AT361838B - Verpackung von aufwickelbarem verpackungsgut - Google Patents

Verpackung von aufwickelbarem verpackungsgut

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AT361838B AT383079A AT383079A AT361838B AT 361838 B AT361838 B AT 361838B AT 383079 A AT383079 A AT 383079A AT 383079 A AT383079 A AT 383079A AT 361838 B AT361838 B AT 361838B
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Description


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   Die Erfindung betrifft eine Verpackung von aufwickelbarem Verpackungsgut, z. B. Draht, auf einer Spule mit einem beidseitigen Flanschen aufweisenden hohlen zylindrischen Kern. 



   Solche Verpackungen,   z. B.   für Schweissdrähte, bestanden bisher meistens entweder aus Metall- oder Kunststoffspulen, die man zwar nach Aufbrauch des Verpackungsgutes zwecks Wiederverwen- dung an den Lieferanten hätte zurücksenken können, die man jedoch in der Praxis wegen des mit dem Einsammeln und Verfrachtens verknüpften Zeit-,   Mühe- und   Kostenaufwandes weggeworfen hat, was insbesondere bei Verwendung von Kunststoffspulen zu einer umweltfeindlichen Verschärfung des Problems der Abfallbeseitigung führte.

   Man hat zwar, um diesem Übelstand abzuhelfen, auch schon vorgeschlagen, Verpackungsgut der obenbezeichneten Gattung, statt es auf Spulen aufzuwickeln, in Form von spulenlosen Wickeln in Stahldrahtkäfigen zu verfrachten ; auch dieser Vorschlag vermag aber zur Lösung des erläuterten Problems nichts beizutragen, denn gleichwohl diese Käfige als Altmetall sammelbar und verwertbar wären, ist dies dem Verbraucher des Verpackungsgutes kaum zumutbar, weil das Einsammeln, Aufbewahren und der Transport zum Verwertungsort mit einem zu grossen   Mühe- und   Kostenaufwand verknüpft und demnach unwirtschaftlich wäre. 



   Ziel der Erfindung ist es, dem obgenannten Übelstand abzuhelfen und eine besonders preiswerte, dennoch aber robuste Verpackung der eingangs bezeichneten Gattung zu schaffen, die sich dadurch auszeichnet, dass sie auf eine wirtschaftliche und umweltfreundliche Art beseitigt bzw. verwertet werden kann, sobald sie ihren Zweck erfüllt hat, so dass keinerlei aufwendige organisatorische Massnahmen für eine Rücksenkung des Verpackungsmaterials an den Lieferanten zwecks Wiederverwendung erforderlich werden. 



   Dieses Ziel der Erfindung wird ihren wesentlichsten Merkmalen zufolge dadurch erreicht, dass der Kern aus zumindest einem mehrlagig gewickelten Wellpappestreifen besteht, dessen glatte Bahn nach aussen weist und dessen freie Ränder mit beidseitig angeordneten, vorzugsweise aus Wellpappe bestehenden Scheiben verbunden, vorzugsweise verklebt sind. 



   Die erfindungsgemässe Lösung erbringt eine Vielzahl technischer und wirtschaftlicher Vorteile :
Die Verklebung der freien Ränder des den zylindrischen Spulenkern verkörpernden Wellpappewickels mit den stirnseitig an diesem Wickel anzuordnenden flanschbildenden Scheiben erübrigt in einer besonders ökonomischen Weise eine Verklebung dieser Lagen des Wickels untereinander :
Die Wellpappelagen des Kernes brauchen bloss lose aneinanderliegen, geben aber dem Kern dennoch die wünschenswerte ausreichende Festigkeit, ohne dass beim Wickeln des Kernes Klebstoff benutzt werden braucht. Dadurch vereinfacht sich nicht nur die Herstellung des Kernes wesentlich, sondern es wird auch Klebstoff gespart. 



