AT390862B - Selbstfahrende erntemaschine fuer flachs - Google Patents

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Description

Nr. 390 862
Die Erfindung bezieht sich auf eine selbstfahrende Erntemaschine für Flachs, bestehend aus einem Fahrgestell mit einem Hauptantrieb, einer Raufeinrichtung mit in zwei Sammelkanälen zusammengeführten Raufkanälen und aus einer Ablegeeinrichtung für den aus den Sammelkanälen der Raufeinrichtung übernommenen Flachs in zwei Schwaden.
Die Flachspflanzen werden kurz vor der Samenreife samt den Wurzeln ausgerauft und auf dem Feld getrocknet, bevor die so vorbereiteten Pflanzen weiterverarbeitet werden können. Zum Raufen der Flachspflanzen sind selbstfahrende Erntemaschinen bekannt, die eine Raufeinrichtung mit mehreren nebeneinandergereihten Raufkanälen aus je zwei die Flachspflanzen zwischen sich erfassenden Raufbandtrumen zweier endlos um Umlenkrollen gezogener Raufbänder aufweisen. Da diese Raufbänder mit ihren Rauftrumen entgegen der Arbeitsfahrtrichtung ansteigen, werden die zwischen diesen Bandtrumen eingeklemmten Flachspflanzen mit ihren Wurzeln ausgerauft und entlang der in zwei Sammelkanälen mündenden Raufkanäle schwadenweise zusammengefaßt, um einer mit der Raufeinrichtung auf einem gemeinsamen Fahrgestell angeordneten Ablegeeinrichtung zugeführt zu werden, mit deren Hilfe die hängend angeförderten Flachspflanzen schwadenweise nach einer Seite umgelegt und auf das Feld abgeworfen werden. Die in den Schwaden ausgerichtet abgelegten Flachspflanzen müssen allerdings für die notwendige Trocknung wenigstens einmal gewendet werden, was gesonderte Flachsaufsammel- und Wendeeinrichtungen erfordert, die aus einer mit Zinken bestückten, bodenparallelen Aufsammelwalze und einem Förderband bestehen, das im Bereich seines Fördertrums um 90° um seine Längsachse verdreht geführt wird, so daß die liegend von der Aufsammelwalze aufgenommenen und vom Förderband erfaßten Flachspflanzen durch das mit einer entsprechenden Leiteinrichtung zusammenwirkende Förderband hängend an eine anschließende Ablegeeinrichtung übergeben werden können, die die Flachspflanzen um 180° gewendet wieder ablegt. Die Flachspflanzen, die beispielsweise zunächst in zwei Schwaden mit voneinander abgekehrten Wurzeln abgelegt wurden, bilden somit nach dem Wendevorgang zwei Schwaden mit voneinander abgewandten Samenkapseln. Dieser Wendevorgang kann je nach Bedarf wiederholt werden, bevor der Flachs gegebenenfalls nach einer Riffelung und Entsamung vom Feld eingebracht wird.
Nachteilig bei den bekannten Vorrichtungen zum Ernten von Flachs ist vor allem, daß für den Rauf- und für den Wendevorgang gesonderte Maschinen zum Einsatz kommen, die den für die Mechanisierung der Flachsernte erforderlichen Geräteaufwand entsprechend vergrößern. Außerdem sind diese bekannten Geräte für den Einsatz auf weitgehend ebenen Feldern konstruiert, so daß insbesondere die Hangtauglichkeit gering ist.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine selbstfahrende Erntemaschine für Flachs der eingangs geschilderten Art so auszugestalten, daß sie nicht nur eine hohe Hangtauglichkeit aufweist, sondern auch mit einem vergleichsweise geringen Konstruktionsaufwand für das Raufen und für das Wenden des Flachses eingesetzt werden kann.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß das Fahrgestell eine Aufnahme für die wahlweise gegen eine Flachsaufsammeleinrichtung austauschbare Raufeinrichtung und zwischen dieser Aufnahme und der Ablegeeinrichtung zwei an die Sammelkanäle anschließende, innerhalb seiner Spurweite im Bereich von Längskanälen verlaufende Förderstrecken aufweist, die je aus zwei parallelgeführten, den Flachs zwischen sich aufnehmenden, um ihre Längsachse entlang der Förderstrecke um 90° gedrehten Fördertrumen zweier endlos um Umlenkrollen geführter Zugmittel bestehen, und daß die Aufsammeleinrichtung mit den Förderstrecken und der Ablegeeinrichtung eine Wendevorrichtung für zwei Flachsschwaden bildet.
