<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft eine starre Ventilverlängerung für ein Ventil, insbesondere Luftreifenventil, mit einem zumindest im wesentlichen rohrförmigen, unter Zwischenlage einer Dichtung am Ventil befestigbaren Gehäusekörper und einem darin axial beweglichen, insbesondere nadelförmigen, zur Anlage am Ventilglied des Ventils vorgesehenen Entlüftungsglied.
Derartige starre Ventilverlängerungen (vgl. z. B. US-PS Nr. 3, 247, 882, Fig. 3) werden beispielsweise bei Luftreifenventilen dann verwendet, wenn das Ventil etwa zum Ablassen der Druckluft im Luftreifen, zum Aufpumpen oder zur Prüfung des Luftdruckes nur schwer zugänglich ist.
Durch das Befestigen, insbesondere Anschrauben, der starren Ventilverlängerung wird der Zugang zum Ventil von aussen erleichtert. Dabei kommt das in der Ventilverlängerung vorgesehene, zumeist nadelförmige Entlüftungsglied zur Anlage am Ventilglied, etwa einer Nadel, des Ventils,
EMI1.1
sowie auch die GB-PS Nr. 1, 339, 755.
Wenn nun die Dichtung, über die die starre Ventilverlängerung mit dem Ventil verbunden ist, nach öfterem Gebrauch bereits stärker deformiert ist, und die
Ventilverlängerung mit grossem Drehmoment auf das Luftreifenventil aufgeschraubt wird, und/oder wenn die Ventilnadel des eingeschraubten Ventileinsatzes des Ventils etwa auf Grund von Ferti- gungs-oder Montageungenauigkeiten zu weit über den Ventilrand vorsteht, liegt das Entlüftungsglied der Ventilverlängerung dauernd an der Nadel des im Luftreifenventil eingeschraubten Ventileinsatzes an, so dass das Ventil geöffnet wird und die Luft aus dem Schlauch oder Reifen entweicht, an dem das Ventil angeordnet ist.
Ein anderer Nachteil der bekannten starren Ventilverlängerungen ist darin gelegen, dass es dann, wenn die Entlüftungsnadel der Ventilverlängerung kürzer gehalten ist, und/oder der Ventileinsatz im Luftreifenventil tiefer liegend eingeschraubt wird, zu Schwierigkeiten beim Aufpumpen des Reifens und beim Prüfen des Luftdruckes des Reifens kommt, da die Entlüftungsnadel die Ventilnadel nicht genügend niederdrückt.
Es ist nun Ziel der Erfindung, eine starre Ventilverlängerung der eingangs erwähnten Art zu schaffen, bei der die vorstehend erwähnten Nachteile vermieden sind und insbesondere ein ungewolltes Entweichen von Luft durch das Ventil vermieden wird.
Die erfindungsgemässe Ventilverlängerung der eingangs erwähnten Art ist dazu dadurch gekennzeichnet, dass im Gehäusekörper ein an sich bekannter dichtender Ventileinsatz angeordnet ist, dessen von aussen betätigbares Ventilglied mit dem Entlüftungsglied versehen oder gekuppelt ist.
Bei der erfindungsgemässen starren Ventilverlängerung ist somit eine zusätzliche Abdichtung mittels eines Ventileinsatzes vorgesehen, so dass ein dichter Abschluss der Gesamtanordnung auch dann möglich ist, wenn das Ventil, dem die Ventilverlängerung zugeordnet ist, durch das Entlüftungsglied der Ventilverlängerung wie beschrieben dauernd offengehalten wird. Durch die Erfindung wird somit ganz allgemein eine erhöhte Sicherheit durch eine doppelte Abdichtung erzielt.
Ausserdem ist die erfindungsgemässe Ventilverlängerung allgemein in derartigen Fällen anwendbar, in denen das Ventil, insbesondere Luftreifenventil, undicht wird, etwa wenn die bei Luftreifenventilen üblicherweise verwendete Innenausführung defekt ist, wobei es unter Umständen sogar denkbar wäre, dass kein Ventileinsatz mehr in das Luftreifenventil eingeschraubt werden könnte, oder der eingeschraubte Ventileinsatz keine ausreichende Abdichtung mehr gewährleistet.
