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Die Erfindung betrifft ein Verbundprofil mit zwei parallelen Metallprofilen und mindestens einem dieselben unlösbar miteinander verbindenden, wärmeisolierenden Klemmelement mit Vorsprüngen zum Hintergreifen von Längsrippen der Metallprofile, wobei das Klemmelement zwei die Metallprofile elastisch gegeneinanderspannende Teilstücke aufweist, zwischen denen mindestens ein sie auseinanderdrückender Keil angeordnet ist, und wobei die Teilstücke und der Keil vor dem Verspannen eine vormontierte, als Ganzes zwischen die Metallprofile einsetzbare Einheit bilden.
Bei der Verwendung solcher Verbundprofile für Fensterkonstruktionen, wie dies beispielsweise in der DE-OS 2634597 beschrieben ist, treten durch die übliche Verglasung der Rahmenverbundprofile ausser dem Eigengewicht der Verglasung und eventuell einer Windbelastung keine zusätzlichen Belastungen auf.
Letztere ist eine Wechsellast, da der Wind einen Druck und Sog auf die Verglasung ausübt.
Bei einer Druckverglasung hingegen ist eine Vorspannung notwendig, die einen Mindestanpressdruck zur Abdichtung zwischen Glas und Profil sicherstellt, um den Wassereintritt zu vermeiden. Es handelt sich um eine statische Vorbelastung, welcher die Wechsellast des Windes überlagert wird. Auch die Wärmeunterschiede zwischen den beiden Seiten des Profils erhöhen die Spannungen, da die Temperaturdifferenz im Verbund Leichtmetall/Kunststoff zu einer unterschiedlichen Dehnung der inneren und äusseren Profilteile führen kann. Diese erhöhten Spannungen müssen neben der statischen Vorbelastung und der Windlast durch die Konstruktion aufgenommen werden. Schliesslich sollte das Verbundprofil auch kleinere Verdrehungen und Biegungen problemlos auffangen können.
Das in der DE-OS 2634597 beschriebene, bekannte Verbundprofil eignet sich für die üblichen Fensterkonstruktionen ohne Druckverglasung. Es ist hingegen zu schwach für die erwähnten Konstruktionen mit Druckverglasung. Bei Belastungsspitzen kann es vorkommen, dass die beiden Teilprofile gegeneinander verschoben werden, oder dass das Klemmelement eine bleibende plastische Verformung erleidet.
Es ist nun Aufgabe der Erfindung, ein Verbundprofil der eingangs erwähnten Art zu schaffen, das sich auch für stärkere Belastungen eignet, insbesondere für Belastungen, wie sie bei Fensterkonstruktionen mit Druckverglasung entstehen können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss so gelöst, dass jedes Teilstück eine Queraussparung aufweist, in die eine metallische Verstärkungsklammer eingesetzt ist, die durch den Keil nach aussen drückbar ist, und deren Schenkelenden die Längsrippen hintergreifen, wobei im verspannten Zustand des Verbundprofils die Schenkelenden in den Längsrippen verkrallt sind.
Durch die verstärkte Ausbildung des Klemmelementes ist das Verbundprofil höher belastbar und insbesondere für Fensterkonstruktionen mit Druckverglasung geeignet. Infolge der erhöhten Schubfestigkeit können die beiden Teilprofile nicht gegeneinander verschoben werden. Auch starke, durch den Wind erzeugte Wechsellasten und Schockbelastungen durch Schläge können durch das erfindungsgemässe Verbundprofil ohne bleibende Deformationen aufgenommen werden.
Nachstehend werden an Hand der Zeichnungen Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert.
Es zeigen : Fig. l ein einzelnes Teilstück aus Kunststoff eines Klemmelementes, Fig. 2 das Teilstück gemäss Fig. l mit eingesetzter Metallklammer und aufgedrücktem Keil, Fig. 3 ein Klemmelement in vormontiertem, unverspanntem Zustand, Fig. 4 zwei Klammern in ihrer Einbaulage vor dem Verspannen, Fig. 5 ein verspanntes Verbundprofil für einen Fensterflügelrahmen mit Druckverglasung, wobei die Abdeckleisten noch nicht eingesetzt sind, Fig. 6 eine Seitenansicht des vormontierten und noch nicht verspannten Klemmelementes gemäss Fig. 3, in grösserem Massstab, Fig. 7 einen Ausschnitt aus einem Verbundprofil, wobei las Klemmelement in verspanntem Zustand gezeigt ist, Fig. 8 einen Querschnitt nach der Linie VIII-VIII in Fig. 7 durch das Verbundprofil für einen Fensterflügelrahmen mit Druckverglasung und Fig. 9 und Fig.
