<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft eine Rohrkupplung mit einem Hauptteil, der in seiner Bohrung eine Klemmhülse mit elastischen Armen aufnimmt, wobei auf den Armen Nockenflächen vorgesehen sind, die mit einer Innenfläche des Hauptteiles zusammenwirken, wobei sich die Innenfläche gegen das offene Ende der Bohrung des Hauptteiles hin zu einem kleineren Durchmesser verjüngt, wodurch eine axial nach aussen gerichtete Zugkraft die Klemmhülsenarme zusammendrückt, wobei die Klemmhülsenarme einen oder mehrere nach innen vorragende Vorsprünge zum Ergreifen und Festhalten eines Rohres in der Klemmhülse besitzen. Unter Rohren sind flexible Rohre bzw. Schläuche zu verstehen.
Es ist aus der DE-OS 2534956 bekannt, dass eine solche Kupplung für Rohre einen Hauptteil mit einer inneren Oberfläche aufweisen kann, die sich in Richtung zu einem Ende des Hauptteiles konusförmig zu einem kleineren Durchmesser verjüngt, wobei die Klemmhülse durch diesen Abschnitt des Hauptteiles mit kleinem Durchmesser eingeführt werden kann, indem die Arme so angeordnet werden, dass sie, wenn sich in der Klemmhülse kein Rohr befindet, ausreichend weit nach innen gedrückt werden können, so dass die Arme durch diesen Abschnitt mit kleinem Durchmesser hindurch gelangen können.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass sich die Nockenflächen der Arme der Klemmhülse entlang jener Teile der Arme erstrecken, die sich am oder nahe dem Basisende der Arme, d. i. das Ende, an dem die Arme zusammenkommen, befinden, und dass sich die Arme über den Vorsprung oder die Vorsprünge hinaus erstrecken, so dass sich die Arme mit ihren Enden am Rohr anliegend jenseits des Vorsprunges oder der Vorsprünge befinden, während die Arme durch Angriff der zusammenwirkenden Nockenflächen wie an sich bekannt einwärts gedrückt werden.
Vorzugsweise erstrecken sich die Nockenflächen an den Klemmhülsenarmen nur über einen Teil derselben und die Nockenfläche des Hauptteiles nicht nur mit einem Teil der Arme am oder nahe deren Basisende zusammen. Die Arme sind um dieses Basisende biegbar und es ist zweckmässig, dieses Ende jedes Arms als ihren Schwenkpunkt zu bezeichnen. Durch die Klemmhülse und die Arme der Klemmhülse wird vorzugsweise eine im wesentlichen zylindrische innere Oberfläche gebildet, abgesehen von dem bereits erwähnten sich nach innen erstreckenden Vorsprung bzw. den Vorsprüngen.
Bei diesem Aufbau kann die Klemmhülse in dem genannten Hauptteil eingebaut werden, in dem die Arme in Radialrichtung nach innen gedrückt werden und in dem die Klemmhülse durch das offene Ende der Bohrung eingesetzt wird. Um ein Rohr mit dem Hauptteil zu verbinden, wird das Rohr in diese Bohrung durch die Klemmhülse, die sich im offenen Ende der Bohrung befindet, eingeführt, wobei die Kupplung und das Rohr entsprechende Durchmesser aufweisen, so dass das Rohr zumindestens leicht durch Greifeinrichtungen auf den nachgiebigen Armen der Klemmhülse festgehalten wird. Wenn das Rohr nun nach aussen gezogen wird, greifen die konusförmigen Oberflächen auf den Klemmhülsenarmen an der konusförmigen Oberfläche der Bohrung an, um die Klemmhülsenarme nach innen zu drücken.
