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Die Erfindung betrifft einen Eisenbahnwaggon mit Heiz- bzw. Klimaanlage, wobei unterhalb der in der Waggonaussenwand angeordneten Fenster der Abteile ein Luftführungskanal verläuft, von dem ausgehend Zuleitungskanäle bis zur Ausströmöffnung sowohl in der Höhe der unteren
Fensterränder als auch bis oberhalb der Fenster verlaufen, welche Zuleitungskanäle zur Waggoninnenseite hin von einer auch zur Abdeckung der Fensterränder dienenden, zumindest einen Teil des senkrechten Bereiches der Innenverkleidung der Waggonlängsseitenwand oberhalb des Luftführungskanals bildenden Innenwand begrenzt sind, und wobei diese Innenwand als rahmenartiger doppelwandiger Hohlkörper ausgebildet ist, der die zu den Ausströmöffnungen führenden Zuleitungskanäle enthält und mit den Überleitungsöffnungen des Luftführungskanals in Verbindung steht, nach Patent Nr.
380661.
Mit dieser Lösung nach dem älteren Vorschlag ist es insbesondere möglich, unter Beibehaltung einer gleichmässigen und zugfreien Beheizung bzw. Klimatisierung des Waggonabteils die Montage der gesamten Anordnung zu vereinfachen, und mit einfachen Mitteln eine geräuscharme, optisch ansprechende, geschlossene Konstruktion insbesondere im Hinblick auf die Luftführungskanäle zu erreichen. Nachteilig ist dabei allenfalls der Umstand, dass durch den separat auf dem Luftführungskanal unterhalb des unteren Fensterrandes aufgesetzten hohlen Rahmen gewisse Montageschwierigkeiten bestehen bleiben, welche darin bestehen, dass erst bei der Montage im Abteil die geschlossene Luftführung bis zu den Ausströmöffnungen hergestellt wird.
Demgemäss stellt sich die Erfindung die Aufgabe, die genannten Nachteile des älteren Vorschlages zu vermeiden und insbesondere einen Eisenbahnwaggon der genannten Art so auszubilden, dass die Montage der jedem Abteil zugeordneten Teile der Heiz- bzw. Klimaanlage vereinfacht wird.
Dies wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass der zumindest teilweise die Innenwand bildende Hohlkörper zusammen mit zumindest einem Teil des im Abteil verlaufenden Luftführungkanals vormontierbare Baueinheit bildet, welche in an sich bekannter Weise im Bereich des Luftführungskanals an beiden Seiten Anschlussteile aufweist, die im eingebauten Zustand im Abteil gegen dort vorgesehene Anschlussöffnungen abdichten. Damit ist auf sehr einfache Weise die Montage der in jedem Abteil vorhandenen Teile der Luftführung erleichtert, da der eigentliche Luftführungskanal mit dem die Zuleitungskanäle enthaltenden Hohlkörper vormontierbar ist und somit bei der eigentlichen Montage im Abteil nur noch die Anschlüsse zu den sonstigen Teilen
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sichere Abdichtung bewirkende Zusatzteile angebracht werden.
Der Anschluss der vormontierbaren Baueinheit an die beiden Anschlussöffnungen im Abteil ist dabei an sich aus der AT-PS Nr. 314595 bekannt, wobei jedoch hier im Gegensatz zur Erfindung der Luftausströmschacht auch nicht teilweise die innere Abteilwand bildet, sondern an einer separaten Abteilwand mittels Schrauben befestigt ist.
Gemäss einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann die Baueinheit als einstückiger Kunststoffspritzteil ausgebildet sein, was die Vormontage überflüssig macht und infolge der Leichtheit sowie auch der wärmeisolierenden Eigenschaften von Kunststoff weitere Vorteile bringt.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Fig. 1 zeigt ein Abteil eines erfindungsgemässen Eisenbahnwaggons in einer Ansicht in Richtung zum Fenster, Fig. 2 einen teilweise schematischen Schnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1 in grösserem Massstab, Fig. 3 einen teilweisen Schnitt entlang der Linie III-III in Fig. 1 in der Fig. 2 entsprechendem Massstab, Fig. 4 einen teilweisen Schnitt entlang der Linie IV-IV in Fig. 1 in anderem Massstab und Fig. 5 ein vergrössertes Detail aus einem andern Ausführungsbeispiel.