Durch die Anordnung zweier den hängend übernommenen Flachs schwadenweise nach einer Seite umlegender Förderstrecken mit einer anschließenden, den Flachs bereits in seiner Abwurflage übernehmenden Ablegeeinrichtung auf dem Fahrgestell wird ein einfaches Grundgerät geschaffen, an das wahlweise die Raufeinrichtung oder eine Aufsammeleinrichtung angeschlossen werden kann, um entweder eine vollwertige Erntemaschine für den Raufvorgang oder für den Wendevorgang zur Verfügung zu haben. Die dadurch ermöglichte Verringerung des Geräteaufwandes beruht auf dem Umstand, daß im Bereich der beiden Förderstrecken eine Drehung der Flachspflanzen um etwa 90° erfolgt, die durch die 90°-Drehung der Flachspflanzen während ihres Aufsammelns durch die Aufsammeleinrichtung zu einer 180°-Wendung ergänzt werden kann, so daß sich eine gesonderte Wendeeinrichtung erübrigt.
Die Hangtauglichkeit wird vor allem durch die Höhenlage des Schwerpunktes der Erntemaschine bestimmt und hängt daher maßgebend von der Aufbauhöhe ab. Da die Förderstrecken innerhalb der Spurweite des Fahrgestelles im Bereich von Längskanälen verlaufen, die den herabhängenden Teil der Flachspflanzen aufnehmen, können die Fördertrume der beiden Förderstrecken mit einem vergleichsweise geringen Bodenabstand angeordnet werden, der in diesem Fall vor allem von der geforderten Bodenfreiheit der Erntemaschine und der halben Länge der Flachspflanzen abhängt, wenn davon ausgegangen wird, daß die Flachspflanzen durch die Fördertrume der Förderstrecke vorzugsweise im Bereich ihrer Längsmitte erfaßt werden. Die Ablegeeinrichtung selbst bedarf keines die Förderstrecken überragenden Aufbaus, weil ja die Flachspflanzen bereits in der Abwurflage übernommen werden, so daß durch diese Maßnahmen tatsächlich die geforderte Hangtauglichkeit gewährleistet werden kann.
Eine wesentliche Voraussetzung für den störungsfreien Ablauf des Rauf- bzw. Wendevorganges ist, daß die den beiden Förderstrecken durch die Rauf- oder die Aufsammeleinrichtung zugeförderten Flachspflanzen von den Förderstrecken sicher übernommen werden können. Diese schwadenweise Übernahme des Flachses durch die Fördertrume kann in an sich bekannter Weise dadurch erleichtert werden, daß die paarweise zusammenwirkenden -2-
Nr. 390 862 Fördertrume der beiden Förderstrecken einlaufseitig gegen die Sammelkanäle hin auseinanderführen und somit gewissermaßen einen Einzugstrichter bilden, in dem die Flachspflanzen mit ihren jeweils nach oben ragenden Pflanzenteilen durch die Fördertrume erfaßt und weitergefördert werden.
Das Vorsehen von zwei Längskanälen zur Aufnahme der von den Fördertrumen der Förderstrecken herabhängenden Pflanzenteile innerhalb der Spurweite des Fahrgestelles bietet außerdem die Möglichkeit, zumindest den Hauptantrieb zwischen diesen Längskanälen anzuordnen, was nicht nur eine raumsparende Konstruktion erlaubt, sondern auch eine vorteilhafte Schwerpunktlage sicherstellt, weil der Hauptantrieb zwischen den Längskanälen mit geringem Bodenabstand auf dem Fahrgestell angeordnet werden kann, ohne die Höhenlage der Förderstrecke zu beeinflussen.
