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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur seitlichen Begrenzung des Farb- od. dgl.
Tümpels vor einer im Inneren einer Rundschablone angeordneten Rakel, insbesondere einer Rollrakel, bestehend aus je einer jedem Ende der Rakel zugeordneten, zumindest in einem Teilbereich der
Innenfläche der Rundschablone angepassten, an einer die Schablone durchsetzenden Stange befestigten, axial einstellbaren Dichtplatte.
Die im Inneren einer Rundschablone angeordnete Rakelvorrichtung überragt den bemusterten Bereich der Schablonen auf beiden Seiten um einen geringen Betrag. In Bewegungsrichtung gesehen vor der
Rakel wird die aufzutragende Substanz zugeführt. Die Menge der zugeführten Farbpasta od. dgl. wird durch eine Niveaukontrolle geregelt, so dass immer ein möglichst konstanter Substanzvorrat bzw.
Farbtümpel vor der Rakel gebildet wird. Mit Hilfe von Dichtplatten an beiden Enden der Rakelvorrichtung wird verhindert, dass die Farbpasta in die seitlichen Randbereiche der Rundschablone gelangen kann.
Ohne diese würde sich Farbpasta im Randbereich bis zum Endring der Rundschablone ansammeln und von der sich drehenden Rundschablone mitgenommen werden, wodurch Auftragungsfehler entstehen, weil Farbe hinter die Rakel gelangen kann bzw. auch von oben abtropft.
Die Dichtplatten, welche bisher verwendet wurden, liegen im Auftragsbereich und, soweit als der
Substanzvorrat reichen soll, an der Innenseite der Rundschablone an. Die Befestigung der Dichtplatten erfolgt meist in der Form, dass sie um einen Drehpunkt schwenkbar an einer Halterung angeordnet sind und zumindest mit ihrem Eigengewicht auf der Rundschablone aufliegen.
Bei andern Ausführungsformen (z. B. AT-PS Nr. 311291) sind die Dichtplatten so ausgebildet, dass sie einen Zapfen einer Rakelrolle oder die Rolle ganz oder teilweise umschliessen und gegen die Rundschablone pressen. Diese Dichtplatten schleifen im Betrieb ständig an der Rundschablone, welche dadurch einer starken Reibungsbeanspruchung ausgesetzt ist. Durch den daraus folgenden Verschleiss treten
Schablonenbrüche auf. Beim Ein- und Ausbau ist die Gefahr einer Beschädigung der dünnwandigen Rundschablonen wegen des Anliegens der Dichtplatten sehr gross.
Dichtplatten, welche eine Rakelrolle umschliessen, behindern ausserdem die notwendigen Einstellungen der Rakelvorrichtungen und der Rundschablonen und verursachen daher eine zusätzliche Belastung der Schablonen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs genannten Gattung zu schaffen, mit welcher die seitlichen Bereiche der Rundschablone sicher von Farbpasta od. dgl. frei gehalten werden, ohne dass die Schablone einer Belastung ausgesetzt wird, und mit welcher die Einstellungen der Rakelvorrichtung und der Rundschablone ungehindert durchgeführt werden können und mit der die Rakel in der vorgesehenen Lage gehalten wird.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass jede Dichtplatte zumindest einen vor der Rakel gelegenen Fortsatz aufweist, welcher gegen die Bewegungsrichtung der Schablone schräg nach aussen gerichtet verläuft, und dass zwischen der Kante der Dichtplatte und der Schabloneninnenwand ein veränderbarer Spalt gebildet ist.
Die beiden Dichtplatten in einer Rundschablone sind im ungefähren Abstand der Rakellänge fest mit einer Halterungsstange verbunden. Die Aufnahmen der Halterungsstange ausserhalb der Schablone sind so ausgebildet, dass die Dichtplatten mittels der Stange verschwenkt sowie in radialer und axialer Richtung verschoben werden können.
Dadurch kann der Spalt zwischen der annähernd flächenparallel zur Rundschablone geformten Unterkante der Dichtplatte und der Schabloneninnenwand genau eingestellt werden und die Dichtplatten können in ihrer Lage zur Rakel verstellt werden. Der enge Spalt verhindert, dass Farbpasta in die Randbereiche der Rundschablone gelangt. Geringe Farbmengen dringen zwar in den Spalt ein, werden aber von der sich drehenden Schablone mitgenommen und durch den schrägen Fortsatz nach innen zum Farbtümpel zurückbefördert. Um die Schräge des Fortsatzes einstellen zu können, ist es günstig, wenn der Fortsatz von einer Platte gebildet ist, welche mit der Dichtplatte lösbar verbunden ist.