Das in Fig. 1 ersichtliche Abteil --1-- eines nicht weiter dargestellten Eisenbahnwaggons ist über einen Luftführungskanal --2-- mit einer ebenfalls nicht weiter dargestellten Heizbzw. Klimaanlage verbunden, welche üblicherweise beispielsweise unterhalb des Waggonbodens angeordnet ist und erwärmte bzw. klimatisierte Luft dem Abteil-l-zuführt.
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in der Höhe des unteren Fensterrandes --3-- einerseits und oberhalb des oberen Fensterrandes --11- anderseits verbunden.
Die Zuleitungskanäle --6, 7, 8-- sind zur Waggoninnenseite hin von einer auch zur Abdeckung der Fensterränder --3,11,12,13-- dienenden, zumindest einen Teil des senkrechten Bereiches der Innenseite der Waggonaussenwand --4-- oberhalb des Luftführungskanals --2-- überdecken- den Zwischenwand --14-- begrenzt, welche als abteilseitige Begrenzung eines Hohlkörpers --15-- ausgebildet ist, der mit dem Luftführungskanal eine vormontierbare Baueinheit --32-- bildet.
Der Hohlkörper --15-- kann auch Luftführungseinrichtungen --17-- zur strömungsmässigen Separie- rung der Zuleitungskanäle --6, 7, 8-- aufweisen, wobei über verstellbare Klappen --18-- oder ähnliche Steuereinrichtungen die freien Durchströmquerschnitte von den Überleitungsöffnungen --16- (Fig. 2) kontrolliert und beispielsweise in Abhängigkeit von der Regelung der Heiz- bzw. Klimaanlage verstellt werden können.
Gemäss der dargestellten Ausführungsform ist die Baueinheit --32-- einstückig beispiels- weise als Kunststoffspritzteil ausgeführt und weist auch unmittelbar die Ausströmöffnungen-9-- (Fensterunterkante) und --10-- (Fensteroberkante) auf. Zusätzlich dazu könnten auch im Bereich der seitlichen Fensterränder-12, 13-- Ausströmöffnungen vorgesehen sein, die jeweils zum gegen- überliegenden Fensterrand ausgerichtet wären. Für diese Ausströmöffnungen könnten auch gegebenen- falls zusätzliche Luftführungseinrichtungen bzw. Steuereinrichtungen vorgesehen sein.
Wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich ist, kann der Hohlkörper --15-- im Bereich des Zuleitungskanals --7-- zur Ausströmöffnung --9-- an der Fensterunterkante --3-- eine Einlass- öffnung --19-- zur Zufuhr von Abteilumluft aufweisen, in deren Bereich auch ein zusätzlicher Heizkörper im Rahmen angeordnet sein könnte.
Durch diese Ausbildung der Zuleitungskanäle zu den Ausströmöffnungen der Heiz- bzw.
Klimaanlage in der gleichzeitig grosse Teile der Innenseite der Waggonaussenwand bedeckenden Baueinheit ist insbesondere eine grosse Erleichterung der Montage gegeben, da einerseits die aufwendige Abdichtung der Zuleitungskanäle und anderseits die Justierung eines definierten Abstandes der Zwischenwand --14-- zur Innenseite der Waggonaussenwand wegfällt und nur noch ein kompletter Teil an der Innenseite der Fensterwand montiert zu werden braucht. In diesem Zusammenhang wäre es zur Erleichterung der Herstellung bzw. Montage aber auch möglich, die Baueinheit bzw. den Hohlkörper beispielsweise entlang der Luftführungseinrichtung --17-- und des dann bis zu den oberen Ausströmöffnungen anschliessenden Fensterrandes zu teilen, wobei nach der Montage aber nach wie vor eine zumindest weitgehend geschlossene einheitliche Abteilinnenwand gegeben wäre.
