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Die Erfindung bezieht sich auf eine Baumstütze mit einer Stützstange und einem auf die Stütz- stange aufsteckbaren Verankerungskopf, der über seinen Umfang verteilte Einhängeöffnungen für an den Baumästen angreifende Zugmittel aufweist.
Bei einer bekannten Baumstütze dieser Art (AT-PS Nr. 282247) ist die Stützstange aus mehreren
Teilstücken zusammengesetzt, die an ihrem oberen Ende jeweils einen Ringflansch mit über den
Umfang verteilt angeordneten, runden Einhänge- bzw. Durchführungsöffnungen für Spannseile auf- weisen. Diese Spannseile greifen an den zu stützenden Ästen an und werden zu einem der Ring- flansche geführt, wobei sie entweder in eine Öffnung eingehängt oder durch eine Öffnung hindurch zu einem darunterliegenden Ringflansch geführt werden, um dort in einer Öffnung befestigt zu werden. Werden die Spannseile mit Hilfe von Haken in die Flanschöffnungen eingehängt, so ergibt sich der Nachteil, dass die Seillänge jeweils an den Abstand zwischen dem zu stützenden Ast und dem jeweiligen Ringflansch angepasst werden muss.
Das Durchführen der Spannseile durch Öffnungen eines Ringflansches zu einem unteren Ringflansch verbietet allerdings die Verwendung von Haken, weil diese Haken nicht durch die Öffnungen hindurchgeführt werden können. Die Befestigung der in einer solchen Art geführten Spannseile muss folglich über eine Knüpfung erfolgen, die zwar eine einfache Anpassung an die erforderliche Seillänge erlaubt, jedoch anderseits das Knüpfen der Seile unter einer Zugbelastung erfordert. Ausserdem wird das Lösen einer solchen Befestigung, beispiels- weise zum Nachspannen, bedeutend erschwert.
Werden an Stelle von einen Teil der Stützstange bildenden Ringflanschen auf eine Stützstange aufsteckbare Verankerungsköpfe verwendet (DE-PS Nr. 802549), so ergeben sich grundsätzlich die gleichen Schwierigkeiten, insbesondere wenn die Zugmittel Teile des Verankerungskopfes sind. Es wird lediglich eine Unabhängigkeit von einer bestimmten Stützstange erzielt. Wird bei einem andern
Verankerungskopf (DE-PS Nr. 926821) die Befestigung des Verankerungskopfes in verschiedenen Höhen- lagen sichergestellt, so kann unabhängig von der Länge der Stützstange die Seillänge zum Befestigen der Äste gewählt werden.
Trotzdem bleiben die geschilderten Nachteile bestehen, wobei zusätzlich zu bedenken ist, dass bei den bekannten Baumstützen die Befestigung der Spannseile nur durch ein Einhängen der Seile in den Verankerungskopf vorgenommen werden kann, was ein Emporklettern zum Verankerungskopf voraussetzt.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Baumstütze der eingangs geschilderten Art so zu verbessern, dass eine einfache Anpassung der Zugmittellänge an die gewünschte Asthöhe und eine sichere, leicht lösbare Befestigung der Zugmittel gewährleistet wird.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass der Verankerungskopf axiale Führungskanäle für die mit Verdickungen versehenen Zugmittel, beispielsweise Knotenseile, bildet, dass die Einhängeöffnungen aus den unteren Austrittsöffnungen der Führungskanäle bestehen und dass die unteren Austrittsöffnungen der Führungskanäle je einen Abschnitt mit grösserem Querschnitt für die Verdickungen des Zugmittels aufweisen, an den sich radial nach aussen ein an den Zugmitteldurchmesser angepasster Schlitz in der Kanalwand anschliesst.
Da die Einhängeöffnungen an der Austrittsseite der Führungskanäle in einem Schlitz auslaufen, durch den das Zugmittel, nicht aber dessen Verdickungen hindurchtreten können, können die zu stützenden Äste über die an ihnen angreifenden, über den Verankerungskopf zum Fuss der Stützstange geführten Zugmittel durch ein Anziehen an den Zugmitteln hochgehobenen und in der hochgehobenen Lage fixiert werden, indem die Zugmittel radial nach aussen in den Schlitz der Einhängeöffnungen gezogen werden. An der nächsten Verdickung des Zugmittels stützt sich dieses dann im Bereich des Schlitzes am Verankerungskopf ab, wobei durch die nach oben gerichtete Zugbelastung der Verdickung ein selbständiges Austreten des Zugmittels aus dem Schlitz der Einhänge- öffnung ausgeschlossen ist.
Zum Lösen dieser Verbindung braucht das Zugmittel lediglich nach unten gezogen zu werden, wobei die Verdickung aus dem Bereich des Schlitzes in den Abschnitt der Einhängeöffnung mit dem grösseren Querschnitt gelangt, so dass das Zugmittel in beiden Richtungen durch seinen Führungskanal gleiten kann. Mit einer ausreichenden Zahl von gleichmässig verteilten Verdickungen des Zugmittels kann somit jede gewünschte Abstützung eines Baumastes einfach und rasch sichergestellt werden. Als Zugmittel kann vorteilhaft ein mit Knoten versehenes Spannseil Verwendung finden. Es ist aber selbstverständlich auch möglich, Ketten od. dgl. mit beispielsweise unterschiedlich grossen Kettengliedern einzusetzen.
