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Die Erfindung betrifft ein Zelt, bestehend aus einem Zeltgerüst, einem Dachteil und vier Seitenwänden, von denen die Vorderwand und die Rückwand von gleiche Abmessungen aufweisenden, lösbar miteinander am Dachteil und an den Seitenwänden befestigten Einzelbahnen gebildet sind, von denen die eine eine Tür und die andere ein Fenster aufweist.
Zelte und auch Vorzelte mit einem Pultdach oder einem Giebeldach sind in den verschiedensten Ausführungsformen bekannt. Allen Zelten und auch den Steilwandzelten sowie den Vorzelten ist jedoch gemeinsam, dass die Ausgestaltung der Seitenwandteile mit Fenstern oder Eingängen vorgegeben ist, so dass dem Benutzer derartiger Zelte keine Möglichkeit gegeben ist, die Seitenwandteile des Zeltes gegeneinander auszutauschen, um beispielsweise Fensterteile und Eingangsteile nach eigenen Wünschen anzuordnen. Hinzu kommt noch, dass ein einmal erworbenes Zelt nur durch Vorzelte, Anbauzelte u. dgl. vergrösserbar ist. Ein Vergrössern des Zeltes durch Verlängerung der Zeltseitenwände ist kaum möglich.
Bekannt ist ein aus einzelnen Wandelementen und Gerüststangen zusammensetzbares Zelt. Dieses Zelt ist aus einer kleinen Anzahl von austauschbaren Standardelementen erstellbar, so dass die Errichtung eines Zeltes entsprechend den Wünschen des Benutzers und der Austausch eines oder mehrerer gegebenenfalls schadhafter Elemente möglich ist (FR-PS Nr. 1. 587. 431).
Nachteilig bei dieser bekannten Ausführungsform ist, dass nur die Längsseitenwände des Zeltes aus zwei Einzelelementen bestehen, während die Schmalseiten des Zeltes den Abmessungen eines einzigen Einzelelementes entsprechen, so dass im Bereich der Schmalseiten des Zeltes keine Austauschbarkeit von Einzelelementen untereinander gegeben ist. Es ist bei diesem bekannten Zelt nur eine Austauschbarkeit der Einzelelemente jeder einzelnen Längsseitenwand, eine Austauschbarkeit der Einzelelemente der Längsseitenwand mit den Einzelelementen der andern Längsseitenwand und eine Austauschbarkeit der Einzelelemente der beiden Längsseitenwände mit je einer Schmalseitenwand möglich. Eine Ausgestaltung, bei der beispielsweise zwei Eingangsöffnungen an der Zeltseitenwand vorgesehen sind, lässt sich bei diesem bekannten Zelt nicht verwirklichen.
Hinzu kommt, dass ein Einzelelement mit einem besonderen verschliessbar ausgebildeten Eingang versehen ist, wodurch keine Möglichkeit vorgesehen ist, ein ganzes Einzelelement als Eingangsöffnung zu verwenden.
Hinzu kommt noch, dass bei dem bekannten Zelt die in den Eckbereichen aneinanderstossenden Einzelelemente über senkrechte Gerüststangen miteinander verbunden sind. Da jeweils zwei aneinanderstossende Einzelelemente über eine senkrechte Gerüststange miteinander verbunden sind, ist es bei der Verwendung einer Vielzahl von Einzelelementen für eine einzige Seitenwand erforderlich, dass auch eine entsprechende Anzahl von senkrechten Gerüststäben vorhanden ist, damit die Einzelelemente miteinander überhaupt verbunden werden können. Aus diesem Grund werden immer grossflächige Einzelelemente verwendet, um zu verhindern, dass eine Vielzahl von senkrechten Gerüststäben mitgeführt oder für den Aufbau erforderlich werden.
