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Die Erfindung betrifft eine Heuwerbungsmaschine mit wenigstens zwei um zumindest annähernd lotrechte und über zumindest ein Stützglied am Boden abgestützte Achsen umlaufenden Rechenkörpern zum Versetzen von Erntegut auf dem Boden, auf welchen Rechenkörpern etwa radial nach aussen weisende Zinken gelagert sind, die mit Steuerhebeln verbunden sind, die mittels wenigstens eines Führungselementes, beispielsweise einer Führungsrolle, entlang einer auf der Achse des Rechenkörpers, drehbar gelagerten und in zwei oder mehreren Verdrehstellungen feststellbaren sowie in bezug auf die Achse axial verschiebbaren Steuerbahn geführt sind, die in Projektion auf die Rotationsebene des Rechenkörpers gesehen entlang ihres Verlaufes um die Achse des Rechenkörpers unterschiedlich grosse radiale Abstände von dieser Achse hat.
Bei einer bekannten Heuwerbungsmaschine mit zwei um etwa lotrechte Achsen umlaufenden Rechenkörpern sind die nebeneinanderliegenden, gegensinnig umlaufenden Rechenkörper am Umfang mit tangential gelagerten Federzinken versehen, die so federbelastet sind, dass sich die Zinken bei Stillstand der Rechenkörper in eine angenähert vertikale Lage bewegen und bei Rotation in eine radiale Arbeitsstellung ausschwenken. Durch entsprechende Anordnung der tangentialen Lagerungen bzw. durch Hinzufügen von Fliehgewichten wird der Anpressdruck der Zinken an den Boden bestimmt. Kleinere Bodenunebenheiten können von diesen Zinken abgetastet werden. Bei grösseren Bodenunebenheiten wird die Zinke mittels einer schrägen Nocke vom Boden abgehoben, wodurch ein Eindringen einzelner Zinken in den Boden vermieden wird.
Durch diese begrenzte Bodenanpassung ist es notwendig, die Rotationsachsen der Rechenkörper fast vertikal anzuordnen, so dass die Zinkenkreisbahn nur leicht geneigt zum Boden angestellt ist. Diese flache Stellung der Zinkenkreisbahn hat jedoch den Nachteil, dass das Erntegut in einer flachen Bahn ausgeworfen wird und im Abgabebereich nur mangelhaft gewendet abgelegt wird (DE-OS 2027316).
Bei einer andern bekannten Heuwerbungsmaschine mit zwei um vertikale Achsen umlaufenden Rechenkörpern sind diese in ihrem Seitenabstand zueinander einstellbar, wobei deren radial nach aussen sich erstreckenden Zinkenarme entgegen der Bewegungsrichtung von einer zum Boden gerichteten Stellung der Zinken in eine etwa parallel zur Bewegungsbahn liegende Stellung verschwenkbar sind, wobei zum Festlegen der eingreifenden Arbeitsbewegung der Zinken die zugeordneten Steuerkurven verschwenkbar ausgebildet sind. Damit kann das Erntegut seitlich versetzt werden und in kleinere oder grössere Schwade abgelegt werden. Um mit diesem Gerät auch Zett- und Wendearbeiten durchführen zu können, sind die gesteuerten Zinken feststellbar ausgebildet.
Damit das Gut nach rückwärts ausgestreut werden kann, ist es notwendig, das Gerät so schräg zu stellen, dass die Rotationsachsen der Rechenkörper in Fahrtrichtung geneigt liegen.
Dabei nehmen nur die vordersten Punkte der Zinkenbahn eine Mindesthöhe über dem Boden ein.
Alle übrigen am Umfang verteilten Zinken weisen vom genannten Punkt ausgehend grösser werdende Bodenabstände auf und der am weitesten rückwärts liegende Punkt der Zinkenumlaufbahn besitzt den grössten Abstand zum Boden. Das bedingt, dass die starr gestellten Zinken nur in einem schmalen, frontalen Bereich das Gut einwandfrei aufnehmen. Beiderseits aussen, sowie in der Mitte zwischen den beiden Rechenkörpern bleibt das Gut liegen. Um diese Mittelstreifenbildung zu vermeiden, werden die beiden Rechensterne so eng zusammengestellt, dass die Zinkenarme, die zueinander versetzt liegen, sich mit ihren Zinkenbahnen überschneiden, was jedoch zu einer unerwünschten Verkleinerung der Arbeitsbreite führt (AT-PS Nr. 304124).
