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Die Erfindung bezieht sich auf ein Foliengewächshaus mit einem folienbespannten Gestell, das schwenkbar aneinandergelenkte, einen Klapprahmen bildende Teile aufweist.
Foliengewächshäuser sind ein recht kostengünstiger, ortsungebundener Ersatz für die aufwendigeren, ortsfesten Glashäuser und dienen vor allem dem Hobby- und Kleingärtner als wirkungsvolle Hilfe beim Gemüseanbau u. dgl. Allerdings sind bisher die meisten Foliengewächshäuser aus einzelnen losen Wandteilen zusammengesetzt, die jeweils für sich mit der Kunststoffolie bespannt werden müssen, so dass sich ein recht mühsamer und umständlicher Auf- und Abbau der Gewächshäuser ergibt und die bleibenden, folienbespannten Wandteile äusserst beschädigungsanfällig sind.
Gemäss der GB-PS 2 008 914 wurde auch schon ein Foliengewächshaus vorgeschlagen, das ein aus zwei oder mehr halbkreisförmigen Bügeln und die Bügel miteinander verbindenden Längsträgem bestehendes Gestell aufweist. Die Längsträger sitzen verschiebbar auf den Bügeln und dienen zum Aufspannen der Folie, wobei sich alle Längsträger einerends der Bügel zusammenschieben lassen und dann das Gestell zusammengeklappt werden kann. Trotz dieser Klappmöglichkeit bleibt das Gestell aber unhandlich und das Aufspannen der Folie mittels der Längsträger mühsam und heikel. Ähnliches gilt auch für das aus der FR-PS 2 488 777 bekannte Foliengewächshaus, das aus Klappbügeln mit einer Folienbespannung besteht, denn auch hier ist der Platzbedarf gross und die Handhabung umständlich und mit Beschädigungsgefahren für Gestell und Folie verbunden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu beseitigen und ein Foliengewächshaus der eingangs geschilderten Art zu schaffen, das sich einfach und geschickt handhaben lässt und auch platzsparend und materialschonend aufbewahrt werden kann.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass der Klapprahmen aus den Seiten eines prismatischen Hauses zugeordneten Wandteilen besteht und eine endlose, rundumverlaufende Mantelfolie trägt, wobei einer der Wandteile zum Aufziehen und Spannen der Mantelfolie etwa längsmittig einwärts knickbar ist. Durch die einheitliche, das Rahmengestell umschliessende Mantelfolie gibt es keine aufwendig einzeln zu bespannenden Gestellteile mehr und die endlos zusammengeschweisste Mantelfolie bringt eine erhöhte Festigkeit und Reisssicherheit mit sich. Der Klapprahmen wiederum kann mit wenigen Handgriffen zusammengelegt oder aufgestellt werden, wobei zum Aufziehen und Spannen der Mantelfolie einer der Wandteile einzuknicken ist, um den Aussenumfang des Klapprahmens gegenüber der Mantelfolie entsprechend zu verkleinern.
Ein Geradedrücken des eingeknickten Wandteiles nach dem Aufziehen der Mantelfolie ergibt die gewünschte Folienspannung, so dass auch das Aufziehen bzw. Auswechseln der Folie schnell und mühelos vorzunehmen ist. Da sich der Klapprahmen auch mit aufgespannter Folie schwierigkeitslos zusammenklappen lässt, kann das Foliengewächshaus wunschgemäss mit oder ohne Folie zusammengelegt, von einem Ort zum anderen versetzt oder auch platzsparend aufbewahrt werden, wobei die Folie jederzeit zum Schutz vor Beschädigungen schnell und mühelos auf Grund des mit dem knickbaren Wandteil gegebenen Spannsystems abnehmbar bleibt.
Besonders günstig ist es, wenn erfindungsgemäss die Wandteile obere und untere Rahmenschenkel umfassen und benachbarte Wandteile jeweils unter Verwendung einer gemeinsamen Scharnierstange und einer Distanzhülse miteinander verbunden sind, da sich durch diese vorzugsweise aus Rohrstücken bestehenden Rahmenschenkel eine sehr leichte Bauweise für das Rahmengestell ergibt und sich das Gewächshaus bis zu den einzelnen Rahmenschenkeln, Schamierstangen, Distanzhülsen, die Mantelfolie und die zum Fixieren erforderlichen Schrauben und Muttern zerlegen lässt.
