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Die Erfindung betrifft einen Handgriff für Deckel od. dgl. Behälterabdeckungen, der mittels eines Bajonettverschlusses lösbar mit dem Deckel verbunden ist, wobei der Handgriff mit seitlichen Fortsätzen versehen ist, die in seitliche Ausnehmungen einer im Deckel angeordneten Bohrung einschiebbar sind, so dass nach Verdrehen des Handgriffes gegenüber dem Deckel, der Handgriff mit dem Deckel verbunden ist.
Solche Handgriffe müssen für Kochgeschirr, Töpfe, Bratpfannen und Behälter jeglicher Art und Form Verwendung finden können.
Durch die US-PS Nr. 3, 349, 948 wurde es bekannt, einen Handgriff mittels eines Bajonettverschlusses lösbar an einem Deckel zu befestigen.
Es wurde auch (FR-PS Nr. 1. 316. 940) eine Anordnung bekannt, bei der eine Achse, die Verriegelungsstifte aufweist, mit dem Deckel verbunden ist, so dass jeder Deckel mit einer gesonderten Achse zu versehen ist, was den Nachteil bringt, dass die Deckel nur schwer stapelbar sind und jeder Deckel eine gesonderte Achse besitzen muss.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu beseitigen und eine leichte Austauschbarkeit des Handgriffes (etwa im Falle einer Beschädigung) zu ermöglichen.
Erfindungsgemäss wird dies bei einem Handgriff der eingangs erwähnten Art erreicht, wenn die seitlichen Fortsätze des Handgriffes durch Enden eines Arretierstiftes gebildet werden, der am Ende einer Achse angeordnet ist, die in einer zentralen Bohrung des Handgriffes eingesetzt ist und dort z. B. mittels einer seitlich in den Handgriff eingeschraubten Wurmschraube festgelegt ist, wobei der Arretierstift bevorzugt die Achse durchsetzt.
Bei dieser Ausgestaltung eines Handgriffes ist dieser lösbar mit dem Verriegelungselement verbunden, so dass bei einem Bruch des Handgriffes lediglich ein neuer Handgriffkörper auf die vorhandene Achse aufgeschoben und mit der Achse verbunden zu werden braucht.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann zur Änderung des Abstandes zwischen dem Arretierstift und der Unterseite des Handgriffes eine Justierschraube vorgesehen sein, die an der im Handgriff befindlichen Stirnfläche der Achse abgestützt ist. Dadurch kann die Achse im Handgriff justiert werden, so dass eine Anpassung des Handgriffes an etwaiger unterschiedlicher Deckelblechstärke in einfacher Form ausgeführt werden kann.
Schliesslich kann der erfindungsgemässe Handgriff so ausgestaltet werden, dass an der Unterseite des Handgriffes eine Dichtung vorgesehen ist, die beispielsweise als Scheibe oder als O-Ring ausgebildet ist.
Durch diese Massnahme wird auf einfache Weise ein den Handgriff auf den Deckel haltender Pressdruck erzielt.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 einen Achsialschnitt durch einen erfindungsgemässen Handgriff für Behälterabdeckungen, in auf der Behälterabdeckung montiertem Zustand, Fig. 2 eine Draufsicht auf die Behälterabdeckung bei abgenommenem Handgriff.
In den Zeichnungen ist mit --1-- der Handgriff bezeichnet, der durch einen Bajonettverschluss lösbar mit einer Behälterabdeckung (Deckel) verbunden ist. Der Deckel --10-- besitzt eine Bohrung --8-- mit seitlichen Ausnehmungen --9--. Der Handgriff besitzt seitliche Fortsätze, die von den Enden eines Arretierstiftes --4-- gebildet werden und die in die seitlichen Ausnehmungen - 9-der Deckelbohrung-8-einschiebbar sind. Durch Verdrehen des Handgriffes --1-- nach dem Einschieben der seitlichen Fortsätze des Handgriffes-l-in die Ausnehmungen --9-- der Deckelbohrung --8-- wird durch Verdrehen des Handgriffes-l-der Handgriff am Deckel festgelegt. Der Arretierstift --4-- ist am Ende einer Achse --2-- angeordnet, die in einer zentralen Bohrung --11-- des Handgriffes --1-- eingesetzt ist und dort durch eine, z.