Bei einer ähnlichen Maschine ist die Steuerbahn um die Rotationsachse der Rechenkörper verschwenkbar und der seitliche Abstand der beiden Rechenkörper einstellbar. Hinzu kommt noch, dass der die beiden Rechenkörper verbindende Rahmenteil gegenüber der Zugstange schwenkbar ausgeführt ist (DE-OS 1757983).
Zur Vermeidung dieser Nachteile ist bereits eine Heuwerbungsmaschine mit in Fahrtrichtung schräg gestellten Rotationsachsen vorgeschlagen worden. Bei dieser bekannten Maschine werden in Betriebsstellung die Enden der auf einem gemeinsamen Drehkörper gelagerten Zinken auf einem gewünschten Boden im allgemeinen in Fahrtrichtung vorne, annähernd parallel zum Boden bewegt, indem die einzelnen Zinkenarme im Bereich des Antriebes tangential gelagert sind und über eine Steuerbahn im Arbeitsbereich parallel zum Boden geführt und nach Verlassen des Arbeitsbereiches vom Boden abgehoben werden. Jedoch ist es auch hier erforderlich, die Zinkenarme der beiden Rechenkörper ineinanderzuschieben, so dass sich die Kreisbahnen der Zinken überschneiden, um einen zusammenhängenden Arbeitsbereich, in dem die Zinken parallel zum Boden geführt
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sind, zu erhalten.
Diese Massnahme bewirkt jedoch eine Verringerung des Arbeitsbreite (DE-OS 2032043).
Bei der bekannten Heuwerbungsmaschine der eingangs genannten Art sind zwei verschiedene Steuerbahnen vorhanden, von denen die eine in einer zur Rechradachse senkrechten Ebene und in radial veränderlichem Abstand zu dieser verläuft, während die andere Steuerbahn in einem zur Rechradachse konzentrischen Kreis unterschiedlicher Höhenlage verläuft. Hiebei ist vorgesehen, die Steuerbahn entlang der Rechradachse in lotrechter Richtung zu verstellen, um die Grundstellung der Rechzinken nach Wunsch verändern zu können. Beide Steuerbahnen dienen dazu, die
Zinkenträger mit den Rechzinken in und aus der Rechstellung zu verdrehen, wobei die Zinken in Arbeitslage senkrecht zum Boden gerichtet sind.
Die Verdrehbarkeit der Steuerbahn dient jedoch bloss der Einstellung des Arbeitsbereiches, in dem die Zinken senkrecht zum Boden stehen und in seiner Lage zur Fahrtrichtung des Rechens, um verschiedene Schwadbreiten durchführen zu können (CH-PS Nr.474940).
Schliesslich ist eine Heuwerbungsmaschine, mit in Arbeitslage senkrecht zum Boden angeordneten Zinken und mit einer Steuerbahn, die in Richtung der Rechradachse gekrümmt verläuft, bekannt, wodurch die Zinkenträger mit den Zinken in und aus der Arbeitslage gesteuert werden.
Die Verdrehbarkeit der Steuerbahn um die Rechradachse soll nur dazu dienen, die Arbeitslage der Zinken in bezug zur Fahrtrichtung des Rechens zu verändern, um auch andere Rechenaufgaben, wie Zetten, durchführen zu können (DE-OS 2224735).
Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile der bekannten Geräte zu vermeiden und eine leicht zu handhabende Heuwerbungsmaschine der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, bei welcher das Umrüsten für die verschiedenen Arbeitsgänge unter optimaler Ausnutzung der Arbeitsbreite der Maschine und der Arbeitsqualität für die einzelnen Arbeitsgänge mit möglichst geringem Arbeitsaufwand durchführbar ist.
Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung bei einer Heuwerbungsmaschine der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass die Steuerbahn, die in Projektion auf die Rotationsebene des Rechenkörpers gesehen vorzugsweise etwa elliptische, eiförmige oder nierenförmige Gestalt aufweist, gegenüber der Rotationsebene des Rechenkörpers in an sich bekannter Weise gekrümmt verläuft, und dass die Zinken an dem in bezug auf die Achse vorzugsweise axial verstellbaren Rechenkörper allseitig begrenzt beweglich gelagert sind.
Durch diese Ausbildung wird gewährleistet, dass die Arbeitsbreite der Maschine unabhängig vom gewählten Arbeitsgang voll ausgenutzt wird und dass es zur Einstellung des gewünschten Arbeitsganges keiner Drehsinnumkehr der Rechenkörper bedarf, wodurch der Umrüstaufwand gegen- über bekannten Maschinen weitgehend herabgesetzt wird. Durch die besondere Ausbildung der Steuerbahn ist sichergestellt, dass die Zinken im Arbeitsbereich parallel am Boden entlanggeführt und im Abgabebereich derart gesteuert werden, dass das Gut auf der Abgabeseite breit gestreut, oder leicht verdichtet in einem Schwad abgelegt wird.
Es ist somit möglich, abgesehen von der Verstellung des Arbeitsbereiches der Rechzinken, auch ihre Bodenanpassung bzw. den Bahnverlauf der Zinkenspitzen so zu beeinflussen, dass beim Zetten höhere Wurfbreiten und ein besseres Streubild und beim Schwaden dennoch ein gleichmässig abgelegter Schwad erzielbar sind. Dadurch, dass die Zinken nebeneinanderliegender Rechräder nicht ineinandergreifen, wird auch der Durchmesser der Rechräder hinsichtlich der Arbeitsbreite des Rechens weit besser ausgenutzt.
Das blosse Verdrehen der Steuerbahn um die Achse des Rechenkörpers ist hiebei aus der DE-OS 1757983 bereits an sich bekannt. Durch die beschriebene Ausführung der Steuerbahn und durch die Kombination der Verschwenk- und axialen Verschiebbarkeit der Steuerbahn wird jedoch eine sehr einfache Handhabung der erfindungsgemässen Heuwerbungsmaschine gewährleistet. Zum Umstellen des Gerätes von einer Arbeitsoperation, beispielsweise Zetten-Wenden auf die Arbeitsoperation Schwadenlegen, ist es lediglich erforderlich, die Steuerbahn entsprechend radial zu verschwenken. Alle übrigen Verstellungen im Hinblick auf die Zinken werden dabei zwangsweise ausgeführt. Hinzu kommt lediglich noch eine entsprechende Korrektur in der Neigungseinstellung des Gerätes.
Beim Verschwenken der Steuerbahn in jene Stellung, in der die Zinken eine radiale oder ihrer Bewegungsrichtung voreilende Lage einnehmen, wird gleichzeitig auch eine axiale Verschiebung der Steuerbahn in Richtung zum Boden ausgeführt. Dabei werden die Zinkenenden vom Boden
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abgehoben und nehmen eine flachere Stellung ein, die es gestattet, die Rechenkörper in bezug auf den Boden in einem steileren Winkel anzustellen. Durch diese steilere Stellung der Zinkenbahnen wird das Gut in einem höheren Bogen nach rückwärts ausgeworfen und besser verteilt.
Wird hingegen die Steuerbahn in entgegengesetzter Richtung um die zumindest annähernd lotrechte Achse des Rechenkörpers geschwenkt, so nehmen die Zinken im Abgabebereich eine in bezug auf ihre Umlaufrichtung nacheilende Stellung ein und die Steuerbahn wird gleichzeitig axial nach oben verstellt, wodurch die Zinkenenden in Richtung zum Boden bewegt werden. Diese steilere Zinkenstellung bedingt eine flache Anstellung der Rechenkörper zum Boden. Das Erntegut wird hiebei leicht verdichtet im Abgabebereich zu einem Schwad abgelegt.
Eine bevorzugte Ausführung der erfindungsgemässen Heuwerbungsmaschine besteht darin, dass die Steuerbahn in der senkrechten Ebene zur Rotationsebene des Rechenkörpers etwa sinusförmig gekrümmt verläuft.
