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Die Erfindung betrifft einen als Monoblock ausgeführten Abzweigverbinder für, insbesondere unter Spannung stehende, elektrische Leitungen, mit einem Klemmkörper und Klemmschrauben, der in seinem oberen Teil Mittel zur Durchdringung der Isolation des unter Spannung stehenden Kabels aufweist und der in seinem unteren Teil einen Fortsatz mit mindestens einer Ausnehmung für den abzweigenden Leiter besitzt.
Es ist bekannt, dass die elektrischen Leitungen eines Niederspannungsverteilernetzes im allge-
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Abzweigungen zur Versorgung der Verbraucher vor. Diese Abzweigungen werden durch Abzweigverbinder mit mechanischer Klemmung verwirklicht.
Bei manchen Abzweigverbindern ist eine Abmantelung des Hauptkabels über eine genaue Länge erforderlich, was viel Zeit und Aufmerksamkeit seitens des Monteurs erfordert. Nachdem der Verbinder sich an seinem Platz befindet, muss er mit einer Schutzvorrichtung, nämlich einem Gehäuse oder einer isolierenden Kappe, bedeckt werden. Diese unter Spannung auszuführenden verschiedenen Arbeiten erfordern demnach grosse Vorsicht.
Andere bekannte Verbindertypen können ohne vorhergehende Abmantelung des Hauptkabels an Ort und Stelle angebracht werden, wobei der elektrische Kontakt zwischen dem verdrillten Leiter und der abzweigenden Leitung mit Hilfe von Zähnen oder Lamellen hergestellt wird, die am Abzweigverbinder vorgesehen sind und die, die Isolation durchdringend, an der metallischen Seele des unter Spannung stehenden Kabels anliegen.
Gegenwärtig gibt es im wesentlichen zwei Abzweigverbinderarten, die sich durch die Art ihrer Anbringung unterscheiden.
1 - Bei der ersten Art wird zunächst der Abzweigverbinder auf der unter Spannung stehenden Leitung angebracht, worauf eine Vorklemmung und das Anbringen des Gehäuses erfolgt und schliesslich die Isolation durchstossen wird.
2 - Die zweite Art der Abzweigverbinder besteht aus zwei Teilen, von denen jeder bereits mit einer Kappe bedeckt ist. Beide Teile werden auf der Leitung zusammengesetzt, worauf die Perforation der Isolation erfolgt.
Durch die Erfindung soll ein Abzweigverbinder dahingehend verbessert werden, dass auf einfache Weise eine Inbetriebnahme des Verbinders auch unter Spannung bei voller Sicherheit ermöglicht wird, ohne dass vom Monteur metallische Teile des Verbinders berührt werden müssten. Bei einem Verbinder der eingangs erwähnten Art wird dies dadurch erreicht, dass der Verbinder in an sich bekannter Weise mit einem isolierenden Gehäuse versehen ist, dass dieses mehrere in der Fabrik vormontierte Teile aufweist, nämlich : das eigentliche Gehäuse aus Weichplastik, das den Verbinder und einen Teil der Leiter umhüllt, Nieten aus Kunststoff zum Verschliessen des Gehäuses und Kappen zum Abdecken der Zugangsöffnungen zu den Klemmschrauben der abzweigenden Leiter.
Das beim Erfindungsgegenstand Verwendung findende Gehäuse ist besonders widerstandsfähig, weil es aus Kunststoff hergestellt werden kann, der besonders gute chemische und physikalische Eigenschaften besitzt, insbesondere : - gutes Verhalten gegenüber Witterungseinflüssen ; - grosse Widerstandsfähigkeit gegen Licht ; - grosse mechanische Widerstandsfähigkeit, insbesondere gegen Reibungen, Erschütterungen usw.....
- hohe chemische Widerstandsfähigkeit ; - grosse Widerstandsfähigkeit gegen Temperaturschwankungen.
Der erfindungsgemäss ausgestaltete Abzweigverbinder, dessen Elemente unverlierbar sind, kann durch drei einfache Arbeitsgänge montiert werden. Zunächst wird der Monoblock an Ort und Stelle angebracht, hierauf werden die abzweigenden Leitungen eingespannt und schliesslich wird die Isolation der unter Spannung stehenden Leitung durchstossen. Der Abzweigverbinder gemäss der Erfindung bietet eine hohe Gebrauchssicherheit, wenn berücksichtigt wird, dass die Verbindung unter Spannung hergestellt werden kann, bei voller Sicherheit des Monteurs übergeordnet ist, weil der gesamte Anbringungsvorgang sich auf die Handhabung des Gehäuses beschränkt und der Monteur keine Ursache hat, metallische Teile des Verbinders zu berühren.
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Schliesslich ist der vorisolierte Verbinder auch nach seiner Montage vorteilhaft, da jeder Eingriff in der Höhe der Abzweigleitungen ohne Schwierigkeiten durchgeführt werden kann.
In besonderer Ausgestaltung der Erfindung kann der Klemmkörper aus einem Profil einer Aluminiumlegierung gebildet werden. Dies erlaubt eine besonders einfache Herstellung.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen beispielsweise näher erläutert.
Es zeigen, Fig. 1 im Aufriss den erfindungsgemässen Abzweigverbinder, zum Gebrauch vorbereitet, Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht, jedoch in einer Stellung kurz vor dem Anbringen des Verbinders auf einer Leitung, Fig. 3 in einer Seitenansicht den vorisolierten Verbinder nach seiner Anbringung auf der Leitung, Fig. 4 eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht, jedoch nach der Anbringung der Abzweigleitungen, und Fig. 5 einen Vertikalschnitt durch den auf dem unter Spannung stehenden Kabel angebrachten vorisolierten Abzweigverbinder.
