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Die Erfindung betrifft eine Bühnenkonstruktion mit Hubpodien, die an ihrer Unterseite vertikal, geführte Stützen aufweist.
Es sind für die verschiedensten Bühnenkonstruktionen Hubpodien bekannt, die seitliche Führungsschienen aufweisen, an welchen das Hubpodium geführt ist. Diese Konstruktionen haben den Nachteil, dass die Bühnendekoration nur von vorne oder von hinten direkt auf das Hubpodium gebracht werden kann. Dieser Nachteil kann durch Drehbühnen dadurch behoben werden, dass die Drehbühne für den Aufbau einer Bühnendekoration eine entsprechende Viertel-Drehung durchführt, wobei allerdings die Bühnendekoration auch um 900 verdreht aufgebaut werden muss.
Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gestellt, den Anwendungsbereich von Hubpodien zu erweitern und dieselben auch für eine seitliche Unterbühne verwendbar zu machen. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Hubpodium, insbesondere die zwischen den am Rand der Podiumgrube angeordneten Hubpodien vorgesehenen, inneren Hubpodien aussermittige, vorzugsweise an einer Seite des Hubpodiums angeordnete Stützen und auf der gegenüberliegenden Seite, insbesondere an dessen Unterkonstruktion, Führungselemente aufweist und dass die Führungselemente der inneren Hubpodien an den. Stützen des benachbarten Hubpodiums und zumindest eines der äusseren Hubpodien an Führungen, insbesondere Laufschienen der anliegenden Wand der Podiumsgrube geführt sind. In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung angegeben.
Die Erfindung weist die nachstehenden Vorteile auf : a) Bei maximaler Horizontal- und Vertikalsteifigkeit des Hubpodiums steht dessen gesamte
Breite in beiden Richtungen zur Befahrung von Bühnenwagen usw. von unteren Seitenbühnen aus, uneingeschränkt zu Verfügung. b) Es treten führungsseitig nur einseitig gerichtete Horizontalkräfte an den Führungsstielen,
Podienführungen und mauerseitigen Führungen. auf. Daher können alle Führungsarmaturen ohne Gegenrollen einfach ausgebildet werden. Die Merkmale der Unteransprüche 2 und 3 erlauben weniger Kontaktstellen (Führungen) mit dem Umgebungswerk, daher sinkt der
Montageaufwand.
Die Führungsschienen und Führungsstiele können so in der Längsrichtung der Podien angeordnet werden, dass durch Anordnung von auskragenden Podienenden bei maximaler Podiensteifigkeit das geringste Einsatzgewicht erreicht wird. Gegenüber Podien, die an den Podienenden geführt und verriegelt werden, wird die Kopffreiheit im Unterstock vergrössert. Die Merkmale des Unteranspruches 4 sind bei grossen Hubpodien besonders vorteilhaft, da die Podiumskonstruktion von zusätzlichen Verformungskräften beim Verfahren freigehalten wird. Der technische Fortschritt ist in der Vereinfachung der Konstruktion und in der Vergrösserung des Anwendungsbereiches der Hubpodien zu sehen.
Die Erfindung ist in den Fig. 1 und 2 beispielsweise und schematisch. dargestellt. Es zeigen Fig. 1 einen Kreuzriss und Fig. 2 einen Vertikalschnitt durch die Bühnenkonstruktion gemäss der Schnittlinie II in Fig. 1.
Aus Fig. 1 ist ersichtlich, dass in einer Podiumgrube --5-- vier Hubpodien --1, 1'-- angeordnet sind, die jeweils an einer Seite aussermittige, verfahrbare Stützen --2-- und auf der gegenüberliegenden Seite Führungselemente, wie z. B. Rollen aufweisen, die auf den Stützen --2-- des benachbarten Hubpodiums oder auf vertikalen Laufschienen-6-- abrollen, die in der dem Zuschauerraum zugekehrten Wand --7--, bzw. der diesem abgewandten Wand vorgesehen sind. Die Hubpodien--'-in der Mitte der Bühne stützen sich mit ihren Führungselementen jeweils auf
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sind am Boden der Podiumgrube --5-- durch Rollen --9-- in entsprechenden Ausnehmungen --10-geführt.
In Fig. 2 ist auf der rechten Seite ein Schnitt gemäss der Schnittlinie II in Fig. 1 dargestellt.
Auf der linken Seite der Fig. 2 ist das Hubpodium --1-- auf die Höhe der Unterbühne --11-- abge- senkt und man erkennt den freien Durchgang in Richtung zum Podium, wobei keinerlei Stützen oder Führungen den freien Durchgang erschweren. Das Bühnenniveau ist mit --12-- bezeichnet.
Zwischen den beiden aussermittigen Stützen --2--, ist der hydraulische Hubantrieb --13-- in Form eines hydraulischen Zylinders mit Kolbenstange vorgesehen. Zur gleichmässigen Bewegung der beiden
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Stützen --2-- eines Hubpodiums --1-- ist eine Synchronwelle --19-- vorgesehen, die über Zahnräder mit den einzelnen Stützen verbunden ist und so ein gleichmässiges Heben oder Absenken erlaubt.
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dass es sich an eine benachbarte Wand oder ein benachbartes Podium lehnt. Dieses durch die An- lehnung bedingte Moment wird über die Laufschienen --6-- und in der Bühnensohle angeordnete Rollen --9-- aufgenommen. Diese Tatsache ergibt eine Selbstführung, wodurch Führungen mit beidseitig der Führung angeordneten Rollen vermieden werden.
Durch dieses Anlehnsystem können mehrere Podien aneinandergereiht werden, ohne dass seitliche Führungen eingebracht werden müssen. Bei dem beschriebenen Anlehnsystem sind die Verschiebungen der Podien in horizontaler Richtung zufolge der elastischen Verformungen sehr klein.
Der Antrieb erfolgt über einen Hydraulikstempel. Prinzipiell sind aber auch elektromechanische Antriebe denkbar.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Bühnenkonstruktion mit Hubpodien, die an ihrer Unterseite vertikale Stützen aufweisen, über welche die Hubpodien längs Führungen verfahrbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass zu-
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des Hubpodiums (1, l') angeordnete Stützen (2) und auf der gegenüberliegenden Seite, insbesondere an dessen Unterkonstruktion, Führungselemente (3) aufweist und dass die Führungselemente (3) der inneren Hubpodien (11) an den Stützen des benachbarten Hubpodiums (1, 1') und zumindest eines der äusseren Hubpodien (1) an Führungen, insbesondere Laufschienen (6), der anliegenden Wand (7 bzw. 8) der Podiumsgrube (5) geführt sind.