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Die Erfindung betrifft eine Justiereinrichtung für eine Sperrdrahtverriegelung eines Schloss- riegels im Riegeleingriffsgehäuse eines Schlosses, insbesondere für Kundensafeanlagen in Banken oder Schliessfachanlagen mit Doppelsperre, mit einer von einer Zentrale aus fernsteuerbaren, über den Anker eines Relais lösbaren Verriegelung des Sperrdrahtes im Riegeleingriffsgehäuse, bei der der in eine Nut senkrecht zur Bewegungsrichtung des Schlossriegels und in diesen einrast- bare Sperrdraht an seinem einen Ende durch fensterförmige Ausnehmungen im Riegeleingriffs- gehäuse in seiner Bewegungsrichtung senkrecht zur Bewegungsrichtung des Schlossriegels sowie senkrecht zur Achse des Sperrdrahtes geführt sowie in der Maximalauslenkung durch diese be- grenzt ist,
wobei der Sperrdraht an seinem zweiten Ende als Federelement spiralenförmig um einen zylindrischen Dorn gewickelt und durch Betätigen des Relais mittels des Ankers hebelmässig entriegelbar ist.
In Kundensafeanlagen und bei Schliessfachanlagen ist aus Sicherheit-un Überwachungs- gründen eine Doppelsperre üblich. Sowohl der Kunde als auch der Bankangestellte haben einen
Schlüssel, wobei das Schliessfach bzw. der Kundensafe nur nach Aufhebung der Doppelsperre zugänglich ist. Nachteilig ist hier, dass jeweils ein Bankangestellter dann tätig werden muss.
Herkömmlich bekannt sind Relaisausführungen bei denen einseitig eingespannte Drähte mittels eines Ankers hebelmässig ausgeschwenkt werden. Eine solche ist beispielsweise durch die AT-PS Nr. 371197 bekanntgeworden, bei der der Sperrdraht frei beweglich ist und demgemäss auch in der Verriegelungsstellung nicht durch federnde Abstützung gehalten ist. Es besteht hier die Gefahr, dass es mangels eindeutiger Kraftverhältnisse zu Unsicherheiten im Betrieb kommt.
Gerade in einem solchen heiklen Anwendungsfall, wie es bei Kundensafeanlagen gegeben ist, spielt die Zuverlässigkeit eine besondere Rolle.
Die Erfindung gewährleistet eine höhere Zuverlässigkeit dadurch, dass der Sperrdraht an seinem zweiten Ende am Riegeleingriffsgehäuse federnd abgestützt und in Verriegelungsstellung gehalten ist und dass der zylindrische Dorn zur Justierung des Sperrdrahtes innerhalb der fensterförmigen Ausnehmungen und gegenüber dem Anker des Relais exzentrisch gelagert und feststellbar ist. Vorteilhaft ist hier, dass der Sperrdreht in bezug auf die fensterförmigen Ausnehmungen sowie der Anker des Relais in einfacher Weise in seiner Lage justiert werden kann. Zudem ist auch das Kräftespiel zwischen dem Anker der Relais und der Federung des Sperrdrahtes in vorteilhafter Weise beeinflussbar.
Nach einem vorteilhaften Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass im Riegeleingriffsgehäuse bodenseitig ein zylindrischer Lagerbolzen vorgesehen ist, der in eine exzentrische zylindrische Ausnehmung des zylindrischen Dornes eingreift. Vorteilhaft ist hier die einfache Ausführungsform zusammen mit der Montagefreundlichkeit.
Nach einem zusätzlichen vorteilhaften Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass der zylindrische Dorn für die Justierung mittels eines Schraubenziehers stirnseitig mit einem Schraubschlitz versehen ist. Vorteilhaft ist hier das Verwenden eines Schraubenziehers als Justierwerkzeug und die einfache Zugänglichkeit z. B. über eine Ausnehmung in der Deckplatte.
Nach einem weiteren vorteilhaften Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass zur Festlegung der Justierstellung des zylindrischen Dornes an der Stirnfläche des zylindrischen Lagerbolzens sowie an der Bodenfläche der zylindrischen Ausnehmung des zylindrischen Dornes je eine miteinander korrespondierende sternförmige Kerbverzahnung vorgesehen ist und dass durch den Anpressdruck der Deckplatte des Riegeleingriffsgehäuses an den zylindrischen Dorn die Feststellung erfolgt. Vorteilhaft ist hier die Form der Justierung in Schritten und die einfache Feststellung des Dornes durch den Anpressdruck.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen Fig. l ein erfindungsgemässes Riegeleingriffsgehäuse samt Bestückung mit teilweise abgerissener Deckplatte, und Fig. 2 den Schnitt durch einen erfindungsgemässen zylindrischen Dorn.