Mit der Zuförderung der Flachspflanzen zu der Ablegeeinrichtung in der Abwurfstellung entfällt die Notwendigkeit, diese Drehung der Flachspflanzen im Bereich der Ablegeeinrichtung vorzunehmen, so daß die Ablegeeinrichtung sehr einfach aufgebaut sein kann. Es genügt, wenn die Ablegeeinrichtung in an sich bekannter Weise eine bis unter die Förderstrecken greifende Abwurfschurre für die Flachsschwaden aufweist, wobei die Abwurfschurre einen hochklappbaren Bodenabschnitt bildet. Die von den Fördertrumen der Förderstrecken freigegebenen Flachspflanzen können entlang dieser Schurre lagerichtig und störungsfrei auf den Boden gleiten. Eine Beeinträchtigung der Straßenfahrt durch die bis in den Bodenbereich reichende Schurre wird durch das mögliche Hochklappen des bodennahen Schurrenabschnittes vermieden.
Bildet die Aufnahme zum wahlweisen Anschluß der Rauf- oder der Aufsammeleinrichtung eine horizontale Schwenkachse für die mittels wenigstens eines angelenkten Schwenkzylinders schwenkverstellbare Einrichtung, so sind Angleichungen an Geländeunebenheiten möglich. Außerdem kann die jeweils zum Einsatz kommende Einrichtung aus der Arbeitsstellung in eine Fahrstellung angehoben werden. Dazu kommt noch, daß über eine solche Schwenklagerung der Anschluß der jeweils einzusetzenden Einrichtung an das Grundgerät vereinfacht wird.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen Fig. 1 eine erfindungsgemäße Erntemaschine mit einer Raufeinrichtung in einer schematischen, zum Teil aufgerissenen Seitenansicht, Fig. 2 diese Erntemaschine ohne Raufeinrichtung in einer Draufsicht, Fig. 3 eine zum Teil aufgerissenen Vorderansicht der Erntemaschine bei abgenommener Raufeinrichtung, Fig. 4 die Raufeinrichtung in einer zum Teil aufgerissenen Seitenansicht in einem größeren Maßstab, Fig. 5 eine Ansicht der Raufeinrichtung in Richtung des Pfeiles (V) der Fig. 4 mit zum Teil abgenommenen Deckblechen, Fig. 6 eine Aufsammeleinrichtung in einer Seitenansicht und Fig. 7 diese Aufsammeleinrichtung ausschnittsweise in einer Draufsicht.
Die Erntemaschine für Flachs gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist ein Fahrgestell (1) mit zwei Triebachsen (2) und einer Lenkachse (3) auf. Der Hauptantrieb für das Fahrgestell (1), ein Verbrennungsmotor, ist innerhalb einer Motorhaube (4) in der Längsmitte des Fahrgestelles (1) angeordnet und beaufschlagt über eine entsprechende Pumpe den Rädern (5) der Triebachsen (2) zugeordnete Hydraulikmotoren, die achsweise parallelgeschaltet sind, so daß der Antrieb beider Achsen auf den Antrieb einer Achse umgeschaltet werden kann, der dann die doppelte Hydraulikmenge zur Verfügung steht, um für die Straßenfahrt eine höhere Fahrgeschwindigkeit sicherzustellen.
