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Die Erfindung betrifft einen Armierungsdistanzhalter für einen durch eine Abdichtungsfolie abgedichteten Tunnel mit einem zum Befestigen der Abdichtungsfolie aus Kunststoff vorgesehenen
Haltekörper, mit zwei miteinander verbundenen und im wesentlichen parallel zueinander verlaufen- den Scheiben, von denen die eine mit einer Basisfläche an der Unterlage anliegt und die andere mit einer Deckfläche mit der Kunststoffolie verbunden ist.
Es ist-gemäss der AT-PS Nr. 371570-ein Haltekörper zum Befestigen einer Abdichtungsfolie aus Kunststoff mit einer Unterlage, welche mit einem Abschnitt mit der Abdichtungsfolie und mit seinem andern über eine Sollbruchstelle mit dem ersteren verbundenen Abschnitt mit der
Tunnelwandung verbindbar ist, bekannt.
Bei diesem bekannten Haltekörper soll erreicht werden, dass sich die Kunststoffolie vom
Haltekörper löst, wenn beim Eindrücken der Folie in Unebenheiten der Unterlage auf die Folie
Zugspannungen einwirken, welche die Reissfestigkeit der Folie übersteigen.
Die Aufgabe der Erfindung liegt in der Schaffung eines Armierungsdistanzhalters für einen durch eine Abdichtungsfolie abgedichteten Tunnel, der mit relativ geringem Aufwand ohne Beschä- digung der Abdichtungsfolie sicher fixierbar ist.
Die Lösung der Erfindung ist gekennzeichnet durch eine scheibenförmige Grundplatte zum
Anschweissen an die Kunststoffolie im Bereich des Haltekörpers und einem in Richtung von der
Kunststoffolie abstehenden Halte- und Distanzorgan. Durch eine derartige Kombination können in besonders vorteilhafter Weise die bereits vorhandenen Fixierpunkte zwischen Fels und Abdich- tungsfolie auch zur Distanzierung der Tunnelarmierung ausgenutzt werden, so dass diese im gewünschten Abstand zur Folie fixierbar ist. Dabei wird die Möglichkeit eines Aufreissens der
Abdichtungsfolie zuverlässig ausgeschlossen, da Zug- bzw. Druckkräfte der durch die Halte- bzw. Distanzorgane auf die gewünschte Distanz gehaltenen Tunnelarmierung lediglich über die unempfindlichen, starren und fest im Fels verankerten Haltekörper übertragen werden.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die scheibenförmige Grundplatte des Distanzhalters eine senkrecht dazu abstehende Führungs- bzw.
Distanzhülse zur Aufnahme eines Distanzrohres als Halte- und Distanzorgan aufweist. Ein derartig ausgebildeter Distanzhalter ist relativ einfach und rasch im Bereich eines Haltekörpers an die Kunststoffolie anschweissbar. Das lediglich in die Führungs-bzw. Distanzhülse einzuschiebende Distanzrohr kann anschliessend mit der Tunnelarmierung bereits mittels eines Drahtes verbunden werden.
Das heisst, dass bereits bei der Anschweissung der Abdichtungsfolie an die Haltekörper in rationeller Weise gleichzeitig auch die Distanzhalter anschweissbar sind, oder dass die abstehenden und daher die weiteren Arbeiten möglicherweise störenden Distanzrohre bereits eingeschoben werden müssten.
Beide Enden des Distanzrohres können gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung auch in einer Grunddistanzplatte angeordnet sein. Diese beidseitige Abstützung des Distanzrohres ist besonders für jene Situationen geeignet, in denen Druckkräfte auf die Haltekörper übertragen werden.
Gemäss einer andern Ausbildungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Grundplatte aus zwei parallel zueinander und parallel zur Kunststoffolie angeordneten Scheiben gebildet ist, die durch wenigstens einen Steg miteinander verbunden sind, wobei der Steg eine Sollreissstelle von vorgegebener Reissfestigkeit aufweist. Mit dieser Ausbildung des Distanzhalters kann in besonders vorteilhafter Weise eine Sollbruchstelle ausserhalb der Abdichtungsfolie vorgesehen werden, wodurch ein Riss der Folie bzw. eine Überbelastung des Haltekörpers zuverlässig ausgeschlossen werden kann. Mit einer entsprechenden Anzahl von Stegen kann dabei wunschgemäss eine genaue Abstimmung erzielt werden.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand mehrerer in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeispiele näher beschrieben. Es zeigen : Fig. 1 und 2 eine Seitenansicht bzw. eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäss ausgebildeten Distanzhalter, Fig. 3 einen Querschnitt durch einen Distanzhalter gemäss Fig. 1 und 2 mit einem Distanzrohr, Fig. 4 eine andere Ausführungsform eines Distanzhalters mit einem Distanzrohr, Fig. 5 eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäss ausgebildeten Armierungsdistanzhalters und Fig. 6 eine beidseitige Abstützung des Distanzrohres durch zwei Distanzhalter.
