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das Bestreben hat, den Kontakt in der abgehobenen Stellung vom Gegenkontakt zu halten, haben den prinzipiellen Vorteil, dass durch die abstandsweise angebrachten Erhebungen ein einer Tastatur ähnliches Gebilde entsteht, bei dem die einzelnen Erhebungen auch beim sogenannten Blindschreiben ertastet werden können und bei denen ein gewisser Betätigungsweg zurückgelegt werden muss, um tatsächlich ein Kontaktgabe zu erzielen.
Bekannte Kontaktmatten werden bisher vorwiegend - allenfalls mit Ausnahme der Kontakte - aus Kautschuk oder einem anderen gummielastischen, warmverfestigenden oder vulkanisierenden Material, z. B. aus Silikon (L, S, R), in einem mehrstufigen Verfahren hergestellt, bei dem zunächst aus den genannten Materialien eine ebene Matte erzeugt wird, auf die dann Kontaktstücke aufgelegt werden. Nach einer anderen Möglichkeit werden die Kontaktstücke auf eine Formplatte aufgelegt und es wird eine ebene Matte aus Kautschuk od. dgl. darüber angebracht, die dann unter Verwendng einer weiteren aufgelegten Formplatte unter Einwirkung von Wärme und Druck in die endgültige Form der Kontaktmatte gepresst wird, wobei die napfförmigen Erhebungen geformt und allfällige Öffnungen oder Durchbrüche in den zwischen den Erhebungen liegenden Mattenbereichen angebracht werden.
Die Kontaktstücke werden bei der Pressung mit den Erhebungen verbunden. Es ist dabei bekannt (DE-OS 33 40 575), die Wandstärke der napfförmigen Erhebungen von einem dickeren Bodenbereich ausgehend zu verringern und dann die zwischen den Erhebungen liegenden Teile des Mattenkörpers wieder dicker auszubilden, um eine besondere Verformungscharakteristik beim Eindrücken der Erhebungen im Sinne der Kontaktgabe mit einem Gegenkontakt zu erzielen.
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ineinander die Kontakte aus einer elektrisch leitenden Silikonzubereitung, anschliessend einteilig der Mattenkörper mit den verkehrt napfförmigen Erhebungen und schliesslich in einer anderen Farbe gefärbte Flüssig-Silikone in vorher ausgesparte Vertiefungen der napfförmigen Erhebungen zur Darstellung von Tastensymbolen (Ziffern oder Buchstaben) gespritzt werden.
Die die Tastensymbole tragenden Bereiche der Böden der napfförmigen Erhebungen und die zwischen den napfförmigen Erhebungen liegenden Tastenfeldbereiche können auch hier wieder dickwandiger als der Mantel der napfförmigen Erhebungen gespritzt werden, um bei der Kontaktgabe eine günstige Verformungscharakteristik zu erhalten, d. h. zu bewirken, dass die Hauptverformung der napfförmigen Erhebungen in deren Mantelbereich stattfindet und keine wesentliche Verformung der zwischen den Erhebungen liegenden Teile des Mattenkörpers und der Böden der napfförmigen Erhebungen erfolgt.
Das verwendete Herstellungsmaterial ist verhältnismässig teuer, so dass sich hohe Gesamtproduktionskosten ergeben. Ein prinzipieller Nachteil aller bekannten Kontaktmatten besteht darin, dass sie verhältnismässig weiche, nachgiebige und eine nur ganz geringe Eigensteifigkeit aufweisende Bauteile darstellen, die sich nur schwer handhaben lassen. Der Einbau der Kontaktmatten erfolgt daher bisher praktisch immer durch Einlegen der Matten von Hand aus, wobei es auch bekannt ist, die Matte zunächst in einem Halterahmen zu fassen und dann erst gemeinsam mit diesem Rahmen einzubauen. Beim Einlegen der Matten muss sorgfältig gearbeitet werden, um ein Verziehen zu vermeiden.
