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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Rohrschirms beim Vortrieb eines Tunnels oder dgl., dessen Profil abschnittsweise abgebaut wird und gegebenen- falls nach Einbringen von im wesentlichen bogenförmigen Ausbauele- menten mit einer aushärtenden Masse, beispielsweise Spritzbeton, ausgekleidet wird, wobei vor dem Abbau jedes nachfolgenden Ab- schnitts des Tunnels am Profilumfang sich über die Ortsbrust in Längsrichtung des Abbaus erstreckende Bohrungen und/oder Verstär- kungen zur Ausbildung eines Rohrschirms eingebracht werden, wonach der Abbau unter dem Rohrschirm weitergeführt wird.
Die Erfindung bezieht sich weiters auf einen Rohrschirm zur Verwendung beim Vortrieb eines Tunnels oder dgl., dessen Profil abschnittsweise abgebaut wird und gegebenenfalls nach Einbringen von im wesent- lichen bogenförmigen Ausbauelementen mit einer aushärtenden Masse, beispielsweise Spritzbeton, ausgekleidet wird, wobei der Rohr- schirm aus einer Mehrzahl von sich am Profilumfang der Ortsbrust in Längsrichtung des Abbaus erstreckenden Bohrungen und/oder Ver- stärkungen besteht.
Weiters betrifft die Erfindung eine Bohrlafet- te zur Herstellung eines Rohrschirms beim Vortrieb eines Tunnels oder dgl., dessen Profil abschnittsweise abgebaut wird und gegebe- nenfalls nach Einbringen von im wesentlichen bogenförmigen Ausbau- elementen mit einer aushärtenden Masse, beispielsweise Spritzbe- ton, ausgekleidet wird, wobei der Rohrschirm aus einer Mehrzahl von sich am Profilumfang der Ortsbrust in Längsrichtung des Abbaus erstreckenden Bohrungen und/oder Verstärkungen besteht, wobei an der Bohrlafette entlang eines Führungsträgers ein Bohr- und/oder Schlaggerät zum Eintreiben bzw. Einbringen der Bohrungen bzw. Ver- stärkungen verschiebbar ist und jeweils Rohr- bzw. Auskleidungs- elemente beaufschlagt.
Beim Vortrieb eines Tunnels oder dgl., insbesondere in bruch- gefährdeten Bereichen bzw. brüchigem Gestein, ist es bekannt, vor dem Ausbruch des Materials bestehendes, einbruchgefährdetes Mate- rial zu sichern. Hiebei werden Rohrschirme bzw. Injektionsschirme im Bereich der Ortsbrust in einen nachfolgenden Abschnitt des Tun-
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nels am Profilumfang der Ortsbrust vorgetrieben bzw. ausgebildet, wobei hiefür schräg zur Längsrichtung des Tunnels nach aussen ge- neigt eine Vielzahl von Bohrungen oder Verkleidungselementen in das umgebende Gestein bzw. Material eingebracht wird. Nach einem derartigen Einbringen eines Rohrschirms bzw.
Injektionsschirms wird in weiterer Folge der Abbau unterhalb des Rohrschirms weiter- geführt, wobei davon auszugehen ist, dass im wesentlichen sämt- liches Material unterhalb der einzelnen Elemente des Rohrschirms herausbricht. Für einen endgültigen Ausbau des Tunnels bzw. der Strecke werden in weiterer Folge entweder bogenförmige Ausbauele- mente eingebracht und/oder es wird zumindest ein Auskleiden mit einer aushärtenden Masse, beispielsweise Spritzbeton, vorgenommen, wobei in diesem Zusammenhang beispielsweise auf die AT-B 389 148, die DE-C 36 39 891, die DE-A 40 38 776 oder die US-A 5 152 638 verwiesen werden kann.
Bei diesen bekannten Verfahren zur Ausbildung von bekannten Rohrschirmen wird hiebei zur Vermeidung eines übermässigen Ausbre- chens unterhalb der den Rohrschirm bildenden Elemente darauf abge- zielt, die einzubringenden Bohrungen bzw. Verstärkungen unter einem möglichst flachen Winkel relativ zur Längsachse bzw. zu einer Parallelen zur Längsachse des Abbaus einzubringen, wobei hiefür beispielsweise Winkel in der Grössenordnung von 5 bis 8 gewählt werden. Das unter den Rohrschirmelementen hereinbrechende Material ergibt insgesamt ein Sägezahnprofil der Strecke unterhalb des Rohrschirms, wobei eine gewisse Entfernung von Material unmit- telbar vor neuen, zu setzenden Elementen des Rohrschirms in einer weiter abzubauenden Ebene erforderlich ist, um ein Ansetzen der Bohrvorrichtung bzw. Bohrlafette mit den Schlag- und Bohraggre- gaten zu ermöglichen.
Es ist unmittelbar einsichtig, dass unter Berücksichtigung der Tatsache, dass über vergleichsweise grosse Längen ein sich jeweils unter den geneigt nach aussen verlaufenden Bohrungen bzw. Verstär- kungen sich vergrössernder Querschnitt des Tunnels ergibt, bei Ver- wendung von Ausbauelementen diese jeweils zunehmende Abmessungen
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aufweisen müssen und/oder zur Erzielung einer im wesentlichen ge- radlinigen Innenwand des Tunnels vergleichsweise grosse Mengen der aushärtenden Masse bzw. des Spritzbetons in die sägezahnartigen Bereiche unterhalb des Rohrschirms im Tunnelprofil gebracht werden müssen.