Das Fahrgestell (1) bildet innerhalb der Spurweite seitlich neben der Motorhaube (4) zwei Längskanäle (6), über denen je eine Förderstrecke (7) vorgesehen ist Diese Förderstrecken (7) werden durch die Fördertrume (8) zweier endlos um Umlenkrollen (9), (10) geführter Zugmittel (11) und (12) gebildet, die aus entsprechend profilierten Förderbändern bestehen, von denen jeweils eines mit Mitnehmerfingem versehen wird, wie dies bekannt und deshalb nicht näher dargestellt ist. Das jeweils untere Zugmittel (12) der paarweise zusammenwirkenden Zugmittel (11), (12) wird über eine Umlenkrolle (10a) von einem Hydraulikmotor (13) her angetrieben, wobei die Umlenkrollen (10a) der beiden Förderstrecken (7) durch eine Kardanwelle (14) miteinander verbunden sind (Fig. 2). Wie sich insbesondere aus Fig. 2 ergibt, bilden die beiden Fördertrume (8) jeder Förderstrecke einlaufseitig einen trichterförmigen Guteinzug (15), wobei die Umlenkrollen (9), (10) im Bereich dieses Guteinzuges (15) eine vertikale Drehachse aufweisen, während die nachfolgenden Umlenkrollen (9), (10) um eine horizontale Drehachse drehbar gelagert sind. Diese Schwenklage der Umlenkrollen (9), (10) bedingt, daß sich die aneinanderliegenden Fördertrume (8) der beiden Zugmittel (11), (12) entlang der Förderstrecke um ihre Längsachse um 90° verdrehen.
An diese beiden Förderstrecken (7) schließt sich ablaufseitig eine Ablegeeinrichtung (16) an, die aus je einer bis unter die Fördertrume (8) der Förderstrecken (7) reichenden Abwurfschurre (17) gebildet wird. Diese Abwurfschurren (17) weisen einen hochklappbaren Bodenabschnitt (18) auf, der somit aus seiner abgeschwenkten Arbeitsstellung in eine hochgeklappte Ruhestellung verschwenkt werden kann, wie dies in den Fig. 1 und 2 für die beiden den Förderstrecken (7) zugeordneten Abwurfschurren (17) angedeutet ist.
Auf der der Ablegeeinrichtung (16) gegenüberliegenden Stirnseite des Fahrgestelles (1) ist eine Aufnahme (19) für den wahlweisen Anschluß einer Raufeinrichtung (20) oder einer Aufsammeleinrichtung (21) vorgesehen. Diese Aufnahme (19) besteht im wesentlichen aus zwei seiüichen Kupplungsmäulem (22), in die entsprechende Kupplungszapfen (23) der anzuschließenden Geräte eingehängt werden. Die erforderliche Verriegelung der Kupplungszapfen (23) in den Kupplungsmäulem (22) ist aus Übersichtlichkeitsgründen nicht näher dargestellt. Die von den Kupplungsmäulern (22) aufgenommenen Kupplungszapfen (23) der Anbaueinrichtungen (20) bzw. (21) bilden somit eine Schwenkachse für diese Einrichtungen, die über -3-
Nr. 390 862 wenigstens einen Schwenkzylinder (24) verschwenkt werden können.
Die für das Raufen des Flachses eingesetzte Raufeinrichtung (20) weist in herkömmlicher Weise ein Gestell (25) mit Halmteilern (26) auf, die die Flachspflanzen den zwischen den Rauftrumen der Raufbänder (27) gebildeten Raufkanälen (28) zuleiten, wo sie zwischen den Rauftrumen erfaßt und während ihrer Förderung 5 aufgrund des ansteigenden Verlaufes der Raufkanäle (28) mit den Wurzeln ausgerauft werden. Diese Raufkanäle (28) münden in zwei Sammelkanäle (29), die sich bis unter den Guteinzug (15) der beiden Förderstrecken (7) auf dem Fahrgestell (1) erstrecken, so daiß die durch die beiden Sammelkanäle (29) geförderten Flachspflanzen mit ihrem über den jeweiligen Sammelkanal (29) nach oben vorragenden Teil in den Guteinzug (15) der zugehörigen Förderstrecke (7) gelangen und nach dem Austritt aus dem Sammelkanal (29) zwischen den 10 Fördertrumen (8) der Förderstrecke (7) unter einer Drehung um 90° der Ablegeeinrichtung (16) zugefördert werden.