Es sind auch sich gattungsmässig von Kontaktmatten der gegenständlichen Art unterscheidende Kontaktfolien bekannt, die eine Vielzahl von je einen oder mehrere Kontakte enthaltenden Feldern aufweisen, wobei die Kontakte der einzelnen Felder durch Berührung schliessbar sind. Eine aus der DE-OS 20 46 612 bekannte
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trägt, in jeder Feldmitte wenigstens einen Kontakt enthält und nach oben hin durch eine stark flexible, innenseitig mit elektrischem Leitungsmaterial beschichtete oder Gegenkontakt tragende Folie abgedeckt ist, wobei diese Folie den einzelnen Feldern zugeordnet alphanumerische Zeichen oder Symbole aufweisen kann. Der Kontakt wird durch elastische Verformung der Folie im Bereich des jeweiligen Feldes hergestellt.
Es ergeben sich nur ganz kleine Schaltwege, wobei häufig schon durch leichtes Berühren eines Folienfeldes ein Kontakt hergestellt wird, so dass Fehlbedienungen vorkommen. Trotzdem ist die Herstellung solcher Kontaktfolien aufwendig.
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Eine erfindungsgemässe Kontaktmatte zeichnet sich dadurch aus, dass lediglich die napfförmigen Erhebungen aus gummielastisch verformbarem Material, insbesondere Gummi oder Silikon, und die zwischen den Erhebungen liegenden Teile des Mattenkörpers aus steiferem Material, insbesondere Thermo- oder Duroplasten bestehen.
Das steifere Material kann ein gegenüber dem gummielastischen Material billiges Material sein. Der steifere Teil des Mattenkörpers gibt der ganzen Kontaktmatte eine ausreichende Steifigkeit, so dass sie sich besser als die bisherigen Kontaktmatten und ohne Verwendung eines eigenen Stützrahmens manipulieren und montieren lässt.
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Während bei den bekannten Kontaktmatten die federnden Eigenschaften der verkehrt napfförmigen Erhebungen auch davon beeinflusst werden, wie und in welchem Abstand von den Erhebungen die Matte abgestützt wurde, wobei bei schlechter Abstützung dicke Mattenkörper vorzusehen waren, stützt sich bei der erfindungsgemässen Kontaktmatte jede napfförmige Erhebung für sich auf der steiferen Platte ab, so dass ihre federnden Eigenschaften von der Auflagekonstruktion für die Matte selbst unabhängig werden.
Nach einer bevorzugten Ausführung sind die verkehrt napfförmigen Erhebungen an eine im Erhebungsbereich mit Löchern versehene Tragplatte od. dgl. angespritzt.
Um eine sichere Haftung der Erhebungen an der Tragplatte zu gewährleisten, kann die Tragplatte im Randbereich der Löcher oder in den Löchern Verankerungsvorsprünge, Durchbrechungen, Nuten od. dgl. aufweisen, die in die Körper der angespritzten napfförmigen Erhebungen einragen bzw. vom Material der Erhebungen ausgefüllt sind.
Die Herstellung einer derartigen Kontaktmatte erfolgt in der Weise, dass die Tragplatte in eine beheizte Spritzgussform eingelegt und die napfförmigen Erhebungen aus Kautschuk oder Flüssig-Silikon angespritzt werden. Dabei kann man Mehrfachformen verwenden und auch die Tragplatte selbst als Spritzgussteil herstellen.
Bei dieser Herstellungsart würde ein die Unterseite der Tragplatte bestimmender Formteil zunächst mit einem die Oberseite der Tragplatte bestimmenden Formteil in Wirkverbindung gebracht, wobei die beiden Formteile auch die Löcher bestimmen, wonach die Tragplatte aus einem Thermo- oder Duroplast gespritzt wird. Anschliessend entfernt man den Oberteil dieser Spritzgussform und bringt ihren Unterteil mit der eben gespritzten Tragplatte in Wirkverbindung mit einem weiteren Formoberteil, der mit der bereits gespritzten Tragplatte und durch diese im Lochbereich hindurchragende Unterzapfen der Unterfonn Formnester für die napfförmigen Erhebungen einschliesst.