Zur Befestigung der Zeltplanenfelder an den Gerüstteilen eines Zeltes sind Anschlussmittel,
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und auch Knebelverschlüsse (US-PS Nr. 1, 734, 505) bekannt.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Zelt zu schaffen, mit dem dem Benutzer nicht nur die Möglichkeit gegeben ist, nach seinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen Fensterteile und Eingangsteile dort anzuordnen, wo der Zeltbenutzer diese Teile gerne haben möchte, sondern darüber hinaus soll dem Benutzer die Möglichkeit gegeben werden, bei Verwendung eines entsprechend ausgebildeten Zeltgerüstes sein vorhandenes Zelt jederzeit durch Ansetzen weiterer Wandelemente zu vergrössern, ohne dass hiefür zusätzliche senkrechte Gerüststäbe zur Befestigung der Wandteile erforderlich werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Zelt gemäss der eingangs beschriebenen Art vorgeschlagen, das gemäss der Erfindung in der Weise ausgebildet ist, dass jede der vier Seitenwände aus jeweils mehreren miteinander lösbar verbundenen Einzelbahnen besteht, dass alle Einzelbahnen die gleichen Abmessungen aufweisen und dass vier winkelförmig ausgebildete, an den vier senkrechten Zeltgerüst- stäben verbundene Eckwandteile vorgesehen sind, an denen die jeweils äusseren Einzelbahnen einer jeden Seitenwand befestigt sind.
Mit einem derart ausgestalteten Zelt hat der Zeltbenutzer die Möglichkeit, Fensterteile und
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Eingangsteile gegeneinander so auszutauschen, wie dies den eigenen Wünschen und Bedürfnissen entspricht. Da die Einzelwandteile jeweils einander entsprechen und durch entsprechend geeignete Anschlussmittel miteinander und in den Eckbereichen verbindbar sind, ist ein müheloses gegenseitiges Austauschen der Einzelbahnen und ein Anbau zur Vergrösserung des Zeltes möglich. Durch diese Ausgestaltung des Zeltes sind auch Vorteile in der Fertigung durch die baugleichen Teile gegeben, die für viele Zeltgrössen verwendbar sind, so dass die Zeltherstellung rationeller gestaltet werden kann.
Die Einzelbahnen werden vorzugsweise mit Reissverschlüssen, Druckknöpfen, Klettenverschlussbändern oder entsprechend andern geeigneten Verbindungsmitteln miteinander und mit dem Grundteil, d. h. mit den Eckteilen des Zeltes verbunden. Die jeweils vollwandig ausgebildeten Einzelbahnen können durch Öffnen der Verbindungsmittel hochgerollt bzw. zur Seite weggerollt als Eingangs- öffnung Verwendung finden. Da in den Verbindungsbereichen der Einzelbahnen zusätzliche senkrechte Gerüststangen nicht erforderlich werden, um an diesen die Verbindungsbereiche je zweier Einzelbahnen anschliessen zu können, ist es möglich, mit vier senkrechten Gerüststäben auszukommen.
Hinzu kommt noch, dass durch die Verwendung von mit den senkrechten Gerüststäben verbundenen Eckelementen die Einzelbahnen angeschlossen werden können, ohne dass hiebei diese Einzelbahnen an den senkrechten Gerüststangen befestigt werden müssen.
Da alle Einzelbahnen gleiche Abmessungen aufweisen und darüber hinaus die Seitenwände aus einem Vielfachen einzelner Zuschnitte bestehen, ist bei Verwendung eines entsprechend gestalteten Zeltgerüstes jederzeit die Möglichkeit gegeben, durch Hinzufügen weiterer Zuschnitte grössere Zelte zu schaffen. Herstellerseitig erbringt dies darüber hinaus noch den Vorteil, dass auf Grund der Konfektionierung der Einzelbahnen und auf Grund der entsprechenden Lagerhaltung dieser Einzelbahnen ein grosses Zeltprogramm angeboten werden kann, so dass die Zelte den Wünschen der Kunden entsprechend auch individuell gestaltet werden können, soweit eine Gestaltung seitens des Zelterwerbers nicht selbst vorgenommen wird. Es handelt sich somit bei der Ausgestaltung des Zeltes um ein System auf der Basis von verschiedenartig ausgebildeten Zeltgrundelementen bzw.