10 zwei verschiedene Ausführungen von Metallklammern.
Das in den Figuren dargestellte isolierende Verbundprofil ist als Fensterflügelprofil mit Druckerglasung ausgebildet. Die beiden parallelen Teilprofile sind mit--1 und 2--bezeichnet. Sie sind mittels der im Abstand voneinander angeordneten Klemmelemente --3-- miteinander verspannt (Fig. 5).
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Dazu sind die geneigten Flächen --5-- der Teilstücke --4-- und die diesen Flächen zugewendeten Keilflächen --7-- mit ineinandergreifenden, sägezahnartigen Querrippen --8-- versehen.
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Zur Verstärkung des Klemmelementes --3-- ist in jedem Teilstück --4-- eine metallische Verstärkungsklammer --25-- eingesetzt.
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--6-- ist--1, 2-- gegeneinanderziehen, bis deren Rippen --10-- auf an den Teilstücken --4-- vorgesehenen Abstandsbegrenzungsflächen --12-- aufliegen, wodurch der korrekte Abstand der Teilprofile --1, 2-- in engen Toleranzen eingehalten ist.
Die Breite des den Vorsprung --9-- tragenden Halses --14-- des Teilstückes --4-- ist kleiner als die Breite der in den Hals --14-- eintretenden Rippe --10--. Beim Zusammenbau des Verbundprofils wird dabei der Hals --14-- durch die Rippe --10-- elastisch gedehnt, so dass die Teilprofile --1, 2-- in ihrer montierten Lage federnd mit dem Klemmelement verspannt sind. Dies bedingt, dass für das Klemmelement ein wärmeisolierendes Material gewählt wird, welches zumindest etwas elastisch deformierbar ist.
Für den Keilwinkel der Keiflflächen --5, 7-- hat sich ein Wert von etwa 2 bewährt. Die Anzugsflächen der Längsrippen --10-- und der Vorsprünge --9-- weisen zweckmässigerweise einen Winkel von etwa 30 gegen die Vertikale auf.
Durch die im wahlweisen Abstand voneinander eingesetzten Klemmelemente --3-- werden im Verbundprofil Luftkammern --11-- begrenzt, die nach aussen durch je ein elastisches Abdeckprofil --13-abgeschlossen werden. Die ruhende Luft in diesen Kammern trägt zu einer vorzüglichen Isolation bei.
Vor dem Einschieben des Klemmelementes --3-- in die Teilprofile--1, 2--werden die Einzelteile --4, 6, 25-- des Klemmelementes so zusammengebaut, dass an einem Ende des letzteren der vordere Teil --18-- des Keils --6-- zwischen die Teilstücke --4-- eingesetzt und mittels in Ausnehmungen --16-eindringender Scherstifte --19-- mit diesen fest verbunden wird. Die Scherstifte --19-- sind zweckmässigerweise einstückig mit dem Keil --6-- bzw. mit den Keilstücken --4-- ausgebildet.
Der Keil --6-- weist einen im Querschnitt dickeren, schienenförmigen Mittelteil --21-- auf, dessen Keilflächen mit den Querrippen --8-- versehen sind und der in den Längsnuten --22-- der Teilstücke
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angeordnet, deren ungerippte Keilflächen mit den entsprechenden Schrägflächen der TEilstücke --4-zusammenwirken.
Im vormontierten Zustand des Klemmelementes --3-- vor dem vollständigen Einpressen des Keils --6-- berühren sich die Teilstücke --4-- an einem Ende --17--.
Dadurch wird gewährleistet, dass die den Rippen --10-- zugeordneten Aussenflächen --24-- der Vorsprünge --9-- parallel sind, und dass sich das Element --3-- beim Einschieben in die Teilprofile
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Anschliessend wird der Keil --6-- mit einem nicht näher dargestellten Werkzeug zwischen die Teilstücke --4-- eingepresst, wobei die Scherstifte --19-- abgeschert werden. Dabei werden auch Toleranzabweichungen der Einzelprofile und der Klemmelemente berücksichtigt, indem das Klemmelement anpassbar ist und der Keil den jeweiligen Abmessungsunterschieden entsprechend an dem einen oder andern Ende des Klemmelementes etwas vorstehen kann.
