AT38768B - Verfahren und Vorrichtung zur richtigen Längenbestimmung kraftübertragender endloser Metallbänder. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur richtigen Längenbestimmung kraftübertragender endloser Metallbänder.

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  Verfahren und Vorrichtung zur richtigen Längenbestimmung kraftübertragender endloser   Metallbänder.   



   Für Kraftübertragungen mittels endlosen Metallbandes ist es von ausserordentlicher Wichtigkeit, dem   kraftübertragenden   Bande eine ganz bestimmte Grundspannung zu geben, da eine zu grosse Spannung die Haltbarkeit des Bandes und die Wellenlager gefährdet, während eine zu geringe Spannung ein Ablaufen des Bandes im Betriebe zur Folge hat. Die Erfindung 
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 es   später im   Betriebe und im geschlossenen Zustande haben muss, um die Scheiben mit der jeweils erforderlichen, von vornherein bestimmten Grundspannung zu umspannen.

   Das Wesen des Verfahrens besteht darin, dass der insbesondere bei weitauseinanderliegenden Wellenachsen ins Gewicht fallende Durchhang für die Längenbestimmung des Bandes berücksichtigt wird, und zwar dadurch, dass ein besonderes Messband bestimmten Einheitsquerschnittes von gleichem Material wie das kraftübertragende Band vor der Herstellung des letzteren um die Scheiben des auszurüstenden Getriebes herumgelegt wird und durch einen geeigneten Apparat solche Spannung erhält, wie sie nachher für die Kraftübertragung des Metallbandes erforderlich ist. Das   Längenmass des   so gespannten Messbandes wird dann Herstellung des   Kraft bandes zu Grunde   gelegt.

   Diese Messung beruht auf der Erkenntnis, dass bei dem für die Kraftbänder verwendeten 
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 kommenden   Belastungsgrenze !) eine vollkommene   Proportionalität zwischen der Belastung der Querschnittseinheit und der   Längenänderung   der   Längeneinheit   vorhanden ist. 



   Bei der angegebenen   Längenfeststellung mittels   des   Messbandes   kann sich insofern noch ein Fehler der Messung ergeben, als es schwer ist, durch den einen Spannapparat auf der ganzen Bandlänge, d. h. in beiden Trums, genau die gewünschte spezifische Spannung zu erzeugen, und zwar weil die durch die Spannung auf den Scheiben entstehende Reibung einen gewissen Spannungsverlust hervorruft. Es wäre hiernach theoretisch richtig, in jedes Trum einen Spannapparat einzuschalten, was aber praktisch   unzweckmässig   wäre, da das Band dann mehrfach geteilt werden müsste.

   Nach vorliegender Erfindung erfolgt eine genaue Spannungserzeugung, indem die mittels des Spannapparates in dem einen Trum hervorgerufene Spannung so bemessen wird, dass das arithmetische Mittel zwischen dieser Spannung und der Spannung im andern Trum gleich der gewünschten Grundspannung ist. Dies wird am besten durch folgendes Verfahren erreicht :

   Man erzeugt in dem einen Trum des Messbandes mittels des Spannapparates vorerst eine Spannung, die ungefähr der gewünschten Grundspannung entspricht ; man versetzt dann eine der Scheiben, iun welche das Band geschlungen ist (oder auch beide Scheiben entgegengesetzt) in eine langsame Drehung, sodass die Scheibenreibung eine   Spannungserhöhung   in demjenigen Trum hervorruft, in welchem der Spannapparat sich befindet, ohne dass jedoch das Band von der Scheibe mitgenommen wird ; man vermerkt hierbei die von dem Spannapparat angezeigte Spannung, dreht sodann die Scheibe in umgekehrter Richtung, so dass das betreffende Trum nunmehr in gewissem Masse entspannt wird, liest wiedrum die hierbei von dem Spannapparat angezeigte Spannung ab, und prüft, ob das arithmetische Mittel aus den bei den abgelesenen Spannungen der gewünschten Grundspannung entspricht.

   Ist das nicht der Fall, so wird die Bandspannung 

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 durch Öffnen oder Schliessen des Spannapparates solange vermindert oder   verstärkt,   bis das wie angegeben zu   berechnende   arithmetische Mittel genau der gewünschten Grundspannung entspricht.