Die jeweils über ein Paar von Umlenkrollen (30), (31) geführten und mit Hilfe von Spannrollen (32) gespannten Raufbänder (27) werden über die Umlenkrollen (30) angetrieben, die über Antriebswellen (33) mit einem Zahnriemengetriebe (34) in Antriebsverbindung stehen, wie dies der Fig. 4 entnommen werden kann. Die 15 Anordnung ist dabei so getroffen, daß jeweils die Raufbänder (27) für die an einem Sammelkanal (29) angeschlossenen Raufkanäle (28) durch ein gemeinsames Zahnriemengetriebe (34) von einem Hydraulikmotor (35) angetrieben werden, wobei die beiden Hydraulikmotoren (35) hinsichtlich des Druckmittelflusses in Serie geschaltet sind. Um die Förderung der Flachspflanzen im Bereich der beiden Sammelkanäle (29) störungsfrei zu gestalten, ist den beiden Sammelkanälen (29) jeweils ein ebenfalls mit dem Zahnriemengetriebe (34) 20 verbundener, mit Mitnehmerstiften od. dgl. versehener Gliederkettenantrieb (36) zugeordnet, der für eine Zwangsförderung der Flachspflanzen im Bereich der durch entsprechende Führungsspalte zwischen Abdeckblechen (37) gebildeten Sammelkanäle (29) sorgt, wie dies in der Fig. 5 angedeutet ist, die im Bereich des einen Sammelkanales (29) die Abdeckbleche (37) zeigt, welche im Bereich des anderen Sammelkanales zur Darstellung der Raufbandführung fehlen. 25 Die von der Raufeinrichtung (20) ausgerauften Flachspflanzen werden somit über die beiden Sammelkanäle (29) hängend den Förderstrecken (2) zugeführt und entlang dieser Förderstrecken um 90° in die spätere Abwurfstellung gedreht, bis sie am auslaufseitigen Ende der Förderstrecken (7) auf die Ablaufschurren (17) gelangen und über diese auf den Boden gleiten.
Zum Wenden der schwadenweise abgelegten Flachspflanzen wird die Raufeinrichtung (20) durch eine 30 Aufsammeleinrichtung (21) ersetzt, die wie die Raufeinrichtung (20) über Kupplungszapfen (23) an den Fahrgestellrahmen (1) angeschlossen wird. Diese Aufsammeleinrichtung (21) weist für jede der beiden Schwaden eine Aufsammeleinheit mit einer mit gesteuerten Zinken (38) versehenen, geteilten Aufnahmewalze (39) auf. Zur Steuerung der Zinken (38) sind diese auf einem radförmigen, exzentrisch gegenüber der Aufsammelwalze (39) gelagerten Zinkenträger (40) angeordnet und greifen durch Duichtrittsöffnungen durch den 35 Mantel der Aufsammelwalze (39) durch, so daß bei einem Antrieb der Aufsammelwalze (39) der Zinkenträger (40) über die Zinken (38) mitgedreht wird, die wegen der exzentrischen Lagerung des Zinkenträgers (40) gegenüber der Aufsammelwalze (39) in einem entsprechenden Umfangsbereich radial eingezogen werden. Der Antrieb der beiden Abschnitte der Aufsammelwalze (39) erfolgt über ein Förderband (41), das um die Aufsammel walze (39) und um eine angetriebene Umlenkrolle (42) geführt ist. Da die Drehachse der 40 Umlenkrolle (42) senkrecht zur Drehachse der Aufsammelwalze (39) angeordnet ist, wird das von der Oberseite der Aufsammelwalze ablaufende Fördertrum (43) des Förderbandes (41) um 90° um seine Längsachse gedreht, so daß die von der Aufsammelwalze (39) aufgenommenen und vom Fördertrum (43) des Förderbandes (41) übernommenen Flachspflanzen mit dem Fördertrum (43) in eine hängende Lage gedreht werden, da das Abfallen der Pflanzen vom Fördertrum (43) durch eine dem Fördertrum (43) folgende Leiteinrichtung (44) verhindert 45 wird. Die Umlenkrolle (42) des Förderbandes (41), die über einen Hydraulikmotor (45) angetrieben wird, liegt wiederum unterhalb des Guteinzuges (15) der Förderstrecken (7), die somit die angeförderten, hängenden Flachspflanzen sicher übernehmen können.