Um den einen Wandteil knickbar zu machen, können in die Rahmenschenkel Scharniere eingesetzt sein, doch eine überaus einfache Konstruktion wird dadurch erreicht, dass erfindungsgemäss der knickbare Wandteil Rahmenschenkel aus zwei Abschnitten aufweist, von denen jeweils der eine mit einem vorragenden Verbindungszapfen in eine stimseitige Verbindungsöffnung des anderen eingreift, wobei für jeden Rahmenschenkel eine verschiebbare Sicherungshülse vorgesehen ist. Diese Abschnitte können daher mit grosser Bewegungsfreiheit geknickt und auch geschickt wieder fluchtend zusammengesteckt werden, was das Aufspannen und Entspannen der Mantelfolie sehr vereinfacht.
Die Sicherheitshülsen werden zur Verriegelung der Rahmenschenkel über die Verbindungsstellen geschoben, so dass ein ungewolltes Einknicken des Wandteiles ausgeschlossen ist
Sind die Schamierstangen bodenwärts zu Ankerspitzen od. dgl. verlängert, kann der Klapprahmen sofort und ohne zusätzliche Massnahmen in den Boden eingedrückt und fixiert werden, so dass eine entsprechend hohe Standsicherheit gewährleistet wird.
Gemäss einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind auf zwei einander gegenüberliegende Wandteile Giebeldreiecke aufsetzbar, die an ihrer Spitze Aufnahmen für eine Firststange aufweisen. Mit diesen Giebeldreiecken und der Firststange lässt sich der Klapprahmen bequem überdachen und zusätzlich versteifen, da Giebeldreiecke und Firststange für eine ergänzende Verspannung sorgen und als Traggerüst zum Aufbringen einer Dachfolie dienen.
Dazu kann erfindungsgemäss die Firststange mit Lageraugen zum Einsetzen einer eine Dachfolie abstützenden Tragstange versehen sein, so dass auch die Dachfolie geschickt und materialschonend montiert werden kann.
Sehr günstig ist es dabei, wenn die mittig an der Tragstange befestigte Dachfolie an den Längsrändern Randleisten aufnimmt, da diese Randleisten durch ihr Gewicht ein selbsttätiges Spannen der Dachfolie erlauben.
Ausserdem lässt sich die Dachfolie auf beiden Dachseiten unabhängig voneinander hochrollen oder herabziehen, was die jeweils gewünschte Belüftung des Gewächshauses möglich macht
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Besitzen die Randleisten einen rechteckigen Querschnitt, dann fixieren die auf den Giebeldreiecken aufliegenden Randleisten selbstsichernd die mehr oder weniger stark auf-oder abgerollte Dachfolie praktisch in jeder Lage.
Ist die Dachfolie im Tragstangenbereich längsgeschlitzt oder-geteilt, können im Gewächshaus auch über den First hinausragende Stützstangen zum Hochziehen von Gemüse u. dgl. verwendet werden, ohne die Dachfolie zu gefährden.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand rein schematisch an Hand eines Ausführungsbeispieles näher veranschaulicht, und zwar zeigen Fig. 1 und 2 ein erfindungsgemässes Foliengewächshaus ohne Dach in Draufsicht und Stirnansicht sowie die Fig. 3 und 4 das zugehörige Dach in Stirn- und Seitenansicht.
Um ein Foliengewächshaus rationell herstellen und mit wenigen Handgriffen auf- und abbauen zu können, gibt es einen als Gestell zur Aufnahme einer Kunststoffolie dienenden Klapprahmen (1) aus scharnierartig aneinandergelenkten Wandteilen (la), (lb), (lc), auf den eine endlose Mantelfolie (2) als Bespannung aufgebracht wird. Zum Aufziehen und Spannen dieser Mantelfolie (2) ist der eine Wandteile (Ic) einwärts knickbar, so dass durch entsprechende Verkleinerung oder Vergrösserung des Rahmenaussenumfanges die Mantelfolie (2) ohne Schwierigkeiten aufgezogen und gespannt bzw. entspannt und abgenommen werden kann.
