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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schleifscheibe mit einer Vielzahl über den Umfang verteilter, durch Fugen voneinander getrennter, Schleifkörner enthaltender Schleifsegmente Die Schleifsegmente herkömmlicher Schleifscheiben sind in ungebrauchtem Zustand so geformt, dass ihre Umfangsflächen alle auf einer die Schleifscheibe einhüllenden Zylinderfläche liegen.
Diese Schleifscheiben weisen kurz nach Schleifbeginn einen markanten Leistungseinbruch auf, der durch den gleichzeitigen Wegbruch zahlreicher oberflächlicher Schleifkörner erklärbar ! st Der Einbruch ist teilweise so auffällig, dass Schleifscheiben als Reklamation an den Produzenten zurückgesandt werden Obwohl sich die Schleifscheibe bei Fortsetzung des Schleifvorganges nach relativ kurzer Zeit teilweise wieder erholt, ist dieser anfängliche Leistungseinbruch dennoch äusserst störend Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Schleifscheibe anzubieten, die von Anfang an mit zufriedenstellender Schleifleistung eingesetzt werden kann.
Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die Umfangsfläche der einzelnen Segmente in einer Seitenansicht auf die Schleifscheibe von der Kreisform abweicht, wobei die Umrisslinie der Umfangsfläche Jedes Segmentes genau eine oder zwei über die Kreisform vorstehende Stellen aufweist und konvex oder konkav gekrümmt ist.
Ausführliche Versuche haben gezeigt, dass bel einer derartigen Ausgestaltung der für herkömmliche Schleifscheiben typische anfangliche Leistungseinbruch nicht mehr auftritt Eine mögliche Erklärung besteht darin, dass zunächst nur die oberflächlichen Schleifkörner an der oder den vorstehenden Stellen beim ersten Kontakt der neuen Schleifscheibe mit dem zu schleifende Material weggerissen werden, wobei sich diese Stellen aufgrund der dort herrschenden hohen Belastung rasch nachschleifen. Gleichzeitig werden In den tieferliegenden Oberflachenbereichen der Segmente aufgrund der geringeren Belastung weniger Schleifkörner aus dem Bindemittel herausgebrochen, sodass insgesamt eine gleichmässige Schleifleistung erhalten bleibt.
Weiters haben die Versuche gezeigt, dass es ausreicht, wenn in einer Seitenansicht die Tangenten an die Umrisslinie der Umfangsflache jedes Segmentes mit dem jeweiligen, durch die Schleifscheibenmitte verlaufenden Radius einen um weniger als 200, vorzugsweise
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weniger als 100 vom rechten Winkel abweichenden Winkel einschliessen. Der erfindungsgemässe Effekt tritt also bereits bei sehr flach ausgebildeten Vorsprüngen auf.
Besonders einfach herzustellen sind Schleifscheiben, bei denen jedes Segment genau eine, an einem fugenseltigen Rand des Segmentes angeordnete vorstehende Stelle aufweist. Die Schleifleistung lässt sich in diesem Fall dadurch optimieren, dass die Segmente abwechselnd derart angeordnet sind, dass an jede zweite Fuge die vorstehenden Stellen der benachbarten Segmente angrenzen.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Figurenbeschreibung. Dabei zeigt : Flg. 1 eine Schleifscheibe nach dem Stand der Technik, Fig. 2a einen Ausschnitt einer erfindungsgemässen Schleifscheibe in Seitenansicht, Fig. 2b die dazugehörige Ansicht in der Ebene der Schleifscheibe, Fig. 3a einen Ausschnitt eines weiteren Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemassen
Schleifscheibe, Fig. 3b die dazugehörige Ansicht in der Ebene der Schleifscheibe, Flg. 4 ein einzelnes Schleifsegment mit einer einzigen, mittig vorstehenden Stelle in
Seitenansicht, Fig. 5 sowie 6 ein einzelnes Schleifsegment mit einer einzigen, an einem fugenseitigen Rand vorstehenden Stelle in Seitenansicht und Fig. 7 ein Diagramm zur Schnittleistung unterschiedlicher Schleifscheiben.