Um auch im Arbeitsbereich der Zinken eine ausreichende Bodenanpassung derselben zu gewährleisten, ist vorgesehen, dass die an der gekrümmten Steuerbahn geführten Steuerhebel in Axialrichtung der Achse des Rechenkörpers elastisch und in Projektion auf die Rotationsebene des Rechenkörpers im wesentlichen starr ausgebildet sind. Die bevorzugte Ausführung besteht hiebei darin, dass die Steuerhebel zumindest teilweise aus einer Blattfeder od. dgl. bestehen, deren Breitseite im wesentlichen in der Rotationsebene des Rechenkörpers liegt. Zufolge dieser Ausbildung können die auf Unebenheiten des Bodens auftretenden Zinken nach oben hin ausweichen.
Eine sichere Führung der Steuerhebel an der Steuerbahn wird dadurch erreicht, dass die Steuerhebel, vorzugsweise mittels Torsionsfedern, elastisch gegen die Steuerbahn gedrückt sind.
Weiters ist es vorteilhaft, dass zur axialen Verstellung des Rechenkörpers an seiner Lagerung auf der Achse ein Bewegungsgewinde, beispielsweise ein Rund- oder Trapezgewinde vorgesehen ist, in das ein hohlzylindrischer, mit dem Antriebsgetriebe drehfest verbundener Antriebsteil eingeschraubt ist, der mit Anschlägen zur Begrenzung der Höhenbewegung des Rechenkörpers versehen ist. Bei dieser Ausbildung liegt in Ruhestellung der Rechenkörper an dem oberen Anschlag an, wobei die Zinken eine vom Boden abgehobene Stellung einnehmen. Dadurch wird beim Anfahren die Gefahr des Eindringens der Zinken in den Boden weitgehend vermindert. Bei Beginn der Drehbewegung wird zuerst nur der den Rechenkörper tragende Antriebsteil mitgenommen, während der Rechenkörper sich auf dem Bewegungsgewinde nach unten schraubt, bis er an dem unteren Anschlag anliegt.
Während dieser Schraubbewegung werden die Zinken von ihrer abgehobenen Stellung in die Arbeitsstellung abgesenkt.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen, in denen ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Heuwerbungsmaschine dargestellt ist, näher beschrieben. Es zeigen : Fig. l eine Ansicht einer erfindungsgemässen Heuwerbungsmaschine in schematischer Darstellung, Fig. 2 eine Draufsicht auf einen der Rechenkörper der Heuwerbungsmaschine gemäss Fig. l, Fig. 3 einen Axialschnitt durch die Steuerbahn der Heuwerbungsmaschine gemäss Fig. l, Fig. 4 eine Ansicht eines Steuerhebels und der Zinken der Heuwerbungsmaschine gemäss Fig. 1, in vergrössertem Massstab, Fig. 5 einen Axialschnitt durch die Lagerung des Rechenkörpers, in vergrössertem Massstab, und Fig. 6 eine schematische Draufsicht auf die Heuwerbungsmaschine gemäss Fig. 1.
Die dargestellte Heuwerbungsmaschine umfasst zwei um zumindest annähernd lotrechte Ach- sen --1, 2-- umlaufende Rechenkörper --3, 4--, die in einem gemeinsamen Rahmen --5-- mit festem Abstand voneinander angeordnet sind. Zwecks Übersichtlichkeit der Darstellung ist in Fig. l und 2 jeweils nur ein Rechenkörper dargestellt, während aus Fig. 6 die gegenseitige Anordnung der Rechenkörper zueinander und im Rahmen --5-- ersichtlich ist. Der Rahmen --5-- ist mit einer Dreipunkt-Anbauvorrichtung --6-- zum Anbau der Heuwerbungsmaschine an ein nicht dargestelltes Zugfahrzeug versehen. An Stelle dieser Dreipunkt-Anbauvorrichtung könnte der Rahmen --5-- jedoch auch mittels einer Zugstange mit dem Zugfahrzeug verbunden werden.