Die Drehung der Flachspflanzen im Bereich der Aufsammeleinrichtung (21) erfolgt im Sinne der nachfolgenden Pflanzendrehung entlang der Förderstrecken (7), was zu einer 180OJWendung zwischen den 50 aufgesammelten und den abgelegten Flachspflanzen führt. Die vorerst dem Boden zugekehrte Pflanzenseite kommt daher nach dem Wendevorgang nach oben zu liegen, was die »forderliche Trocknung unterstützt.
Wie das dargestellte Ausführungsbeispiel erkennen läßt, wird mit den im Bereich der Längskanäle (6) geführten Förderstrecken (7) eine vergleichsweise geringe Bauhöhe erreicht, weil lediglich die Umlenkrollen (9) für das obere Leertrum des jeweils oberen Zugmittels (11) an einem die Förderstrecke überragenden Bügel (46) 55 gelagert werden müssen, um eine freie Gutbewegung sicherzustellen. Da für hangtaugliche Erntemaschinen üblicherweise ein Überrollbügel (47) gefordert wird, kann dieser Überrollbügel (47) mit Längsholmen (48) und Querholmen (49) zu einem tragenden Gestell zumindest für das jeweils obere Zugmittel (11) ausgebaut werden, an dem auch die Umlenkrollen (9), (10) für den Guteinzug gelagert sein können. -4- 60

Claims (5)

  1. Nr. 390 862 PATENTANSPRÜCHE 1. Selbstfahrende Erntemaschine für Flachs, bestehend aus einem Fahrgestell mit einem Hauptantrieb, einer Raufeinrichtung mit in zwei Sammelkanälen zusammengeführten Raufkanälen und aus einer Ablegeeinrichtung für den aus den Sammelkanälen der Raufeinrichtung übernommenen Flachs in zwei Schwaden, dadurch gekennzeichnet, daß das Fahrgestell (1) eine Aufnahme (19) für die wahlweise gegen eine Flachsaufsammeleinrichtung (21) austauschbare Raufeinrichtung (20) und zwischen dieser Aufnahme (19) und der Ablegeeinrichtung (16) zwei an die Sammelkanäle (29) anschließende, innerhalb seiner Spurweite im Bereich von Längskanälen (6) verlaufende Förderstrecken (7) aufweist, die je aus zwei parallel geführten, den Flachs zwischen sich aufnehmenden, um ihre Längsachse entlang der Förderstrecke um 90° gedrehten Fördertrumen (8) zweier endlos um Umlenkrollen (9,10) geführter Zugmittel (11,12) bestehen, und daß die Aufsammeleinrichtung (21) mit den Förderstrecken (7) und der Ablegeeinrichtung (16) eine Wendevorrichtung für zwei Flachsschwaden bildet.
  2. 2. Erntemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die paarweise zusammenwirkenden Fördertrume (8) der beiden Förderstrecken (7) in an sich bekannter Weise gegen die Sammelkanäle (29) hin auseinanderführen.
  3. 3. Erntemaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptantrieb zwischen den Längskanälen (6) angeordnet ist.
  4. 4. Erntemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablegeeinrichtung (16) in an sich bekannter Weise eine bis unter die Förderstrecken (7) greifende Abwurfschurre (17) für die Flachsschwaden aufweist und daß die Abwurfschurre (17) einen hochklappbaren Bodenabschnitt (18) bildet.
  5. 5. Erntemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme (19) zum wahlweisen Anschluß der Rauf- oder der Aufsammeleinrichtung (20,21) eine horizontale Schwenkachse für die mittels wenigstens eines angelenkten Schwenkzylinders (24) schwenkverstellbare Einrichtung bildet. Hiezu 7 Blatt Zeichnungen -5-
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