Zuschnitten, dem durch baukastenartiges Aneinanderfügen von verschiedenen Grundelementen jegliche Zeltgrössen, jedoch immer unter der Voraussetzung des Vorhandenseins eines entsprechend gestalteten und bemessenen Zeltgerüstes, eine individuelle Gestaltung gegeben werden kann, wobei letztlich von den Eckelementen und den Einzelbahnen ausgegangen wird. Der Vorteil in der Verwendung von derartigen Grundelementen liegt nicht nur in der Möglichkeit der individuellen Erstellung von Zelttypen, sondern auch in der Lagerhaltung und in der wirtschaftlichen Herstellung der Einzelbahnen, die nicht mehr in den verschiedenen Grössen hergestellt werden müssen. Hinzu kommt noch, dass sich die Einzelbahnen viel einfacher handhaben und auch herstellen lassen als grosse Zeltflächen.
In den Zeichnungen ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 ein Zelt in einer schaubildlichen Ansicht, Fig. 2 das Zelt gemäss Fig. l, jedoch mit untereinander vertauschten Einzelbahnen in einer schaubildlichen Ansicht und Fig. 3 das Zelt mit aus mehreren Abschnitten bestehenden Seitenwänden bei abgenommenem Dachteil in einer schematischen Ansicht von oben.
Das erfindungsgemäss ausgebildete Zelt besteht aus einem in an sich bekannter Weise ausgebildeten Zeltgerüst, von dem in Fig. 3 lediglich die senkrechten Gerüststäbe --10, 11, 12 und 13-dargestellt sind, während die diese Gerüststäbe verbindbaren Verbindungsstangen und Firststangen nicht angedeutet sind. An dem Zeltgerüst ist die Zeltbahn befestigt, die aus einem Dachteil --20-- mit oder ohne dreieckförmige Abschnitte --21-- und den vier Seitenwänden --30, 40,50 und 60-- be- steht. Von diesen Seitenwänden --30, 40,50, 60-bildet die Seitenwand --40-- die Vorderseite und die Seitenwand --60-- die Rückseite des Zeltes.
Das Zeltdach --20-- ist über die beiden Seiten- wände-30, 50-auskragend ausgebildet. Eine entsprechende Ausbildung kann auch im Bereich der Zeltvorderwand-40-vorgesehen sein. Rückseitig ist ein bündiger Abschluss des Zeltdaches - mit der Rückseitenwand --60-- gegeben. Das Zeltdach --20-- kann jedoch auch so ausgebildet
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Bei der in den Fig. 1 bis 3 gezeigten Ausführungsform besteht die Vorderseitenwand --40-und die Rückseitenwand --60-- aus je vier Einzelbahnen --40a, 40b, 40c, 40d sowie 60a, 60b, 60c und 60d--, während die Seitenwände --30, 50-- aus je zwei Einzelbahnen --30a und 30b sowie
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50a und sub-- bestehen.
Alle Einzelbahnen --40a, 40b, 40c, 40d, 60a, 60b, 60c, 60d, 30a, 30b, 50a, 50b-weisen gleiche Grössen und Abmessungen auf. Jede Zeltseitenwand --30, 40,50, 60-- besteht aus einem Vielfachen dieser Einzelbahnen. Die Anzahl der Einzelbahnen für die einzelnen Seitenwände kann beliebig gewählt sein und hängt von dem entsprechenden Zeltgerüst ab.
Alle Einzelbahnen --40a, 40b, 40c, 40d, 60a, 60b, 60c, 60d, 30a, 30b und 50a, 50b-- sind miteinander über Anschlussmittel --70-- verbunden, wobei die den Eckbereichen des Zeltes benach-
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knopfleisten, Klettenverschlussbänder od. dgl. ausgebildet. Jedoch auch andere geeignete Verbindungsmittel können zur Anwendung gelangen.
Dadurch, dass die Vorderseitenwand --40-- aus mehreren Einzelbahnen --40a. 40b, 40c, 40d-besteht, von denen jede Einzelbahn den einzelnen Bahnen der andern Seitenwände --30, 50 und 60-entspricht, ist die Möglichkeit gegeben, die Einzelbahnen untereinander auszutauschen, wenn diese Einzelbahnen unterschiedlich ausgestaltet sind. Ebenso besteht die Möglichkeit, eine Eingangsöffnung vorzusehen, u. zw. beispielsweise in der Weise, dass einige Einzelbahnen als glatte Wände --80-ausgebildet sind, so dass eine derart ausgebildete Einzelbahn in Verbindung mit den jeweils benachbarten Einzelbahnen hochrollbar oder zur Seite wegrollbar ist, wenn die Verschlussmittel geöffnet werden.