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Ein zum Teil im Querschnitt und zum andern Teil in Seitenansicht ersichtlicher Distanz- halter --1-- besteht aus einer scheibenförmigen Grundplatte --2-- und einer mit ihrer Längsrichtung senkrecht dazu angeordneten Führungs-bzw. Distanzhülse-3--. Innerhalb dieser sind vier in Längsrichtung der Hülse --3-- verlaufende Haltewülste --4-- angeordnet. Ausserhalb der Hülse-3-- sind in deren Umfangsrichtung verlaufende parallel zueinander angeordnete Signalwülste --5-- angeordnet. Der Innendurchmesser der Führungs-bzw. Distanzhülse-3-- entspricht dem Aussendurchmesser eines zylinderförmig ausgebildeten Distanzrohres --6--. Dieses ist durch einen Sicherheitsscherstift --7-- mit der Führungs- bzw.
Distanzhülse --3-- verbun- den. Die Scherfestigkeit dieses Stiftes --7-- ist derart bemessen, dass im Vergleich dazu die Haftfestigkeit der Grundplatte --2-- an der Abdichtungsfolie um einen Sicherheitsbetrag geringer ist.
In Fig. 4 ist genau ersichtlich, wie der aus Grundplatte --2-- und einem Distanzrohr - gebildete Armierungsdistanzhalter eine am freien Ende des Rohres --6-- angeordneten Tunnelarmierung --8-- von einer Abdichtungsfolie --9-- in gewünschten Abstand hält. Das Distanzrohr --6-- weist dabei an seinem freien Ende eine Bohrung --10-- zur Aufnahme eines
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gewickelten Rödeldrahtes-11-- auf.durch Schweissung mit einem Haltekörper --12-- verbunden, der durch einen Nagel --13-- an einer am Fels aufgetragenen Spritzbetondecke --14-- fixiert ist.
Der Haltekörper --12-- besteht
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weist eine nicht näher dargestellte Sollreissstelle auf, wodurch die Verbindung zwischen den beiden Scheiben --15, 16-- des Haltekörpers --12-- schwächer ausgebildet werden kann, als im Vergleich dazu die Haftfestigkeit zwischen der Abdichtungsfolie --9-- und der angrenzenden Scheibe --16-- beträgt. Die in Fig. 4 ersichtliche Ausbildungsvariante eines Armierungsdistanzhalters eignet sich besonders für jene Situation, in der die Tunnelarmierung --8-- das Distanzrohr --6-- unter Zugbelastung setzt, wobei die Festigkeit des Sicherheitsscherstiftes --7-geringer als die Festigkeit zwischen den beiden Scheiben-15, 16- des Haltekörpers --12-- ausgebildet ist.
Damit ist sichergestellt, dass bei zu hoher Belastung des Armierungsdistanzhalters sowie des Haltekörpers --12-- durch die Tunnelarmierung --8-- sich das Distanzrohr --6-unter Schonung der Abdichtungsfolie --9-- aus dem Distanzhalter-l-löst.
Ein in Fig. 5 ersichtlicher Armierungsdistanzhalter --18-- besteht aus zwei durch Stege - miteinander verbundenen kreisförmigen Scheiben --20, 21-- als Grundplatte sowie einem senkrecht davon abstehenden Nagelhaken --22--. Die Stege --19-- weisen ebenso wie die Stege
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bildet ist. Als Abstandhalter zwischen der Tunnelarmierung --8-- und der Scheibe --21-- kann ein PVC-Rohr --23-- vorgesehen sein.
Vor der Montage der Haltekörper und der Armierungsdistanzhalter wird auf den Fels --24-ein Abdichtungsträger in Form von Spritzbeton --14-- aufgetragen. Dieser Spritzbeton --14-wird durch eine Spezialfliesunterlage --25-- abgedeckt. Anschliessend werden zirka sechs Haltekörper pro m2 am Spritzbeton --14-- fixiert, in dem jeweils ein mittig angeordneter Nagel --13- in den Spritzbeton --14-- eingetrieben wird. Als nächstes wird die Abdichtungsfolie - aus Kunststoff aufgebracht und im Bereich der Haltekörper --12-- durch Verschweissen mit diesen verbunden. Als nächstes werden im Bereich dieser Haltekörper --12-- die Distanzhalter --1-- der Armierungsdistanzhalter durch Verschweissen mit der Abdichtungsfolie --9-- verbunden.
Sobald die Bewährung durch Verbinden mit dem Distanzrohr --6-- bzw. dem Nagelhaken --22-- in den gewünschten Abstand zur Abdichtungsfolie gebracht wurde, kann mit dem Auftragen der Betoninnenschale --26-- begonnen werden.
In Fig. 6 ist das Distanzrohr --6-- beidseitig durch Distanzhalter-l-abgestützt, die in der bereits beschriebenen Art und Weise durch Verschweissung mit der Abdichtungsfolie --9-verbunden sind. Diese Ausführung eignet sich besonders zur Übertragung von Druckkräften.