Bild, auf ein besonderes Ereignis oda eine besondere Person aufmerksam zu machen und diese sozusagen aus dem Bild herauszuheben. Es handelt sich hier also um eine elektronische Zeigevorrichtung. Vergleichbare optische Zeigeeinrichtungen werden bei Dia-Vorträgen gerne verwoideL Die Lichtaustrittsöffnung einer Lampe ist hier durch eine Maske abgedeckt, in der ein kleiner Pfeil ausgespart ist Der im Querschnitt pfeilförmige Lichtstrahl wird dann von demjenigen, der den Vortrag kommentiert, auf das gezeigte Bild goichtetbzw. auf einen besonderen Teil dieses Bildes.
Die gegenständliche Erfindung geht nun aber doch von eina ganz anderen Überlegung aus, und sie bezieht sich weder auf eine Einrichtung für Fernsehübertragungen, mit welcher ausgewählte Übertragungskanäle anzeigbar sind, noch handelt es sich um eine elektronische Anzeigeeinrichtung wie vorstehend näher erläutert worden ist
Die Erfindung hingegen bezieht sich auf eine moderne Zeitmeßeinrichtung, wie sie bei sportlichen Ereignissen und Wettkämpfen verwendet wird. Die Ziellinie, die bei solchen Wettkampfveranstaltungen durchfahren oda durchlaufen waden muß, ist ja nicht sichtbar, sie wird durch einen Lichtschranken gebildet, da nicht fotografiert werden kann und der auch nicht mit einer elektronischen Bildaufnahmeeinrichtung aufgenommen werden kann.
Die elektronische Ziellinie hat zum einen die Aufgabe, eine fehlende, natürliche Ziellinie zu osetzen oda eine -2-
AT 392 548 B vorhandene natürliche Ziellinie, die durch die Wettkämpfer bzw. Fahrzeuge beim Zieleinlauf verdeckt wird (Leichtathletik, Motorsport, Radsport, usw.), deutlich zu machen. Eist diese elektronische Ziellinie ermöglicht es den Zieleinlauf exakt zu analysieren bzw. auszuwerten. Trotzdem aber besteht das Bedürfnis und auch das Interesse, bei solchen Wettkämpfen und Veranstaltungen den Zieleinlauf exakt beobachten und analysieren zu können, was aber selbstverständlich nur dann möglich ist, warn eine solche Ziellinie auch sichtbar wird. Die Erfindung schafft dafür eine Möglichkeit
Nach einem bevorzugten Merkmal der Erfindung steuert das die Zeilenschieibung des Elekbonenstrahles für den Bildschirm steuernde Signal (Impuls) zusätzlich eine Veizögerungsschaltung oder ein Zeitglied, dessen Ausgangsimpuls etwa der halben Periode des die Zeilenschreibung steuernden Signales entspricht und der Ausgangsimpuls dieser ersten Verzögerungsschaltung oder des ersten Zeitgliedes eine zweite Verzögerungsschaltung oder ein zweites Zeitglied steuert, dessen im nano-sekunden-Bereich liegender Ausgangsimpuls über einen in der Leitung für das Bildsignal liegenden elektronischen Schalter für die Dauer dieses Ausgangsimpulses diese Leitung auf ein Fremdpotential (Schwarz- oder Weißpegel) schaltet
Ist darüberhinaus nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, daß die Dauer der Ausgangsimpulse beider Verzögerungsschaltungen oder Zeitglieder regelbar ist, so kann innerhalb des Bildschirmes einerseits die Ziellinie nach rechts oder nach links verschoben werden und darüberhinaus kann die Stärke der Ziellinie selbst eingestellt werden. Zweckmäßigerweise sind die Verzögerungsschaltungen oder Zeitglieder als monostabile Kippschaltungen (Flip-Flop) ausgebildet
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näh»1 erläutert Es zeigen:
Fig. 1 ein Blockschaltbild und
Fig. 2 ein Diagramm der hier wesentlichen Impulse;
Fig. 3 den Zieleinlauf einer sportlichen Laufbahn im Grundriß.
