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Die Erfindung bezieht sich auf eine Eckverbindung eines Schaltschrankgerüstes, bei der ein trichterförmiger Durchzug eines ersten Bauteiles in einen trichterförmigen Durchzug eines zweiten Bauteiles eingreift und beide Bauteile durch eine ihre Durchzüge durchgreifende Senkschraube zusammenspannbar sind, deren Kopf im Trichter des Durchzuges des ersten Bauteiles angeordnet ist.
Es ist bereits bekannt, einen trichterförmigen Durchzug eines ersten Bauteiles (Bleches) in einem trichterförmigen Durchzug eines zweiten Bauelementes anzuordnen und beide Bauteile durch eine Senkschraube zusammenzuspannen, welche die beiden Durchzüge durchgreift. Im zweiten Bauteil ist hiebei ein Gewinde für die Senkschraube eingeschnitten, was eine genügende Dicke des zweiten Bauteiles voraussetzt (DE-GM 1843051).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Eckverbindung eines Schaltschrankgerüstes der im Oberbegriff des Anspruches 1 genannten Art zu schaffen, bei der die Dicke des zweiten Bauteiles weitgehend beliebig gewählt werden kann und bei der die Senkschraube gegen unbeabsichtigtes Lösen gesichert ist, nachdem die Bauteile zusammengespannt sind.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass wenigstens ein Durchzug einen vom Kopf der Senkschraube abweichenden Trichterwinkel aufweist und beim Zusammenspannen der Bauteile gegen den Kopf der Senkschraube im elastischen Bereich verformbar ist, während die Senkschraube zum Zusammenspannen der Bauteile eine auf dem Durchzug des zweiten Bauteiles aufliegende Mutter trägt.
Um die Bauteile beim Zusammenschrauben für eine Erdung auch dann in metallische Berührung miteinander zu bringen, wenn sie elektrisch isolierend beschichtet sind, ist vorgesehen, dass mindestens eine der einander zugekehrten Mantelflächen der Durchzüge mit schmalen Radialrippen versehen ist. Es kann auch jeder Durchzug innen und aussen mit Radialrippen versehen sein. (Die Radialrippen sind strahlenförmig um das Durchgangsloch des zugeordneten Durchzuges angeordnet).
Der Erfindungsgegenstand ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt. Es zeigen : Fig. 1 einen Schnitt durch zwei zusammengefügte Bauteile, die ineinandergreifende Durchzüge aufweisen, deren untereinander gleiche Trichterwinkel vom Kopf einer die Durchzüge durchgreifenden Senkschraube abweichen, Fig. 2 einen Schnitt wie in Fig. l, wobei jedoch nur ein Trichterwinkel eines Durchzuges vom Kopf der Senkschraube abweicht.
Den in den Fig. l und 2 gezeigten Beispielen ist gemeinsam, dass ein trichterförmiger Durchzug eines ersten Bauteiles in einen trichterförmigen Durchzug eines zweiten Bauteiles eingreift. Eine Übereinstim- mung der dargestellten Beispiele besteht auch darin, dass beide Bauteile durch eine ihre Durchzüge durchgreifende Senkschraube zusammenspannbar sind, deren Kopf im Trichter des Durchzuges des ersten Bauteiles angeordnet ist.
Die besondere Ausbildung der in den Fig. 1 und 2 dargestellten zusammengefassten Bauelemente besteht nun darin, dass bei ihnen jeweils wenigstens ein Durchzug einen vom Kegelwinkel am Kopf der Senkschraube abweichenden Trichterwinkel aufweist und beim Zusammenspannen der Bauteile gegen den Kopf der Senkschraube im elastischen Bereich verformbar ist und dass die Senkschraube zum Zusammenspannen der Bauteile eine auf dem Durchzug des zweiten Bauteiles aufliegende Mutter trägt.
In Fig. l ist der erste Bauteil mit --1--, der zweite mit --2-- und die Senkschraube mit --3-bezeichnet. Die von der Senkschraube --3-- getragene Mutter hat die Bezeichnung --4--. Die Trichterwinkel der Durchzüge beider Bauteile --1, 2-- sind gleich gross, aber kleiner als der Kegelwinkel
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und so in axialer Richtung der Schraube --3-- eine Kraft ausüben, die ein ungewolltes Lockern der Schraubverbindung wie zwei übereinanderliegende Tellerfedern verhindern.
Gemäss einer nicht dargestellten Ausbildung ist es auch möglich, den Trichterwinkel im ersten Bauteil des Bauelementes vom Kegelwinkel am Kopf der Senkschraube abweichen zu lassen und den Trichterwinkel des Durchzuges im zweiten Bauteil kleiner zu machen als den Trichterwinkel des Durchzuges im ersten Bauteil. Die Wirkung ist hiebei etwa die gleiche wie bei der Ausbildung nach Fig. 1.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Beispiel ist die Senkschraube gleich der Senkschraube in Fig. 1 und hat daher die gleiche Bezeichnung wie diese. Der erste Bauteil ist dagegen mit --5-- und der zweite Bauteil mit --6-- bezeichnet. Die Mutter trägt, ebenso wie in Fig. l, die Bezeichnung Der
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Damit die Tellerfederwirkung der vom Kegelwinkel am Kopf der Senkschraube abweichenden Durchzüge nicht durch übermässige Dehnung der Senkschraube --3-- aufgehoben werden kann, besteht die Senkschraube zweckmässig aus einem hochfesten Stahl mit geringer Dehnung.
Mindestens eine der einander zugekehrten Mantelflächen der Durchzüge--la, 2a bzw. 5a, 6a-- ist mit schmalen Radialrippen--7 bzw. 8-- versehen. In beiden Figuren sind die unteren Durchzüge innen mit den Radialrippen versehen. Es kann auch zweckmässig sein, jeden Durchzug --la, 2a bzw. 5a, 6a-innen und aussen mit Radialrippen zu versehen. Die Radialrippen können beispielsweise dadurch gebildet werden, dass die Durchzüge--la, 2a ; 5a, 6a--mit einem glatten oder mit Radialrippen versehenen Stempel in eine mit Radialrippen versehene Matrize gedrückt werden.
Eine metallische Berührung der ineinandergreifenden Durchzüge --la, 2a ; 5a, 6a-kommt beim Zusammenspannen auch dann zustande, wenn sie mit einer elektrisch isolierenden Schicht, beispielsweise einem Farbanstrich oder einer im Pulverbeschichtungsverfahren aufgebrachten Kunststoff-Schicht bedeckt sind. Die schmalen Radialrippen-7 ; 8-des einen Durchzuges --2a ; 6a-- üben be : im Zusammenpressen einen hohen Flächenpressungsdruck auf den andern Durchzug-la ; 5a--aus und durchdringen dort die elektrisch isolierende Schicht, bis eine metallische Berührung eintritt. Diese metallische Berührung wird ohne zusätzliche Arbeit oder zusätzliche Teile erreicht.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Eckverbindung eines Schaltschrankgerüstes, bei der ein trichterförmiger Durchzug eines ersten Bauteiles in einen trichterförmigen Durchzug eines zweiten Bauteiles eingreift und beide Bauteile durch eine ihre Durchzüge durchgreifende Senkschraube zusammenspannbar sind, deren Kopf im Trichter des
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kel aufweist und beim Zusammenspannen der Bauteile (1, 2 ; 5,6) gegen den Kopf der Senkschraube (3) im elastischen Bereich verformbar ist, während die Senkschraube (3) beim Zusammenspannen der Bauteile
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