B. in den Handgriff - seitlich eingeschraubte Wurmschraube --6-- festgelegt ist. Der Arretierstift --4-- durchsetzt im dargestellten Ausführungsbeispiel die Achse --2--. Die Form des Deckels --10-- sowie dessen Grösse und Blechstärke ist beliebig wählbar. Der Deckel --10-- kann nach der Montage des Handgriffes-l-platzsparend gelagert werden, wobei verschieden grosse Deckel ineinander und übereinander geschlichtet werden können, da sie keine vorspringenden Teile aufweisen. Weisen alle Deckel die gleiche Form der Bohrung --8-- mit Ausnehmungen --9-- auf und besitzen alle Handgriffe hiezu entsprechende seitliche Fortsätze, so können alle Deckel --10-- mit einem
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einzigen Handgriff-l-bestückt werden, je nachdem welcher Deckel --10-- gerade verwendet wird.
Der Handgriff-l-kann aus Kunststoff, z. B. aus einem Duroplasten bestehen, jedoch auch aus Metall, insbesondere Aluminium gefertigt sein.
Zur Änderung des Abstandes zwischen dem Arretierstift --4-- und der Unterseite des Handgriffes-l-ist eine Justierschraube --5-- mittig im Handgriff --1-- angeordnet, die an der im Handgriff befindlichen Stirnfläche der Achse --2-- abgestützt ist. Die Feineinstellung der Achse --2-- im Handgriff --1-- erfolgt bei offener Wurmschraube --6-- durch Betätigen der Justierschraube --5--. Sobald die gewünschte Lage der Achse --2--, bzw. des Arretierstiftes - erreicht ist, wird die Wurmschraube --6-- in den Handgriff bis zur Anlage an die Achse - -2- eingeschraubt. Mittels der Justierschraube --5-- ist es damit möglich, verschiedene Blechstärken von Deckeln --10-- auszugleichen, bzw. den selben Handgriff-l-an verschieden starken Deckeln --10-- verwenden zu können.
Gegen Verdrehen im Handgriff-l-kann die Achse --2-- an ihrem oberen Ende durch eine Nut oder Bohrung --7-- gesichert werden, in welche ein Keil oder Stift eingreift, der mit dem Handgriff-l-verbunden ist.
Durch diese Ausgestaltung wird eine Drehung der Achse --2-- im Handgriff --1-- vermieden, jedoch kann die Achse --2-- innerhalb gewisser Grenzen im Handgriff --1-- in Richtung ihrer Achse verschoben werden. Die Achse --2-- kann jedoch auch durch eine tangential angeschliffene Fläche am oberen Ende der Achse unter Mitwirkung eines im Handgriff in der Bohrung fixierten Gegenstückes gegen Verdrehen gesichert werden.
An der Unterseite des Handgriffes-l-ist eine Dichtung --3-- vorgesehen. Diese kann als Scheibe oder auch als O-Ring ausgebildet sein.
Bei der Montage der Dichtung --3-- kann so vorgegangen werden, dass diese über die, gegen- über der Achse --2-- vorstehenden Fortsätze des Arretierstiftes --4-- gezogen wird, oder aber es wird vor dem Einstecken des Arretierstiftes --4-- in die Achse --2-- die Dichtung auf die Achse --2-- gesteckt und hernach erst der Arretierstift in die Bohrung eingesetzt.
Die Gummiqualität der Dichtung --3--, insbesondere deren Härtegrad (Shore) muss den Elastizitätserfordernissen entsprechen. Weiters muss die Dichtung selbstverständlich auch den Temperaturen die auf die Deckel einwirken, standhalten.
Die Elastizität der Dichtung --3-- wird beim Befestigen, bzw. beim Lösen des Handgriffes eingesetzt. Der Pressdruck kann jedoch auch durch andere Federkraft, z. B. die Kraft einer Tellerfeder oder einer Spiralfeder, erzeugt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Handgriff für Deckel od. dgl. Behälterabdeckungen, der mittels eines Bajonettverschlusses lösbar mit dem Deckel verbunden ist, wobei der Handgriff mit seitlichen Fortsätzen versehen ist, die in seitliche Ausnehmungen einer im Deckel angeordneten Bohrung einschiebbar ist, so dass nach Verdrehen des Handgriffes gegenüber dem Deckel der Handgriff mit dem Deckel verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen Fortsätze des Handgriffes durch die Enden des Arretierstiftes (4) gebildet werden, der am Ende einer Achse (2) angeordnet ist, die in einer zentralen Bohrung des Handgriffes (1) eingesetzt und dort, z.
B. mittels einer seitlich in den Handgriff (1) eingeschraubten Wurmschraube (6) festgelegt ist, wobei der Arretierstift (4) bevorzugt die Achse (2) durchsetzt.
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