Die Erfindung zielt nun darauf ab, ausgehend von einem Ver- fahren sowie einem Rohrschirm der eingangs genannten Art die Aus- bildung eines derartigen Rohrschirms dahingehend zu verbessern, dass bei unverändert guter Abstützung des lockeren bzw. bruchge- fährdeten Materials, in welchem der Abbau vorzunehmen ist, die unter den Elementen des Rohrschirms ausbrechenden Bereiche bzw.
Materialquerschnitte, welche in weiterer Folge zu verfüllen sind, verringert werden. Die vorliegende Erfindung zielt weiters darauf ab, bei Einsatz von im wesentlichen bogenförmigen Ausbauelementen über grössere Strecken mit jeweils gleiche Abmessungen aufweisenden Ausbauelementen das Auslangen zu finden, so dass die Herstellung derartiger Ausbauelemente rationalisiert und vereinfacht werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgaben ist das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung eines Rohrschirms beim Vortrieb eines Tunnels oder dgl. im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung des Rohrschirms in Längsrichtung des Abbaus abwechselnd im wesent- lichen parallel zur Längsrichtung des Abbaus verlaufende Bohrungen bzw. Verstärkungen und mit der Längsrichtung des Abbaus einen spitzen Winkel einschliessende Bohrungen bzw. Verstärkungen, welche von dem Abbau nach aussen geneigt verlaufen, vor dem nachfolgenden Abbau der Ortsbrust vorgetrieben bzw. eingebracht werden. Dadurch, dass erfindungsgemäss abwechselnd im wesentlichen parallel zur Längsrichtung des Abbaus verlaufende Bohrungen bzw. Verstärkungen und in Längsrichtung nach aussen verlaufende Bohrungen bzw.
Ver- stärkungen zur Ausbildung eines Rohrschirms am Profilumfang der Ortsbrust eingebracht werden, gelingt es, zumindest über den je- weiligen, vergleichsweise langen Bereich der waagrecht bzw. paral- lel zur Längsrichtung des Abbaus verlaufenden Bohrungen bzw. Ver-
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stärkungen ein übermässiges Ausbrechen von Material unter dem Rohr- schirm beim weiteren Abbau bzw. Vortrieb zu verhindern, so dass zumindest in diesen Bereichen mit vergleichsweise geringen Mengen nachträglich einzubringender, aushärtender Masse, beispielsweise Spritzbeton, das Auslangen gefunden werden kann.
Weiters kann über diese Bereiche mit jeweils im wesentlichen gleiche Abmessungen aufweisenden Ausbauelementen, falls diese erforderlich sind bzw. zum Einsatz gelangen, das Auslangen gefunden werden, so dass nicht eine grosse Anzahl von jeweils geringfügig unterschiedliche Be- massungen aufweisenden Ausbauelementen vorbereitet und eingebaut werden muss. Dadurch, dass abwechselnd zu im wesentlichen waagrecht verlaufenden Bohrungen bzw. Verstärkungselementen, welche vor dem Abbau vorgetrieben werden, nach aussen geneigt verlaufende Boh- rungen bzw. Verstärkungselemente gesetzt werden, wird sicherge- stellt, dass nur über vergleichsweise kurze Strecken unterhalb der schrägen Bohrungen bzw.
Verstärkungen zusätzliches Material unter- halb des Rohrschirms ausbricht, so dass geringere Mengen nachträg- lich einzubringender, auszuhärtender Masse und eine verringerte Anzahl von Ausbauelementen unterschiedlicher Grösse ausreichend sind. Weiters wird durch das unterhalb der schräg verlaufenden Bohrungen bzw. Auskleidungs- oder Verkleidungselemente ausbrechen- de Material sichergestellt, dass ein Bohrwerkzeug bzw. eine Lafette am Profilumfang der abzubauenden Ortsbrust im wesentlichen paral- lel in Längsrichtung angesetzt werden kann, um den an einen schräg nach aussen verlaufenden Abschnitt des Rohrschirms anschliessenden, im wesentlichen waagrecht bzw. parallel zur Längsrichtung des Abbaus verlaufenden Abschnitt der Bohrungen bzw. Verstärkungen eintreiben oder vorbringen zu können. Durch die schrägen Bohrungen bzw.
Verstärkungselemente ergibt sich ein im wesentlichen kegel- förmiger Schirm.
Zur Optimierung bzw. Minimierung der zur Herstellung des Rohrschirms erforderlichen Arbeiten, während welcher ein weiterer Vortrieb nicht durchgeführt werden kann, wird gemäss einer bevor- zugten Ausführungsform vorgeschlagen, dass die Bohrungen bzw. Ver-
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stärkungen zumindest in dem gewölbeartigen, oberen Bereich des Ab- baus bzw. der Ortsbrust ausgebildet bzw. gesetzt werden. Es kann somit in den meisten Gesteinsarten mit einer Abstützung im oberen Gewölbebereich der Ortsbrust bzw. des Ausbaus unter Ausbildung eines entsprechenden Rohrschirms das Auslangen gefunden werden, so dass die für die Herstellung des Schirms erforderliche Zeit, welche eine Unterbrechung der Abbauarbeit mit sich bringt, derart mini- miert werden kann.
