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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Steuerung für zwei- oder mehrspurige Aufnahmeund/oder Wiedergabegeräte, wobei eine Aufnahmespur zur Tonaufnahme und die zweite Spur zur Aufnahme von Impulsen, insbesondere Rechteckimpulsen, dient.
Kurzschrift-Diktate, Diktate in die Schreibmaschine oder Diktate anderer Art werden oft aus verschiedenen Gründen auf Tonbandgeräte oder Kassettenrecordern aufgenommen. Es wäre wünschenwert, diese auf Band aufgenommenen Diktate in verschiedenen Geschwindigkeiten ohne Veränderung der Tonhöhe wiederzugeben. Hiezu sind jedoch mehrere Aufnahmen in den verschiedenen Sprechgeschwindigkeiten erforderlich. Dabei ist von Nachteil, dass einerseits zur Aufnahme ein grosser Zeitaufwand erforderlich ist und anderseits für jede Geschwindigkeit ein separater Tonträger angeschafft werden muss.
Bei den bekannten Diktiergeräten kann der Maschinschreiber (die Phonotypistin) den Ablauf des Tonträgers nach den eigenen Bedürfnissen stoppen. Demgegenüber wird bei dem Gegenstand der Erfindung die gewählte Geschwindigkeit z. B. von einem Lehrer eingestellt und der Schreibende hat dann keinen Einfluss auf den weiteren Ablauf der Wiedergabe.
Die Aufgabe der Erfindung liegt also darin, eine Einrichtung zu schaffen, mittels welcher ein einmal aufgenommener Text in verschiedenen Geschwindigkeiten - ohne Veränderung der Tonhöhe - wiedergegeben werden kann.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass einerseits ein von Impulsen ansteuerbarer elektronischer Schalter (S 1) vorgesehen ist, welcher mittels eines Kondensators (C 10), dessen Ladestrom in Stufen oder stufenlos variierbar ist, verzögert arbeitet und dass dem elektronischen Schalter (S 1) ein von diesem ansteuerbares Relais (S 2) nachgeschaltet ist, welches kurzzeitig die Stromzuführung für den Antriebsmotor des Wiedergabegerätes unterbricht und dass anderseits ein Potentiometer (P l) zur Geschwindigkeitssteuerung vorgesehen ist.
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DE-OS 1951-193 (Steuer- und Regeleinrichtung für den Antrieb von Diktier- bzw. Wiedergabegerä- ten) gehandhabt.
Aus DE-OS 1951-193 : a) Siehe Seite 15 unter Kapitel "Steuereinrichtung des Gerätes" Punkt 6 : "Geschwindigkeits- steuerung 24 : Diese Steuerung wird bei dem Wiedergabegerät verwendet und dient zur
Einstellung der Wiedergabegeschwindigkeit der Tonträgermanschette, d. h., um diese zu verlangsamen (-) bzw. zu beschleunigen (+). Diese Steuereinrichtung wird nur bei Bedarf verwendet." b) Siehe Seite 28 "Steuerung des Betriebes des ! Niedergabegerätes" Pkt. 4 : "Geschwindigkeits- steuerung : Die Miedergabegeschwindigkeit wird durch einen Geschwindigkeitssteuer- knopf 22 eingestellt, welcher nach links bzw. rechts gedreht wird. Die Geschwindigkeit wird durch Drehen des Knopfes nach links verringert und durch Drehen des Knopfes nach rechts erhöht.
Der in der Mitte des Steuerknopfes angebrachte Punkt gibt die Mitte des Geschwindigkeitssteuerbereiches an." c) Siehe Seite 85, Fig. 7b : Schaltung, aus der die Steuerung der Drehzahl des Antriebsmotors hervorgeht.
Durch die erfindungsgemässe Massnahme wird somit erstmals erreicht, dass ein auf einem Magnetband aufgenommener Text durch Einschieben von Pausen, welche verlängert oder verkürzt werden können, indirekt auch die Gesamtzeit eines Diktates verlängert oder verkürzt werden kann.