Der Verbinder gemäss der Erfindung weist einen Klemmkörper --10-- auf, der auf der Hinterseite einen Fortsatz -12-- besitzt, der von einer Aufnahme --14-- für die abzweigende Leitung - durchsetzt ist. Diese Leitung wird mittels einer Klemmschraube --18-- festgehalten. Selbstverständlich kann der Klemmkörper --10-- mit mehr als einer Aufnahme --14-- versehen sein. Die zur Aufnahme der abzweigenden Leitungen vorgesehenen Aufnahmen sind bevorzugt so angeordnet, dass die abzweigenden Leitungen --16- nach unten abgehen, senkrecht zur Basis des Abzweigverbinders.
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über dem Schuh zusammenwirken und durch Anziehen einer Schraube --26-- mit dem Kabel - in Kontakt gebracht werden.
Die Konzeption des erfindungsgemässen massiven und kompakten Abzweigverbinders erlaubt seine Herstellung aus einem Profil einer Aluminiumlegierung hoher Qualität : a) - grosse mechanische Festigkeit durch Auswahl einer Legierung, die imstande ist, bedeu- tende Drücke auszuhalten ; b) - grosse chemische Widerstandsfähigkeit, die dadurch gegeben ist, dass mögliche elektroly- tische Kopplungen vermieden sind, die dadurch entstehen könnten, dass Verbinder aus einer Kupferlegierung auf Aluminiumleitern verwendet werden.
Der Klemmkörper -10-- des Verbinders ist von einem als Ganzes mit --28-- bezeichneten Gehäuse umhüllt, das aus drei in der Fabrik vorbereitend zusammengesetzten Teilen besteht : a) dem eigentlichen Gehäuse-42-, das einstückig hergestellt aus Weichkunststoff, z. B.
Polyvinylchlorid, hergestellt ist und das, wie in der Zeichnung gezeigt, den Klemmkörper - und einen Teil der Leiter --16 und 20-- umhüllt, wobei über dem Durchlass für die Leiter durch das Gehäuse Dichtungskonen quer zum Gehäuse vorgesehen sind ; b) Nieten-32-, die mit Ausnehmungen --34-- im Klemmkörper zusammenwirken, um das Verschliessen des Gehäuses sicherzustellen (Fig. 1 und 2). Die Nieten bestehen aus Hartplastik, z. B.
Polyvinylchlorid ; c) Kappen-36-, die über Verbindungsstücke --44-- mit dem Gehäuse verbunden sind und dazu dienen, die Zugangsschächte -38 und 40-- zu Klemmschrauben --26 und 18-- zu verschliessen.
Die Anwendung eines vorisoliert und zur Verwendung fertig gelieferten Abzweigverbinders geht wie folgt vor sich : Der Abzweigverbinder, der eingefettet geliefert wird und mit dem Gehäuse versehen ist, das die innere Form eng umschliesst, ist mit dem Gehäuse durch die Klemmschrauben - 18 und 26--, die in die Zuführungsschächte -40 und 38-- ragen, einstückig verbunden.
Es genügt, den unteren, hinteren Teil des Gehäuses --28-- dort anzuheben, wo die Nieten - angeordnet sind, und die Leitung -20-- zu überdecken (Fig. 2) und hierauf auf die Niete - zu drücken, um sie in Eingriff in die im Körper vorgesehenen Ausnehmungen --34-- zu bringen (Fig. 3).
Man erreicht damit in einem einzigen und einfachen Arbeitsgang eine Abdichtung rund um den Verbinder und gleichzeitig dank der weichen Konen, die die unter Spannung stehende Leitung - beiderseits des Körpers des Verbinders umhüllen, eine vollkommene Zentrierung des Ganzen (Fig. 3).
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Nach dem Abmanteln der Abzweigleitungen -16-- über eine vorgegebene Länge genügt es, die Basis des Gehäuses dort, wo dünne Abdeckungen vorgesehen sind, zu durchlochen, die Abzweig- leitungen-16-in die Aufnahmen-14--bis zum Anschlag einzuführen und die Schrauben - mittels eines isolierten Schlüssels anzuziehen. Hierauf stülpt man die Kappe --36-- über den Schacht-40-.
Schliesslich durchdringt man die Isolation des Kabels --20-- mit Hilfe des Schuhs-22-, indem man die Schraube -26-- mit Hilfe desselben Schlüssels anzieht und hierauf die Kappe - auf den Schacht-38-aufsetzt (Fig. 4).
Der Zugang zu den Klemmschrauben ist von der Vorderseite des Abzweigverbinders möglich, unterschiedlich gegenüber bekannten Verbinderarten, bei welchen das ganze Schutzgehäuse zu öffnen ist, wenn ein Eingriff in Höhe der Abzweigleitungen vorgenommen werden soll.
Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene und dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern umfasst auch alle Varianten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Als Monoblock ausgeführter Abzweigverbinder für, insbesondere unter Spannung stehende, elektrische Leitungen, mit einem Klemmkörper und Klemmschrauben, der in seinem oberen Teil Mittel zur Durchdringung der Isolation des unter Spannung stehenden Kabels aufweist und der in seinem unteren Teil einen Fortsatz mit mindestens einer Ausnehmung für den abzweigenden Leiter besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbinder in an sich bekannter Weise mit einem isolierenden Gehäuse (28) versehen ist, dass dieses mehrere, in der Fabrik vormontierte Teile aufweist, nämlich :
das eigentliche Gehäuse (42) aus Weichplastik, das den Verbinder und einen Teil der Leiter (20,16) umhüllt, Nieten (32) aus Kunststoff zum Verschliessen des Gehäuses (28) und Kappen (36) zum Abdecken der Zugangsöffnungen (40) zu den Klemmschrauben (18) der abzweigenden Leiter (16).