Die Dichtplatten liegen nicht an der Schabloneninnenseite an, wodurch keine Beanspruchung der Rundschablone erfolgt. Ausserdem ergibt sich durch die breite Ausbildung der Dichtplatten und ihre zumindest annähernd flächenparallel zur Schablone ausgebildete Unterseite selbst bei einer Berührung mit der Schablone durch Unachtsamkeit beim Ein- und Ausbau eine so geringe Flächenpressung, dass keine Beschädigung auftritt.
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Zwischen den Dichtplatten kann eine Streichrakel oder eine Rakelrolle angeordnet sein. Für die
Verwendung gemeinsam mit einer Rollrakel können die Dichtplatten bevorzugt so ausgebildet sein, dass der hinter der Rakel gelegene Bereich der Dichtplatte und der Fortsatz gleichgerichtet sind.
Die Rollrakel rollt auf der Innenseite der Rundschablone ab und kann durch verschiedene Einflüsse geringfügig um eine senkrechte Achse verschwenkt werden. Durch eine solche Auslenkung aus ihrer zur
Bewegungsrichtung normalen Lage wird die Rollrakel in axialer Richtung verschoben, u. zw. auf die Seite des in Bewegungsrichtung gesehen hinteren Rollenendes. Die Rollrakel läuft dann an der Innenseite der
Dichtplatte an, wobei das Rollenende nach vorne gedrückt und in die Ausgangslage zurückgeführt wird.
Um Beschädigungen der Dichtplatte zu vermeiden, kann an der inneren Fläche eine dünne Platte aus reibungsbeständigem hartem Material angebracht werden. Die Innenfläche jeder Dichtplatte ist dann zumindest in dem hinter der Rakel liegenden Bereich schräg nach innen verlaufend ausgebildet.
Die Erfindung ist an Hand der Zeichnungen näher erläutert, ohne auf diese Ausführungen beschränkt zu sein.
Fig. 1 zeigt die Vorderansicht einer Dichtplatte, Fig. 2 die dazugehörige Ansicht in Richtung der
Rakelachse und Fig. 3 zeigt einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 1. In Fig. 4 und 5 sind weitere
Ausführungsformen von erfindungsgemässen Vorrichtungen dargestellt ; Fig. 6 zeigt einen Schnitt nach der
Linie VI-VI in Fig. 4.
Die Dichtplatte --1-- nach den Fig. 1 bis 3 ist mit einer Klemmschelle --17-- an der Halterungsstange - über ein schräges Ansatzblech-16-und eine Klemmschraube --15-- befestigt. Durch diese
Anordnung verläuft die gesamte Innenfläche --3-- der Dichtplatte --1-- gegen die Bewegungsrichtung --14-- schräg nach aussen und dient zur Führung der Rollrakel --11--.
Um eine Beschädigung der Dichtplatte --1-- zu vermeiden, ist eine Platte --9-- aus reibungs- beständigem hartem Material vorgesehen. Die Unterseite --7-- ist zumindest annähernd flächenparallel zur
Rundschablone --10-- ausgebildet. Über die Halterungsstange --12-- wird die Dichtplatte --1-- im
Abstand zur Schabloneninnenwand so eingestellt, dass ein enger Spalt --6-- gebildet wird, der ein
Austreten der Farbpasta --13-- in den Randbereich der Rundschablone --10-- verhindert. Die in den Spalt --6-- eindringende Farbpasta --13-- wird durch die Drehung der Rundschablone --10-- in Richtung der Pfeile --14-- mitgenommen und von einem vor der Rakel gelegenen,
schwenkbar befestigten schräg nach aussen gerichteten Fortsatz --4-- zu der zwischen den beiden Dichtplatten --1-- befindlichen Farbpasta --13-- zurückgefördert. Die Rollrakel --11-- trägt die Farbpasta --13-- durch die Rundschablone --10-- auf die Ware --18-- auf, welche z. B. auf einer Druckdecke --19-- befestigt ist. Auf die Darstellung der Rakelanpressung wurde verzichtet, weil die Anbringung der Dichtplatten --1-- davon abhängig ist.
Die in den Fig. 4 bis 6 dargestellte Dichtplatte --1-- ist so ausgebildet, dass sie die Halterungsstange - teilweise umschliesst. Sie wird mit Hilfe der Klemmschraube --15-- befestigt.
Die Dichtplatte --1-- nach Fig. 5 weist an ihrem vor der Rakel gelegenen Bereich einen einstückig ausgebildeten Fortsatz --4-- auf.
Fig. 6 zeigt den Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 4. An der Vorderseite der Dichtplatte ist der vor der Rakel gelegene, gegen die Bewegungsrichtung schräg nach aussen gerichtete Fortsatz --4-gelenkig angebracht, dessen Unterseite genauso wie die Dichtplatte-l-flächenparaUel zur Rund- schablone --10-- ist.
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