AT391097B - Reinigungsvorrichtung fuer kuevetten - Google Patents
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Description
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Nr. 391 097
Die Erfindung bezieht sich auf eine Reinigungsvorrichtung für Küvetten, insbesondere für das Reinigen von Mikrotiterplatten, mit an eine Pumpe und an einen Flüssigkeitsbehälter angeschlossenen Füllrohren zum Zuführen einer Reinigungsflüssigkeit, die schräg zu den Wänden der Küvetten ausgerichtet sind, und Pipetten zum Absaugen der Flüssigkeit, wobei die Pipetten unterschiedlich tief in die Küvetten ragen sowie auf ein Verfahren zur Reinigung einer Küvette, insbesondere Küvette einer Mikrotiteiplatte, die eine Zellanhäufung oder ein Sediment enthält und der darin enthaltenen Zellanhäufung bzw. des darin enthaltenen Sedimentes, wobei die Reinigungsflüssigkeit mit einer Pipette abgesaugt wird, die mit absinkendem Flüssigkeitsniveau tiefer in die Küvette eingeführt wird. In der medizinischen Labortechnik wird beispielsweise zur Erkennung von sogenannten irregulären Antikörpern, der Anti-Human Globulin Test (Coombs Test) angewandt. Bei diesem Verfahren wird eine bestimmte Menge roter Blutzellen in die Vertiefung einer Filterplatte gebracht Nach einem Zentrifugationsschritt werden die Zellen mehrfach sorgfältig gewaschen, um alle Serum-Globuline zu entfernen. Anschlienend wird ein sog. Coombs-Serum beigegeben, welches mit den Zellen reagiert Die eigentliche Messung erfolgt in einem Photometer. Aus dem zuvor beschriebenen Beispiel läßt sich erkennen, daß das Waschen der Titeiplatten ein wesentlich»' Bestandteil des Verfahrens der Untersuchung von Blutproben ist. Mit herkömmlichen Waschautomaten würde beim Waschvorgang die Zellanhäufung zerstört bzw. aus der Küvette gespült werden. Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Reinigungsvorrichtung und ein Verfahren zu schaffen, welche ermöglichen, Küvetten auszuwaschen und eine darin vorhandene Zellanhäufung weitestgehend unverletzt zu belassen. Dabei soll die Zellanhäufung ebenfalls gewaschen werden. Die erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungsflüssigkeit den Küvetten mittels der Füllrohre tropfenweise zugeführt wird und daß die Eintauchtiefe der Pipetten in die Küvetten regulierbar ist, indem eine Tiefeneinstellvorrichtung vorgesehen ist, mittels der die Absaugtiefe der Pipette einstellbar ist. Dadurch, daß die Füllrohre schräg zu den Wänden der Küvette ausgerichtet sind und an diesen anstoßen, wird verhindert, daß ein Tropfen direkt auf die Zellanhäufung fällt. Der Abstand ist so gewählt, daß die Tropfen stetig an der vorzugsweise konischen Küvettenwand abfließen. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung sieht vor, daß die Füllrohre einen Durchlaß mit einer Querschnittserweiterung kurz vor der Austrittsöffnung aufweisen. Durch die Querschnittserweiterung wird die Tropfenbildung gefördert Weiters ist vorteilhaft, das Material für die Füllrohre so zu wählen, daß es einen möglichst großen Kontaktwinkel (kleine Benetzung) aufweist. Vorteilhaft ist vorgesehen, daß die Querschnittserweiterung etwa 30 % des Durchmessers des zylindrischen Durchlasses beträgt Ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung sieht vor, daß die Zufuhrleitung für die Reinigungsflüssigkeit einen Durchlaß mit veränderbarem Querschnitt aufweist und daß