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Platte, bestehend aus einer Wellpappe und zumindest einer glatten Papierlage
Die Erfindung betrifft Platten, die aus einer Wellpappe und einer glatten Papierlage bestehen, die zur Verstärkung und Formversteifung der Wellpappe mit deren Wellenkämmen verbunden ist, wobei mindestens ein biegefähiges, geradlinig und quer zu den Wellenlinien verlaufendes Gurtband vorgesehen ist, das mit der Wellpappe und der Papierlage verbunden ist. Solche Platten können als Verschlusstüren i an Eisenbahnguterwagen oder Lastwagen bzw. als schnell aufstellbare Zwischen- oder Scheidewände in
Lagerräumen oder auch als SchutzumhUllung für die verschiedensten Waren und zur Bildung von Pappe- behältern verwendet werden.
Eine erfindungsgemässe Platte ist dadurch gekennzeichnet, dass längs des Gurtbandes in der Papierlage bzw. in einer der Papierlagen im Abstand voneinander fensterartige Ausschnitte oder Perforationen angeordnet sind, entlang welcher derartige Ausschnitte ausgebildet werden können. Dadurch dass dank der fensterartigen Ausschnitte das Gurtband sichtbar und erreichbar ist, bieten Platten gemäss der Erfindung weitaus mehr Verwendungsmöglichkeiten als Platten bekannter Art.
Vorzugsweise besteht das in einer erfindungsgemässen Platte verwendete Gurtband aus einem Gewe- be. Häufig ist es von Vorteil, mit einem Blick die genaue Lage der Gurtbänder in einer Platte gemäss der
Erfindung feststellen zu können. Diesem Zweck können entsprechende Markierungslinien dienen. Eine weitere bevorzugte Ausführungsweise besteht gemäss der Erfindung in dem Vorsehen von Kerblinien, die das Wegreissen eines Streifens der mit dem Gurtband verbundenen Papierlage und somit ein Erfassendes
Gurtbandes an beliebigen zusätzlichen Stellen und nicht nur durch die fensterartigen Ausschnitte ermög- lichen. Grössere Platten sind vorzugsweise zwecks Erhöhung ihrer Festigkeit mit zwei Papierlagen verse- hen und mit Hilfe von Einkerbungen faltbar.
Die Erfindung soll an Hand von Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigen Fig. 1 eine Drauf- sicht auf eine Seite einer einseitig abgedeckten Wellpappeplatte nach der Erfindung, Fig. 2 einen Quer- schnitt durch die in Fig. 1 gezeigte Platte, u. zw. längs der Linie 2-2 der Fig. 1, Fig. 3 eine Drauf- sicht auf die Rückseite der Platte nach Fig. 1, Fig. 4 die in den Fig. 1 - 3 gezeigte Platte, aufgerollt zu einer zylindrischen Rolle zur Vereinfachung der Lagerung und Handhabung, Fig. 5 eine geänderte Aus- führungsform einer einseitig verblendeten Platte mit Abreisskerben für das Gurtband und Fig. 6 einen
Querschnitt durch den in Fig. 5 dargestellten Aufbau, u. zw. entlang der Linie 6-6 aus Fig. 5.
Fig. 1 - 3 zeigen den Aufbau einer einseitig abgedeckten, mit biegsamen Gurtbändern verstärkten
Pappeplatte. Die Pappeplatte ist im allgemeinen mit 20 bezeichnet und besteht im wesentlichen aus einem Wellpappemittelteil oder Kern 21 mit querverlaufenden Wellen 26, einer Papierdeckschicht oder Verkleidung 22, deren innere Fläche auf den Kämmen 27 der Wellen 26 des Wellpappe- kernes 21 aufgeleimt ist, und einer Vielzahl zwischen der Verkleidung 22 und dem Wellpappe- kern 21 aufgeleimter Gurtbänder aus Gewebe.
Die Gurtbänder 23 können beliebig ausgebildet sein und aus jedem Werkstoff bestehen, der die nötige Reissfestigkeit und geringes Gewicht besitzt. Zum Beispiel kann als Gurtband ein einschlagloses
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Band vorgesehen sein, das aus einer Vielzahl nebeneinander angeordneter Kunstseidenschnure hoher Zerreissfestigkeit besteht. Die beiden Enden dieses Bandes sind übereinandergelegt und durch sie umspannende Klemm- oder Befestigungsmittel miteinander verbunden. Ein solches Gurtband kann zwischen den Papierschichten der Wellpappeplatte festgeleimt sein. Wenn es sich dabei um ein Gurtband handelt, dessen Schnüre durch eine heisssiegelbare Masse miteinander verbunden sind, dann kann das Gurtband beider Herstellung der Pappeplatte ebenfalls durch Heissversiegeln mit der Pappeplatte verbunden werden.