Wenn das Ventil, dem die Ventilverlängerung zugeordnet ist, geöffnet bzw. entlüftet werden soll, wird das Ventilglied des in der Ventilverlängerung vorhandenen Ventileinsatzes einwärts gedrückt, wobei über das Entlüftungsglied das Ventilglied des Ventils in die Offenstellung bewegt wird. Dadurch wird beispielsweise im Fall eines Luftreifenventils der Ventileinsatz desselben zum Luftdruckprüfen entlüftet oder aber zum Aufpumpen geöffnet.
Es sei noch erwähnt, dass es an sich bereits bekannt ist, an Luftreifenventilen Verlängerungsschläuche zu befestigen, die an dem Ende, mit dem sie am Ventil befestigt werden, einen im Inneren angeordneten Nipptelteil aufweisen, der das Luftreifenventil öffnet. Allerdings hält dieser Nippelteil das Luftreifenventil permanent in der Offenstellung, und zur Abdichtung ist am andern, äusseren Ende des Schlauches ein dichtendes Ventil vorgesehen, das jedoch mit dem Nippelteil in keinerlei Wirkverbindung steht.
<Desc/Clms Page number 2>
Insbesondere im Fall von Luftreifenventilen ist ferner von Vorteil, dass sowohl für das
Luftreifenventil als auch für die starre Ventilverlängerung gleiche bzw. gleichartige Ventilein- sätze Anwendung finden können, was die Produktion vereinfacht.
Es ist an sich möglich, dass bei der erfindungsgemässen starren Ventilverlängerung das
Entlüftungsglied durch einen vom Ventilglied gesonderten Bauteil, insbesondere in Form einer
Nadel, gebildet ist, wobei dann das Ventilglied mit dem Entlüftungsglied verbunden werden kann. Insbesondre aus Gründen einer vereinfachten Montage ist es jedoch vorteilhaft, wenn das Ventilglied einstückig mit dem Entlüftungsglied ausgeführt ist. Die Länge des so verlängerten
Ventilgliedes ist selbstverständlich der Ventilverlängerung, d. h. der Länge des Gehäusekörpers derselben, angepasst.
Dabei ist es insbesondere von Vorteil, wenn das Ventilglied als Ventilnadel mit einer
Nadelverlängerung als Entlüftungsglied ausgebildet ist.
In der Regel ist die starre Ventilverlängerung gerade, d. h. der Gehäusekörper ist in
Form eines geraden Rohres ausgebildet. Es ist aber an sich auch möglich, dass der Gehäusekör- per gebogen verläuft, und vor allem in diesem Fall ist es weiters günstig, wenn die Nadelver- längerung flexibel ausgebildet ist.
Im Fall von eher kürzeren Ventilverlängerungen ist es anderseits auch günstig, wenn das Ventilglied einfach mit einem verlängerten Tellerhals als Entlüftungsglied versehen ist.
Wie bereits erwähnt, ist es bei der erfindungsgemässen Ventilverlängerung auch möglich, dass ihr Ventilglied und das Entlüftungsglied voneinander getrennte Bauteile sind, was in manchen
Fällen ihre Herstellung erleichtert, und in diesem Fall ist es auch vorteilhaft, wenn das Ventil- glied einfach mit seinem inneren axialen Ende stirnseitig am gesonderten, nadel- oder stiftförmig ausgebildeten Entlüftungsglied anliegt. Dabei kann das Entlüftungsglied beispielsweise durch
Aussenvorsprünge bzw. durch im Gehäusekörper innen vorgesehene Absätze gegen ein Herausfallen aus dem Gehäusekörper gesichert sein.
Vor allem bei langen starren Ventilverlängerungen ist es bereits bekannt, den rohrförmigen Gehäusekörper in Längsrichtung zu teilen, wobei die Teile des Gehäusekörpers dicht miteinander verbunden sind, und in diesem Fall ist es erfindungsgemäss günstig, wenn im einen Teil des Gehäusekörpers der Ventileinsatz und im andern Teil das Entlüftungsglied angeordnet ist.
