<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung bezieht sich auf ein Steinbearbeitungswerkzeug aus einem um eine Drehachse drehbaren Trägerkörper und mehreren am Trägerkörper aufgesetzten Schneidsegmenten mit in Sintermetall eingebettetem Diamant als Schneidstoff.
Bei diesen Schneidsegmenten gewährleistet die metallische Bindung des Diamantes einen ausreichend sicheren Halt der Diamantkörner innerhalb der Metallmatrix, doch ergeben sich auf Grund der vollständigen Einbettung des Diamants in die Metallmatrix beim Sintern der Schneidsegmente Anschnittschwierigkeiten, da durch oberflächigen Verschleiss der Metallmatrix in der Anfangsphase die Diamantkörner erst freigelegt werden müssen, um ihre Schnittwirkung nutzen zu können. In dieser Anfangsphase fehlt dem Werkzeug daher die Führung bzw. Zentrierung am Steinwerkstoff, was die Bearbeitungsqualität beeinträchtigt und zu unerwünschten Belastungen des Schneidoder Bohrgerätes führt.
Um diese Anschnittschwierigkeiten zu mindern, ist es nach der EP 0 156 762 A bekannt, die Schneidsegmente an ihrer schneidflächenbildenden Stirnseite keilförmig bis zu einer in Umfangsrichtung verlaufenden Linie zu verjüngen, so dass beim Anschneiden der Erstkontakt mit dem Werkstoff auf einen Linienbereich beschränkt wird, der einen vergleichsweise schnellen Abtrag der Metallmatrix und damit auch schnell eine zentrierende Führungsbahn mit sich bringt.
Allerdings kommt es beim Fortschreiten des Anschnittvorganges zu einer der Keilform entsprechenden Vergrösserung der Gesamtkontaktfläche zwischen Schneidsegment und Werkstück, so dass sich insgesamt sogar eine längerdauernde Anfangsphase ergibt.
<Desc/Clms Page number 2>
Gemäss der EP 0 857 552 A wurde auch schon vorgeschlagen, die Schneidsegmente mit einer speziellen Anschnittzone zu versehen, die gegenüber dem Grundsegment eine unterschiedliche Zusammensetzung und einen erhöhten Verschleiss aufweist.
Diese Schneidsegmente sind wiederum mit einem erhöhten Herstellungsaufwand verbunden und die durch das Anschneiden freigelegte tatsächliche Schnittfläche neigt zu Abrundungen und Abweichungen vom gewünschten Normverlauf gegenüber der Vorschubrichtung.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Steinbearbeitungswerkzeug der eingangs geschilderten Art zu schaffen, das sich durch sein hervorragendes Anschnittverhalten auszeichnet und ohne herstellungsbedingten Mehraufwand nach dem Anschnittvorgang eine exakte Schneidfläche bietet Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass die Schneidsegmente an ihrer trägerkörperabgewandten, schneidflächenbildenden Stirnseite in Drehrichtung voneinander beabstandete Erhebungen aufweisen.
Die über die eigentliche Schneidfläche hochragenden Erhebungen führen beim Erstkontakt des Werkzeuges mit dem Werkstück zu minimalisieren Berührungsflächen mit entsprechend maximalisiertem Verschleiss, so dass beim Anschneiden in kürzester Zeit Diamantkörner freigelegt werden, am Werkstück sofort ein entsprechender Werkstoffabtrag auftritt und eine saubere Werkzeugführung sichergestellt ist. Durch die sich im Zuge der Abarbeitung kaum im Querschnitt ändernden Erhebungen bleiben auch die Berührungsflächen während der Anschnittphase annähernd gleich und die rasch und gleichmässig verschleissenden Erhebungen ergeben nach der Anschnittphase eine optimale Schnittigkeit der exakt in ihrer Form durch die Werkzeugstirnseite vorbestimmten Schneidfläche.
An sich könnten die Erhebungen noppenförmig, sägezahnartig od. dgl. ausgebildet sein, doch vorteilhaft ist es, wenn die sich quer zur Drehrichtung rippenförmig über die Stirnseitenbreite erstreckenden Erhebungen in Drehrichtung abgerundet sind, da sich so gleichmässigere Anschnittbedingungen ergeben und auch im Erhebungsbereich eine gute Diamanteinbettung gewährleistet wird.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand rein schematisch veranschaulicht, und zwar zeigen
<Desc/Clms Page number 3>
Fig. 1 ein Schneidsegment für ein erfindungsgemässes Steinbearbeitungswerkzeug im Schaubild, Fig. 2 ein mit solchen Schneidsegmenten bestücktes Steinbearbeitungswerkzeug in
Stirnansicht und Fig. 3 einen Teil eines anderen mit solchen Schneidsegmenten bestückten Stein- bearbeitungswerkzeuges in Seitenansicht Ein Schneidsegment 1 besteht aus einem Sintermetallklotz 2 mit eingebettetem Diamant als Schneidstoff und weist an seiner schneidflächenbildenden Stirnseite 3 voneinander beabstandete Erhebungen 4 auf, die sich rippenförmig über die Stirnseitenbreite erstrecken.
Damit kommt es zu einem optimierten Anschnittverhalten der Schneidsegmente, da die Erhebungen 4 beim Erstkontakt mit dem Werkstück nur minimierte Berührungsflächen mit sich bringen und der dadurch bedingte erhöhte Verschleiss schnell die Diamantkörner freilegt und damit die Schnittigkeit des Schneidsegmentes herbeiführt.
Diese Schneidsegmente 1 können, wie in Fig. 2 angedeutet, bei einem Hohlbohrer 5 eingesetzt werden, der einen um eine Drehachse A drehbaren hohlzylindrischen Trägerkörper 6 umfasst, auf dessen freier Stirnseite die Schneidsegmente 1 aufgelötet sind. Dazu sind die Sintermetallklötze 2 entsprechend des Trägerkörpers gekrümmt und die Erhebungen 4 verlaufen quer zur Drehrichtung R.
Wie in Fig. 3 veranschaulicht, lässt sich mit den Schneidsegmenten 1 auch ein Sägeblatt 7 bestücken, das einen um eine Drehachse A drehbaren scheibenförmigen Trägerkörper 8 aufweist, an dessen Umfang die Schneidsegmente 1 angesetzt sind. Hier bilden die Schneidsegmente 1 entsprechend kreisbogenförmig gekrümmte Innen- und Aussenseiten und die Erhebungen 4 sind wiederum quer zur Drehrichtung R angeordnet.