   Der zur Bildung des Kernes verwendete Wellpappestreifen wird zweckmässigerweise von aussen nach innen fortschreitend gewickelt, so dass die Abmessungen der äussersten Lage,   d. h.   der Aussendurchmesser des Kernes sehr exakt vorbestimmbar ist und der Kern ausserordentlich massgenau in einer bestimmten Sollabmessung hergestellt werden kann. Dies ist für mancherlei Verpackungsgut, so   z. B.   für die oben erwähnte Verpackung von Schweissdraht, sehr wichtig, so kann beispielsweise beim Aufwickeln solchen Verpackungsgutes zu einer Verpackungseinheit deren Grösse (Inhalt) sehr einfach durch die Aussenabmessung der fertigen Packung festgestellt werden. 



   Schliesslich kann bei der Erfindung die Festigkeit des an sich preiswert beschaffbaren Wellpappematerials voll und optimal ausgenutzt werden : Bei minimalem Gewicht und minimalem Materialaufwand weist die durch die beidseitigen flanschbildenden Scheiben günstig versteifte Kernwicklung ein Höchstmass an Festigkeit auf, so dass die eine Zellstruktur aufweisende Spule auch für das Aufwickeln von vergleichsweise schwerem, hochwertigem und festem Material, wie z. B. Schweissdraht, verwendbar ist, dabei jedoch preislich so niedrig liegt, dass an eine Wiederverwendung nicht gedacht werden braucht, zumal die ausschliesslich aus Pappe bestehende Verpackung nach Erfüllung der ihr zugedachten Aufgabe als Transport- und Lagerungshilfsmittel sowohl als Altmaterial wie auch als Heizmaterial umweltfreundlich verwertbar ist. 



   Um eine möglichst grosse Steifigkeit der beiden flanschbildenden, gleichfalls aus Wellpappelagen bestehenden Scheiben mit einem optimal geringen Materialaufwand zu erzielen, dabei jedoch den Scheiben beidseits eine glatte, ebene Oberfläche zu verleihen, sind zwei der scheibenbildenden Wellpappelagen, vorzugsweise die dem Kern näherliegenden Lagen, mit ihren parallel gewellten Bahnen ineinandergreifend, die übrigen Lagen hingegen mit quer bzw. schräg zueinander verlau- 

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 fenden, einander kreuzenden Wellen miteinander verklebt, wobei dadurch jeweils glatte Bahnen an die beiden Aussenseiten jeder Scheibe zu liegen kommen können. 



   Zur weiteren Verbesserung der Widerstandsfähigkeit und Verschleissfestigkeit, sowie auch aus ästhetischen Gründen zur Verbesserung des Aussehens der Spule können die Ränder der Scheiben, an denen die von den gewellten Bahnen der Wellpappelagen eingeschlossenen Hohlräume münden, mit einem rundumlaufenden Klebestreifen   od. dgl.   überklebt sein. Es wäre auch denkbar, die genann- ten Hohlraummündungen mit einer Kittmasse, einer Heissversiegelungsmasse od. dgl. zu verschmieren, um dadurch glatte Ränder der Scheiben zu erhalten. 



   Die Erfindung erstreckt sich des weiteren auch auf ein Verfahren zur Herstellung einer Verpackung mit den oben erläuterten Merkmalen :
Diesem Verfahren zufolge wird zuerst ein Wellpappestreifen mit einer der Breite des Spulenkernes entsprechenden Breite von aussen nach innen fortschreitend und mit der glatten Bahn nach aussen weisend in einer Schablone zu einem hohlen zylindrischen Kern gewickelt, sodann wird diese Wicklung an einer ihrer Stirnseiten mit einer der beiden flanschbildenden Scheiben konzentrisch verklebt, aus der Schablone entnommen und sodann mit der andern Scheibe gleichfalls konzentrisch verklebt, wodurch sich die fertige Spule ergibt. Die Scheibenräder können mit je einem sich über den gesamten Scheibenumfang erstreckenden Decksteifen überklebt werden. 



   Die Zeichnungen zeigen ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Verpackung schaubildlich in der Fig. 1 sowie eine Vorrichtung zur Herstellung und eine Phase des Herstellungsverfahrens in der Fig. 2. 



   Zunächst besteht die Verpackung aus der von einem hohlen, zylindrischen Kern --1-- und den beiden flanschbildenden   Scheiben --2-- verkörperten Spule ;   die Scheiben --2-- sind mit den beiden Stirnseiten des   Kernes --1-- verklebt.   