Bei der bekannten starren Ventilverlängerung wurde bereits vorgeschlagen, eine Führung für das Entlüftungsglied an dessen dem Ventil zugewendeten Ende vorzusehen. Um nun hier eine besonders sichere Betätigung des Ventilgliedes des Ventils, dem die Ventilverlängerung zugeordnet ist, auch bei besonders langen Ventilverlängerungen sicherzustellen, ist es ferner günstig, wenn das mit dem Ventilglied des Ventileinsatzes der Ventilverlängerung verbundene bzw. einstückige Entlüftungsglied mittels einer im mittleren Bereich seiner Längserstreckung angeordneten zusätzlichen Führung im rohrförmigen Gehäusekörper zentrisch geführt ist.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen noch weiter erläutert. Im einzelnen zeigen die Fig. la und 1b zusammen ein Luftreifenventil mit einer aufgeschraubten Ventilverlängerung in Ansicht, teilweise in einem Axialschnitt ; und die Fig. 2 und 3 je in einer Ansicht, teilweise im Axialschnitt, eine abgewandelte Ventilverlängerung.
Gemäss den Fig. la und 1b ist eine starre Ventilverlängerung --1-- auf ein herkömmliches Ventil --2--, im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein Luftreifenventil, aufgeschraubt. Das Luftreifenventil --2-- enthält dabei in herkömmlicher Weise einen Ventileinsatz --3--, der mit einer Ventilnadel --3a-- versehen ist, die aussen geringfügig über den Ventilrand --4-vorsteht. Zwischen diesem Ventilrand --4-- und einem Innenflansch oder Absatz --la-- der Ventilverlängerung-l-ist eine Dichtung --5-- vorgesehen, die zweckmässigerweise in der Ventilverlängerung --1-- befestigt, z. B. an der Unterseite des Flansches --la-- angeklebt oder eingepresst ist.
Die Ventil verlängerung --1-- weist dabei weiters ein Entlüftungsglied in Form einer Entlüftungsnadel --6-- auf, die zum Entlüften des Ventileinsatzes --3-- durch Niederdrücken der Nadel --3a-- entgegen der Kraft einer Vorspannfeder --3b-- vorgesehen ist. Der Ventileinsatz --3-- ist wie an sich üblich in eine bekannte Innenausführung --7-- des Luft- reifenventils --2-- dicht eingeschraubt. Der Ventileinsatz --3-- und die zugehörige Innenaus-
<Desc/Clms Page number 3>
führung --7-- sind an sich hinlänglich bekannt, so dass sich eine weitere Beschreibung derselben erübrigt.
Die Ventilverlängerung --1-- weist einen im wesentlichen rohrförmig ausgebildeten, starren
Gehäusekörper --8-- auf, der beim Ausführungsbeispiel nach Fig. la und 1b dreiteilig ausgebildet ist, wobei die einzelnen Teile mit --8a, 8b und 8c-- bezeichnet, sind. Dabei ist der Teil --8a-- in Form einer Gewindehülse mit Aussensechskant ausgeführt, und er dient zum Aufschrauben der Ventilverlängerung-l-auf das mit einem entsprechenden Aussengewinde versehene Luftreifen- ventil --2--.
Im Inneren dieses Teiles --8a-- ist auch der zuvor erwähnte Flansch oder Absatz --la-- ausgebildet, an dem auf der der Dichtung --5-- gegenüberliegenden Seite der zylindrisch ausgebildete Mittelteil --8b-- des Gehäusekörpers --8-- anliegt. Am andern Ende steckt dieser
Mittelteil --8b-- im endteil --8c-- des Gehäusekörpers --8--, welcher zur Aufnahme eines eigenen Ventileinsatzes versehen ist, wie weiter unten noch näher erläutert werden wird.
Die
Verbindung zwischen den einzelnen Teilen --8a und 8b bzw. 8b und 8c-- kann einfach durch einen dichten Presssitz, durch eine Lötverbindung oder Klebeverbindung, oder durch eine Gewinde- verbindung bewerkstelligt werden, wobei es weiters auch möglich ist, zwischen diesen Teilen
Dichtungen, etwa in der Art von O-Ringen, vorzusehen (in den Zeichnungen nicht dargestellt).