Die Wandteile (la), (tub) bestehen jeweils aus oberen und unteren Rahmenschenkeln (3), (4), die unter Zwischenlage einer Distanzhülse (5) mittels einer Scharnierstange (6) endseitig aneinandergeschlossen sind. Da diese Schamierstangen (6) entsprechende Anschläge (7) und Fixiermuttem (8) aufweisen, lassen sich nicht nur die Wandteile (la, b, c), sondern damit auch der ganze Klapprahmen (1) mühelos aus wenigen Einzelstücken zusammensetzen. Die Schamierstangen (8) sind ausserdem bodenwärts zu Ankerspitzen (9) verlängert, wodurch sie in den Boden eingedrückt werden können und für das Gewächshaus einen festen, stabilen Halt bieten.
Um den Wandteil (Ic) knickbar auszubilden, bestehen die zugehörigen Rahmenschenkel jeweils aus zwei Abschnitten (3a), (3b) bzw. (4a), (4b), von denen der eine Abschnitt (3a), (4a) einen vorragenden Verbindungszapfen (10) und der andere (3b), (4b) eine entsprechende Verbindungsöffnung (11) aufweisen, so dass sich eine sehr einfache Knick- und Streckverbindung für die Rahmenschenkel (3), (4) ergibt. Zur Verriegelung der Abschnitte (3a), (3b), (4a), (4b) in der gestreckten Lage sind längsverschiebbare Sicherungshülsen (12) vorgesehen.
Wie aus den Fig. 3 und 4 hervorgeht, kann auf das Rahmengestell (1) ein ebenso einfaches wie zweckmässiges Dach (13) aufgesetzt werden, das sich ebenfalls mit wenigen Handgriffen auf- und abbauen lässt. Das Dach (13) besteht aus zwei Giebeldreiecken (14), einer Firststange (15) und einer Dachfolie (16) mit Tragstange (17) und Randleisten (18). Zum Aufbauen des Daches (13) brauchen daher lediglich die als Blechoder Kunststoffteile hergestellten Giebeldreiecke (14) mittels geeigneter Haken (14a) auf die oberen Rahmenschenkel (3) zweier gegenüberliegender Wandteile (la), (Ic) aufgesetzt und über die Firststange (17), die sich in Aufnahmen (14b) der Giebeldreiecke (14) einrasten lässt, fixiert und stabilisiert zu werden.
Die Firststange (15) bildet Lageraugen (15a) für die Tragstange (17) der Dachfolie (16), so dass nach Einstecken der Tragstange (17) in diese Lageraugen (15a) das Dach funktionsbereit ist. Die mittig auf der Tragstange (17) befestigte Dachfolie (16) kann beidseitig den Schrägen der Giebeldreiecke (14) entlang abgerollt werden und deckt damit das Gewächshaus zu. Da die an den Längsrändern der Dachfolie (16) befestigten Randleisten (18) rechteckigen Querschnitt besitzen, bleiben sie in jeder Wickellage auf den Giebeldreiecken (14) liegen, so dass sich die Dachfolie (16) stufenlos auf- und abrollen lässt und das Foliengewächshaus wunschgemäss geöffnet oder geschlossen werden kann. Im geschlossenen Zustand spannen die Randleisten (18) auf Grund ihres Gewichtes die Dachfolie (16) und halten sie auch bei Wind u. dgl. geschlossen.
Das erfindungsgemässe Foliengewächshaus zeichnet sich durch seine besonders einfache Bauweise und geschickte Hantierbarkeit aus. Es lässt sich mit Dach als Gewächshaus oder ohne Dach als Kleintiergehege od. dgl. verwenden, es kann mit wenigen Handgriffen bis auf die einzelnen Bestandteile zerlegt und platzsparend verpackt und aufgehoben werden, die Mantelfolie (2) ist schwierigkeitslos jederzeit abzunehmen und wieder aufzuspannen und der Klapprahmen eignet sich dabei mit oder ohne Folie für ein bedarfsweises Verstellen oder Zusammenklappen. Aus wenigen einfach und kostengünstig herstellbaren Bestandteilen entsteht ein sauberes, formschönes, wunschgemäss hantierbares und verschiedenst einsetzbares Foliengewächshaus.