Die Neigungsverstellung der Heuwerbungsmaschine erfolgt bei Dreipunktanbau-Ausführung wie üblich durch Längenverstellung des dritten Anbaupunktes, und bei gezogener Ausführung wird die Zugstange am Geräterahmen mittels einer Gewindespindel verstellbar angelenkt. Die Fahrtrichtung der Heuwerbungsmaschine ist in Fig. 2 mit Pfeil A angegeben.
Jeder Rechenkörper --3, 4-- ist von einem Winkel- bzw. Kegelradgetriebe --7, 8-- angetrieben
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und über ein Stützglied in Form eines Stützrades --9, 10-- am Boden abgestützt. Die Stützglie- der --9, 10-- sind hiebei an den stillstehenden Achsen --1, 2--, um welche die Rechenkörper --3, 4-- umlaufen, gelagert. An Stelle eines Stützrades könnte auch ein Stützbügel od. dgl. vorgesehen werden. Die Winkelgetriebe --7, 8-- sind auf dem Rahmen --5-- gelagert und werden von einer nicht dargestellten Gelenkwelle vom Zapfwellenanschluss des Zugfahrzeuges aus angetrieben.
Jeder Rechenkörper --3, 4-- besteht aus einem Drehkörper --11--, der in einer Ebene senkrecht zum Boden gesehen annähernd glockenförmig ausgebildet ist, und an seinem unteren Rand einen nach innen gerichteten Flansch --12-- aufweist, der Ansätze --13-- zur Lagerung der Zinken --14-- aufweist. Die Zinken --14-- sind dabei in Form einer Doppelzinke oder in einer Mehrzahl an einem äusserst kurzen, U-förmigen Zinkenträger --15-- angebracht, der um einen annähernd lotrechten Bolzen --16-- schwenkbar gelagert ist.
Die Anordnung ist hiebei derart, dass die Zinken --14-- am Steg des U-förmigen Zinkenträgers --15-- befestigt sind, wogegen der Bolzen --16-- die einander gegenüberliegenden Schenkel des Zinkenträgers --15-- durchsetzt. Der Bolzen --16-- ist mit einem weiteren, annähernd horizontal verlaufenden Bolzen --17-- verbunden, der in einer Bohrung im Ansatz --13-- drehbar gelagert ist. Infolge dieser Anordnung sind die Zinken --14-- um je eine etwa lotrechte und eine etwa horizontale Achse schwenkbar, d. h. soweit im wesentlichen allseitig beweglich gelagert. Es versteht sich, dass an Stelle dieser Konstruktion die Zinken --14-- auch mittels eines Kugelgelenkes od. dgl.. schwenkbar gelagert werden könnten.
Jeder Zinkenträger --15-- ist mit einem Steuerhebel --18-- fest verbunden, der aus einer Blattfeder od. dgl. besteht. Da die Zinken --14-- an dem Zinkenträger --15-- befestigt sind, ist somit eine feste Verbindung zwischen den Zinken --14-- und dem Steuerhebel --18-- gegeben. Die den Steuerhebel --18-- bildende Blattfeder ist hiebei derart angeordnet, dass der Steuerhebel --18-- in Axialrichtung der Achse --1, 2-- des Rechenkörpers --3, 4-- elastisch beweglich, in Projektion auf die Rotationsebene des Rechenkörpers hingegen starr ausgebildet ist. Dies bedeutet, dass die Breitseite der Blattfeder od. dgl. in der Rotationsebene des Rechenkörpers und die Schmalseite der Blattfeder od. dgl. quer dazu verläuft.
Die Lage des Steuerhebels --18-- ist derart, dass er, in Projdktion auf die Rotationsebene des Rechenkörpers gesehen, einen stumpfen Winkel mit den radial nach aussen weisenden Zinken einschliesst.
An dem dem Zinkenträger --15-- abgewandten Ende jedes Steuerhebels --18-- ist eine Rolle --19-- drehbar gelagert. Die Rolle --19-- ist dabei in einem gabelförmigen Fortsatz --20-des Steuerhebels --18-- gelagert, wobei die Drehachse der Rolle --19-- etwa parallel zur Ach- se --1, 2-- des Rechenkörpers --3, 4-- verläuft. Die Rolle --19-- liegt gegen eine Steuerbahn --21-- an und wird durch eine Torsionsfeder --22--, deren eines Ende um den annähernd lotrechten Bolzen --16-- geschlungen ist und deren anderes Ende gegen einen am Steuerhebel --18-- befindlichen Anschlag --23-- anliegt, gegen die Steuerbahn --21-- gedrückt.