Die Teile --8a, 8b und 8c-- des Gehäusekörpers --8-- bestehen dabei zweckmässigerweise, wie das Gehäuse des Luftreifenventils --2--, aus Metall, sie könnten jedoch an sich auch aus andern
Materialien, etwa hochfesten Kunststoffen u. dgl., bestehen.
Die bereits erwähnte Entlüftungsnadel --6-- erstreckt sich im wesentlichen von der Stelle des Innenflansches --la-- durch den Mittelteil --8b-- des Gehäusekörpers --8-- in den Endteil --8c-- hinein, Der Endteil --8c-- des Gehäusekörpers --8-- ist aussen mit einem Gewinde - versehen, wobei der Aussendurchmesser des Endteiles --8c-- zweckmässigerweise gleich dem Aussendurchmesser des Gehäuses des Luftreifenventils --2-- ist, so dass gegebenenfalls eine zum Luftreifenventil --2-- passende weitere Ventilverlängerung auf die dargestellte Ventilverlängerung --1--, d.h. den Endteil --8c-- des Gehäusekörpers --8--, aufgeschraubt werden kann.
Am äusseren Ende der Ventilverlängerung, d. h. des Endteiles --8c--, steht ähnlich wie am äusseren Ende des Luftreifenventils --2-- ein Ventilglied --6'-- des nachstehend noch zu erläuternden Ventileinsatzes in der Ventilverlängerung-l-mit einem Nadelkopf --10-- vor.
Vorzugsweise ist das Ventilglied --6'-- in einem Stück mit dem Entlüftungsglied --6-- in Form einer verlängerten Nadel ausgebildet, wobei im Fall einer langen Ventilverlängerung --1--, wie gemäss Fig. la und lb, die Nadel zweckmässigerweise im Gehäusekörper --8--, nämlich im mittleren Teil --8b-- desselben, zentrisch geführt ist. Hiezu können beispielsweise Führungen in Form von zylindrischen oder ringförmigen, Luft in Axialrichtung durchlassenden Gleitkörpern --11-- auf die Nadel --6-- aufgeschoben sein, die mit ihrem Aussenumfang an der zylindrischen Innenwandung des Mittelteiles --8b-- des Gehäusekörpers --8-- gleitend anliegen.
Anderseits wäre es sicherlich auch möglich, sternförmige Führungskörper mit mittleren Öffnungen für die Nadel --6-- im Inneren des Mittelteiles --8b-- einzusetzen, wobei die Nadel --6-- dann gleitend in den mittigen Öffnungen dieser Führungskörper geführt ist.
Wie bereits erwähnt, ist im Gehäusekörper --8--, nämlich dessen Endteil --8c--, ein Ventileinsatz --13-- vorgesehen. Dieser Ventileinsatz --13-- ist beim vorliegenden Ausführungsbeispiel dem Ventileinsatz --3-- des Luftreilfenventils --2-- im Prinzip völlig analog, und er ist in eine der Innenausführung --7-- entsprechende übliche Innenausführung --17-- des Endteiles - 8c-- eingeschraubt, Das als Ventilnadel ausgeführte Ventilglied --6'-- dieses Ventileinsatzes ist wie erwähnt bevorzugt in einem Stück mit dem Entlüftungsglied, d. h. der Entlüftungsnadel --6--, ausgebildet, d. h. die Ventilnadel --6'-- weist eine Nadelverlängerung --6-- als Entlüftungsglied auf.
An sich wäre es jedoch auch möglich, die Entlüftungsnadel --6-- als vom Ventilglied --6'-- gesonderten Bauteil vorzusehen, wobei die beiden nadelförmigen Glieder dann beispielsweise stirnseitig einfach gegeneinander stossen können, etwa an der Stelle --16-in Fig. 1b. Im Fall einer einstückigen Ausführung kann an der Stelle --16-- wie dargestellt eine Schulter vorgesehen sein.