zwischen diesem Durchlaß und der Pumpe eine zum Flüssigkeitsbehälter führende Rücklaufleitung an die Zufuhrleitung angeschlossen ist. Die Menge der Spülflüssigkeit die das Füllrohr über die Zufuhrleitung effektiv erreicht wird durch die Größe des Durchlasses bestimmt Der von der Pumpe geforderte Überschuß wird über die Rücklaufleitung wieder dem Flüssigkeitsbehälter zugeführt Die Rücklaufleitung ist dabei vorteilhaft mit einem Überdruckventil versehen, das nur während der Pumpphase öffnet um zu verhindern, daß zwischen den Pumpphasen Flüssigkeit unkontrolliert aus dem Füllrohr bzw. den Füllröhren über die Rücklaufleitung in den Flüssigkeitsbehälter abfließen kann. Das erfindungsgemäße Verfahren sieht vor, daß eine Reinigungsflüssigkeit tropfenweise an die Wand der Küvette abgegeben wird und daß die Pipette während des Absaugens abgesenkt wird, wobei sich die Mündung der Pipette ständig knapp unter dem Flüssigkeitsspiegel befindet. Durch die Führung der Pipette wird sichergestellt daß die Zellanhäufung nicht beschädigt wird. Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Figuren der beiliegenden Zeichnungen eingehend beschrieben. Die Fig. 1 und la zeigt schematisch die erfindungsgemäße Vorrichtung, die Fig. 2 zeigt einen Vertikalschnitt durch eine Küvette mit darin befindlicher Zellanhäufung, die Fig. 3 zeigt eine bevorzugte Form der Küvette und die Fig. 4 zeigt schematisch das Absaugen der Flüssigkeit aus der Küvette. In der Fig. 1 ist nur ein Füllrohr (10) und eine Pipette (1) zum Absaugen gezeigt. Vorteilhaft wird die erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung jeweils mit einer Reihe Pipetten und Füllrohren versehen sein, wobei die Anzahl der Füllrohre und der Pipetten der Anzahl der Küvetten in einer Reihe von Titerplatten entspricht Über die Pipette (1) erfolgt zuerst das Absaugen der Restflüssigkeit und in einem weiteren Arbeitsgang oder in weiteren Arbeitsgängen das Absaugen der Spülflüssigkeit Dabei wird die Pipette (1) jeweils nur bis knapp unter die Flüssigkeitsoberfläche abgesenkt und bewegt sich wie in der Fig. 4 gezeigt während des Absaugens mit dem absinkenden Flüssigkeitsspiegel nach unten. Dadurch bleibt die Zellanhäufung (2) während des Absaugens im wesentlichen von einer Beschädigung verschont. Mittels einer Tiefeneinstellvorrichtung (3), die einen Anschlag (4) für den Pipettenhalter (5) aufweist, kann -2- 60
Claims (6)
- Nr. 391 097 die Absaugtiefe an einer Skala (6) eingestellt werden. Die abgesaugte Flüssigkeit wird über eine Absaugleitung (7) einem Unterdruckgefäß (8) zugeführt, das an eine Vakuumpumpe (9) angeschlossen ist. Wie aus den Fig. der Zeichnungen ersichtlich, ist das Füllrohr (10) in einem Winkel zur Wand (11) jeder 5 Küvette (12) gehalten. Zum Füllen der Küvetten (12) mit Reinigungsflüssigkeit wird das Füllrohr (10) abgesenkt oder die Titerplatte (13) angehoben, sodaß das Füllrohr (10) seitlich der Wand (11) einer Küvette (12) angenähert wird (siehe Fig. 3). Über eine Kolbenpumpe (14) wird Spülflüssigkeit aus einem Flüssigkeitsbehälter (15) über eine Zufuhrleitung (16) dem Füllrohr (10) zugeführt (Fig. la). 10 Die Menge der Spülflüssigkeit, die das Füllrohr (10) effektiv erreicht, wird durch eine Regeleinrichtung, die den Durchlaß (17) der Zufuhrleitung (16) verändert, beispielsweise eine Quetscheinrichtung, bestimmt (Fig. 1). Da die Pumpe (14) immer mehr Flüssigkeit liefert als zum Füllrohr (10) bzw. den Füllrohren (10) gelangen kann, ist an die Zufuhrleitung (16) bei einer Verzweigung (18) eine Rücklaufleitung (19) angeschlossen, die zum Flüssigkeitsbehälter (15) führt (Fig. la). 