Auf dem Bildschirm (1) eines Bildwiedergabegerätes (2) (Monitor) läuft ein von einer Aufnahmekamera (20) aufgenommenes sportliches Ereignis im Zielraum einer Sportarena (Fig. 3) ab. Auf dem Bildschirm (1) ist der Zeitablauf (3) eingeblendet und ferner eine elektronische Ziellinie (4), die sich hier als vertikalen schwarzen Strich darstellt Die Aufnahmekamera (20) ist dabei auf die imaginäre, nicht sichtbare, durch Lichtstrahlen gebildete Ziellinie (4') des Zielraumes ausgerichtet, die quer über die Laufbahn (21) verläuft (Fig. 3). Die Achse der Aufnahmekamera (20) liegt in einer Ebene mit der Ziellinie (4').
Die für die Erfindung wesentlichen Schaltelemente sind in dieser Fig. 1 dargestellt: Die das von der Aufnahmekamera (20) gelieferte Bildsignal führende Leitung (5) führt über einen Videoverstärker (6) zur Bildröhre des Bildwiedergabegeiätes (2). Die Leitung (7) führt das die Zeilenschreibung auf dem Bildschirm (1) bewirkende Signal (8), dessen Impulsdauer nach einheitlichem Standard 64 psec beträgt In der das Bildsignal führenden Leitung (5) ist ein elektronischer Schalt»- (9) integriert, dessen eines Schaltglied (10) diese Leitung (5) durchschaltet, um das Bildsignal zur Bildröhre zu leiten und dessen anderes Schaltglied dazu dient, die vom Schaltglied (10) unterbrochene Leitung (5) auf ein Fremdpotential (12) (Schwarz- oder Weißpegel) zu schalten. Zwischen den beiden, die Schaltglied» (10) und (11) steuernden Leitungen (13) und (14) liegt ein Inverter (15).
In der Leitung (7), die das der Zeilenschieibung dienende Signal (8) führt, ist ein Impulsabtrenner (16) und die hier abgezweigte Leitung (17) führt zu zwei in Reihe liegenden, monostabilen Kippschaltungen (flip-flop) (18) und (19), wobei die Ausgangsleitung (22) der Kippschaltung (19) die Steuerleitungen (13), (14) für den elektronischen Schalter (9) darstellt. Der Ausgangsimpuls (24) der in der Reihe ersten Kippschaltung (18) beträgt ca. 32 psec, der Ausgangsimpuls (25) der zweiten Kippschaltung (19) ca. 400 nsec. Die zeitliche Lage und die Dauer dieser Impulse (8), (14) und (15) ist im Diagramm nach Fig. 2 veranschaulicht. Vorzugsweise sind beide Kippschaltungen (18) und (19) regelbar, beispielsweise über ein, hier nicht dargestelltes Potentiometer, durch das die jeweilige Dauer der Ausgangsimpulse (24) und (25) veränderbar ist Impulsabtrenner, Kippschaltung (18) und Kippschaltung (19) bilden zweckmäßigerweise Teile eines integrierten Schaltkreises.
