AT36448B - Kolonnenapparat. - Google Patents

Kolonnenapparat.

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AT36448B
AT36448B AT36448DA AT36448B AT 36448 B AT36448 B AT 36448B AT 36448D A AT36448D A AT 36448DA AT 36448 B AT36448 B AT 36448B
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column apparatus
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Konrad Dr Kubierschky
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Konrad Dr Kubierschky
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  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Kolonnenapparat. 



    Die chemisch-physikalische Technik bedient sich seit langer Zeit für die verschiedensten Aufgaben der Destillation und Absorption, der Kühlung und Anwärmung sogenannter Kolonnen.   
 EMI1.1 
 zuströmenden Gas oder Dampf ein Bestandteil durch die niederrieselnde   Flüssigkeit durch   Absorption aufgenommen wird, mit dem dann die die Kolonne unten   verlassende Flüssigkeit be-   laden erscheint, während der Dampf oder das Gas von demselben Bestandteil befreit den Turm oben verlässt, oder dass die niederrieselnde Flüssigkeit durch einen ihr von unten her entgegenkommenden Dampf-oder Gasstrom mit der Absicht behandelt wird. aus der Flüssigkeit einen 
 EMI1.2 
 werden soll. 



   Bisher hat man nicht beachtet, dass das aufsteigende Gemisch von Gasen und Dämpfen   bfim Durchschreiten   der Kolonne je nach Art der Komponenten einmal   spezinsoh     leichter ein   andermal schwerer wird. Um Beispiele zu nennen, so werden Gemische von Luft mit HC1, SO2, 
 EMI1.3 
 schwerer ; andererseits aber werden Luftgemische mit NH3 bei Absorption schwerer, ebenso wie   Wasserdampf,   der einer Alkoholwassermischuung entgegenschreitet, auch schwerer wird.

   Die einfache physikalische Erklärung ergibt sich aus den   bezüglichen Dampfdichten.   
 EMI1.4 
 das erwähnte Zurücksinken nicht stattfinden kann, bei denen aber dafür mit erheblichen Druck-   verlusten ill der Kolonne zu rechnen ist., oder dass man anstelle der Turmkolonnen die komplizierteren Trommelwäscher setzt.   



   Ein besonders eklatantes Beispiel eines Problems in dem vorbesprochenen Sinne ist die Austreibung vom Brom aus Kaliendlaugen vermittelst Wasserdampf. 



    Die Dampfdichten von Wasser und Brom verhalten sich wie 18 : 160, und die Folge davon ist, dass die vollkommene Befreiung der Endlauge vom Brom einerseits und die wasserdampffreie Gewinnung des Bromdampfes andererseits praktisch nicht möglich ist. Ahnlich, wenn auch nicht ganz so einschneidend, liegen auch die Verhältnisse bei der Gewinnung von Alkohol vermittelst Wasserdampf, welche beiden bezüglich ihrer Dampfdichten sich wie 46 : 18 verhalten. 



  Das vorliegend zu beschreibende Verfahren und der zugehörige Apparat bestehen darin. dass der reine Gegenstrom zerlegt wird in eine Reihe systematisch miteinander verbundener Gleichströme, in denen dann störende Unterströmungen ganz unmöglich gemacht werden.   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Fig. 1 stellt einen turmartigen Kolonnenapparat dar, der dazu dienen soll, aus einer Flüssigkeit vermittelt leichten Dampf oder Gas, Dampf oder Gas, die schwerer sind, auszutreiben, bezw. als Absorber zu dienen für ein Gas-oder Dampfgemisch, welches im Laufe der Absorption schwerer wird. Der Turm ist durch Zwischenwände   ?,   die nur Flüssigkeit, aber nicht Gas durchlassen, in eine beliebige Anzahl Abteilungen getrennt. Die einzelnen Abteilungen selbst sind evtl. zweckentsprechend mit Siebplatte   p,   p, Röhrchen o. ä. angefüllt. Die offene Verbindung der einzelnen Abteilungen wird hergestellt durch die Rohre r,   rl. Die Flüssigkeit   geht in geradem Wege von oben nach unten durch die einzelnen Abteilungen, um den Apparat schliesslich bei e zu verlassen. 



  Die Gase bezw. Dämpfe treten bei d ein, durchschreiten in der Richtung des Pfeiles im Gleichstrom mit der Flüssigkeit die unterste Abteilung, um weiter durch rl, jetzt im Gegenstrom zu der Flüssigkeit, in die zweite Abteilung   überzutreten,   und so fort bis zur obersten Abteilung, die der Gas-oder Dampfstrom durch a verlässt. Praktisch wichtig, aber sinngemäss gleichgiltig ist es, inwieweit die   Zwischenwände   durchlässig für Flüssigkeit gemacht werden, und in welcher Weise die Überführung der Flüssigkeit aus dem unteren Teil einer Kammer in den oberen der   nächstfolgenden bewirkt wird.   Ebensogut und unter Umständen noch vorteilhafter können die   Verbindungarohre   r r zwischen den einzelnen Kammern statt ausserhalb der Kolonne in diese selbst verlegt werden, wie in Fig. 2 angedeutet.

   Die die einzelnen Abteilungen trennenden Zwischenwände   M w sind auch   hier durchlässig nur für Flüssigkeit, nicht aber für Gas. Die Anordnung der   Rohre t r   und die Bewegung des Gasstromes sind ohne weiteres verständlich.

Claims (1)

  1. PATENT ANSPRUCH : Kolonnenapparat, gekennzeichnet dadurch. dass die ganze Kolonne in eine beliebige Anzahl Abteilungen zerlegt wird, die durch Zwischenwände so getrennt und durch Gasumführungsrohre oder Kanäle so miteinander verbunden sind, dass in den einzelnen Abteilungen sich Gas und Flüssigkeit im Gleichstrom nach unten bewegen, und dass die Gase aus dem unteren Teile einer Kammer in den oberen der nächstfolgenden höheren aufsteigen.
AT36448D 1906-12-13 1907-12-11 Kolonnenapparat. AT36448B (de)

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AT36448B true AT36448B (de) 1909-03-10

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