Diese Arme werden sich dabei um ihre Schwenkpunkte biegen und mit ihren Enden nach innen gedrückt ; sie sind dabei ausreichend nachgiebig, so dass, wenn man die Länge der Arme zwischen ihren Schwenkpunkten und ihren Stellen maximalen radialen Durchmessers betrachtet, sie so umgebogen werden könnten, dass die Klemmhülse nach aussen aus dem Hauptteil entnommen werden könnte. Bei der erfindungsgemässen Rohrkupplung erstrecken sich die Klemmhülsenarme über den Bereich der miteinander zusammenwirkenden Oberflächen hinaus. Mit andern Worten gesagt, erstrecken sich die Arme der Klemmhülse wie an sich bekannt, in axialer Richtung über das äussere Ende der Nockenflächen der Arme hinaus.
Die Bereiche der Klemmhülsenarme, die hinter dem Bereich liegen, in dem der nach innen gerichtete Druck auf die Arme ausgeübt wird, werden radial nach innen bewegt und gegen die Oberfläche des Rohres anliegen, so dass die Fläche des Rohres vergrössert wird, gegen die die Klemmhülsenarme gedrückt werden. Es wird dadurch verhindert, dass die von den Schwenkpunkten entfernten Enden der Klemmhülsenarme übermässig in Radialrichtung nach innen gebogen werden. Bisher war es bei Rohrkupplungen dieser Art üblich, den Punkt maximalen Durchmessers der Klemmhülsenarme am Ende dieser Arme oder nahe dem Ende, das von den Schwenkpunkten entfernt ist, anzuordnen.
Durch die erfindungsgemässe Anordnung ist es möglich, einen viel grösseren nach innen gerichteten Druck auf die Arme auszuüben, da dieser über die Oberfläche des Rohres verteilt wird ; es können daher viel grössere Kräfte, die beim Herausziehen des Rohres wirken, aufgenommen werden, wenn das Rohr aus nachgiebigem Material besteht und verhältnismässig leicht deformierbar ist, als dies bisher der Fall war. Hierin besteht ein besonderer Vorteil, wenn das Rohr nicht durch Gegenwart eines Druckfluids von innen gestützt ist.
<Desc/Clms Page number 2>
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, dass der Abstand der Arme und die Länge der zwischen den Armen angeordneten Schlitze ausreichen, das Herausnehmen der Klemmhülse durch das offene Ende der Bohrung zuzulassen, wenn sich in dieser nur die Klemmhülse befindet. Die Arme der Klemmhülse haben hinter dem Vorsprung bzw. den Vorsprüngen vorzugsweise eine im wesentlichen gleichförmige Dicke in Radialrichtung. Die radial inneren und radial äusseren Oberflächen der Arme sind hinter diesem Vorsprung oder diesen Vorsprüngen vorzugsweise auf im wesentlichen zylindrischen Oberflächen angeordnet, wenn die Arme nicht unter Spannung stehen.
Die Erfindung kann besonders bei einer Konstruktion Anwendung finden, bei der die Klemmhülsen aus einem Kunststoff, z. B. einem Acetal-Material geformt sind. Bisher war es allgemein üblich, solche Klemmhülsen aus Metall herzustellen. Damit sich die Arme genügend nach innen biegen können, um das Rohr gut festzuhalten, mussten dabei die Greifeinrichtungen am äusseren, vom Schwenkpunkt entfernten Ende der Arme angeordnet sein ; die Arme konnten nur in einem begrenzten Winkelbereich umgebogen werden, und aus diesem Grund erstreckten sich die zusammenwirkenden Nockenflächen gewöhnlich im wesentlichen entlang der gesamten Länge der Arme oder waren in der Nähe der Enden der Arme angeordnet, an denen die maximale Umbiegung erhalten wird.
Mit einem Kunststoffmaterial kann wegen der grösseren Nachgiebigkeit des Materials die erforderliche Biegung der Arme leicht über eine verhältnismässig kurze Strecke erreicht werden. Mit der Erfindung kann die Biegung über eine kurze Strecke ausgenutzt werden, während gleichzeitig ein wesentlich grösserer Widerstand gegen ein Herausziehen des Rohres erhalten werden kann.