Möglich wäre auch eine Teilung der Baueinheit --32-- in Hohlkörper --15-- und Luftführungskanal --2--, was beispielsweise bei einer zumindest teilweisen Ausführung als Blechpressteil vorteilhaft sein könnte. Natürlich könnten bei einer derartigen Teilung auch die einzelnen Bestandteile aus jeweils geeigneten Materialien gefertigt sein, beispielsweise Blech einerseits und Kunststoff anderseits.
In der Darstellung nach Fig. 1 ist auch zu erkennen, dass die Baueinheit --32-- im Bereich des Luftführungskanals --2-- an beiden Seiten Anschlussteile --33-- aufweist, die in eingebautem Zustand der Baueinheit im Abteil --1-- gegen dort - beispielsweise in Form von Stutzen od. dgl. - vorgesehene Anschlussöffnungen --34-- abdichten. Bei der Montage allenfalls vorzusehende Dichtungen, Befestigungsteile, usw. sind nicht dargestellt.
Der Vollständigkeit halber ist noch darauf hinzuweisen, dass in Fig. 1 mit --20-- eine Deckenleuchte, mit --21-- die Gepäckträger, mit --22-- die Sitze, mit --23-- die Abstelltischchen, mit --24-- ein Abfallbehälter und mit --25 und 26-- die Abteilseitenwände bezeichnet sind.
In der Schnittdarstellung der Fig. 4 ist ersichtlich, dass der Querschnitt des Hohlkörpers und damit des Zuleitungskanals --6-- relativ gross gewählt werden kann, so dass sich niedere Durchströmgeschwindigkeiten ergeben, was sich insbesondere auch in einer sehr niederen Geräusch-
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entwicklung bemerkbar macht. Soferne in diesem Bereich - wie erwähnt - seitliche Ausströmöffnungen vorgesehen werden, ist eine Belästigung von am Fensterplatz gegenübersitzenden Reisenden durch direkte Zugwirkung ausgeschlossen.
Im Detail der Fig. 5 ist schliesslich noch eine Möglichkeit dargestellt, die Zuleitungskanäle - 6 bzw. 8-- im Bereich der Oberkante --27-- des Hohlkörpers --15-- in eine Überströmöffnung - münden zu lassen, welche die zugeführte Luft hinter die Innenhaut --29-- des gewölbten Waggondaches-30-führt, von wo sie über Ausströmöffnungen --31-- austreten kann. Auf diese Weise kann unter Umständen eine weitere Verbesserung der Verteilung der geheizten bzw. klimatisierten Luft im Abteil erreicht werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Eisenbahnwaggon mit Heiz- bzw. Klimaanlage, wobei unterhalb der in der Waggonaussenwand angeordneten Fenster der Abteile ein Luftführungskanal verläuft, von dem ausgehend Zuleitungskanäle bis zur Ausströmöffnung sowohl in der Höhe der unteren Fensterränder als auch bis oberhalb der Fenster verlaufen, welche Zuleitungskanäle zur Waggoninnenseite hin von einer auch zur Abdeckung der Fensterränder dienenden, zumindest einen Teil des senkrechten Bereiches der Innenverkleidung der Waggonlängsseitenwand oberhalb des Luftführungskanals bildenden Innenwand begrenzt sind, und wobei diese Innenwand als rahmenartiger doppelwandiger Hohlkörper ausgebildet ist, der die zu den Ausströmöffnungen führenden Zuleitungskanäle enthält und mit den Überleitungsöffnungen des Luftführungskanals in Verbindung steht,
nach Patent Nr. 380661, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest teilweise die Innenwand (14) bildende Hohlkörper (15) zusammen mit zumindest einem Teil des im Abteil (1) verlaufenden Luftführungskanals (2) eine vormontierbare Baueinheit (32) bildet, welche in an sich bekannter Weise im Bereich des Luftführungskanals (2) an beiden Seiten Anschlussteile (33) aufweist, die im eingebauten Zustand
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