In der Fig. l ist ein Riegeleingriffsgehäuse --1-- mit aufgesetzter Deckplatte --2--, die zur Demonstration der Bestückung teilweise aufgerissen gezeichnet ist, und die mittels Kreuzlochschrauben --3-- befestigt ist, gezeigt. Das Riegeleingriffsgehäuse-l-ist beim erfindung-
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gemässen Beispiel als Kunststoffpressteil und die Deckplatte --2-- als Blechstanzteil ausgebildet.
Für das Einschieben des Schlossriegels in das Riegeleingriffsgehäuse --1-- samt Deckplatte --2-- ist ein Riegeleingriffsschacht --4-- vorgesehen. Durch fensterähnliche Ausnehmungen--5, 6- ist das eine Ende eines Sperrdrahtes --7-- in den Riegeleingriffsschacht --4-- eingeschoben und greift in eine Nut des gesperrten Schlossriegels ein. Die Lage des Sperrdrahtes --7-- ist senkrecht zur Bewegungsrichtung des Schlossriegels.
Durch die fensterähnlichen Ausnehmungen --5, 6-- ist der Sperrdraht --7-- zum einen in seiner Bewegungsrichtung senkrecht zur Bewegungsrichtung des Schlossriegels und senkrecht zum Sperrdraht --7-- geführt und zum andern durch
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Ausnehmungen--5, 6----8-- aufgewickelt und endseitig im Riegeleingriffsgehäuse --1-- abgestützt. Der Sperrdraht - ist aus Federstahl gefertigt. Der zylindrische Dorn --8-- ist exzentrisch gelagert, drehbar, und mit. einem Schraubschlitz --9-- versehen. Durch die Spule --10-- eines Relais --11-und mittels dessen Anker --12-- ist der Sperrdraht --7-- hebelmässig auslenkbar.
Durch die Federung des Sperrdrahtes --7-- wird bei eingeschobenem Schlossriegel und in dessen Nut eingerastetem Sperrdraht --7-- der Schlossriegel verriegelt und ein Aufsperren mittels eines Schlüssels durch einen andern ist nicht möglich. Durch den Anker --12-- des Relais --11-- ist von einer zentralen Stelle aus der Schlossriegel vom Sperrdraht --7-- entriegelbar.
Sowohl die Lage des Sperrdrahtes --7-- in den fensterähnlichen Ausnehmungen--5, 6-- in der Entriegelstellung als auch die Lage des Ankers --12-- zum Sperrdraht --7-- sowie deren Kräftespiel (insbesondere durch die Lage des Relais --11-- auf einer Platine) sind Toleranzen unterworfen, die durch den exzentrisch gelagerten zylindrischen Dorn --8-- einer Justierung zugänglich gemacht sind, wobei für den Schraubschlitz --9--, der zusätzlich mit einer Anzeigenase versehen ist, in der Deckplatte --2-- ein Fenster vorgesehen ist. Durch den Anpressdruck der Deckplatte --2-- wird der Dorn --8-- in seiner justierten Lage festgehalten.
In der Fig. 2 ist der Dorn --8-- in Schnittdarstellung samt Schraub schlitz --9-- gezeichnet.
Für die spiralförmige Aufwicklung des Sperrdrahtes --7-- ist ein Teil des Zylindermantels --13-vorgesehen. Bodenseitig ist der zylindrische Dorn --8-- mit einer exzentrischen zylindrischen Ausnehmung --14-- versehen, der zum Aufstecken auf einen, im Riegeleingriffsgehäuse--1-- befindlichen zylindrischen Lagerbolzen dient. Sowohl der Lagerbolzen stirnseitig, als auch der Dorn --8-- in seiner Ausnehmung --14-- bodenseitig sind mit miteinander korrespondierenden sternförmigen Kerbverzahnungen --15-- ausgebildet. Diese Kerbverzahnungen --15-- sind für definierte Justierstellungen des Dorens --8-- vorgesehen. Durch Verdrehen des Dornes --8-unter Überwindung des Anpressdruckes der federnden Deckplatte --2-- wird eine schrittweise Justierung mittels der Raststellungen möglich.
Durch den geringen Hub des Betätigungsankers des Elektromagneten und dessen relativ ungenauer Lage durch die Printmontage ist, um eine ausreichende Auslenkung des Sperrdrahtes - zur Freigabe des Schlossriegels zu gewährleisten, die Lage des Sperrdrahtes zur Lage des Betätigungsankers justierbar.
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