Fig. 1 zeigt eine Schleifscheibe 1 nach dem Stand der Technik, die eine Vielzahl über den Umfang verteilter, durch Fugen 3 voneinander getrennter Schleifsegmente 2 aufweist. Die Umfangsflächen 4 der Schleifsegmente 2 sind so ausgestaltet, dass sie in ungebrauchtem Zustand alle auf einer die Schleifscheibe 1 einhüllenden Zylinderfläche liegen. In der dargestellten Seitenansicht liegen somit die Umrisslinien der Umfangsflächen 4 alle auf einer Kreisform 6 aufweisenden Linie, wobei der Mittelpunkt des Kreises mit der Schleifscheibenmitte 8 der Schleifscheibe 1 zusammenfällt.
Die Fig. 2a und 2b zeigen im Gegensatz dazu eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemässen Schleifscheibe 1. Grundsätzlich ist dazu anzumerken, dass der Begriff
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"Schleifscheibe" Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung sehr weit zu sehen ist und auch Trennscheiben sowie Schleifsägen umfasst. Wie die Abbildungen zeigen, sind die Schleifkörner enthaltenden Schleifsegmente 2 entlang des Umfangs der Schleifscheibe 1 aneinandergereiht, wobei zwischen den einzelnen Schleifsegmenten 2 Fugen 3 vorgesehen sind, die die einzelnen Schleifsegmente 2 voneinander trennen. Erfindungswesentlich ist, dass die Umrisslinie der Umfangsfläche 4 jedes Segmentes 2 in Seitenansicht von der strichliert eingezeichneten Kreisform 6 abweicht und jedes Segment 2 eine vorstehende Stelle 5 aufweist.
Die Segmente 2 sind dabei abwechselnd derart angeordnet, dass an jede zweite Fuge 3 die vorstehenden Stellen 5 der benachbarten Segmente 2 angrenzen Der Unterschied der Fig. 3a und 3b zu den Fig. 2a und 2b liegt dann, dass die Segmente 2 nicht nur eine, an einem fugenseitigen Rand angeordnete vorstehende Stelle 5 aufweisen, sondern jeweils zwei vorstehende Stellen 5 Die Fig. 4 bis 6 zeigen jeweils einzelne Schleifsegmente 2 in verschiedenen erfindungsgemässen Ausgestaltungen.
Das in Fig. 4 gezeigte Segment 2 weist eine einzige, mittig angeordnete vorstehende Stelle 5 auf, wobei die Umrisslinie der Umfangsfläche 4 konvex gekrümmt ist Das Segment 2 weist in Seitenansicht eine zu dem durch die Mitte des Segmentes 2 verlaufenden Radius 9 symmetrische Form auf.
Bei dem in Fig 5 gezeigten Schleifsegment 2 ist eine einzige vorstehende Stelle 5 kombiniert mit einer Umfangsfläche 4, die in Seitenansicht konkav gekrümmt ist.
Im Gegensatz dazu ist in Fig. 6 eine einzelne vorstehende Stelle 5 mit einer Umfangsfläche 4 kombiniert, die in Seitenansicht konvex gekrümmt erscheint Die Tangenten 7 an die Umrisslinie der Umfangsfläche 4 schliessen dabei mit den jeweiligen Radien 9 einen um weniger als 200 vom rechten Winkel abweichenden Winkel a ein In Fig. 7 sind die Leistungskurven einer herkömmlichen Schleifscheibe (Linie 11) und die Leistungskurve einer erfindungsgemässen Schleifscheibe (Linie 10) gezeigt. Es ist deutlich zu erkennen, dass der für Schleifscheiben nach dem Stand der Technik typische anfängliche Leistungseinbruch (Bereich 12) bei erfindungsgemässen Schleifscheiben nicht mehr auftritt
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Es sei abschliessend noch darauf hingewiesen, dass sich die Erfindung in analoger Welse auch auf Bohrkronen anwenden lässt.