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Die Erfindung betrifft einen Schistock, bestehend aus einem Aussen- und einem Innenrohr, welche Rohre ineinander verschiebbar und durch eine im Inneren der Rohre wirksame Klemmvorrichtung feststellbar sind, welche zwei mit zueinander weisenden und einen spitzen Winkel mit der Rohrachse einschliessenden Schrägflächen und im wesentlichen zylindrischen Mantelflächen aufweisende Klemmkörper umfasst, in welche ein mit dem Endbereich des Innenrohres verbundener koaxial zu den Rohren verlaufender Schraubenbolzen hineinragt.
Ein derartiger Schistock ist durch die CH-PS Nr. 267177 bekanntgeworden. Bei dem bekannten Schistock sind beide Klemmkörper mit einer glatten Bohrung versehen, welche der mit dem Innenrohr fest verbundene Gewindebolzen mit Spiel durchsetzt und in eine Spezialmutter eingreift, deren äussere Form dem Aussenrohr entspricht, wobei noch Reibscheiben vorgesehen sind, welche ein Verdrehen der Mutter gegenüber dem Aussenrohr verhindern sollen. Ferner ist noch eine Rückholfeder vorgesehen, welche auf die beiden Klemmkörper im Sinne einer Verkleinerung des in einer Querschnittsebene liegenden gemeinsamen Querschnittes einwirkt.
Der Nachteil dieses Schistockes liegt in der erforderlichen Vielzahl an Einzelteilen. Ausserdem ist ein die ordnungsgemässe Funktion der Klemmeinrichtung verhinderndes Mitdrehen der Mutter nicht ausgeschlossen. So kann es auf Grund einer Korrosion sehr leicht vorkommen, dass das zwischen Bolzenund Muttergewinde auftretende Reibungsmoment jenes zwischen der Mutter und der Reibscheiben auftretende übersteigt.
Weiters wurde durch die DE-PS Nr. 739133 eine Längeneinstellvorrichtung für einen Schistock bekannt, der aus mehreren ineinanderschiebbaren Rohren besteht, von welchen wenigstens zwei mittels eines gegen die Innenseite von überlappenden Rohrteilen pressbaren Konusstückes arretierbar sind, das mit einer vom Griffstück her verdrehbaren Schraube axial bewegbar und so gegen die Rohrteile selbst oder gegen ein gegengleich geformtes Klemmstück gedrückt werden kann. Bei dieser Konstruktion ist das eine Rohr doppelwandig ausgebildet, damit das andere Rohr in den Zwischenraum des doppelwandigen Rohres eingreifen kann. Die Schraube, welche das Konusstück bewegt, ist an der Griffseite mit einem eigenen, plattenförmigen Drehknopf versehen, der im Doppelrohrteil mittels einer Madenschraube verankert werden muss.
Aufgabe der Erfindung ist es, den eingangs erwähnten Schistock so auszugestalten, dass er zur Längenverstellung mit weniger Einzelteilen als die bekannte Vorrichtung das Auslangen findet und ausserdem einfach und problemlos in seiner Länge verstellt und arretiert werden kann.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass lediglich der vom Ende des Innenrohres weiter entfernte Klemmkörper mit einer Gewindebohrung versehen ist und der Schraubenbolzen einen Ansatz aufweist, dessen dem Ende des Innenrohres zugekehrte Stirnfläche an einer Durchmesserabstufung der Bohrung des gewindelosen Klemmkörper zur Anlage bringbar ist.
Damit ist eine Verstell- und Feststellvorrichtung innerhalb eines Schistücks geschaffen, die praktisch nur aus drei Teilen besteht und nach aussen hin überhaupt unsichtbar bleibt. Durch einfaches Drehen des einen Rohres wird die Klemmung zwischen den Rohren aufgehoben, die somit gegeneinander so weit wie gewünscht verschoben und hierauf durch Verdrehen des einen Rohres in der entgegengesetzten Richtung miteinander so verklemmt werden können, dass sie eine feste Einheit bilden.
Durch die erfindungsgemässe Ausbildung des gewindelosen Klemmkörper ist sichergestellt, dass der Ansatz des Schraubenbolzens praktisch in einer Ringnut liegt. Damit wird erreicht, dass es beim Lösen der Klemmung bzw. beim entsprechenden gegenseitigen Verdrehen der beiden Rohre sicher zu einer Vergrösserung des Abstands der einander zugekehrten Stirnfläche der beiden Klemmkörper kommt und somit deren durch die schrägen Flächen bedingte Klemmwirkung auch tatsächlich aufgehoben wird.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen, dass die Klemmkörper in an sich bekannter Weise aus einem Kunststoff, aus Hartgummi oder einem ähnlichen Material bestehen. Damit wird der Vorteil einer leichten Herstellbarkeit der Klemmteile sowie auf Grund der Elastizität dieser Werkstoffe und deren hohen Reibungswerte eine sehr gute Klemmung erreicht.
Der erfindungsgemässe Schistock ist in der Zeichnung an Hand eines Ausführungsbeispiels näher veranschaulicht. Er besteht aus einem Aussen- und einem Innenrohr--1, 2--, von welchen in der Zeichnung nur die überlappenden Teile gezeigt sind. Das in das Aussenrohr-l-satt eingeschobene Innenrohr --2-- weist an seinem Stirnende einen Schraubenbolzen --3-- auf, der bei --4-- mit dem Rohrende --5-- durch einen Querbolzen oder durch Verschweissung befestigt sein kann.
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Auf dem Schraubenbolzen --3-- ist ein zylindrischer Klemmkörper --6-- aufgeschraubt, der mit seiner Mantelfläche an der Innenseite des Aussenrohres--l-anliegt und eine zur Rohrachse im spitzen Winkel verlaufende Schrägfläche --7-- besitzt. Der Schraubenbolzen --3-- durchsetzt ferner einen zweiten
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--8--,Schrägfläche --9-- des andern Klemmkörpers --8-- aufgetrffen ist.
Da letzterer am Ringwulst --11-bzw. an dem Stirnrand des Innenrohres --2-- abgestützt ist, kommt es bei einer weiteren Verdrehung des Innenrohres --2-- bzw. des Schraubenbolzens --3-- in Richtung des Pfeils --12-- zu einem radialen Druck auf die Innenseite des Aussenrohres-l-im Bereich beider Klemmkörper --6, 8-- und zu einem Anpressen des Klemmkörpers --8-- gegen die Stirnseite des Innenrohres --2--, so dass sich das Innenrohr nicht mehr weiterdrehen lässt und mit dem Aussenrohr-l-eine feste Einheit bildet.
Aufgehoben kann diese starre Verbindung erst wieder durch ein Verdrehen des Innenrohres --2-gegenüber dem Aussenrohr --1-- in Richtung des Pfeils --14-- werden, worauf eine neuerliche Längeneinstellung des Skistockes durch Verschieben der Teile --1, 2-- und deren abschliessende Arretierung vorgenommen werden kann.
Durch die grossen Berührungsflächen (Mantelfläche) der Klemmkörper-6, 8-mit der Innenseite des Aussenrohres und infolge der keilartigen Ausbildung der Klemmkörper tritt bei einer grossen Belastung
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so dass auch dadurch eine unverrückbare starre Verbindung zwischen Aussen- und Innenrohr in der Längsrichtung hergestellt ist.