<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft eine Schraubverschlussanordnung an Gebinden mit einem oberhalb des
Gewindeabschnitts am Mantel des Gebindehalses angeordneten Dichtabschnitt, der mit der Innen- fläche der Kappe eine Wulstdichtung bildet, wobei die Stirnfläche des Gebindehalses an der
Schraubkappe abstützbar ist. Bei einer Anordnung dieser Art wurde es aus der CH-PS Nr. 583120 bekannt, die Wulstdichte durch einen an der Schraubkappe angeordneten Dichtwulst zu bilden, der am Mantel des Gebindehalses im Bereich von dessen Stirnfläche zur Anlage kommt. Die An- ordnung des Wulstes an der Verschlusskappe bringt Schwierigkeiten bei der Herstellung der Kappe, da es zu einer Hinterschneidung kommt.
Ausserdem ist die Wirkungsweise des am Verschluss ange- brachten Dichtwulstes so, dass der Flaschenhals in radialer Richtung zusammengedrückt wird, wes- halb eine besondere Gestaltung der Schraubkappe erforderlich ist, damit diese sich unter dem Innen- druck so verformt, dass der Dichtwulst auf den Gebindehals von aussen eine Pressung ausübt. Das
Entstehen der Pressung setzt somit voraus, dass das Gebinde unter Innendruck steht. Der bekannte
Verschluss ist daher nur beschränkt anwendbar, nämlich auf Gebinde beschränkt, die unter Innen- druck stehen.
Bei Gebinden, bei welchen zwischen dem Boden der Kappe und der Stirnfläche des Gebinde- halses ein Dichtelement eingelegt wird, wurde es bekannt, dieses Element als Federbalg auszubil- den, um eine federnde Anlage einerseits der dem Behälterhals zugewandten Dichtfläche des Dicht- elements an der Stirnfläche des Behälters und anderseits der dem Kappenboden zugewandten Dichtfläche des Dichtelements am Behälterboden zu erzielen. Der Aussendurchmesser des Federbalges ist auch im zusammengedrückten Zustand kleiner als die lichte Weite der Kapsel. Durch die AT-PS Nr. 202476 wurde eine Schraubverschlusskappe aus elastischem Kunststoff bekannt, die an ihrer Innenwand in der Nähe des Kappenbodens konzentrische Dichtungslippen und auch vom Boden der Kappe aufragende Dichtungsringe mit dreieckigem Querschnitt aufweist.
Beim Aufbringen des Verschlusses verformen sich die Dichtungsleisten und sollen eine lamellenartige bzw. schuppenartig Dichtung ergeben. Derartige Kappen sind schwierig herzustellen und sind bei Gebinden, deren Halsweiten grossen Toleranzen unterliegen, problematisch, da mit verringertem Halsaussendurchmesser der Anlagedruck der seitlichen Dichtlippen abnimmt und durch äussere Beeinflussung nicht geändert werden kann.
Bei einer aus der US-PS Nr. 3,727, 784 bekanntgewordenen Dichtung wird das Ende des Gebindehalses zwischen einer äusseren und inneren konischen Dichtfläche an der Schraubkappe elastisch und plastisch verspannt. Damit muss praktisch eine Doppelpassung einwandfrei hergestellt werden. Kommt nämlich die innere konische Dichtfläche nicht gleichzeitig mit der äusseren konischen Dichtfläche beim Aufschrauben des Verschlusses auf das Gebinde zur Wirkung, wird das weitere Aufdrehen der Verschlusskappe behindert und die zweite Dichtfläche wird nicht wirksam.
Schliesslich erfolgt auch bei Anwendung von Schraubkappen gemäss der AT-PS Nr. 276134 eine Verspannung des freien Endes des Gewindehalses zwischen von aussen und von innen auf den Flaschenhals einwirkenden Dichtelementen auf der Schraubkappe. Die von aussen auf den Gewindehals wirkenden, als Dichtrippen ausgebildeten Dichtelemente können wie die Gänge eines mehrgängigen Gewindes verlaufen. Die Dichtwirkung eines Gewindes ist hiebei als problematisch bekannt. Die von innen auf den Gebindehals wirkenden Dichtelemente sind vom Kappenboden aufragende Kegeloder Zylinderflächen. Im Hinblick auf die relativ grossen Toleranzen, welchen die Abmessungen der Gebindehälse unterliegen, gilt das bereits vorstehend Gesagte, wobei noch zusätzlich kommt, dass eine zylindrisch gestaltete Dichtfläche unter Umständen überhaupt nicht an der Innenfläche des Behälterhalses zur Anlage kommt.