Die Steuerbahn --21-- ist am unteren Rand eines napf- bzw. topfartigen Stützkörpers --24-- ausgebildet, der an der stillstehenden Achse-l bzw. 2-- des Recenkörper --3, 4-- gelagert ist. Der Stützkörper --24-- wird somit bei einer Drehbewegung des Rechenkörpers --3 bzw. 4-bzw. des Drehkörpers --11-- nicht mitgenommen, sondern wird ebenso wie die Achse-l bzw. 2-keiner Drehbewegung unterworfen. Der Stützkörper --24-- und damit auch die Steuerbahn --21-sind in bezug auf die Achse-l bzw. 2-- verstellbar gelagert, u. zw. sowohl in radialer als auch in axialer Richtung.
Zur Verstellung des Stützkörpers --24-- auf der Achse-l bzw. 2-ist der Stützkörper --24-- mit einer die Achse-l bzw. 2-- umschliessenden Nabe --25-- versehen, deren dem Boden zugewandte Stirnifläche --26-- in bezug auf die Achse-l bzw. 2-- schräg verlaufend angeordnet ist. Diese schräg verlaufende Stirnfläche --26-- bildet eine Führungsfläche und liegt gegen einen mit der Achse-l bzw. 2-- fest verbundenen Vorsprung --27-- in Form eines Gleit- bzw. Führungsbolzens an, so dass der Stützkörper --24-- und damit auch die Steuerbahn --21-- während einer Drehbewegung um die Achse --1 bzw. 2-- gleichzeitig zwangsläufig auch in axialer Richtung der Achse-l bzw. 2-- verstellt werden.
Zum Feststellen des Stützkörpers --24-- und damit auch der Steuerbahn --21-- in verschiedenen radialen Stellungen dient ein federbelasteter Hebel --28--, der in der Nabe --25-- des Stützkörpers --24-- gelagert und in Rastausnehmungen am Umfang der Achse-l bzw. 2-- in Eingriff bringbar ist.
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Die Steuerbahn --21-- hat, in Projektion auf die Rotationsebene des Rechenkörpers --3 bzw. 4-gesehen, eine von der Kreisform abweichende Kurvenform, u. zw. etwa nierenförmige Gestalt. In Projektion senkrecht zur Rotationsebene. des Rechenkörpers --3 bzw. 4-- ist die Steuerbahn --21-- gleichfalls gekrümmt ausgebildet, u. zw. verläuft die Steuerbahn --21-- in dieser Ebene etwa nach einer sinusförmigen Kurve. Die Steuerbahn --21-- stellt somit eine um die stillstehende Achse-l bzw. 2-- verlaufende, in sich geschlossene Führungsgleitfläche für die Rollen --19-- der Steuerhebel --18-- dar, die in den einzelnen, in Bahnrichtung aufeinanderfolgenden Umfangsabschnitten unterschiedliche radiale Abstände von der Achse --1 bzw. 2-- aufweist und gleichzeitig in Bahnrichtung gekrümmt verläuft.
Die Kurvenformen sind nicht auf die dargestellten Ausführungen beschränkt. Die Steuerbahn --21-- kann vielmehr in Projektion auf die Rotationsebene des Rechenkörpers --3 bzw. 4-gesehen z. B. auch eiförmige oder elliptische Gestalt haben und in Bahnrichtung nach einer Wellenlinie verlaufen. Die Steuerbahn kann in Form einer umlaufenden, vorspringenden Leiste oder in Form einer Vertiefung vorliegen, wobei die Leiste und/oder Vertiefung im Querschnitt eckig, trapezförmig, rund oder ähnlich ausgebildet sein kann.