Zur weiteren Minimierung der erforderlichen, einzubringenden Bohrungen bzw. Verstärkungen wird gemäss einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, dass in einer Ebene parallel zur Längsrichtung des Abbaus verlaufende und in einer anderen Ebene mit der Längsrichtung einen spitzen Winkel einschliessende Boh- rungen bzw. Verstärkungen in Umfangsrichtung der Ortsbrust relativ zueinander versetzt ausgebildet bzw. angeordnet werden. Durch ein derartiges Versetzen wird die Anzahl der einzubringenden Bohrungen bzw. Verstärkungen reduziert, wobei durch die üblicherweise grosse Länge der einzubringenden Bohrungen bzw. Verstärkungen davon aus- gegangen werden kann, dass eine entsprechende Sicherung des Mate- rials auch in seitlich an die einzelnen Bohrungen bzw. Verstär- kungen anschliessenden Materialbereichen erfolgt.
Um ein Hereinbrechen von Material insbesondere in einem vor- deren Endabschnitt von Elementen des Rohrschirms zu vermeiden, wird gemäss einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgeschla- gen, dass die abwechselnd parallel zur Längsachse verlaufenden und mit dieser einen spitzen Winkel einschliessenden Bohrungen bzw.
Verstärkungen in Längsrichtung des Abbaus einander überlappend ausgebildet werden, wobei in diesem Zusammenhang besonders bevor- zugt vorgeschlagen wird, dass die Überlappung in den abwechselnden Bohrungen bzw. Verstärkungen in Längsrichtung wenigstens ein Vier- tel, insbesondere etwa ein Drittel, der Länge der Bohrungen be- trägt. Ein derartiges Überlappen stellt eine zuverlässige Siche- rung während des Vortriebs bzw. Ausbaus zur Verfügung, wobei durch die vergleichsweise geringfügige Überlappung der einzelnen Ebenen
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der Elemente des Rohrschirms jeweils vergleichsweise grosse Streckenlängen nach Setzen einer Serie von Elementen des Rohr- schirms abgebaut werden kann.
Wie bereits oben angedeutet, ist es insbesondere für das je- weils alternierende Setzen von waagrechten bzw. im wesentlichen parallel zur Längsrichtung verlaufenden Bohrungen erforderlich, dass im Bereich des Profilumfangs der Ortsbrust ein entsprechender Freiraum zum Einbringen der Bohrvorrichtung bzw. der Bohrlafette zur Verfügung steht, wobei unter Berücksichtigung der grossen Länge der einzubringenden Bohrungen bzw. Verstärkungselemente, welche beispielsweise etwa 15 m betragen können, auch bei vergleichsweise geringen Neigungen ein entsprechender Freiraum geschaffen wird. In diesem Zusammenhang wird hiebei erfindungsgemäss vorgeschlagen, dass die geneigt nach aussen verlaufenden Bohrungen bzw.
Verstärkungen einen Winkel von wenigstens 10 , insbesondere etwa 12 bis 15 , mit der Längsrichtung des Abbaus einschliessen, wie dies einer beson- ders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens entspricht. Hiebei ist anzumerken, dass somit ein gegenüber dem Stand der Technik vergrösserter Neigungs- bzw.
Steigungswinkel, beispielsweise zwischen 10 und 25 , der schräg nach aussen verlau- fenden Bohrungen gewählt wird, wobei insbesondere durch die üb- licherweise vorgesehene Überlappung und die grossen Streckenab- schnitte, welche durch die im wesentlichen parallel zur Längsrich- tung des Abbaus verlaufenden Rohrschirmelemente überstrichen wer- den, dennoch ein verminderter Materialausbruch auftritt, welcher nachträglich durch die aushärtende Masse, beispielsweise Spritz- beton, zu ersetzen bzw. zu verkleiden ist, als auch über ver- gleichsweise kurze Strecken Ausbauelemente mit jeweils unter- schiedlichen Bemassungen zum Einsatz gelangen müssen.
Durch Vor- sehen der waagrechten bzw. parallel zur Längsrichtung verlaufenden Bohrungen können beispielsweise über etwa drei Viertel der Länge eines jeweiligen Abschnitts des Vortriebs Ausbauelemente mit je- weils gleichen Abmessungen verwendet werden, während im restlichen Viertel Ausbauelemente mit verschiedenen Abmessungen erforderlich
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sind, während gemäss dem Stand der Technik jeweils benachbarte Aus- bauelemente unterschiedliche Abmessungen aufweisen.
Neben einem Verfahren zur Herstellung eines Rohrschirms beim Vortrieb eines Tunnels, welches oben ausführlich erörtert wurde, ist ein Rohrschirm zur Verwendung beim Vortrieb eines Tunnels oder dgl., dessen Profil abschnittsweise abgebaut wird und gegebenen- falls nach Einbringen von im wesentlichen bogenförmigen Ausbauele- menten mit einer aushärtenden Masse, beispielsweise Spritzbeton, ausgekleidet wird, wobei der Rohrschirm aus einer Mehrzahl von sich am Profilumfang der Ortsbrust in Längsrichtung des Abbaus er- streckenden Bohrungen und/oder Verstärkungen besteht, zur Lösung der oben angeführten Aufgaben im wesentlichen dadurch gekennzeich- net, dass der Rohrschirm von in Längsrichtung des Abbaus abwech- selnd im wesentlichen parallel zur Längsrichtung des Abbaus ver- laufenden Bohrungen bzw.