15 Wie insbesondere aus der Fig. 3 ersichdich, ist das Füllrohr (10) mit einem Teflonschlauch (21) versehen. Durch den Teflonschlauch (21) kommt es bei (22) zu einer Querschnittsvergrößerung, was die Tropfenbildung fördert. Die Zufuhr der Spülflüssigkeit in eine Küvette (12) bzw. das Absaugen aus dieser erfolgt mit einer Geschwindigkeit von 25 - 450 μΐ pro Sekunde. 20 Es wird noch einmal darauf hingewiesen, daß die erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung und das erfindungsgemäße Verfahren keineswegs auf die Reinigung von Titerplatten beschränkt sind. Hierbei handelt es sich nur um ein bevorzugtes Anwendungsgebiet. Die erfindungsgemäße Vorrichtung und das erfindungsgemäße Verfahren können überall dort eingesetzt werden, wo es notwendig ist Waschungen durchzuführen, ohne im Behälter befindliche Zellanhäufungen bzw. der darin enthaltenen Sedimente zu stören. 25 PATENTANSPRÜCHE 30 1. Reinigungsvoirichtung für Küvetten, insbesondere für das Reinigen von Mikrotiteiplatten, mit an eine Pumpe und an einen Flüssigkeitsbehälter angeschlossenen Füllrohren zum Zuführen einer Reinigungsflüssigkeit, die schräg zu den Wänden der Küvetten ausgerichtet sind, und Pipetten zum Absaugen der Flüssigkeit, wobei die 35 Pipetten unterschiedlich tief in die Küvetten ragen, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungsflüssigkeit den Küvetten (12) mittels der Füllrohre (10) tropfenweise zugeführt wird und daß die Eintauchtiefe der Pipetten (I) in die Küvetten (12) regulierbar ist, indem eine Tiefeneinstellvorrichtung (3) vorgesehen ist, mittels der die Absaugtiefe der Pipette (1) einstellbar ist.
- 2. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllrohre (10) einen Durchlaß mit einer Querschnittserweiterung (22) kurz vor der Austrittsöffnung aufweisen.
- 3. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittserweiterung (22) etwa 30 % des Durchmessers des zylindrischen Durchlasses beträgt. 45
- 4. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zufuhrleitung (16) für die Reinigungsflüssigkeit einen Durchlaß (17) mit veränderbarem Querschnitt aufweist und daß zwischen diesem Durchlaß (17) und der Pumpe (14) eine zum Flüssigkeitsbehälter (15) führende Rücklaufleitung (19) an die Zufuhrleitung (16) angeschlossen ist. 50
- 5. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rücklaufleitung (19) mit einem Überdruckventil (20) versehen ist.
- 6. Verfahren zur Reinigung einer Küvette, insbesondere Küvette einer Mikrotiterplatte, die eine Zellanhäufung 55 oder ein Sediment enthält und der darin enthaltenen Zellanhäufung bzw. des darin enthaltenen Sedimentes, wobei die Reinigungsflüssigkeit mit einer Pipette abgesaugt wird, die mit absinkendem Flüssigkeitsniveau tiefer in die Küvette eingeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine Reinigungsflüssigkeit tropfenweise an die Wand (II) der Küvette (12) abgegeben wird und daß die Pipette (1) während des Absaugens abgesenkt wird, wobei sich die Mündung der Pipette (1) ständig knapp unter dem Flüssigkeitsspiegel befindet. Hiezu 3 Blatt Zeichnungen -3- 60
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