Durch die gegebene Austauschbarkeit der Einzelbahnen ist dem Zeltbenutzer die Möglichkeit gegeben, beim Aufbau des Zeltes an derjenigen Stelle des Zeltes die Eingangsöffnung anzuordnen, die der Zeltbenutzer für erforderlich und wünschenswert hält.
Bei der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform besteht die Vorderseitenwand --40-- aus vier Einzelbahnen --40a, 40b, 40c, 40d--. Die Rückseitenwand --60-- weist eine der Anzahl der Einzelbahnen der Vorderseitenwand --40-- entsprechende Anzahl von Einzelbahnen auf. Alle diese Einzelbahnen sind gleich gross bemessen und können unterschiedlich ausgestaltet sein. Die Verbindung aller Einzelbahnen untereinander erfolgt durch die Anschlussmittel --70--, wogegen die Einzelbahnen in den Endbereichen der Seitenwände --40 und 60-- an den Eckwandteilen --90, 91,92 und 93-befestigt sind.
Darüber hinaus erfolgt in gleicher Weise mittels entsprechend ausgebildeter An- schlussmittel --71-- die Befestigung der Einzelbahnen an dem Dachteil --20-- bzw. an den dreieckförmigenDachteilabschnitten--21-- (Fig.1).
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--40a,Einzelbahnen der andern Seitenwände --30, 50 und 60-- sind verschieden ausgestaltet, wie dies in den Fig. 1 und 2 angedeutet ist. Neben Einzelbahnen, Teile-80-, die keine Fenster aufweisen, sind auch Einzelbahnen mit Fenstern versehen. Bei diesen Einzelbahnen, Teile --81--, sind die Fenster --82-- angedeutet. Die fensterartige Durchbrechung dieser Einzelbahnen kann mit einem Klarsichtfolienteil --83-- abgedeckt sein. Auch Innengardinen --84-- können vorgesehen sein.
Eine weitere spezielle Ausbildung einer Einzelbahn ist bei Teil --85-- angedeutet. Diese Einzelbahn weist eine fensterartige Durchbrechung --86-- auf, die mit einem Tüllzuschnitt --87-- und einer Aussenklappe --88-- versehen ist. Weitere unterschiedliche Ausgestaltungen der Einzelbahnen können vorgesehen sein.
Die Austauschbarkeit der Einzelbahnen in den einzelnen Seitenwänden --30, 40,50, 60-- ist in Fig. 2 angedeutet. Während die Vorderseitenwand --40-- des Zeltes gemäss Fig. 1 aus einer Einzelbahn --40a-- mit einem Fenster, einer Einzelbahn --40b-- ohne Fenster, einer Einzelbahn --40c-- mit einem Fenster und einer Einzelbahn --40d-- ohne Fenster besteht, ist die Vorderseitenwand--40-- bei der Ausführungsform gemäss Fig. 2 in der Weise abgeändert, dass die erste Einzelbahn-40b- als glatte Wandfläche ohne Fenster ausgebildet ist. Hieran schliesst sich dann die Einzelbahn-40a- mit einem Fenster an.
Auf diese Einzelbahn --40a-- folgt dann die Einzelbahn --40c-- mit einem Fenster, an die sich dann wieder die Einzelbahn --40d-- als Wandfläche ohne Fenster anschliesst.
Die an den Eckwandteilen --90 und 91-- angrenzenden Einzelbahnen --40b und 40d-- können bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform als Eingangsöffnung verwendet werden. Hiezu bedarf es lediglich der Öffnung der entsprechenden Anschlussmittel, so dass die entsprechende Einzelbahn als Eingangsöffnung hochgerollt oder zur Seite weggerollt werden kann. In gleicher Weise wie die Einzelbahnen der Vorderseitenwand --40-- untereinander austauschbar sind, so sind auch die Einzelbahnen der andern Seitenwände --30, 50, 60-- gegeneinander austauschbar.