Verstärkungen und mit der Längsrichtung des Abbaus einen spitzen Winkel einschliessenden Bohrungen bzw.
Verstärkungen, welche von dem Abbau nach aussen geneigt verlaufen, gebildet ist.
Wie bereits oben ausgeführt, können sich durch die abwech- selnde Anordnung von im wesentlichen parallel zur Längsrichtung verlaufenden Bohrungen bzw. Verstärkungen und nach aussen geneigt verlaufenden Bohrungen bzw. Verstärkungen die bereits oben aus- führlich erörterten Vorteile im Zusammenhang mit einer Verringe- rung des nachträglich auszufüllenden Materials als auch der Ver- wendung von vereinheitlichten Ausbauelemente erzielen lassen.
Bevorzugte Ausführungsformen bei der Ausbildung des Rohr- schirms wurden hiebei bereits oben bei der Erörterung des erfin- dungsgemässen Verfahren illustriert bzw. diskutiert.
Da unter Umständen die genaue Zusammensetzung des abzubauen- den Materials über vergleichsweise grosse Längen, wie sie bei- spielsweise für die einzelnen Abschnitte bzw. Bereiche des Rohr- schirms vorgeschlagen werden, nicht zuverlässig vorhergesagt wer- den kann, können Fälle auftreten, in welchen eine vollständige Bohrung bzw. Verstärkung des Rohrschirms nicht in ihrer gesamten
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Länge vorgetrieben werden kann. In diesem Zusammenhang wird für den erfindungsgemässen Rohrschirm gemäss einer besonders bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, dass zur Ausbildung der Bohrungen bzw. Verstärkungen jeweils eine Mehrzahl von miteinander zu ver- bindenden Rohr- bzw.
Auskleidungselementen eingesetzt sind, wobei neben aus einem metallischen Werkstoff ausgebildeten Rohrelementen für die Ausbildung der schräg nach aussen geneigten Bohrungen als letztes Rohr- bzw. Auskleidungselement jeweils ein Kunststoffele- ment vorgesehen ist. Durch Verwendung eines Kunststoffelements für den letzten Teilabschnitts des Rohr- bzw. Auskleidungselements lässt sich der Vorteil erzielen, dass die in die Strecke vorragenden Reste bzw. Überlängen einfach abgetrennt bzw. entfernt werden können und dass auch bei nicht vollständigem Einbringen der Bohrung bzw. Verstärkung über ihre gesamte Länge gegebenenfalls verblei- bende Rest- bzw. Teilbereiche in einfacher Weise abgetrennt bzw. entfernt werden können, wobei dies selbstverständlich nur für die schräg nach aussen verlaufenden Bohrungen bzw. Verstärkungen er- forderlich ist.
Wie oben bereits mehrfach erwähnt, soll durch die vorliegende Erfindung ein übermässig stark ausgebildetes Sägezahnprofil bzw. treppenartiges Profil im Querschnitt des Tunnels vermieden werden, um nachträglich Ausbauarbeiten zu vereinfachen bzw. das Einbringen von Material für eine Auskleidung zu minimieren. Es ist jedoch im Bereich der Firste jeweils ein entsprechender Freiraum für ein Bohr- und/oder Schlaggerät zum Einbringen der Bohrungen bzw.
Verstärkungen vorzusehen, wobei durch das erfindungsgemäss vorge- sehene, abwechselnde Einbringen von waagrechten bzw. parallel zur Längsrichtung des Abbaus verlaufenden Bohrungen bzw. Verstärkungen und einen spitzen Winkel mit der Längsrichtung des Abbaus ein- schliessende Bohrungen bzw. Verstärkungen durch das üblicherweise erfolgende Ausbrechen von Material unterhalb der einen spitzen Winkel einschliessenden Bohrungen selbsttätig bzw. leicht ein ent- sprechender Freiraum für ein nachfolgendes Setzen von im wesent- lichen waagrechten Bohrungen des Rohrschirms zur Verfügung steht.