Zur Feineinstellung der Ventil- bzw. Entlüftungsnadel --6-- in der Länge kann auch
<Desc/Clms Page number 4>
auf das innere Ende ein End- oder Verlängerungsstück --6a-- aufgeschoben oder aufgeschraubt sein, wobei dieses Verlängerungsstück --6a-- relativ zur Nadel --6-- verstellbar ist und mit einem Luft durchlassenden Führungsstück zur zentrischen Führung der Nadel an der Innenwand des Mittelteiles --8b-- des Gehäusekörpers --8-- gleitet. Selbstverständlich ist es auch möglich, das Endstück --6a-- ebenso wie den Gleitkörper --11-- einstückig mit der Entlüftungsnadel --6-- vorzusehen.
Ähnlich wie das Luftreifenventil --2--, wenn keine Ventilverlängerung vorgesehen ist, durch einen Druck auf den Kopf der Nadel --3a-- geöffnet bzw. entlüftet werden kann, kann
EMI4.1
Dabei wird im Normalfall sowohl der Ventileinsatz --13-- der Ventilverlängerung --1-- als auch der Ventileinsatz --3-- des Luftreifenventils --2-- entlüftet, so dass beispielsweise eine Prüfung des Luftdruckes des zugehörigen Luftreifens oder ein Aufpumpen desselben möglich ist. Dabei entspricht der Aussendurchmesser des Endteiles --8c-- der Ventilverlängerung einem genormten Mass, um z. B. den Schlauch einer Drucklufteinrichtung mit Manometer, wie an sich bekannt, anschliessen zu können.
Sobald der Druck auf den Nadelkopf --10-- wieder nachlässt, schliesst
EMI4.2
doch die Nadel --3a-- zu weit über den Ventilrand --4-- vorstehen sollte, oder die Dichtung - zufolge einer mehrfachen Verwendung der Ventilverlängerung bereits schadhaft sein sollte, wobei die Nadel --6-- bei fest aufgeschraubter Ventilverlängerung dann z. B. die Ventilna- del --3a-- des Luftreifenventils --2-- ungewollt dauernd in die Offenstellung drückt, auch wenn der Nadelkopf --10-- bereits entlastet ist, bleibt der Ventileinsatz --3-- des Luftreifen- ventils --2-- geöffnet, was aber nicht von Belang ist, da der Ventileinsatz --13-- der Ventilverlängerung dicht abschliesst.
Dieser dichte Abschluss ist auch dann erreichbar, wenn das Luftreifenventil --2-- bzw. dessen Ventileinsatz --3-- auf sonstige Weise undicht wird, etwa wenn kein dichter Sitz des Ventileinsatzes in der Innenausführung mehr erreichbar ist, etwa bei defektem Ventileinsatz oder bei defekter Innenausführung --7--. Die beschriebene Ventilverlängerung ist somit nicht nur dann von Nutzen, wenn das Luftreifenventil --2-- an sich schlecht zugänglich ist, sondern insbesondere auch dann, wenn der Ventileinsatz --3-- aus welchen Gründen immer nicht mehr genügend abdichtet.
Selbstverständlich wäre es in Abwandlung der beschriebenen Ventilverlängerung möglich, anstatt eines geraden Gehäusekörpers --8-- eine gebogene Ausführungsform, etwa einen gebogenen Mittelteil -8b-- eines ansonsten in analoger Weise dreiteiligen Gehäusekörpers, vorzusehen. In diesem Fall ist es zweckmässig, die Nadel --6-- aus flexiblem Material herzustellen, damit
EMI4.3
kann. Insbesondere in diesem Fall bildet auch die Entlüftungsnadel --6-- vorzugsweise einen von der Ventilnadel --6'-- getrennten Bauteil.
In Fig. 2 ist eine modifizierte starre Ventilverlängerung --1-- dargestellt, die im Vergleich zu jener gemäss Fig. la und 1b kürzer ausgeführt ist. Dabei weist diese Ventilverlängerung --1-einen einstückigen, durch Drehen hergestellten starren Gehäusekörper --8-- auf, der mit seinem unteren, verbreiterten Abschnitt wieder auf ein herkömmliches Luftreifenventil (-2-in Fig. la) aufgeschraubt werden kann. Dabei liegt ähnlich wie gemäss Fig. la ein Absatz --la-- über eine Dichtung --5-- am Ventilrand auf. Im oberen, mit einem Aussengewinde versehenen Abschnitt ist wieder eine herkömmliche Innenausführung --17-- vorgesehen, in der ein Ventileinsatz --13-eingeschraubt ist.