Die Pausen werden vorzugsweise zwischen zusammenhängenden Wortgruppen gesetzt.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist dem elektronischen Schalter (S 1) ein Eingangsnetzwerk, bestehend aus mindestens zwei Kondensatoren (C 1, C 2) mit nachfolgenden Transistorschaltstufen (T 1, T 2, T 3) vorgeschaltet. Der Vorteil dieser Weiterbildung liegt darin, dass durch die drei Transistorschaltstufen der Eingangsimpuls verstärkt und richtig erkannt wird.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass der Ladestrom mittels eines Potentiometers oder eines Stufenschalters, welcher in den einzelnen Schaltstufen verschiedene Widerstände aufweist, variierbar ist. Durch diese Ausgestaltung wird der Ladestrom stufenlos mittels Potentiometer oder in Stufen vorgewählt, wodurch die Länge der Pausen festgelegt ist. Weiters ist
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vorteilhaft, dass zwischen dem elektronischen Schalter (S 1) und dem Relais (S 2) ein Transistor (T 4) angeordnet ist. Dies bringt den Vorteil mit sich, dass der kleine Ausgangsstrom des elektronischen Schalters so weit verstärkt wird, dass das Relais richtig arbeitet.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung leuchtet während des stromlosen Zustandes des Antriebsmotors des Wiedergabegerätes eine Leuchtdiose (L) od. ähnl. auf. Das dient im besonderen als Prüforgan, ob die Einrichtung richtig funktioniert. Vorteilhaft ist ferner, dass die Einrichtung in einem Niedergabegerät für mindestens zwei Spuren oder in einem eigenen Gehäuse angeordnet ist.
Durch die Anordnung der Einrichtung in einem eigenen Gehäuse ist es möglich, diese an ein Tonbandgerät oder Kassettenrecorder, welche zur Steuerung eines Diaprojektors vorgesehen sind, mit einem mehrpoligen Kabel anzuschliessen.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass das Potentiometer (P l) zur Ge- schwindigkeitssteuerung des Antriebsmotors in einem eigenen Gehäuse angeordnet ist. Dadurch ist es z. B. möglich, Begleitmusik, insbesondere rhytmische Musik für bestimmte Tätigkeiten, auf jedem Tonbandgerät oder Kassettenrecorder linear und stufenlos zu verändern, wobei extern in die Steuerung des Antriebsmotors eingegriffen wird. heitere Einzelheiten der Erfindung werden an Hand eines Schaltbildes näher erläutert. Dieses Schaltbild zeigt die gesamte Einrichtung einschliesslich des Potentiometers für die Änderung der Geschwindigkeit des Antriebsmotors des Tonbandgerätes oder des Kassettenrecorders.
Parallel zu den Klemmen --1 und 2--, von denen die Klemme --2-- an Masse liegt, welche Null-Potential darstellt, ist ein Kondensator-Cl-angelegt. Ein weiterer Kondensator --C2-ist anschliessend an den Parallelkondensator --C1-- in die Eingangsleitung in Serie eingeschleift.
Diese beiden Kondensatoren stellen das Eingangswerk dar. Daran folgt die Transistorstufe - Tl-, dessen Basis einerseits direkt an den Kondensator --C2-- angeschlossen ist und anderseits an dem Kondensator --C3--, welcher in weiterer Folge an dem Eingangsspannungsteiler, bestehend aus den beiden Widerständen-R3 und R4--, gelegt ist und welchen ausserdem ein Kondensator - -C7-- parallel geschaltet ist. An den npn Schalttransistor --T1-- ist nachfolgend ein weiterer npn SchalttransistQr-T2-- angelegt, dessen Basis am Kollektor vom Schalttransistor --T1-- angeschlossen ist.
Die positive Versorgungsspannung für die beiden Transistorschaltstufen-Tl, T2-- sowie für die nachfolgende Transistorschaltstufe --T3-- welche durch den Kondensator --C6-- von der Transistorschaltstufe-T2-entkoppelt ist, gelangt vom Tonbandgerät oder Kassettenrecorder über den Widerstand-Rl-und weiters über die einzelnen Kollektorwiderstände --R5, R7, RIO-zu den einzelnen Transistorschaltstufen.
Der Emitter der Transistorschaltstufe --T1-- liegt an Masse, jener der Transistorschaltstufe --T2-- an einer Serienschaltung eines Widerstandes --R8-- und einer Diode --D1--. Diesen beiden
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ten des Rechteckimpulses wird der Kollektor des Schalttransistors --T3-- an Masse --2-- gelegt.
Dies ist der Startimpuls für den elektronischen Schalter-Sl-, welcher im besonderen einen Timer wie z. B. den (NE 555) darstellt, dessen Arbeitsweise wohl hinlänglich bekannt sein dürfte. Dieser elektronische Schalter --S1-- schaltet sofort durch und weiters auch der Schalttransistor --T4--, so dass das Relais --S2-- anzieht und den Stromkreis des Antriebsmotors des Tonbandgerätes oder Kassettenrecorders unterbricht. Während dieser Zeit leuchtet die Leuchtdiode --L--, deren Intensität über den Widerstand --R16-- bestimmt wird.