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Demgegenüber ist bei einem Setzen bzw. Einbringen der einen spi- tzen Winkel mit der Längsrichtung des Abbaus einschliessenden Boh- rungen bzw. Verstärkungen davon auszugehen, dass diese in einem Be- reich des vorgetriebenen Abbaus erfolgen, in welchem eine gewisse Restlänge bzw. Mindestlänge der zur Abstützung bzw. Sicherung vorgesehenen, waagrechten Elemente des Rohrschirms vorliegt, so dass zwischen benachbarten, waagrechten Bohrungen bzw. Verstär- kungen ein entsprechender Freiraum für ein ordnungsgemässes Ein- bringen von einen spitzen Winkel mit der Längsrichtung ein- schliessenden Bohrungen bzw. Verstärkungen bei Einsatz von üblichen Bohrlafetten mit daran angeordneten Bohr- und/oder Schlaggeräten erforderlich wäre.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich daher darüber hinaus auf eine Bohrlafette zur Herstellung eines Rohrschirms beim Vor- trieb eines Tunnels oder dgl., dessen Profil abschnittsweise abge- baut wird und gegebenenfalls nach Einbringen von im wesentlichen bogenförmigen Ausbauelementen mit einer aushärtenden Masse, bei- spielsweise Spritzbeton, ausgekleidet wird, wobei der Rohrschirm aus einer Mehrzahl von sich am Profilumfang der Ortsbrust in Längsrichtung des Abbaus erstreckenden Bohrungen und/oder Verstär- kungen besteht, wobei an der Bohrlafette entlang eines Führungs- trägers ein Bohr- und/ oder Schlaggerät zum Eintreiben bzw. Ein- bringen der Bohrungen bzw. Verstärkungen verschiebbar ist und je- weils Rohr- bzw. Auskleidungselemente beaufschlagt. Eine derartige erfindungsgemässe Bohrlafette ist insbesondere zum leichteren Ein- bringen der schrägen Bohrungen bzw.
Verstärkungselemente im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsträger durch ein zur Ortsbrust gewandtes Zwischenstück verlängerbar ist, wel- ches an dem Führungsträger festlegbar ist und wenigstens ein Ab- stützelement zum Abstützen des einzubringenden Rohr- bzw. Ausklei- dungselements aufweist. Dadurch, dass in der erfindungsgemässen Bohrlafette zur Ausbildung des erfindungsgemässen Rohrschirms der Führungsträger durch ein Zwischenstück verlängerbar ist, wird eine zusätzliche Führungslänge für die einzubringenden Bohrungen bzw.
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Verstärkungen oder Rohr- bzw. Auskleidungselemente zur Verfügung gestellt, so dass das zur Ortsbrust gewandte Zwischenstück bzw.
Verlängerungsstück des Führungsträgers unmittelbar an der Umfangs- linie bzw. Begrenzungslinie des Abbaus angesetzt werden kann und auch unmittelbar in diesem Bereich ein entsprechendes Rohr- bzw.
Auskleidungselement unter einem spitzen Winkel zu der Längsrich- tung des Abbaus eingebracht bzw. eingetrieben werden kann. Durch das erfindungsgemäss vorgesehene Zwischenstück kann somit das eine gewisse Mindesthöhe aufweisende Schlag- und/oder Bohrgerät in grösserem Abstand von der Begrenzungs- bzw. Umfangsfläche des be- reits hergestellten Abbaus angeordnet werden, so dass auch ein ent- sprechend flaches Einbringen der einen spitzen Winkel mit der Längsrichtung des Abbaus einschliessenden Bohrungen bzw. Verstär- kungen möglich wird. Weiters kann auf ein zusätzliches Entfernen von Material im Bereich der Firste zur Ausbildung eines Hohlraums, welcher erforderlich wäre, um die Gesamtlänge des Führungsträgers der Bohrlafette auszunutzen, verzichtet werden.
Es steht somit der volle Verschiebeweg des Bohr- und/oder Schlaggeräts entlang des Führungsträgers der Lafette mit einer Länge von beispielsweise etwa 3 m für ein Eintreiben der Rohr- bzw. Auskleidungselemente zur Verfügung, wonach anschliessend ein Verlängerungsstück für die herzustellende Bohrung bzw. Verstärkung eingesetzt wird, wie dies einem üblichen Bohrvorgang mit einer Bohrlafette entspricht.
Für eine zuverlässige Verankerung des Zwischenstücks des Füh- rungsträgers an der Ortsbrust ist gemäss einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, dass das Zwischenstück des Führungsträ- gers an dem zur Ortsbrust gewandten Ende mit einem Fortsatz ausgebildet ist, welcher in der Ortsbrust verankerbar ist, wobei ein derartiger Dorn bzw. Fortsatz entsprechend in der abgebauten Ortsbrust verankert werden kann und derart ein zuverlässiges und korrektes Einbringen einer Bohrung bzw. Verstärkung ermöglicht.
Wie oben bereits angedeutet, kann für den Fall, dass nicht immer ein vollständiges Einbringen der einzelnen Rohr-- bzw. Aus- kleidungselemente sichergestellt werden kann, beispielsweise so
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vorgegangen werden, dass der letzte Teilbereich eines einzubringen- den Rohr- bzw. Auskleidungselements von einem Kunststoffelement gebildet wird, welches nachträglich über den Teilbereich, über welchem es in den Abbau vorragt, entfernt werden kann. Eine der- artige Verwendung von Kunststoffelementen ist auch im Zusammenhang mit einer erfindungsgemässen Bohrlafette für ein entsprechendes Ausnutzen des Verschiebewegs der Bohrlafette möglich, so dass im wesentlichen die Länge, welche dem Zwischenstück entspricht, bei Abschluss eines Einbringens einer einen spitzen Winkel ein- schliessenden Bohrung bzw.