Diese napfförmigen Erhebungen werden unter Verwendung von vorzugsweise im Zentrum der jeweiligen Erhebung mündenden Einspritzdüsen aus Kautschuk oder Flüssigsilikon gespritzt, dabei mit der Platte verbunden und in der Form ausvulkanisiert. Falls sogenannte Kontaktpillen als Kontakte Verwendung finden, werden diese Kontaktpillen entweder eingelegt oder vor dem Spritzen der napfförmigen Erhebungen unter Verwendung eines weiteren mit der Unterform zusammenhängenden Formoberteiles in entsprechende Vertiefungen des Formunterteils gespritzt. Eine andere Möglichkeit besteht darin, zur Kontaktherstellung eine insbesondere erst nach dem Spritzgussvorgang anzubringende Metallplattierung des Bodenteiles der napfförmigen Erhebungen vorzusehen.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht. Es zeigt Fig. 1 eine erfindungsgemässe Kontaktmatte in Draufsicht, Fig. 2 in stark vergrössertem Massstab einen Querschnitt durch die Matte im Bereich einer Erhebung und Fig. 3 eine zugeordnete Draufsicht auf den Lochbereich der Tragplatte.
Die dargestellte Kontaktmatte besitzt eine Tragplatte (1), die vorzugsweise aus einem Spritzgussteil aus thermoplastischem oder duroplastischem Material besteht und an den gewünschten Anbringungsbereichen verkehrt napfförmiger Erhebungen mit Löchern (2) versehen ist. An der Oberseite der Platte sind um die Löcher verlaufende Ringnuten (3) vorgesehen. An der Unterseite ist die Platte zu den Löchern bei (4) abgesetzt oder angesenkt. Die Ringnuten (3) sind mit den Absätzen (4) durch Löcher (5) verbunden. In der Platte (1) können ferner Randaussparungen (6) und weitere Löcher (7,8) vorgesehen sein, die beispielsweise als Montagehilfen oder als Durchführungen für Leitungen oder Befestigungsmittel dienen können.
Im Bereich jedes Loches (2) ist an die Platte (1) ein verkehrt napfförmiger Teil (9) aus gummielastischem Material, insbesondere warm verfestigendem Flüssigsilikon, angespritzt. Die napfförmigen Teile (9) besitzen einen konischen oder glockenförmigen Grundkörper, einen Boden (10) und einen im Bodenbereich nach aussen vorstehenden Ringwulst (11). Innerhalb des Ringwulstes (11) liegt eine Anspritzstelle (12). Der Ringwulst (11) dient als Handhabe, mit deren Hilfe der napfförmige Teil (9) eingedrückt werden kann, so dass er durch das Loch (2) hindurchtritt bzw. mit einem im Loch (2) vorgesehenen Kontakt in Eingriff kommt. Beim Ausführungsbeispiel ist die Lochwandung von einer angespritzten Haut (13) aus dem Material der napfförmigen Erhebung (9) überzogen. Das Material füllt auch die Nut (3), den Absatz (4) und die Löcher (5) aus.
Es wäre auch möglich, die Lochwandung aus dem Plattenmaterial zu bilden. In diesem Fall würde das eingespritzte Material nur die Nut (3) und über die Löcher (5) den Absatz (4) ausfüllen. Innenseitig trägt der Boden (10) des napfförmigen Teiles einen aus einer Metallplatierung gebildeten Kontakt (14). Wie strichpunktiert angedeutet wurde, kann als Kontakt auch eine teilweise in das Material des Bodens (10) eingebettete Kontaktpille (15) aus elektrisch leitendem Silikonmaterial verwendet werden.