Vorzugsweise weisen die genannten Vorsprünge wie an sich bekannt, die Form einer Nase bzw. einer ringförmigen Rippe auf, die sich auf der inneren Oberfläche der Klemmhülse entlang deren Umfang erstreckt, wobei die Seitenflächen des rippenförmigen Vorsprungs miteinander einen kleineren Winkel als 900 unter Bildung eines Grates zum Einbeissen in das festzuhaltende Rohr bilden. Zweckmässigerweise ist dieser rippenförmige Vorsprung oder die Vorsprünge an der Stelle der inneren Oberfläche der Klemmhülse in Längsrichtung an dem Punkt oder nahe dem Punkt angeordnet, an dem die Nockenfläche der Klemmhülse ihren grössten Aussendurchmesser aufweist. Diese Stelle soll aus Zweckmässigkeitsgründen im folgenden die "neutrale Stelle" genannt werden.
Wenn der Vorsprung auf den Armen weiter weg von den Schwenkpunkten derselben angeordnet wäre, würde die auf das Rohr ausgeübte Kraft kleiner sein, als wenn der Vorsprung an der neutralen Stelle angeordnet ist, es wird jedoch die nach innen gerichtete Ablenkung der Greifeinrichtungen grösser für eine vorgegebene Relativbewegung der Nockenoberflächen sein. Wenn anderseits die Greifeinrichtungen zwischen der neutralen Stelle und dem Drehpunkt der Arme angeordnet ist, dann wird für eine vorgegebene Relativbewegung der Nockenoberflächen eine grössere Kraft auf das Rohr ausgeübt werden, es wird jedoch die Bewegung der Greifeinrichtungen kleiner sein.
Es ist daher einleuchtend, dass der Ort der Greifeinrichtung gemäss den benötigten Kräften und Bewegungen gewählt wird, die durch die Härte und den Widerstand gegen Zusammendrücken des Materials des Rohres, das in der Kupplung festgehalten werden soll, bestimmt werden. Es ist daher ersichtlich, dass diese Art von Kupplung dem Konstrukteur eine viel grössere Freiheit gestattet, als die bisher bekannten Typen von Kupplungen, um die Kupplung entsprechend den speziellen Erfordernissen zu konstruieren.
Die Benutzung von Kunststoffmaterial für die Klemmhülse führt zu einem weiteren Vorteil, der darin besteht, dass die Nase oder die Nasen zum Greifen des Rohres aus Metalleinsätzen im Kunststoffmaterial gebildet sein können. Bei einer bevorzugten Bauart mit einer Klemmhülse aus Kunststoffmaterial wird daher jeder Arm der Klemmhülse in an sich bekannter Weise ein Metallelement aufweisen, von dem ein Teil
EMI2.1
verbessern das Festhalten am Rohr und können sich in die Oberfläche des Rohres einbeissen, wobei die Eindringtiefe jedoch durch das Mass begrenzt ist, um das die Metallelemente aus der Oberfläche des Kunststoffmaterials, das die Arme der Klemmhülse bildet, herausragen. Durch diese Anordnung wird daher die Haftung, die am Rohr erhalten werden soll, weiter verbessert.
Die Klemmhülse mit den Metalleinsätzen kann dadurch hergestellt werden, dass Kunststoffmaterial der gewünschten Form geformt wird und dass anschliessend die benötigten Einsätze eingesetzt werden und an ihrem Ort z. B. durch Ultraschallschweissen oder Hochfrequenzschweissen befestigt werden. Noch zweckmässiger ist es jedoch, den Einsatz in eine Form einzubringen und das Kunststoffmaterial um die
<Desc/Clms Page number 3>
Einsätze herum zu formen, um die ganze Klemmhülse zu bilden. Bei Benutzung dieser Technik ist es zweckmässig, alle Einsätze als ein einziges Metallelement auszubilden, wobei das Metallelement anschliessend zwischen den Armen der Klemmhülse durchgeschnitten wird, so dass getrennte Segmente desselben in jedem Arm eingebettet sind.