Der Drehkörper --11-- des Rechenkörpers --3 bzw. 4--. der in bezug auf die stillstehende Achse-l bzw. 2-- und damit auch hinsichtlich der Steuerbahn --21-- umlaufend angetrieben wird, ist an seinem oberen Ende mit einer Nabe --29-- versehen, die ein Bewegungsgewinde, z. B. ein Rund- oder Trapezgewinde --30-- aufweist, das auf ein entsprechendes Gegengewinde auf einem mit einem Winkel- bzw. Kegelrad des Antriebsgetriebes --7 bzw. 8-- drehfest verbundenen Antriebskörper --31-- aufgeschraubt ist. Der Antriebskörper --31-- ist zwecks drehfester Verbindung mit dem Winkel- bzw. Kegelrad des Antriebsgetriebes --7 bzw. 8-- mit einem Flansch --32-versehen, der mittels Schrauben --33-- an dem erwähnten Winkel- bzw.
Kegelrad befestigt ist.
Der Antriebskörper --31-- ist weiters über Wälzlager --34-. - auf der stillstehenden Achse-l bzw. 2-- drehbar gelagert. Zur Begrenzung der Schraubbewegung der Nabe --29-- des Drehkörpers --11-- entlang des Bewegungsgewindes --30-- dient nach unten hin, d. h. in Richtung auf das Stützrad zu, ein Anschlag --35--, der auf den Antriebskörper --31-- fest aufgeschraubt und somit mit letzterem starr verbunden ist.
Die Schraubbewegung nach oben hin wird durch den Flansch --32-- begrenzt, der somit gleichzeitig als Anschlag für die Nabe --29-- des Drehkör- pers --11- dient. Die Länge der Nabe --29-- und damit des in dieser vorgesehenen Gewindes --30-- ist kürzer als das auf dem Antriebskörper --31-- vorgesehene Gewinde, so dass die Nabe --29-- auf dem Antriebskörper --31-- auf und ab beweglich ist, soweit dies die Anschläge --32, 35-- zulassen. Auf Grund der beschriebenen Ausführung befindet sich die Lagerung des Rechenkörpers --3, 4-- bzw. dessen Drehkörper --11-- unmittelbar unterhalb des Antriebsgetriebes --7, 8--.
Die Abstützung des Rechenkörpers --3 bzw. 4-- befindet sich dabei innerhalb der Umlaufbahn des Rechenkörpers --3 bzw. 4--. Auf der Abgabeseite des Gutes können unmittelbar hinter den Rechenkörpern --3 bzw. 4-- einschwenkbare Schwadformer angeordnet werden.
Die beschriebene Heuwerbungsmaschine arbeitet wie folgt :
Zum Einstellen der Heuwerbungsmaschine für die ausgewählten Arbeitsgänge ist lediglich ein Verstellen der Steuerbahn --21-- mittels des Hebels --28-- erforderlich ; eine Drehsinnumkehrung oder andere aufwendige Umrüstarbeiten sind nicht notwendig.
Beim Verschwenken der Steuerbahn --21-- in die Stellung, in der die Zinken --14-- im Abgabebereich des Gutes eine radiale oder ihrer Bewegungsrichtung voreilende Lage einnehmen, erfolgt gleichzeitig eine axiale Verschiebung der Steuerbahn in Richtung auf die Geräteabstützung, d. h. nach unten hin.
Beim Verschwenken der Steuerbahn --21-- in die Stellung, in der die Zinken --14-- im Abgabebereich eine ihrer Umlaufrichtung nacheilende Stellung einnehmen, tritt gleichzeitig eine axiale Verschiebung der Steuerbahn in Richtung auf die Lagerung des Rechenkörpers, d. h. nach oben hin, ein.
Beim Zett- und Wendevorgang nehmen demzufolge die Zinken --14-- im Abgabebereich eine etwa radiale oder in Bewegungsrichtung voreilende Stellung ein und die Zinkenkreisbahn ist stark zum Boden geneigt, wodurch sich ein hoher, breitflächiger Auswurf des Gutes ergibt.
Beim Zusammenrechen des Gutes zu Schwaden nehmen die Zinken --14-- im Abgabebereich eine
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der Bewegungsrichtung nacheilende Stellung ein und die Zinkenkreisbahn wird in einem flacheren Winkel zum Boden angestellt. Die an der Abgabeseite einschwenkbar gelagerten Schwadformer sorgen für eine seitliche Begrenzung.