   Der   Kern --1-- selbst   besteht aus einem Streifen --3-- mehrlagig mit nach aussen weisender glatter Bahn und nach innen weisender gewellter Bahn gewickelter Wellpappe. Die freien Ränder dieses   Streifens --3--,   dessen Breite dem lichten Abstand der beiden   Scheiben --2-- entspricht,   sind an den Stirnseiten des   Kernes --1-- mit   den Scheiben --2-- verklebt, hingegen liegen die Windungen des Streifens --3-- im Inneren des   Kernes --1-- lose   und klebstoffrei aneinander. 



   Auch die beiden flanschbildenden Scheiben --2-- bestehen aus Wellpappe,   u. zw.   aus mehreren miteinander verklebten ebenen Wellpappelagen. Zwei dieser Wellpappelagen, vorzugsweise die dem   Kern-l-näher   liegenden Lagen, greifen mit ihren zueinander parallelen gewellten Bahnen ineinander, die übrigen Lagen sind hingegen zur Erzielung eines Sperrholzeffektes mit quer oder schräg 
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 men, so dass die Scheiben --2-- beidseits glattflächig sind. 



   Die Ränder der beiden flanschbildenden Scheiben --2-- sind mit einem rundumlaufenden Klebestreifen --4-- überklebt und abgedeckt, um ein gefälliges Aussehen der Spule zu gewährleisten. 



  Es könnten zu diesem Zweck die an diesen Rändern mündenden und zutage tretenden Hohlräume der Wellpappelagen aber auch mit einer Kittmasse, einer Heissversiegelungsmasse od. dgl. verschmiert werden. 



   Zur fall-und bedarfsweisen Lagerung der Spule auf einer Achse beim Ab- oder Aufwickeln des Verpackungsgutes, z. B. Schweissdraht, weisen die bei den Scheiben --2-- koaxiale mittige Öffnungen --5-- auf, deren Durchmesser dem Normdurchmesser einer Lagerachse bei solchen Wickelvorrichtungen entspricht. 



   Ferner weisen diese   Scheiben --2-- ausser   der zentrischen   Achslageröffnung --5-- auch   noch eine exzentrisch gelegene Ausnehmung --6-- zur Aufnahme des Mitnehmers eines Drahtantriebes bzw. einer Bremsvorrichtung auf, die beim Auf- oder Abwickeln des Verpackungsgutes benutzbar ist. 



   Die Fig. 2 zeigt eine Vorrichtung zur Herstellung einer Spule nach   Fig. l, u. zw.   besteht sie im wesentlichen aus einer drehbar gelagerten und mittels eines beliebigen, nicht dargestellten Antriebes in   Pfeilrichtung --7'-- in   Drehung versetzbaren zylindrischen Schablone --7-- mit kreisförmiger Wandung und offenem Boden. Der Innendurchmesser dieser Schablone --7-- entspricht exakt dem äusseren Solldurchmesser des zu wickelnden   Kernes --1--,   die Höhe der Wandung der Schablone ist aber geringer als die Sollbreite des Kernes 

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Die Wandung der   Schablone -7-- weist   achsparallele Schlitze --8-- auf, um das äussere En- de --9-- des Wellpappestreifens --3--, aus welchem der Kern gewickelt wird, verankern zu können, wenn mit dem Wickeln begonnen wird. 



   Der Herstellungsvorgang gliedert sich wie folgt :
Zuerst wird der aus einer glatten und einer gewellten Bahn bestehende Wellpappestreifen --3-- mit seinem Ende --9-- in einen   Schlitz   --8-- der Schablone --7-- eingeschoben und solcherart ver- ankert. Sodann wird dieser   Streifen --3- durch   Drehung der Schablone in Pfeilrichtung-7'- von aussen nach innen fortschreitend und mit der glatten Bahn nach aussen weisend auf die festig- keitsbedingt erforderliche Wandstärke des hohlen   Kernes --1-- der   Spule gewickelt ; die von den
Windungen gebildeten Lagen des Kernes-l-bleiben untereinander unverklebt und liegen bloss satt aber lose aneinander. 