Verstärkung von einem derartigen Kunst- stoffelement gebildet wird, welches unmittelbar durch das Bohr- und/oder Schlaggerät beaufschlagt wird, so dass die in die Strecke vorragende Länge des Rohr- bzw. Auskleidungselements entfernt werden kann. Alternativ ist jedoch für ein vollständiges Ein-. bringen von jeweils aus mehreren Einzelteilen bestehenden Rohr- bzw. Auskleidungselementen gemäss einer weiters bevorzugten Ausfüh- rungsform vorgesehen, dass das Bohr- und/oder Schlagerät mit einem insbesondere teleskopierbaren Stempel zur Beaufschlagung des zum Bohr- und/oder Schlaggerät gerichteten Endes des Rohr- bzw. Aus- kleidungselements versehen ist.
Durch einen derartigen, insbe- sondere teleskopierbaren Stempel kann somit trotz der Tatsache, dass das eine gewisse Mindestabmessung und insbesondere Mindesthöhe aufweisende Bohr- und/oder Schlaggerät einen entsprechenden Min- destabstand von der Einbringstelle des Rohr- bzw. Auskleidungsele- ments aufweist, welcher durch das Verlängerungs- bzw. Zwischen- stück des Führungsträgers überbrückt wird. Durch diesen Stempel kann somit auch entlang dieses Zwischenstücks ein Einbringen des Rohr- bzw. Auskleidungselements in seiner gesamten Länge vorgenom- men werden, da durch die Verwendung des Stempels keine Behinderung im Bereich der Firste zu erwarten ist, da ein derartiger Stempel im wesentlichen die Aussenkontur der einzubringenden Bohrung bzw.
Verstärkung aufweist.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der beiliegenden Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In dieser zeigen: Fig. 1 einen schematischen Schnitt durch einen Tunnel unter Ver- wendung eines Rohrschirms gemäss dem Stand der Technik; Fig. 2 ebenenfalls einen schematischen Schnitt durch einen Tunnel unter Verwendung eines Rohrschirms gemäss dem Stand der Technik; Fig. 3 in einer zu Fig. 2 ähnlichen Darstellung einen schema- tischen, teilweisen Schnitt durch einen Tunnel unter Verwendung eines erfindungsgemässen Rohrschirms bei Durchführung des erfin- dungsgemässen Verfahrens; Fig. 4 in abgeändertem Massstab eine schematische Ansicht in Rich- tung des Pfeils IV der Fig. 3;
Fig. 5 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemässen Bohr- lafette zur Herstellung eines erfindungsgemässen Rohrschirms zeigt, wobei sich das Bohr- und/oder Schlaggerät der erfindungsgemässen Bohrlafette in einer zurückgezogenen Position befindet ; Fig. 6 in einer zu Fig. 5 ähnlichen Darstellung die erfindungsge- mässe Bohrlafette zeigt, wobei ein vollständiges Eintreiben eines Rohr- bzw. Auskleidungselements zur Herstellung eines erfindungs- gemässen Rohrschirms angedeutet ist.
Bei den Darstellungen gemäss den Fig. 1 und 2 ist ein Tunnel bzw. abzubauender Hohlraum gemäss dem Stand der Technik allgemein mit 1 bezeichnet, wobei ersichtlich ist, dass abschnittsweise vor der mit 2 bezeichneten Ortsbrust im wesentlichen schräg zur Längs- achse bzw. zur Bodenebene 3 Bohrungen bzw. Verstärkungen 4 vor dem Bereich der Ortsbrust 2 jeweils eingebracht werden, um das brü- chige Material vor dem Abbau der Ortsbrust zu sichern. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist in dem Bereich des bereits abgebauten bzw. ausgebauten Abschnitts darüber hinaus eine Verkleidung aus einem aushärtenden Material, beispielsweise Spritzbeton 5, angedeutet, wobei bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform gemäss dem Stand der Technik zusätzlich vor dem Einbringen des aushärtenden Materials Ausbauelemente bzw. Ausbaubögen 6 verwendet werden.
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Aus den Fig. 1 und 2, welche Verfahrensführungen bzw. Rohr- schirme gemäss dem Stand der Technik darstellen, ist ersichtlich, dass jeweils ein vergleichsweise grosser Flächenbereich bzw. ein entsprechend grosses Volumen unterhalb der einzelnen Bohrungen bzw.
Verstärkungen 4 des Rohrschirms herabbricht und nachfolgend ent- sprechend verkleidet bzw. ausgegossen werden muss. Bei Verwendung von Ausbauelementen bzw. Ausbaubögen 6 ist aus Fig. 1 weiters er- sichtlich, dass die Ausbaubögen 6 jeweils unterschiedliche Be- massungen entsprechend den schräggestellten Bohrungen bzw. Verstär- kungen 4 aufweisen müssen. In Fig. 1 ist weiters angedeutet, dass die Bohrungen bzw. Verstärkungen 4 des Rohrschirms einen Winkel von etwa 4 bis 6 mit der Bodenebene 3 bzw. der Längsrichtung des Tunnels einschliessen.
Bei der Darstellung gemäss Fig. 3 entsprechend der vorliegen- den Erfindung ist ersichtlich, dass abwechselnd in mit I und II be- zeichneten Ebenen die Bohrungen bzw. Verstärkungen 7 und 8 in der Ebene I waagrecht bzw. im wesentlichen parallel zur wiederum mit 3 bezeichneten Bodenebene bzw. Längsachse des Tunnels 1 verlaufen, während in der Ebene II die schräg zur Längsachse bzw. Bodenebene verlaufenden Bohrungen 8 einen Winkel mit der Längsachse ein- schliessen.