Parallel zu Relais --S2-- liegt der Kondensator --C11--, der den Strom kurzschliesst, der nach Öffnen des Transistors --T4-- von der Spule des Relais --S2-- aufrechtgehalten wird. Dadurch wird der Transistor --T4-- vor etwaiger Zerstörung geschützt.
Der Kondensator --C10-- sowie das Potentiometer --P2-- dienen zur Einstellung der stromlosen Pause des Antriebsmotors. Der Widerstand --R17-- dient zur Begrenzung des Eingangsstromes des elektronischen Schalters-S1--, der die stromlosen Pausen des An-
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triebsmotors einstellt. Mit dem Potentiometer --P1-- wird die Geschwindigkeit des Antriebsmotors um 15% stufenlos beschleunigt oder verringert. Dieses Potentiometer --P1-- weist ausserdem zwei Vorwiderstände --R13, R 11-- auf. Mit dem Schalter --S3-- ist die Geschwindigkeitsänderung des Antriebsmotors abschaltbar.
Der wichtige Anwendungsbereich der Einrichtung liegt im schulischen Bereich. Dadurch ist eine relativ leichte Anpassung an die Leistungsfähigkeit der Schüler bzw. an die zu stellenden Anforderungen beim Kurzschrift- und Maschinschreibunterricht möglich.
Stückliste
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<tb>
<tb> Widerstände <SEP> Kondensatoren
<tb> R <SEP> 8 <SEP> 68 <SEP> C <SEP> 1 <SEP> 0,68 <SEP>
<tb> R <SEP> 2 <SEP> 470 <SEP> C <SEP> 2 <SEP> 330 <SEP> n
<tb> R <SEP> 3 <SEP> 27K <SEP> C <SEP> 3 <SEP> 33 <SEP> n
<tb> R <SEP> 4 <SEP> 2K7 <SEP> C <SEP> 4 <SEP> 22p
<tb> R <SEP> 5 <SEP> 4K7 <SEP> C <SEP> 5 <SEP> 10 <SEP> n
<tb> R <SEP> 6 <SEP> 22K <SEP> C <SEP> 6 <SEP> 330 <SEP> n
<tb> R <SEP> 7 <SEP> 3K9 <SEP> C <SEP> 7 <SEP> 47p
<tb> R <SEP> 8 <SEP> 150 <SEP> C <SEP> 8 <SEP> 47p
<tb> R <SEP> 9 <SEP> 22K <SEP> C <SEP> 9 <SEP> 330 <SEP> n
<tb> R <SEP> 10 <SEP> 120 <SEP> TRIM <SEP> C10 <SEP> 47p <SEP>
<tb> R <SEP> 11 <SEP> 10K <SEP> Cll <SEP> 47p <SEP>
<tb> R <SEP> 12 <SEP> 470K
<tb> R <SEP> 13 <SEP> 1K <SEP> 2 <SEP> Dioden
<tb> R <SEP> 14 <SEP> 470 <SEP> 4 <SEP> npn <SEP> Transistoren
<tb> R <SEP> 15 <SEP> 100K <SEP> 1 <SEP> NE <SEP> 555 <SEP>
Präzisionstimer <SEP> IC
<tb> R <SEP> 16 <SEP> 470 <SEP> 1 <SEP> LED
<tb> R <SEP> 17 <SEP> 3K3 <SEP> 1 <SEP> Relais
<tb>
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Steuerung für zwei- oder mehrspurige Aufnahme- und/oder Wiedergabegoräte, wobei eine Aufnahmespur zur Tonaufnahme und die zweite Spur zur Aufnahme von Impulsen, insbesondere Rechteckimpulsen dient, dadurch gekennzeichnet, dass einerseits ein von den Impulsen ansteuerbarer elektronischer Schalter (S 1) vorgesehen ist, welcher mittels eines Kondensators (C 10), dessen Ladestrom in Stufen oder stufenlos variierbar ist, verzögert arbeitet und dass dem elektronischen Schalter (S 1) ein von diesem aussteuerbares Relais (S 2) nachgeschaltet ist,
welches kurzzeitig die Stromzuführung für den Antriebsmotor des Aufnahme-und/oder Miedergabe- gerätes unterbricht und dass anderseits ein Potentiometer (Pl) in an sich bekannter Weise zur Geschwindigkeitssteuerung vorgesehen ist.