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Sind in einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung die unteren Austrittsöffnungen der
Führungskanäle in einer Richtung des Schlitzes geneigten Stirnwand der Führungskanäle vorgesehen, so wird das Einführen der Zugmittel in die Schlitze der Einhängeöffnungen erleichtert, weil eine Abstützung einer Verdickung am Rand der Einhängeöffnung automatisch zu einem Einhängen der Verdickung führt. Eine weitere Hilfe ergibt sich, wenn sich der Abschnitt der Einhängeöffnungen mit dem grösseren Querschnitt zum Schlitz hin trichterförmig verengt. Auch durch diese Massnahme wird das Einführen des Zugmittels in den Schlitz der Einhängeöffnungen unterstützt.
Eine besonders einfache Konstruktion des Verankerungskopfes erhält man, wenn der Verankerungskopf aus einem oben verschlossenen Innenrohr und einem mit radialem Abstand davon angeordneten Aussenrohr besteht, das über die Führungskanäle abgrenzende, radiale Stege mit dem Innenrohr verbunden ist und einen wulstartig nach aussen gekrümmten oberen Randbereich aufweist.
Das oben verschlossene Innenrohr, das vorzugsweise konisch ausgebildet sein kann, dient zum Aufstecken auf die Stützstange, wobei eine gute Kräfteübertragung erreicht werden kann. Der nach aussen wulstartig gekrümmte obere Randbereich des Aussenrohres, das über die radialen Stege fest mit dem Innenrohr verbunden ist, ermöglicht eine reibungsarme Umlenkung der mit Verdickungen versehenen Zugmittel. Ausserdem ist diese Konstruktionsform sehr gut geeignet, im Spritzgussverfahren aus Kunststoff hergestellt zu werden. Diese Ausbildung des Verankerungskopfes lässt auch eine untere Verbindung des Innenrohres mit dem Aussenrohr durch eine kegelförmige Stirnwand zu, die die Einhängeöffnungen trägt, so dass für das Ein- und Aushängen der mit Verdickungen versehenen Zugmittel günstige Bedingungen geschaffen sind.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
Es zeigen Fig. 1 die grundsätzliche Anordnung einer erfindungsgemässen Baumstütze in Seitenansicht, Fig. 2 den Verankerungskopf in einer zum Teil aufgerissenen Seitenansicht, Fig. 3 eine Untersicht des Verankerungskopfes und Fig. 4 ein Zugmittel zum Abstützen der Äste eines Baumes am Verankerungskopf in Ansicht.
Wie aus Fig. 1 hervorgeht, besteht die Baumstütze aus einer am Baumstamm befestigten Stützstange --1--, die an ihrem oberen Ende einen aufgesteckten Verankerungskopf --2-- für Spann- seile --3-- trägt, die an den zu stützenden Ästen angreifen. Der Verankerungskopf --2-- weist über den Umfang verteilt angeordnete, axiale Führungskanäle --4-- für die Spannseile --3-- auf,
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mit Abstand voneinander angeordneten Knoten --6-- der Spannseile --3-- bilden. Diese Einhänge- öffnungen --5-- weisen einen Abschnitt --7-- mit einem grösseren Querschnitt zum Durchtritt der Knoten --6-- und einen an diesen Abschnitt --7-- nach aussen anschliessenden Schlitz --8-- auf, der nur das Spannseil --3--, nicht aber dessen Knoten --6-- aufnehmen kann.
Dringt daher das Spannseil --3-- in den Schlitz --8-- ein, so wird das Spannseil --3-- über den nächsten, sich an den Rand des Schlitzes --8-- anlegenden Knoten --6-- zugfest am Verankerungskopf --2-- ab- gestützt. Zum Lösen dieser Verbindung braucht das Seil nur nach unten gezogen zu werden, bis der Knoten --6-- aus dem Schlitz --8-- austritt und in den Bereich des Abschnittes --7-- mit der entsprechend grossen Querschnittsfläche gelangt.
Die Konstruktion des Verankerungskopfes --2-- ist besonders einfach gestaltet, weil der Verankerungskopf --2-- aus einem oben verschlossenen Innenrohr --9-- und einem Aussenrohr --10-- besteht, das mit dem Innenrohr über die Führungskanäle --4-- begrenzende Stege --11 und 12-verbunden ist. Ausserdem sind die Rohre --9 und 10-- durch eine kegelförmige Stirnwand --13-miteinander verbunden, in der die Einhängeöffnungen --5-- vorgesehen sind. Damit wird für die Knoten --6-- der Spannseile --3-- eine das Ein- und Aushängen erleichternde Führungsfläche geschaffen.
Damit die mit den Knoten --6-- versehenen Spannseile --3-- auch unbehindert in die Führungs- kanäle --4-- des Verankerungskopfes --2-- eingezogen werden können, ist der obere Randbe- reich --14-- des Aussenrohres --10-- nach aussen wulstartig gekrümmt, so dass durch diesen Randbereich --14-- eine das Umlenken der Spannseile --3-- erleichternde Führungsfläche erhalten wird.
Um das Anschliessen der Spannseile --3-- an den zu stützenden Ästen zu vereinfachen, können die Spannseile --3-- mit Haken --15-- versehen werden, die eine Gummiauflage --16-- aufweisen.
Diese Haken --15-- können ohne Schwierigkeiten in Astgabeln od. dgl. eingehängt werden.