Aus einem Vergleich der in Fig. 2 jeweils mit 9 bezeichneten Flächenbereiche bei einer Verfahrensführung bzw. Herstellung des Rohrschirms gemäss dem Stand der Technik und der entsprechend unterhalb der Bohrungen bzw. Verstärkungen 8 abbrechenden Mate- rialbereiche 10 in Fig. 3 ergibt sich unmittelbar, dass bei der Verfahrensführung gemäss dem Stand der Technik bedeutend grössere Flächen 9 und somit grössere Volumina im Bereich unterhalb des Rohrschirms ausbrechen bzw. entfernt werden, während bei der Aus- führungsform gemäss Fig. 3 entsprechend kleinere Flächen bzw.
Volumina 10 im Bereich unterhalb des Rohrschirms in kurzen Teilbe- reichen der schräg verlaufenden Bohrungen bzw. Verstärkungen 8 ausbrechen, während in den Bereichen der waagrecht bzw. parallel zur Längsrichtung verlaufenden Bohrungen 7 ein zusätzliches bzw.
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übermässiges Ausbrechen von Material insbesondere im Bereich der Firste nicht zu erwarten ist, so dass beträchtliche Einsparungen von nachträglich zum Ausspritzen bzw. Verfestigen einzubringendem, aushärtendem Material, beispielsweise Spritzbeton, zu erwarten ist. Darüber hinaus ist in Fig. 3 ersichtlich, dass bei Verwendung von Ausbauelementen bzw. Ausbaubögen 11 über vergleichsweise grosse Längen von beispielsweise etwa drei Viertel eines auszubauenden Abschnitts des Tunnels jeweils mit Ausbauelementen bzw.
Ausbau- bögen 11 mit gleichen Bemassungen das Auslangen gefunden werden kann, da zumindest in den durch die waagrechten Bohrungen bzw.
Verstärkungen 7 verlaufenden Teilbereichen des Rohrschirms jeweils Ausbauelemente mit gleichen Massen bzw. Abmessungen verwendet werden können. Es kann somit die Herstellung der Ausbauelemente 11 vereinfacht werden, da nur eine stark verringerte Anzahl von unterschiedliche Abmessungen aufweisenden Ausbauelementen 11 zum Einsatz gelangt.
Bei der Ansicht gemäss Fig. 4 ist schematisch dargestellt, dass die Bohrungen bzw. Verstärkungen 7 und 8 vor allem im oberen, ge- wölbeförmigen Teil des Tunnels 1 vorgesehen sind, wobei darüber hinaus in Fig. 4 schematisch angedeutet ist, dass in Umfangsrich- tung des abzubauenden Profils in den Ebenen I und II die Bohrungen bzw. Verstärkungen 7 und 8 jeweils versetzt zueinander angeordnet sind, so dass auch bei entsprechend dichtem Setzen von Bohrungen bzw. Verstärkungen selbst bei Vorsehen der in Ebene I waagrecht bzw. parallel zur Längsachse verlaufenden Bohrungen bzw. Verstär- kungen 7 (in Fig. 4 mit o bezeichnet) eine Behinderung beim nach- folgenden Setzen der schräg verlaufenden Bohrungen bzw. Verstär- kungen 8 (in Fig. 4 mit x bezeichnet) nicht befürchtet werden muss.
Aus Fig. 3 ist weiters ersichtlich, dass durch die Tatsache, dass die schrägverlaufenden Bohrungen 8 einen grösseren Neigungs- winkel als bei Rohrschirmen gemäss dem Stand der Technik aufweisen, wobei der Neigungswinkel beispielsweise wenigstens 10 , insbeson- dere 12 bis 15 , zur Längsrichtung bzw. Bodenebene 3 des Tunnels 1 beträgt, der kurze Teilbereich 10, welcher unterhalb der Bohrungen
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bzw. Verstärkungen 8 ausbricht, entsprechend höher ausgebildet ist, so dass ohne weiteres für die in der nachfolgenden Ebene wie- derum im wesentlichen waagrecht bzw. parallel zur Längsrichtung des Tunnels 1 zu setzenden Bohrungen das Bohrgerät bzw. die Bohr- lafette im Bereich der Firste in den unterhalb der jeweils vor- angehenden, schrägen Bohrungen gebildeten Hohlraum 10 eingebracht werden kann.
Aus Fig. 3 ist weiters ersichtlich, dass eine ausreichende Überlappung der in den unterschiedlichen Ebenen I und II befind- lichen Bohrungen bzw. Verstärkungen 7 und 8 von wengistens einem Viertel, insbesondere etwa einem Drittel, der Länge der jeweiligen Bohrungen erfolgt, so dass eine entsprechend sichere Abstützung durch die Elemente des Rohrschirms erzielbar ist, selbst wenn diese, wie in Fig. 4 schematisch angedeutet, in den einzelnen Ebenen I und II jeweils in Umfangsrichtung versetzt zueinander angeordnet sind.