Wie dabei aus Fig. 2 ersichtlich ist, ist der Ventileinsatz --13-- in der Innenausführung --17-- mit Hilfe einer am Aussenumfang des Ventileinsatzes --13-- eingelegten Dichtung --18-- in an sich herkömmlicher Weise abgedichtet. Durch den Ventileinsatz --13-erstreckt sich wieder eine Ventilnadel --6'--, die nach unten verlängert ist und mit dieser Verlängerung das Entlüftungsglied --6-- für das Ventilglied des nicht dargestellten Luftreifenventils bildet.
Eine weitere starre Ventilverlängerung-l-ist in Fig. 3 gezeigt, bei der ebenfalls ein einstückiger, starrer Gehäusekörper --8-- mit einem unteren, durchmessergrösseren Abschnitt
<Desc/Clms Page number 5>
zum Aufschrauben auf ein Luftreifenventil und einem oberen, mit einem Aussengewinde versehenen, querschnittskleineren, einen Ventileinsatz enthaltenden Abschnitt vorgesehen ist. Auch hier liegt eine ringförmige Dichtung --5-- an einem Absatz --la-- im Inneren des Gehäusekörpers --8-- an, wobei diese Dichtung --5-- bei auf ein Luftreifenventil aufgeschraubter Ventilverlängerung am Ventilrand des Luftreifenventils anliegt und so für eine dichte Verbindung sorgt.
Die Ventilver- längerung gemäss Fig. 3 ist dabei noch kürzer als jene gemäss Fig. 2 ausgeführt, wobei zur Bildung des Entlüftungsgliedes einfach ein verlängerter Tellerhals --19-- vorgesehen ist, der in einem
Stück mit dem übrigen Ventilglied und somit insbesondere auch mit der aussen mit einem Kopf --10-- vorstehenden Nadel --6'-- gefertigt ist. Es liegt auch hier ansonsten wieder ein an sich üblicher Ventileinsatz --13-- innerhalb einer herkömmlichen Innenausführung --17-- vor.
Die Wirkungsweise der starren Ventilverlängerungen --1-- gemäss Fig. 2 und 3 entspricht jener der Ventilverlängerung gemäss Fig. la und lb, so dass sich eine neuerliche Beschreibung erübrigt. Auch bei diesen Ventilverlängerungen schliesst der eingeschraubte Ventileinsatz --13-- luftdicht ab, gleichgültig ob der im Luftreifenventil eingeschraubte Ventileinsatz abschliesst oder aber doch noch Luft durchlässt oder sonst undicht ist. In allen Fällen wird durch die
Erfindung eine erhöhte Sicherheit durch eine doppelte Abdichtung erzielt.
Zusätzlich kann mit der vorliegenden Ventilverlängerung dann Abhilfe geschaffen werden, wenn ein Luftreifenventil defekt bzw. undicht geworden ist, indem dann auf dieses undichte Luftreifenventil eine Ventilverlängerung wie beschrieben aufgeschraubt wird, auch wenn dieses Luftreifenventil an sich vom Standpunkt der Zugänglichkeit her gesehen keine Ventilverlängerung erforderlich machen würde.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Starre Ventilverlängerung für ein Ventil, insbesondere Luftreifenventil, mit einem zumindest im wesentlichen rohrförmigen, unter Zwischenlage einer Dichtung am Ventil befestigbaren Gehäusekörper und einem darin axial beweglichen, insbesondere nadelförmigen, zur Anlage am Ventilglied des Ventils vorgesehenen Entlüftungsglied, dadurch gekennzeichnet, dass im Gehäusekörper (8) ein an sich bekannter dichtender Ventileinsatz (13) angeordnet ist, dessen von aussen betätigbares Ventilglied (6') mit dem Entlüftungsglied (6 ; 19) versehen oder gekuppelt ist.