Darüber hinaus ist die Herstellung der Verschlusskappen äusserst kompliziert.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Schraubverschlussanordnung an Gebinden zu schaffen, die bei einfacher Gestaltung der Kappe auch bei den relativ hohen, für Gebinde zugelassenen Toleranzen der Abmessungen des Gebindehalses, eine gute Dichtung gewährleistet. Erreicht wird dieses Ziel bei einer Anordnung der eingangs erwähnten Art, wenn gemäss der Erfindung der Gebindehals in an sich bekannter Weise aus viskoelastischem Material besteht und dass der Dichtabschnitt des Gebindehalses mindestens einen ringförmigen, bevorzugt jedoch mehrere, balgenartig angeordnete, an der Innenfläche der Kappe anliegende Dichtwülste besitzt, die bei Ausübung eines Axialdruckes auf den Gebindehals bestrebt sind, sich radial aufzuweiten, um
<Desc/Clms Page number 2>
den Anpressdruck zwischen Dichtwulst und Schraubkappe zu erhöhen.
Durch die Anbringung der
Dichtelemente am Gebindehals werden die sonst erforderlichen Hinterschneidungen im Inneren der
Kappe vermieden, so dass die Produktion der Kappen problemlos ist. Durch die Eröffnung der Mög- lichkeit, einer Durchmesservergrösserung des Gebindehalses am Ende des Aufschraubens der Kappe 5 wird eine sichere Abdichtung gewährleistet, selbst wenn toleranzmässig der noch zulässige Mindest- durchmesser des Gebindehalses auftritt. Sind mehrere Wülste balgenartig hintereinander angeordnet, so wird die Abdichtung durch den dabei auftretenden Labyrintheffekt weiter verbessert.
Die fe- dernde Nachgiebigkeit des Gebindehalses gemäss der erfindungsgemässen Anordnung ergibt ein dichtes
Anliegen der Wülste am Kappenmantel, wodurch auch ein bei Verkanten oder bei mangelnder Parallelität sonst auftretendes Lecken des Verschlusses vermieden ist. Bei erfindungsgemäss ausge- bildeten Schraubverschlussanordnungen entfällt auch das sonst übliche, besonders starke Anziehen der Kappen, um die Dichtheit zu verbessern, wodurch die Handhabung der erfindungsgemässen Ver- schlussanordnung vor allem beim Öffnen, das im Regelfall händisch erfolgt, erleichtert ist.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen beispielsweise näher erläutert.
; Es zeigen Fig. 1 einen Axialschnitt durch eine erfindungsgemässe Verschlussanordnung und Fig. 2 einen Querschnitt durch die Verschlusskappe im Bereich des Endes des Innengewindes.
In den Zeichnungen ist mit --1-- die Schraubkappe und mit --2-- der Hals des Gebindes bezeichnet. Die Schraubkappe besitzt einen mit Innengewinde --8-- versehenen Abschnitt, mit dem sie auf einen mit Aussengewinde --7-- versehenen Abschnitt des Gebindehalses --2-- aufschraubbar I ist. Die Dichtelemente in Form eines oder mehrerer Dichtwülste --4-- sind am Gebindehals --2-- angeordnet. Sind mehrere Wülste --4-- vorgesehen, so sind diese balgenartig angeordnet. Die Dicht- wülste liegen bei verschlossenem Gebinde auf einer zylindrischen oder leicht konischen Innenflä- che --3-- der Schraubkappe --2-- an.
Der Anpressdruck der Dichtwülste --4-- kann durch Wahl der Passung oder durch die Durchmesservergrösserung der Dichtwülste --4-- bei axialem Verspan- nen oder durch beide Effekte summiert, erzeugt werden. Die Vergrösserung des Durchmessers der
EMI2.1
wird die Abdichtung hergestellt. Mehrere Dichtwülste ergeben den Effekt einer Labyrinthdichtung.
Die Ringspalte ist in Fig. l mit --9-- bezeichnet. Sollten Grate vom Blasvorgang, Spritzgiessen usw. an den Wülsten --4-- des Gebindehalses --2-- vorhanden sein, dann könnten diese beim Aufschrauben der Kappe durch Schneideinrichtungen (Zahnung 5) an der Verschlusskappe --1-- beseitigt werden. Die Aufschraubrichtung ist in Fig. 2 durch den Pfeil --12-- bezeichnet. Die Wulstkontaktflächen --10-- werden hiebei durch die Schneideinrichtung bearbeitet. Durch die Viskoelastizität der Kunststoffe kommt es zusätzlich zu einer innigen Anpassung der Dichtwülste --4-- an der Innenfläche --3-- der Kappe.
Die federnde Nachgiebigkeit des Gebindehalses --2-- oberhalb des Aussengewindes --7-- sorgt für ein gutes Anlegen der Stirnfläche --6-- des Flaschenhalses --2-- an der Abstützfläche - -11-- der Verschlusskappe --1-- und eliminiert Verkantungen bzw. Nichtparallelität zwischen den beiden, wodurch zusätzlich eine Verbesserung der Abdichtung erzielt wird.
Die Dichtwülste --4-- am Flaschenhals --2-- sind einfach zu produzieren im Gegensatz zur Anordnung eines oder mehrerer Dichtwülste --4-- oder anderer Dichteinrichtungen an der Verschlusskappe --1--, die Hinterschneidungen und damit Produktionsprobleme ergeben und unter Umständen eine für die Dichtwirksamkeit negative Durchmesserveränderung.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.