   In solchen Fällen, in welchen es schwer ist, die Scheiben in Drehung zu versetzen, kann statt des eben angegebenen Verfahrens auch folgendes zur Feststellung des arithmetischen Mittels der Spannungen dienen : Man erzeugt in dem einen Trum des Messbandes mittels des Spannapparates eine Spannung, die etwas höher ist, als die erwünschte Grundspannung, misst dann mittels eines besonderen unten näher zu beschreibenden Kontrollapparates aus der Verlängerung des Bandes die im anderen Trum hierbei tatsächlich entstandene Spannung, und ändert wenn nötig, die durch den Spannapparat erzeugte   Trumspannung   so lange ab, bis das arithmetische Mittel zwischen dieser Trumspannung und der kontrollierten Spannung des anderen Trums gleich der gewünschten Trumspannung ist. 
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   Die Klemmbacken a, b für das zu spannende Band sind je in einem schmiedeeisernen Arm c   bezw. f/nngebracht. Der   Arm d ist fest mit einer   Säule f verbunden, während sich   der Arm c   Fcharnienntig   um die Achse f zu drehen vermag. Durch beide Arme hindurch ragt ein langer   Schraubenbotzen < y,   der zwei mit Schneiden versehene Widerlagsseheiben h und i trägt, die sich gegen entsprechende Einschnitte der Arme c bezw. d legen.

   Zwischen der Mutter k und der Scheibe A   ist eine Schraubenfeder J ! eingeschaltet,   durch deren Zusammenpressen eine Näherung der Arme c,   d   
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 zeigt das Mass der hervorgerufenen Spannung an. welche auf einer zu diesem Zwecke vorgesehenen   Skala r abgeteten werden   kann.   Die Backen, welche die Bandenden o,   p festhalten sollen, iind entweder so   eingerichtet, wie im   unteren Teil der Fig. 1 dargestellt ist, wonach ein auf Kugeln oder Rollen beweglicher Keil eingesetzt ist, der sich bein Spannen selber in die Richtung des   Zügen verschiebt, wobei   er das Band einklemmt, oder   da,   Band wird, wie im oberen Teil der Fig. 1 dargestellt ist.

   durch besondere Klemmschrauben, unter   Umständen   unter gleichzeitiger Einwirkung eines   Ketten festgeklemmt. Damit   die Arme c. d der Vorrichtung im Ruhezustande (vor Einspannung des Bandes) nicht zusammenfallen, wird der drehbare Arm c durch eine schwache   mattfeder q   oder ein anderes Mittel in der auf der Zeichnung dargestellten Lage gehalten. Die geringe Gegenkraft, die   hierdurch   gegen die spannende Wirkung der   Schraubenfeder ! ausgeübt   
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 das   Messband eine Ska) a besitzt,   wird das der erzeugten Spannung entspechende Längenmass einfach abgelesen. 



   Der in Fig. 4-6 in Seitenanicht, Oberansicht und querschnitt dargestellte Kontroll Mess-Apparat, welcher dazu dient, aus der Verlängerung eines Metallbandes die in ihm herrschende Zugspannung zu bestimmen, ist wie folgt zusammengesetzt : 
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 Stift d bezw. l vorgeschen. Diere Stifte passen in Locher, weiche auf dem Messbande vorgesehen sind, und zwar sind zwei Löcher in jedem Messbande vorhanden, die sich im spannungslosen Zustande des Bandes in einer bestimmten Einheitsentfernung von einander (z. B. ein Meter) befinden. Ist dieses Messband durch den oben beschriebenen Spannapparat gespannt, so sind die Löcher mehr als einen Meter von einander entfernt.