Die metallische Verstärkungsklammer --25-- weist zwei Schenkel --26-- auf, deren Innenflächen an den Enden gerippt sind, wie bei --27-- gezeigt ist. Sie wird bei der Montage des Klemmelementes --3-- in
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des Teilstückes --4-- eingedrückt,- der Klammer auf einer entsprechenden Fläche --30-- des Teilstückes --4-- zu liegen kommt.
Die den Schenkelenden --27-- gegenüberliegenden Teile --31-- der Klammer --25-- sind gerundet und zum Zusammenwirken mit den Keilflächen --7-- des Keils --6-- bestimmt. Beim Einpressen des Keils - werden die beiden Klammern --25-- ebenfalls nach aussen gedrückt, wobei sich die gerippten Enden --27-- der Schenkel --26-- in den Längsrippen --10-- der Teilprofile --1, 2-- verkrallen. Dadurch wird die Schubfestigkeit und die Stabilität des Verbundprofiles erhöht. Die Längsrippen --10-- und die
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Vorsprünge --9-- können nicht gegeneinander verschoben werden, auch wenn schlagartige Stösse auf das Verbundprofil einwirken oder das Profil gebogen oder etwas verdreht wird.
Bei einer weiteren Klammer --32-- sind die dem Keil --6-- zugekehrten AUflageflächen --33-- flach, wodurch beim Eindrücken des Keils --6-- die Flächenlast besser verteilt ist. Zwischen den Flächen --31 bzw. 33-- ist eine Aussparung --34-- vorgesehen, durch die der Mittelteil --21-- des Keiles geführt ist.
In der Fig. 8 ist gezeigt, wie die Isolierverglasung --35-- im Fensterflügelverbundprofil montiert ist, wobei die Verspannung durch eine an sich bekannte, selbsttätig nachstellbare Andrückvorrichtung --36-- erzeugt wird.
In der DE-OS 2634597 ist auch eine Ausführungsvariante eines Klemmelementes mit zwei Keilen beschrieben. Selbstverständlich könnte auch dieses Element durch Klammern verstärkt werden.
Schliesslich sei noch auf einen weiteren Vorteil des erfindungsgemässen Verbundprofils hingewiesen.
Bei Brandausbruch besteht die Gefahr, dass die Kunststoffklemmelemente schmelzen und verbrennen. Der Verbund bekannter Profile würde dann auseinanderfallen, was beim vorliegenden Verbundprofil aber nicht zutrifft. Durch die metallische Verstärkungsklammer ist eine grössere Sicherheit gegeben, da selbst beim Verschmelzen und Verbrennen der Kunststoffteile die Metallklammer erhalten bleibt und die beiden metallischen Teilprofile zusammenhält. Ein Auseinanderfallen tritt erst bei höheren Temperaturen ein, wenn das Leichtmetall schmilzt. Das erfindungsgemässe Verbundprofil erfüllt in der Schweiz auch feuerpolizeiliche Vorschriften. Es würde auch genügen, die Klemmelemente mit Verstärkungsklammern nur in den Eckbereichen und in der Mitte der Fensterkonstruktion zu verwenden. Die übrigen Klemmelemente könnten ohne Verstärkungsklammer ausgeführt sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verbundprofil mit zwei parallelen Metallprofilen und mindestens einem dieselben unlösbar miteinander verbindenden, wärmeisolierenden Klemmelement mit Vorsprüngen zum Hintergreifen von Längsrippen der Metallprofile, wobei das Klemmelement zwei die Metallprofile elastisch gegeneinanderspannende Teilstücke aufweist, zwischen denen mindestens ein sie auseinanderdrückender Keil angeordnet ist, und wobei die Teilstücke und der Keil vor dem Verspannen eine vormontierte, als Ganzes zwischen die Metallprofile einsetzbare Einheit bilden, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Teilstück (4) eine Queraussparung (28) aufweist, in die eine metallische Verstärkungsklammer (25,32) eingesetzt ist, die durch den Keil (6) nach aussen drückbar ist und deren Schenkelenden (26) die Längsrippen (10) hintergreifen,
wobei im verspannten Zustand des Verbundprofils die Schenkelenden (26) in den Längsrippen (10) verkrallt sind.