Vorzugsweise wird die Klemmhülse mit so ausgebildeten Armen geformt, dass der Innendurchmesser der Klemmhülse in Längsrichtung der Arme gesehen, vom Basisende bis zum Metallelement abnimmt. Der Durchmesser der Klemmhülse am Basisende wird dabei so gewählt, dass das Rohr, das in die Kupplung eingesetzt werden soll, gerade aufgenommen werden kann. Kupplungen dieser Art müssen natürlich in geeigneten Grössen hergestellt werden, um Rohre verschiedener Grössen aufzunehmen. Wenn das Rohr in die Klemmhülse eingefügt wird, müssen daher die Arme nach aussen gedrückt werden. Das führt dazu, dass durch die Nachgiebigkeit der Arme die Greifelemente derselben nach innen gedrückt werden, so dass die Metalleinsätze in das Rohr hineingedrückt werden.
Ein weiterer besonderer Vorteil dieser Bauart besteht jedoch darin, dass im Vergleich zu einer Bauart, bei der der innere Durchmesser der Klemmhülse überall gleich ist, bei gegebener äusserer Grösse der Klemmhülse zwischen den Armen schmälere Schlitze vorgesehen sein können, da eine geringere Verkleinerung des Durchmessers erforderlich ist, um die Klemmhülse in den Hauptteil der Kupplung beim Zusammensetzen der Kupplung einzubringen. Solche kleineren Schlitze sind auch vorteilhaft, da sie verhindern, dass eine O-Ring-Dichtung, die gewöhnlich zwischen dem inneren Ende der Klemmhülse und dem Rohr vorgesehen ist, bei kurzzeitig auftretenden grossen Drücken in die Schlitze gedrückt wird.
Bei einer Kupplung für Rohre, wie sie oben beschrieben ist, kann der genannte Hauptteil ein Teil der Anlage sein, an die das Rohr angekuppelt werden soll, oder sie kann ein Element sein, das zwei oder mehr Klemmhülsen aufweist, um zwei oder mehrere Rohre miteinander zu kuppeln, wobei diese Rohre die gleiche Grösse oder unterschiedliche Grössen aufweisen können.
Allgemein wird der Hauptteil, innen von der Hülse, einen Absatz haben und es wird eine O-Ring-Dichtung zwischen dem inneren Ende der Hülse und diesem Absatz eingesetzt. Das Rohr wird durch die Klemmhülse und diese Dichtung eingesetzt. Zweckmässigerweise weist daher der Hauptteil, innen von dieser Dichtung, einen Abschnitt mit einem Durchmesser auf, der zum Aufnehmen des Rohres ausreicht, wobei dieser Abschnitt in einem weiteren Absatz endet, gegen den das Ende des Rohres anliegen kann.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand von zwei Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben. Es zeigen : Fig. 1 einen Teil einer Kupplung für Rohre im Längsschnitt ; Fig. 2 einen Längsschnitt einer Klemmhülse bei einer Abwandlung der Kupplung von Fig. l ; Fig. 3 eine Stirnansicht der Klemmhülse von Fig. 2 ; Fig. 4 einen Schnitt entlang der Linie 4-4 von Fig. 5 durch ein Metallelement, das in die Form eingebracht wird, bevor die Klemmhülse geformt wird, und Fig. 5 eine Stirnansicht des Elementes von Fig. 4.
Die Rohrkupplung, die in Fig. 1 der Zeichnungen gezeigt ist, umfasst einen Hauptteil --10--, von dem nur ein Teil gezeigt ist, eine O-Ring-Dichtung --11-- und eine Klemmhülse --12--. Der Hauptteil--10-- ist zweckmässigerweise aus Metall oder einem andern verhältnismässig harten Material hergestellt und weist
EMI3.1
liegt in der Bohrung gegen den Absatz --17-- an. Ein festzuhaltendes Rohr, das durch strichpunktierte Linien --18-- angedeutet ist, kann so eingefügt werden, dass sein Ende gegen den Absatz --16-- anliegt.