In der in den Fig. 5 und 6 gezeigten, schematischen Darstel- lung einer allgemein mit 12 bezeichneten Bohrlafette ist ersicht- lich, dass an einem Führungsträger bzw. -schlitten 13 ein schema- tisch mit 14 angedeutetes Bohr- und/oder Schlaggerät in Richtung des Doppelpfeils 15 verschiebbar gelagert ist, um Bohrungen bzw.
Verstärkungen zur Ausbildung eines Rohrschirms einzubringen. In den Fig. 5 und 6 sind hiebei im wesentlichen waagrecht bzw. paral- lel zur Längsachse bzw. Bodenebene 3 des Ausbaus 1 verlaufende Bohrungen bzw. Verstärkungen wiederum mit 7 bezeichnet, während eine einen spitzen Winkel mit der Längsrichtung des Ausbaus bzw.
Tunnels 1 einschliessende Bohrung 8 eingebracht werden soll.
Aus den Fig. 5 und 6 ist ersichtlich, dass anschliessend an einen an sich bekannten Führungsträger bzw. -schlitten 13 der Bohrlafette 12 ein Zwischenstück bzw. Verlängerungsstück 16 vorge- sehen ist, welches mit dem Führungsträger 13 verbindbar ist, wobei darüber hinaus an dem zur Ortsbrust 2 gewandten Ende das Zwischen- stück bzw. Verlängerungsstück 16 einen Fortsatz 17 aufweist, wel- cher in der Ortsbrust für eine ordnungsgemässe Verankerung fest-
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legbar ist. Weiters ist an dem Zwischenstück bzw. Verlängerungs- stück 16 wenigstens ein Abstützelement 18 zum Abstützen des einzu- bringenden Rohr- bzw. Auskleidungselements zur Herstellung der Bohrung 8 angedeutet.
Aus den Fig. 5 und 6 ist ersichtlich, dass das eine gewisse Mindesthöhe aufweisende Bohr- und/oder Schlaggerät 14 sich entlang des Führungsträgers bzw. -schlittens 13 bewegt, wobei durch Vor- sehen des Zwischenstücks bzw. Verlängerungsstücks 16 das Bohr- und/oder Schlaggerät 14 selbst in der in Fig. 6 dargestellten Position in einem ausreichenden Abstand von dem vorangehenden, waagrechten Verstärkungselement 7 angeordnet ist. In den Fig. 5 und 6 ist weiters angedeutet, dass die Bohrung bzw. Verstärkung 8 von jeweils miteinander zu verbindenden Einzelelementen gebildet ist, wobei das letzte zu setzende Rohr- bzw.
Auskleidungselement darüber hinaus an dem zum Bohr- und/oder Schlaggerät gewandten Ende einen Teilabschnitt 19 aufweist, welcher beispielsweise aus Kunststoff gefertigt ist, so dass für den Fall, dass ein vollstän- diges Einbringen nicht möglich wird, dieser letzte Abschnitt bzw.
Teilbereich 19 aus Kunststoff leicht entfernt werden kann und eine weitere Abbauarbeit nicht behindert.
Um eine Bohrung bzw. Verstärkung 8 vollständig trotz Vorsehen des Zwischenstücks bzw. Verlängerungsstücks einbringen zu können, entlang welcher das Bohr- und/oder Schlaggerät 14 nicht verschieb- bar ist, ist darüber hinaus in Fig. 6 ein insbesondere telesko- pierbarer Stempel 20 angedeutet, welcher ein vollständiges Einbringen einschliesslich des mit 19 bezeichneten, abschliessenden Teilbereichs der Bohrung bzw. Verstärkung 8 ermöglicht.
Bei Vorsehen des Zwischenstücks bzw. Verlängerungsstücks 16, welches beispielsweise eine Länge entsprechend der Länge des Füh- rungsträgers bzw. -schlittens 13 aufweisen kann, kann somit der vollständige Verschiebeweg des Bohr- und/oder Schlaggeräts 14 ohne Erfordernis einer Schaffung von Freiräumen im Bereich der Friste ausgenutzt werden. Weiters ist es möglich, zumindest bei Beginn der Bohrung entsprechend lange Rohr- bzw. Auskleidungselemente
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einzusetzen, so dass der für ein Verlängern bzw. weiteres Ansetzen von Rohrelementen erforderliche Zeitaufwand eingeschränkt bzw. minimiert werden kann. Weiters ist es möglich, beispielsweise im Bereich des Zwischenstücks bzw. Verlängerungsstücks 16 eine auto- matische Lade- und Zufuhreinrichtung für ein Verlängern von einzu- bringenden Bohrungen bzw. Verstärkungen 7 bzw. 8 vorzusehen.
Da- rüber hinaus ist es möglich, entweder den letzten Teilbereich der einen spitzen Winkel mit der Längsachse einschliessenden, einzu- bringenden Bohrung bzw. Verstärkung 8 aus einem Kunststoffelement 19 auszubilden, so dass ein Rohrelement mit unterschiedlichen Mate- rialien in vorderen und hinteren Abschnitten zum Einsatz gelangt, oder es können einzelne, abschliessende Rohr- bzw. Auskleidungsele- mente aus Kunststoff verwendet werden, so dass die in die Strecke vorragenden Reste bzw. Überlängen einfach abgetrennt bzw. entfernt werden können.