Beginnt der Elektronenstrahl in der Bildröhre eine Zeile zu schreiben, gesteuert vom 64 psec dauernden Impuls (8), so wird dadurch über die Leitung (17) die erste Kippschaltung (18) angeregt, die ihrerseits nach ca. 32 psec die zweite Kippschaltung (19) ansteuert, deren Ausgangsimpuls (25) ca. 400 nsec beträgt und der während dieser Zeitspanne über den Schalter (9) die das Bildsignal führende Leitung (5) auf ein Fiemdpotential (12) (Schwarz- oder Weißpegel) schaltet. Dadurch wird das Bildsignal jeweils in der Mitte einer Bildzeile unterdrückt, so daß auf dem Bildschirm (1) im Mittelbereich ein schwarzer oder weißer Punkt geschrieben wird, wobei die Summe aller Punkte aller Zeilen eines Bildes die hier sichtbare vertikale Ziellinie (4) ergibt. Über Potentiometer können die Impulse (24) bzw. (25) hinsichtlich ihr» Dauer verändert werden mit der Folge, daß sich bei einer Veränderung des Impulses (24) die Ziellinie (4) auf dem Bildschirm nach rechts bzw. links verschiebt, je nach dem, ob die Impulsdauer verkürzt oder verlängert wird. Bei der Veränderung dieses Impulses (24) wird die auf dem Bildschirm dargestellte Ziellinie (4) breit» oder schmäler.
Dank dieser Maßnahmen ist es möglich, die an sich nicht sichtbare Ziellinie (4) in einem Zieleinlauf eines Sportgeländes auf dem Bildschirm (1) eines Monitors (2) darzustellen und sichtbar zu machen und so den Zieleinlauf exakt prüfen und analysieren zu können. Die in Fig. 1 erläuterten Schaltglieder bilden Teile von integrierten Schaltkreisen. -3-

Claims (5)

  1. 5 AT 392 548 B PATENTANSPRÜCHE 1. Elektronische Zeitmeßeinrichtung mit einer elektronischen Bildaufnahmekamera und einem elektronischen Bildschirm für eine elektronische Bildwiedergabevorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß zur Darstellung einer vertikalen Ziellinie auf dem Bildschirm das Bildsignal für den Bildschirm im Mittelbereich einer jeden Bildzeile unterdrückt und durch ein Fremdpotential (Schwarz- oder Weißpegel) ersetzt ist
  2. 2. Elektronische Zeitmeßeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das die Zeilenschreibung des Elektronenstrahles für den Bildschirm (1) steuernde Signal (Impuls) (8) zusätzlich eine Verzögerungsschaltung oder ein Zeitglied (18) steuert, dessen Ausgangsimpuls (24) etwa der halben Periode des die Zeilenschreibung steuernden Signales (8) entspricht und der Ausgangsimpuls (24) dieser ersten Verzögerungsschaltung oder des ersten Zeitgliedes (18) eine zweite Verzögerungsschaltung oder ein zweites 20 Zeitglied (19) steuert, dessen im Nanosekunden-Bereich liegender Ausgangsimpuls (25) über einen in der Leitung (5) für das Bildsignal liegenden elektronischen Schalter (9) für die Dauer dieses Ausgangsimpulses (25) diese Leitung (5) auf ein Fremdpotential (12) (Schwarz- oder Weißpegel) schaltet
  3. 3. Elektronische Zeitmeßeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die 25 Verzögerungsschaltung oder das Zeitglied eine monostabile Kippschaltung verwendet ist.
  4. 4. Elektronische Zeitmeßeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dauer der Ausgangsimpulse regelbar ist
  5. 5. Elektronische Zeitmeßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Leitung (7), die das die Zeilenschaltung des Elektronenstrahles für den Bildschirm steuernde Signal (8) führt, ein Impulsabtrenner (16) liegt, und die von diesem Impulsabtrenner abgezweigte Leitung (17) über zwei hintereinander geschaltete, Verzögerungsschaltungen oder Zeitglieder (18,19) zu einem in der Leitung (5) für das Bildsignal liegenden elektronischen Schalter (9) führt der diese Leitung (5) in Abhängigkeit seiner 35 jeweiligen, von den Verzögerungsschaltungen oder Zeitglieder (18,19) gesteuerten Schaltstellung entweder zur Weiterleitung des Bildsignales durchschaltet oder zur Unterdrückung desselben auf ein Fremdpotential (12) (Schwarz- oder Weißpegel) legt 40 Hiezu 1 Blatt Zeichnung -4-
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