   Der Zusammenhalt und die Festigkeit des   Kernes --1-- ergeben   sich zunächst durch eine Verklebung der unten liegenden Stirnseite des   Kernes --1-- mit   einer der beiden Scheiben --2--, wobei diese Scheibe zum Verkleben dem   Kern --1-- unterschoben   und in eine zu ihm konzentrische Lage gebracht und sodann ein Pressdruck in Richtung des Pfeiles --10-- auf den   Kern --1-- aus-   geübt wird. Diese Herstellungsphase ist in der Fig. 2 veranschaulicht, wobei der den   Kern-l-   bildende, aus dem Wellpappestreifen --3-- hergestellte Wickel hier noch durch die Schablone --7zusammengehalten wird. 



   Nach Festigung dieser Klebeverbindung zwischen der einen Scheibe --2-- und der einen Stirnseite des Wickels kann der Kern --1-- samt dieser   Scheibe --2-- der Schablone --7-- (beispielsweise   durch Abheben der Schablone) entnommen werden und er wird sodann an seiner gegenüberliegenden Stirnseite mit der andern   Scheibe --2-- gleichermassen   konzentrisch verklebt, wodurch zunächst einmal die Spule in ihrer vollen Festigkeit im wesentlichen fertiggestellt ist. 



   Das Aufbringen des rundumlaufenden Klebestreifens -4-- auf den Rand der Scheiben-2kann im Zuge des Herstellungsverfahrens zu irgend einem beliebigen Zeitpunkt durchgeführt werden. 



   Nun kann mit dieser Spule die Verpackungseinheit durch Aufwickeln des strangförmigen Verpackungsgutes fertiggestellt werden, wobei die Spule mit den koaxialen   Achslageröffnungen -5--   der   Scheiben --2- auf   das Achslager einer Wickelvorrichtung aufgeschoben und-gegebenenfalls unter Zuhilfenahme eines Antriebes, dessen Mitnehmer in die exzentrische Ausnehmung --6-- einer Scheibe --2-- eingreift - in Drehung versetzt wird. Dem exakten Sollmass des Kerndurchmessers, welches durch die Herstellung in der Schablone --7-- bedingt ist, ist es zu verdanken, dass die Menge des aufgebrachten Verpackungsgutes an Hand des Wickeldurchmessers exakt bestimmbar ist, ohne dass es einer Längenmessung bedarf. 



   Nach dem Aufbringen des strangförmigen Verpackungsgutes in vorbestimmter Menge kann die aussenliegende Seite des Verpackungsgutes, also die Umfangsfläche des auf dem Kern befindlichen, 
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 werden können, so dass das Verpackungsgut von der Folie, dem Kern und den Scheiben dicht umschlossen und korrosionssicher umhüllt wird.   PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verpackung von aufwickelbarem Verpackungsgut, z. B. Draht, auf einer Spule mit einem beidseitig Flanschen aufweisenden hohlen zylindrischen Kern, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern   (1)   aus zumindest einem mehrlagig gewickelten Wellpappestreifen besteht, dessen glatte Bahn nach aussen weist und dessen freie Ränder mit beidseitig angeordneten, vorzugsweise aus Wellpappe bestehenden Scheiben (2) verbunden, vorzugsweise verklebt sind.

Claims (1)

  1. 2. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei scheibenbildende Wellpappelagen, vorzugsweise die dem Kern (1) nähergelegenen Lagen, mit ihren parallel gewellten Bahnen ineinandergreifend, die übrigen Lagen hingegen mit quer bzw. schräg zueinander verlaufenden Wellen miteinander verbunden sind, wobei jeweils glatte Bahnen der aussenliegenden Lagen nach aussen weisen. <Desc/Clms Page number 4>
    3. Verpackung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ränder der Scheiben (2) mit einem rundumlaufenden Klebestreifen (4) überklebt oder mit einer Kittmasse od. dgl. die an diesen Rändern mündenden Hohlräume der Wellpappelagen verschmiert sind.
    4. Verfahren zur Herstellung einer Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zuerst ein Wellpappestreifen (3) von aussen nach innen fortschreitend in einer Schablone (7) zum hohlen, zylindrischen Kern (1) mit der glatten Bahn nach aussen weisend gewickelt, sodann an einer seiner beiden Stirnseiten mit einer der beiden Scheiben (2) konzentrisch verklebt, aus der Schablone (7) entnommen und sodann mit der andern Scheibe (2) gleichermassen konzentrisch verklebt wird.
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