Von dem Absatz --17-- zum offenen Ende der Bohrung ist die innere Oberfläche des Teiles des Hauptteils, der die Bohrung begrenzt, als ein zylindrischer Abschnitt --19-- ausgebildet, der sich bis zu einer Stelle --20-- entlang der Bohrung erstreckt ; von dort aus verjüngt sich die innere Oberfläche des Teiles des Hauptteiles zum offenen Ende der Bohrung hin nach innen, wie dies bei --21-- gezeigt ist. Bei dieser besonderen Ausführungsform ist die Bohrung mit einem kurzen zylindrischen Abschnitt --22-abgeschlossen.
Die Klemmhülse --12-- umfasst einen ringförmigen Abschnitt --25--, der in den zylindrischen Abschnitt --22-- der Bohrung hineinpasst, und weist ausserhalb der Bohrung einen Flansch --26-- auf.
Innen von diesem ringförmigen Abschnitt --25-- erstrecken sich vier Arme --28--, von denen jeder im Schnitt in Querrichtung eine allgemein gekrümmte Form aufweist und sich über einen Bogen von weniger als 90 erstreckt, so dass Zwischenräume wie die Zwischenräume --30-- zwischen diesen Armen übrigbleiben. Bei dieser besonderen Ausführungsform ist die Klemmhülse als ein Acetal-Formling ausgebildet.
<Desc/Clms Page number 4>
In der Stellung, in der sie nicht gespannt ist und die in den Zeichnungen gezeigt ist, ist die innere Oberfläche --31-- der Klemmhülse im wesentlichen zylindrisch, abgesehen von einer sich nach innen erstreckenden Rippe oder einem Vorsprung --32--, die bzw. der sich um den inneren Umfang der Klemmhülse erstreckt. Dieser Vorsprung --32-- hat den Zweck, das Rohr festzuhalten, wenn die Arme der Klemmhülse nach innen gedrückt werden, und hat eine verhältnismässig scharfe Greifkante --33--, die durch Oberflächen --34, 39-- begrenzt wird, die einen Winkel von weniger als 90 mit der Achse der Bohrung bilden.
Die äussere Oberfläche der Arme --28-- der Klemmhülse sind durch einen konusförmigen Abschnitt - und einen allgemein zylindrischen Abschnitt --36-- begrenzt. Der konusförmige Abschnitt --35-hat einen Konuswinkel, der im wesentlichen dem Konuswinkel der Oberfläche --21-- des Abschnittes des Hauptteiles entspricht, und erstreckt sich vom Basisende der Arme --28--, das durch den Punkt P angedeutet ist, zu einer Stelle, die zwischen den Enden der Arme liegt, wo der maximale Durchmesser der Arme erreicht wird. Der übrige Teil der Arme hinter dem konusförmigen Abschnitt --35-- hat zylindrischen Querschnitt, obwohl bei dieser besonderen Ausführungsform Nuten --37-- mit trapezförmigen Querschnitt in einem Teil des Umfangs der Klemmhülse zwischen den Enden des zylindrischen Abschnittes - ausgebildet sind.
Durch diese Nuten wird nicht nur die Materialmenge reduziert, die für das Formen benötigt wird, sondern auch das Abdichten des Rohres im Kupplungsfluid verbessert. Bei dieser besonderen Ausführungsform ist der sich nach innen erstreckende Vorsprung --32-- an einem Punkt in Längsrichtung der Arme der Klemmhülse ausgebildet, der im folgenden als neutrale Stelle bezeichnet werden wird, an der der konusförmige Abschnitt --35-- seinen grössten Durchmesser erreicht.