Wie am besten aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich, sind in die Papierverkleidung 22 der einseitig abgedeckten Wellpappeplatten 20 eine Vielzahl Fenster oder ausgeschnittene Öffnungen 24 im Abstand zueinander angebracht und so angeordnet, dass sie auf den Gurtbändern 23 liegen, so dass diese abschnittweise nicht nur sichtbar, sondern auch tatsächlich erreichbar sind. Die Pappeplatten 20 sind auf den bekannten zur Herstellung von Wellpappeplatten verwendeten Papiermaschinen herzustellen. Dabei ist es nur erforderlich, die Maschine mit einer Stanzvorrichtung, die beim Ablaufen der Papierverkleidung 22 von der Rolle aus dieser die Fensteröffnungen 24 herausschlägt und mit einerZufUhrvor"
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menvongrossen Zuführrollen in die Papiermaschine kontinuierlich eingeführt, so dass daraus ein durchgehender Plattenstreifen entsteht.
Wenn die Platte 20 fertig bearbeitet ist, kann sie leicht auf eine Aufnahmerolle gewickelt werden. Dies ist aus der perspektivischen Darstellung der Fig. 4 mit einem abgewickelten Plattenende ersichtlich.
Bei einigen Anwendungsfällen der Platte 20 ist es wichtig, dass die Lage der Gurtbänder 23 festgestellt werden kann, wenn auf die Wellpappeseite 21 der Platte 20 geblickt wird. Für solche Fälle kann die Wellpappeseite mit parallel mit den Bänderkanten verlaufenden, die Lage der Bänder zwischen den Schichten anzeigenden Marlderungslinien versehen werden. Ausserdem ist es auch möglich, wenn bei der Herstellung die Papierschichten der Bindungshitze und dem-druck ausgesetzt sind, die Kämme 27 der Wellen in dem unmittelbar von den Stoffbändern 23 verstärkten Bereich einzubrechen, so dass die Bänder, wie bei 25 in Fig. 3 gezeigt, an den Durchbruchstellen sichtbar werden. Die Durchbrüche 25 bilden sich nur in den unmittelbaren Bereichen der Gurtbänder 23.
Da die Aussenkanten eines jeden Durchbruches wirksam mit dem Gurtband verbunden sind, beeinträchtigen die Durchbruchstellen die allgemeine Stabilität der Platte nicht. In jedem Fall kann das Gurtband 23, nachdem es bis auf ein freies Ende 23a, wie in Fig. 5 gezeigt, abgeschnitten wurde, leicht vom Wellpappekern abgezogen werden. Hiedurch entsteht ein freiliegender Abschnitt, der über einen andern freiliegenden Bandabschnitt gelegt und mit diesem verbunden werden kann.
Die Fig. 5 und 6 zeigen eine weitere Ausführungsform der einseitig abgedeckten Platte 20a, die in genau derselben Weise wie die Platte nach den Fig. 1-4 verwendet werden kann, aber zusätzlich eine Einrichtung zumZurUckreissen des Bandes enthält. Dies ist von besonderem Vorteil, wenn die Pappeplatten als Schutzumhüllungen beim Versand von Gegenständen, wie z. B. von Möbeln, dienen sollen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Platte, bestehend aus einer Wellpappe und zumindest einer glatten Papierlage, die zur Verstärkung und Formversteifung der Wellpappe mit deren Wellenkämmen verbunden ist, wobei mindestens ein biegefähiges, geradlinig und quer zu den Wellenlinien verlaufendes Gurtband vorgesehen ist, das mit der Wellpappe und der Papierlage verbunden ist, dadurch gekennzeichne t, dass längs des Gurtban- des in der Papierlage (22, 22a) bzw. in einer der Papierlagen (22b, 28) im Abstand voneinander fensterartige Ausschnitte (24. 24a, 24b) oder Perforationen angeordnet sind, entlang welcher derartige Ausschnitte ausgebildet werden können.