   Wird nun der dargestellte Kontroll-Apparat mit den Stiften d, e in die Locher eingesetzt, nachdem der Schieber c entsprechende eingestellt ist, so zeigt das Mass, um welches der Schieber von seiner Grundstellung, die dem Einheitsmasse entsprach, entfernt ist, an, welche Verlängerung des Bandes eingetreten ist. Zur Messung dieser   Verschiebung dient eine Mikrometerschraube./',   welche auf dem Lineal angebracht ist und die nach Einstellung des Schiebers c solange verstellt wird, bis   die Messschraube g   mit ihrer Spitze die Spitze h des Stiftes 1 berührt, welcher an dem Schieber c angebracht ist.   Die Schraube   dient dazu, den Schlitten c am Lineal in einer bestimmten Stellung festzuklemmen, z.   B.   in der Anfangsstellung, bei welcher die Mikrometerschraube auf 0 eingestellt wird.

   Zur Feststellung dieser 0-Stellung und genauen Anbringung der Löcher auf den zu messenden Bändern wird ein    Norm.iisttbbenutzt, derzwei Löcher   in der genauen Einheitsentfernung (z. B. ein Meter) be- 
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 länglich zu gestalten. 



   Dieser Kontrollapparat kann nicht nur dazu dienen, das oben beschriebene Messverfahren zu vervollkommnen, sondern kann auch in vielen Fällen benutzt werden, bei der Montage oder   nachträglich   bei einem aufgespannten Kraftbande die in einem Trum herrschende Spannung   zu bestimmen   oder zu'kontrollieren. Hiezu ist allerdings nötig, dass in den   Kraftbandern   Löcher vorgesehen werden, in welche die Stifte des Kontrollapparates hineinpassen, und zwar in der   dem KöntröUapparate zu Grunde   gelegten Normalentfernung.

   Für die   Kraftbander   wird es sich wegen der Schwächung der Festigkeit nicht empfehlen, Löcher in die Bänder selbst einzustanzen, sondern man wird zweckmässig wie oben angegeben, mit Löchern versehene Klemmen an den Bändern anbringen, oder aber andere der oben angegebenen Mittel verwenden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur richtigen Längenherstellung kraftübertragender endloser Metallbänder, die mit einer bestimmten Grundspannung um Scheiben geschlungen werden sollen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Messband gleichen Materials wie das herzustellende Metallband um die Getriebescheiben herumgelegt wird, dass diesem Messbande dann durch einen Spannapparat die bestimmte Grundspannung erteilt wird, dann die Länge des Messbandes in diesem gespannten Zustande durch Abschneiden oder durch Ablesen auf einer am Messbande vorgesehenen Skala festgelegt wird, und dass das Mass dieser Bandlänge im entspannten Zustande der Herstellung des kraftübertragenden Bandes zu Grund gelegt wird.

Claims (1)

  1. - 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass in dem einen Trum des um die Scheiben gelegten Messbandes ein Spannapparat eingefügt wird und die Spannung des anderen Trums bei langsamer Drehung der Scheibe festgestellt wird, wobei die Spannung des Bandes mittels des Spannapparates so geregelt wird, dass die für das kraftübertragende Band erwünschte Grundspannung das arithmetische Mittel zwischen den verschiedenen Spannungen der beiden Trums während der Scheibendrehung bildet.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, bei welchem das arithmetische Mittel zwischen den verschiedenen Spannungen der beiden Trums dadurch festgestellt wird, dass eine der Scheiben, um welche das Messband geschlungen ist (oder auch beide Scheiben in entgegengesetzter Richtung) zuerst so bewegt wird, dass die Spannung in dem Trum, in welchem sich der Spannapparat befindet, erhöht wird, und dann in umgekehrter Richtung gedieht wird, sodass die Spannung in diesem Trum erniedrigt wird, worauf dann die vom Spannapparat erzeugte Spannung so geregelt wird, dass das Mittel zwischen den beiden beim Drehen der Scheiben abgelesene Spannungen der gewünschten Grundspannung entspricht.
    4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Lineal und einem darauf verschiebbaren Teil je ein Stift oder dergl. vor- EMI3.2 wobei die jeweilige Entfernung der beiden Stifte die Entfernung der Bandlöcher angibt, welche sich im spannungslosen Zustande in einer bestimmten Einheitsentfernung von einander befanden.
AT38768D 1907-03-21 1908-12-18 Verfahren und Vorrichtung zur richtigen Längenbestimmung kraftübertragender endloser Metallbänder. AT38768B (de)

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