In Fig. 2 stellt hiebei der umschriebene Kreis die äussere Zinkenkreisbahn dar, wobei der in Fahrtrichtung liegende, strichpunktiert stark ausgezogene Teil den Bereich des Zinkeneingriffes darstellt und die auf der Abgabeseite liegende Hälfte der Kreisbahn, die strichliert eingezeichnet ist, den Bereich darstellt, in dem die Zinken vom Boden abgehoben sind.
Das Anfahren erfolgt hiebei in jedem Falle wie folgt : In der Ruhestellung liegt die Na- be --29-- des Rechenkörpers --3, 4-- an der oberen Begrenzung des Antriebskörpers --31-- an und die Zinken --14-- nehmen eine vom Boden abgehobene Stellung ein, um beim Anfahren die Gefahr des Eindringens der Zinken in den Boden zu vermeiden. Bei Beginn der Drehbewegung wird zu-
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--3, 4-- eiltpers --3, 4-- am unteren Anschlag --35-- des Antriebskörpers zu liegen kommt. Gleichzeitig werden bei diesem Vorgang die Zinken --14-- aus der ausgehobenen Stellung zum Boden in die Arbeitsstellung abgesenkt.
Beim Abschalten des Antriebes bewegt sich der Rechenkörper --3, 4-- in- folge seines innewohnenden Trägheitsmomentes so lange weiter, bis die Nabe --29-- am oberen Anschlag --32-- des Antriebskörpers --31-- anliegt und dabei die Zinken --14-- wieder ausser Eingriff bringt.
Die beschriebene Heuwerbungsmaschine kann in verschiedenen Varianten ausgeführt werden.
So können an Stelle von zwei Rechenkörpern auch vier Rechenkörper vorgesehen werden. Die Steuerhebel können an Stelle von Führungsrollen auch Gleitstücke oder ähnliche Führungselemente aufweisen, mit welchen sie in die Steuerbahn eingreifen oder diese umgreifen. Die Lagerung des Zinkenträgers kann beispielsweise auch von einem gemeinsamen, abgewinkelten Bolzen gebildet werden. Die Zinken können in üblicher Weise aus Federstahl bestehen und abgewinkelt ausgebildet sein. Zum Andrücken der Steuerhebel an die Steuerbahn können auch Zug- oder Druckfedern verwendet werden.
Die erfindungsgemässe Heuwerbungsmaschine ist somit zum universellen Einsatz, insbesondere zum Streuen, Zetten, Wenden und Schwadenziehen von auf dem Boden liegendem Erntegut, geeignet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Heuwerbungsmaschine mit wenigstens zwei um zumindest annähernd lotrechte und über zumindest ein Stützglied am Boden abgestützte Achsen umlaufenden Rechenkörpern zum Versetzen von Erntegut auf dem Boden, auf welchen Rechenkörpern etwa radial nach aussen weisende Zinken gelagert sind, die mit Steuerhebeln verbunden sind, die mittels wenigstens eines Führungselementes, beispielsweise einer Führungsrolle, entlang einer auf der Achse des Rechenkörpers, drehbar gelagerten und in zwei oder mehreren Verdrehstellungen feststellbaren sowie in bezug auf die Achse axial verschiebbaren Steuerbahn geführt sind, die in Projektion auf die Rotationsebene des Rechenkörpers gesehen entlang ihres Verlaufes um die Achse des Rechenkörpers unterschiedlich grosse radiale Abstände von dieser Achse hat, dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuerbahn (21), die, in Projektion auf die Rotationsebene des Rechenkörpers (3. 4) gesehen, vorzugsweise etwa elliptische, eiförmige oder nierenförmige Gestalt aufweist, gegenüber der Rotationsebene des Rechenkörpers (3,4) in an sich bekannter Weise gekrümmt verläuft, und dass die Zinken (14) an dem in bezug auf die Achse (1, 2) vorzugsweise axial verstellbaren Rechenkörper (3,4) allseitig begrenzt beweglich gelagert sind.