Die Länge der Klemmhülse ist so gross, dass das innere Ende derselben gegen die O-Ring-Dichtung --11-- so ge-
EMI4.1
--26-- nochKlemmhülse ist so gross, dass der genannte Vorsprung --32--, der im folgenden als Nase bezeichnet werden wird, das Rohr --18-- nachgiebig festhält, wenn es auf diese Weise durchgedrückt wird, u. zw. mit einer so kleinen Festhaltekraft, dass es möglich ist, das Rohr nach innen in die Klemmhülse zu bewegen. Wenn das Rohr nun nach aussen gezogen wird, wird wegen dieser Festhaltekraft die Klemmhülse mit dem Rohr gezogen, und die konusförmigen Oberflächen --35, 21-- auf der Klemmhülse und dem Hauptteil werden in Berührung miteinander gebracht, und die Arme --28-- der Klemmhülse werden nach innen gedrückt, so dass die Nase --32-- das Rohr ergreift.
Die Arme biegen sich um ihre Drehpunkte P, und wenn der nach aussen gerichtete Zug auf das Rohr ausreichend gross ist, werden die Nockenflächen - -35, 21-- das Rohr --18-- zusammendrücken, so dass es an diesem Punkt im Durchmesser verkleinert wird. Wenn das Rohr hinreichend nachgiebig ist, und wenn sich die Klemmhülse innen im Hauptteil nicht über die Nase hinaus erstrecken würde, könnte die Verkleinerung des Durchmessers des Rohres --18-ausreichend sein, dass sich die Arme --28-- der Klemmhülse so weit nach innen bewegen können, dass die Klemmhülse aus dem Hauptteil herausgezogen werden kann.
Dies wird jedoch durch die Verlängerung der Arme der Klemmhülse verhindert, die sich in Axialrichtung nach innen in den Hauptteil über die Nase - hinaus erstrecken, so dass diese inneren Teile der Arme --28-- auch gegen die Oberfläche des Rohres anliegen werden. Die nach innen gerichtete Kraft auf das Rohr wird auf diese Weise über ein gewisses Gebiet der Rohroberfläche verteilt, obwohl die Nase weiterhin das Rohr gut festhält. Im Vergleich mit einer Anordnung, bei der sich die Klemmhülsenarme entlang der Bohrung nicht innen von der Nase erstrecken, kann auf diese Weise der Widerstand gegen ein Herausziehen des Rohres wesentlich erhöht werden, ohne dass das Rohr übermässig zusammengedrückt wird.
Die Tatsache, dass sich die Klemmhülsenarme nach innen erstrecken, verhindert, dass die Klemmhülse herausgezogen wird, u. zw. sogar dann, wenn eine sehr grosse nach aussen gerichtete Zugkraft auf das Rohr in der Kupplung wirkt.
Wenn sich im Rohr ein unter Druck stehendes Fluid befindet, spielt es keine Rolle, dass das Ende des Rohres nicht gegen den Absatz --16-- abdichtet oder der O-Ring --11-- nicht gegen den Absatz - abdichtet. Falls um das Ende des Rohres herum ein Fluid heraustritt, wird es den O-Ring --11-fest gegen die äussere Wandung des zylindrischen Abschnittes --19-- des Hauptteiles und gegen die Endfläche der Klemmhülse drücken. Der O-Ring wird in axialer Richtung zusammengedrückt und wird bestrebt sein, sich in radialer Richtung auszudehnen, so dass eine gute Dichtung zwischen der äusseren Oberfläche des Rohres und der inneren Oberfläche des Hauptteiles der Kupplung gebildet wird.
Wenn es
<Desc/Clms Page number 5>
erforderlich ist, das Rohr aus der Kupplung zu entfernen, wird die Klemmhülse nach innen zum O-Ring --11-- gedrückt, was durch den genannten Flansch erleichtert wird ; die Klemmhülsenarme --28-- bleiben dann in ihrer radial am meisten nach aussen gerichteten Stellung, und das Rohr kann herausgezogen werden.
Es ist ersichtlich, dass eine solche Kupplung benutzt werden kann, um das Rohr mit einer andern Maschine oder Komponente zu verbinden, von der der Hauptteil einen Teil bildet, oder der Hauptteil kann eine zweite Klemmhülse aufweisen, um ein zweites Rohr festzuhalten, so dass zwei Rohre miteinander gekuppelt werden können.
Im allgemeinen wird es zweckmässig sein, die Nase an der neutralen Stelle der Klemmhülsenarme anzuordnen. Dies ist jedoch nicht wesentlich. Wenn die Nase auf den Armen weiter weg von ihren Drehpunkten angeordnet ist, wird die Wirkung der konusförmigen Oberflächen darin bestehen, eine kleinere Kraft bei einer grösseren Bewegung auszuüben, als wenn die Nase am Drehpunkt angeordnet ist.
Umgekehrt wird, wenn die Nase näher dem Drehpunkt der Arme angeordnet ist, eine grössere Festhaltekraft bei einer kleineren Bewegung der Nase ausgeübt. Die Stellung der Nase entlang der Klemmhülse kann daher dadurch ausgewählt werden, dass die Klemmhülse entsprechend dem Widerstand gegen Zusammendrückung und der Härte des Rohrmaterials für ein spezielles Rohr, welches in der Kupplung gehalten werden soll, konstruiert wird. Zwischen der Nase und dem inneren Ende der Klemmhülsenarme,
EMI5.1
Winkelbewegungen der Klemmhülsenarme im Bereich der Nase auf. Die Nase kann daher nicht übermässig in die Oberfläche des Rohres eindringen, obwohl sehr grosse Druckkräfte durch Zug am Rohr erhalten werden könnten. Bei dieser Art von Klemmhülse kann das Rohr daher gegen sehr grosse Kräfte festgehalten werden, die bestrebt sind, das Rohr herauszuziehen.
Es besteht jedoch keine Notwendigkeit, eine tatsächliche Stufe zwischen der konusförmigen Oberfläche und dem äusseren Ende des Hauptteilabschnittes der Bohrung vorzusehen. Bei dieser Form von Kupplung wird die Materialstärke einer gewissen Länge des Rohres ausgenutzt, einem Herausziehen zu widerstehen, obwohl beim anfänglich notwendigen nachgiebigen Festhalten nur die Nase das Rohr festhalten muss.
Damit die Nase --32-- eine härtere Oberfläche haben kann, kann die Klemmhülse aus einem plattierbarem Kunststoffmaterial, z. B. einem ABS-Material geformt und dann mit einem Metall, z. B.
Chrom, plattiert oder überzogen werden.
Eine andere Ausführungsform der Erfindung ist in den Fig. 2 bis 5 dargestellt. In den Fig. 2 und 3 hat die Klemmhülse einen sich verjüngenden Teil --110-- aus geformtem Kunststoffmaterial, der einen allgemein zylindrischen Abschnitt --111-- mit einem sich nach aussen erstreckenden Flansch --112-- an einem Ende und am andern Ende sechs Arme --113-- aufweist, die durch Schlitze voneinander getrennt sind. Die Klemmhülse ist bei Gebrauch in einem äusseren Hauptteil angeordnet, der mit strichpunktierten Linien bei --118-- (Fig. 2) gezeigt und aus Metall oder einem andern verhältnismässig harten Material hergestellt ist.
Dieser Hauptteil hat eine Bohrung --119-- mit ersten und zweiten Absätzen - 120, 121-und eine innere konusförmige Oberfläche --122--, die mit einer Oberfläche --123-- auf den Klemmhülsenarmen zusammenwirkt. Diese Klemmhülse ist in einem Hauptteil angeordnet, der ähnlich demjenigen von Fig. 1 sein kann, so dass er eine Kupplung für Rohre bildet, die wie im Zusammenhang mit Fig. 1 beschrieben arbeitet. Die Fig. 2 bis 4 zeigen gewisse Verbesserungen bei der Bauart der Klemmhülse.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, haben die Arme der Klemmhülse, von ihren Basisenden --125-ausgehend, eine Oberfläche --126--, die nach innen entlang eines Teiles der Länge dieser Arme geneigt ist und sich bis zum Ort der Metalleinsätze --128-- erstreckt. Der innere Durchmesser des zylindrischen Abschnittes --111-- der Klemmhülse ist so ausgebildet, dass das in die Kupplung einzupassende Rohr gerade durch diesen Abschnitt hindurchgehen wird und dass daher die Arme nach aussen gedrückt werden müssen, wenn das Rohr vollständig in die Klemmhülse hineingelangt. Es ist daher möglich, eine angemessene Dicke der Klemmhülsenarme zu erhalten, wobei nur eine kleine Verformung notwendig ist, um die Klemmhülse in den Hauptteil der Kupplung einzubringen.
Die Weite der Schlitze --114-- ist daher viel kleiner, als wenn die Klemmhülse einen gleichförmigen inneren Durchmesser hätte. Diese Bauart bewirkt auch, dass die Klemmhülse das Rohr mit elastischer Kraft festhält, wodurch das Festhalten des Rohres weiter verbessert wird, ganz abgesehen von der Wirkung der Nockenflächen durch die zusammenwirkenden geneigten Flächen auf den Klemmhülsenarmen und dem Hauptteil.
<Desc/Clms Page number 6>
Der Metalleinsatz ist in den Fig. 4 und 5 gezeigt ; dieser Einsatz, der in die Klemmhülse eingeformt ist, ist ein ringförmiges Element --130--, das an seinem inneren Umfang wie bei --131-- angedeutet hoch gebogen ist, um eine Nase zu bilden, die sich in das Rohr einkrallen kann, das in die Klemmhülse eingeführt wird. Eine Vielzahl von teilweisen Ausschnitten --133--'sind so ausgebildet, dass die sich ergebenden Laschenabschnitte herumgebogen sind, um Federn oder Vorsprünge --134-- zu bilden, die sicherstellen, dass die Metalleinsätze-128-im Kunststoffmaterial, das um die Metalleinsätze herum geformt ist, sicher verankert ist.
Wo die Schlitze --114-- zwischen den Armen --113-- gebildet werden müssen, sind an den Metalleinsätzen --128-- wie bei --136-- gezeigt, weitere Teile weggeschnitten, um die schmalen Halteabschnitte --137-- übrigzulassen, die die sechs gebogenen Segmente des Elementes in einem Stück zusammenhalten, um die Behandlung vor dem Einfügen in die Form zu vereinfachen. Nachdem die Klemmhülse geformt worden ist, wird sie zwischen den Armen durchschnitten, so dass diese Abschnitte - weggeschnitten werden. Es wäre möglich, diese Einsätze vorher zu durchschneiden oder getrennte Segmente zu bilden, die dann einzeln in der Form angebracht werden könnten.
Als anderes Herstellungsverfahren der Anordnung könnte der Einsatz in Form eines vollständigen Ringes, wie dies in den Fig. 4 und 5 gezeigt ist, eingebracht werden, wobei die Form so ausgebildet ist, dass der Ring durchschnitten wird, wenn die Form geschlossen wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Rohrkupplung mit einem Hauptteil, der in seiner Bohrung eine Klemmhülse mit elastischen Armen aufnimmt, wobei auf den Armen Nockenflächen vorgesehen sind, die mit einer Innenfläche des Hauptteiles zusammenwirken, wobei sich die Innenfläche gegen das offene Ende der Bohrung des Hauptteiles hin zu einem kleineren Durchmesser verjüngt, wodurch eine axial nach aussen gerichtete Zugkraft die Klemmhülsenarme zusammendrückt, wobei die Klemmhülsenarme einen oder mehrere nach innen vorragende Vorsprünge zum Ergreifen und Festhalten eines Rohres in der Klemmhülse besitzen, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Nockenflächen (35 ; 123) der Arme (28 ; 113) der Klemmhülse (12 ;
110) entlang jener Teile der Arme (28 ; 113) erstrecken, die sich am oder nahe dem Basisende
EMI6.1